Elvis' krönende Haarpracht - The Crowning Glory

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  • burroughs
    Board-Legende

    • 09.02.2004
    • 56243

    #166
    können wir bitte bei dieser art der diskussions-führung bleiben?
    langsam wirds nämlich richtig interessant

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    • tyrone
      Gehört zum Inventar

      • 30.11.2008
      • 1845

      #167
      Zitat von Circle G
      Es gab ja nicht nur die, sondern auch die andere Riege, so Künstler wie Engelbert und Tom Jones. Und da war Elvis' Show wiederum sehr nah dran.
      Engelbert - keine Ahnung. Aber Tom Jones (super Alben in den letzten Jahren uebrigens) hatte ich einfach vergessen

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      • michael grasberger
        Posting-Legende

        • 16.02.2006
        • 9974

        #168
        Zitat von A. C. van Kuijk
        R&B kam bei ihm zwar auch vor, es deutet aber nichts darauf hin, dass dieser Stil seine Leidenschaft war. .

        das nenn ich mal einen eklatanten mangel an musikalischem geschichtswissen. das kommt wahrscheinlich davon, wenn man nurmehr den 70er schmonzettenelvis hört.
        empfehle zum einstieg ins thema elvis und r&b seine erste single auf sun records. von dort kannst du dich dann weiter durch die 50er und 60er arbeiten, wo dieser stil allgegenwärtig ist.
        auch ein blick auf die gut dokumentierte plattensammlung von elvis kann hilfreich sein. dort war r&b sogar der am häufigsten vertretene stil.
        Zuletzt geändert von michael grasberger; 06.06.2013, 11:59

        "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
        (Nick Tosches)

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        • tyrone
          Gehört zum Inventar

          • 30.11.2008
          • 1845

          #169
          Ich denke das es im Posting vom Welz eher um Elvis persoenliche musikalische Neigungen ging ... oder habe ich das falsch verstanden?

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          • Circle G
            Board-Legende

            • 04.11.2007
            • 11634

            #170
            Zitat von michael grasberger
            empfehle zum einstieg ins thema elvis und r&b seine erste single auf sun records....
            Die aber nur aus reiner Verlegenheit im letzten Moment zustande kam, weil Elvis eigentlich Balladen singen wollte (ebenso wie seine privat bezahlten Azetate nur Balladen waren) und Sam Philipps ihn schon nach Hause schicken wollte. Sollte dann in dem Zusammenhang auch erwähnt werden.

            Dass Elvis eigentlich immer nur Gospel- und Balladensänger sein wollte und seine großen Vorbilder alle aus dieser Richtung stammen, ist wohl allgemein bekannt. Der hat den Rock'n'Roll für die Kohle mitgenommen, genauso wie die Strandfilmchen. Elvis hat immer nur das gemacht, von dem er glaubte, die Leute wollen es von ihm hören und sehen. Wenn er privat musiziert hat, dann kam raus, wie sein Herz musikalisch wirklich schlug. Und bei seinen späten Platten, wo ihm jeder kommerzielle Zwang eigentlich schon völlig schnuppe war und er höchstens noch einen lieblos runtergeleierten Pseudo-Rocker auf's Album gepackt hat, damit es keine Diskussionen gab.
            Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
            ____________________________

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            • Gast

              #171
              Zitat von tyrone
              Ich denke das es im Posting vom Welz eher um Elvis persoenliche musikalische Neigungen ging ... oder habe ich das falsch verstanden?
              Genau so ist es.

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              • TheKing
                Board-Legende

                • 19.06.2006
                • 20721

                #172
                Ich finde den Blickwinkel auch ganz harten Toback. Jeder weiß, dass Elvis gerne Balladen sang und es fantastisch machte. Er wollte auch gerne Basssänger im Gospelquartett sein usw. Aber er war ein Musiker und mochte viele Stilrichtungen. Er kommt aus Memphis, Leute, the Home of the Blues, wer so einen Mist erzählt wie die Schlagerfraktion hier, hat Elvis überhaupt nicht verstanden. Das, was Elvis ausmachte, was ihn so genial machte, war, dass er seine musikalischen Einflüsse verband, nicht, weil er das so geplant hatte, sondern, weil die quasi auf natürliche Weise in ihm zusammenflossen. Er hörte Gospel mit seiner Mum in der Kirche, den Blues von den schwarzen Leuten auf der Beale Street und in seiner Nachbarschaft usw. Sein Interesse für Musik war groß, er hörte sich alles an. Nicht so engstirnig wie manche Leute hier. Und das ist die Basis für Elvis großen Erfolg. Er zieht verschiedenste Menschen an. Er kann mich begeistern und Jemanden wie Herbi, der deutsche Schlager hört. Das ist auch der Grund warum hier immer so ein Rabbatz ist im Forum. Bei Elvis treffen und vereinigen sich unterschiedlichste Personen aus allen Himmelsrichtungen mit komplett unterschiedlichen Backgrounds. Sein Aussehen und sein Charisma kommen da noch dazu, usw.


                Nun denn, wenn man mit seinen Jungs zusammen sitzt, dann singt man nicht nur Balladen, die man übrigens nur mit einer Gitarre begleiten kann, oder Harmonika, wenn man wollte, hätte man eine Instrumentierung dafür gefunden. Ein Elvis spielt Musik aus unterschiedlichsten Richtungen mit großer Leidenschaft und großem Talent. Diese Energie hat Binder gesehen und es in die Show transportiert und da war der Funke wieder, der länger verloren gegangen war.

                Was ihr hier zum Teil wiedergebt ist ist abenteuerlich aus meiner bescheidenen Sicht der Dinge.


                Macht ihr mal Eurer Weihnachtsspecial, oh Lord have mercy. Euer Elvis ist nicht mein Elvis.
                Zuletzt geändert von TheKing; 06.06.2013, 12:12
                Ohne Worte!

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                • burroughs
                  Board-Legende

                  • 09.02.2004
                  • 56243

                  #173
                  dh JEDER Musiker/Sänger, der in Memphis zur Welt kam, mag/macht automatisch nur Blues & Gospel
                  Verzeihung, aber bei der Sichtweise frag ich mich doch, wer sich da heimlich das schönere Weinachtsspecial zusammenzimmert

                  Kommentar

                  • TheKing
                    Board-Legende

                    • 19.06.2006
                    • 20721

                    #174
                    Zitat von burroughs
                    dh JEDER Musiker/Sänger, der in Memphis zur Welt kam, mag/macht automatisch nur Blues & Gospel
                    Verzeihung, aber bei der Sichtweise frag ich mich doch, wer sich da heimlich das schönere Weinachtsspecial zusammenzimmert

                    Du bist so ein Pansen, Junge! Das habe ich nicht gesagt, aber bei Elvis ist es so. Er hat ne tolle Mischung von Musikstilen und eine breite Leidenschaft für Musik und dachte, so denke ich, nicht so engstirnig, wie manche, die hier meinen, er habe Rock'n Roll nur aufgedrückt bekommen und widerwillig wegen des Geldes gemacht. Da wird mir echt schlecht.
                    Ohne Worte!

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                    • Gast

                      #175
                      Eigentlich war Elvis auch schwarz....

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                      • TheKing
                        Board-Legende

                        • 19.06.2006
                        • 20721

                        #176
                        Zitat von A. C. van Kuijk
                        Eigentlich war Elvis auch schwarz....

                        Ja, ein bißchen schon...und er war kein Rassist.
                        Ohne Worte!

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                        • Gilla
                          Board-Legende

                          • 05.02.2007
                          • 14776

                          #177
                          Zitat von Circle G

                          Der hat den Rock'n'Roll für die Kohle mitgenommen, genauso wie die Strandfilmchen. Elvis hat immer nur das gemacht, von dem er glaubte, die Leute wollen es von ihm hören und sehen. Wenn er privat musiziert hat, dann kam raus, wie sein Herz musikalisch wirklich schlug.
                          Jemand, der den Rock'n'Roll so überzeugend darstellen konnte wie Elvis, muss ihn auch "gelebt" und gespürt haben. Sowas kann man nicht erlernen, sowas hat man im Blut. Und für Geld kann man das erst recht nicht tagtäglich für's Publikum abrufen. Warum will man das nicht verstehen, kann ich nicht begreifen...

                          Elvis hat Gospel und Balladen zuhause gesungen, um seinen Energiepegel etwas zu senken und ein wenig Ruhe in seinen Alltag rein zu bringen.
                          *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                          • MysteryTrain
                            Posting-Legende

                            • 12.07.2008
                            • 7260

                            #178
                            Zitat von burroughs
                            dh JEDER Musiker/Sänger, der in Memphis zur Welt kam, mag/macht automatisch nur Blues & Gospel
                            Verzeihung, aber bei der Sichtweise frag ich mich doch, wer sich da heimlich das schönere Weinachtsspecial zusammenzimmert
                            Nicht JEDER! Aber Elvis, und um den geht es doch hier, oder?
                            Als Jugendlicher drückte sich Elvis am liebsten in den Clubs der Schwarzen in Memphis herum. In der Kirche sang er Gospel, im Radio hörte er Country.
                            Dass er dies alles in sich miteinander kombinierte und verschmolz, das hat er nicht geplant, noch weniger hat es ihm jemand vorgeschlagen. Wie King es schon sagte, Elvis hatte es in sich und es kam tief aus seinem Bauch und seiner Seele heraus. Dies kommt nirgendwo so stark zum Ausdruck wie im 68er Special. Gerade die Sit-Down-Shows zeigen den musikalisch ursprünglichen und wahren Elvis.
                            Das meinte ich vorhin auch mit "dreckigen Bluesschuppen", nämlich herumjammen vor kleinem Publikum - spontan, wild und ursprünglich. Normalerweise ging das bei Elvis nur im privaten Kreis. Zum Glück setzte es Steve Binder für dieses eine Special auch für die Öffentlichkeit um. Nach Vegas oder in große Konzerthallen passte das nicht mehr und hätte auch keine Wirkung gehabt.
                            Schade, dass es später nicht noch mehr solcher "Sit Down-Shows" gegeben hat.

                            Und wer behauptet, da habe Elvis nur ein vorgefertiges Konzept abgespult, also geschauspielert, der hat Elvis beim besten Willen nicht verstanden.
                            Zuletzt geändert von MysteryTrain; 06.06.2013, 12:39

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                            • Circle G
                              Board-Legende

                              • 04.11.2007
                              • 11634

                              #179
                              Zitat von MysteryTrain
                              Als Jugendlicher drückte sich Elvis am liebsten in den Clubs der Schwarzen in Memphis herum.
                              Das halte ich übrigens für eine Legende. Als hätte Gladys ihr Söhnchen da so einfach ziehen lassen...
                              Ganz nebenbei herrschte in den 50ern noch strikte Rassentrennung: Schwarze kamen nicht in die Clubs der Weißen, aber Weiße waren im Gegenzug auch in schwarzen Clubs nicht allzu gerne gesehen; die wollten lieber unter sich bleiben, allein schon aus Protest. Genauso, wie es eklatant ist, dass man im Publikum bei Elvis-Konzerten schon in den 50ern so gut wie nie einen Schwarzen sah.
                              Lös Dich mal von Deiner Sozialromantik und beschäftige Dich stattdessen mal ein wenig mit der politischen und gesellschaftlichen Realität dieser Zeit.

                              Schade, dass es später nicht noch mehr solcher "Sit Down-Shows" gegeben hat.
                              Wird wohl den Grund gehabt haben, dass eine derartige Performance doch nicht Elvis' größter Herzenswunsch war, sonst hätte er einen solchen Block problemlos in seine Shows einbauen können.

                              Und wer behauptet, da habe Elvis nur ein vorgefertiges Konzept abgespult, also geschauspielert, der hat Elvis beim besten Willen nicht verstanden.
                              Kleiner Tipp zur Wahrheitsfindung: Schau Dir auf der DVD-Box mal die Outtakes vom 68er Special an!

                              Das war eine Show, Elvis war Vollprofi und hat abgeliefert. Punkt.
                              Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                              ____________________________

                              Kommentar

                              • Circle G
                                Board-Legende

                                • 04.11.2007
                                • 11634

                                #180
                                Zitat von Gilla
                                Jemand, der den Rock'n'Roll so überzeugend darstellen konnte wie Elvis, muss ihn auch "gelebt" und gespürt haben.
                                Elvis war Vollprofi, der konnte sogar Songs, die er absolut scheiße fand, mit einer solchen Überzeugung darbieten, dass man ihm jedes Wort geglaubt hat.
                                Damit will ich nicht sagen, dass er den Rock'n'Roll scheiße fand. Ganz sicher nicht. Aber er war auch nicht seine wichtigste Herzensangelegenheit. Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

                                Sowas kann man nicht erlernen...
                                Doch, ein Profi kann das, das ist Handwerk. Genauso wie ein Schauspieler einen Mörder spielen kann, ohne jemanden umgebracht zu haben.

                                Und für Geld kann man das erst recht nicht tagtäglich für's Publikum abrufen.
                                Das mag in seinem Fall tatsächlich so sein. Daher hat er die Rock'n'Roll-Songs auch die letzten 5 Jahre auf der Bühne quasi zur Eigenparodie verkommen lassen und gewissermaßen hingerichtet.

                                Elvis hat Gospel und Balladen zuhause gesungen, um seinen Energiepegel etwas zu senken und ein wenig Ruhe in seinen Alltag rein zu bringen.
                                Um den Energiepegel zu senken und Ruhe zu kriegen, hat er Tabletten genommen. Balladen und Gospel hat er gesungen, weil er diese Musik am meisten geliebt hat.
                                Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                                ____________________________

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