Elvis' krönende Haarpracht - The Crowning Glory
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hierzu ein Kommentar von B.B. King: (es steht Dir frei, ihm zu glauben oder nicht)
Elvis, der kleine Schisshase, der in der Schule von Red West vor Klassenkeile gerettet werden musste, stiehlt sich also nachts regelmäßig - unbemerkt von seiner überprotektiven Mutter - aus einer Wohnung, die nicht größer als eine Telefonzelle ist, geht zur Beale Street (damals ein gefährliches Pflaster), spaziert einfach als unter 21-jähriger weißer Grünspan in einen schwarzen Club, und das finden alle so super, dass sie ihn auch noch auf die Bühne zerren und ein Liedchen trällern lassen. Ja klar, und der Nikolaus bringt nächstes Jahr die Ostereier!
Es steht Dir frei, diese Story zu glauben, aber bitte versteh auch, dass ich das nicht tue. Zu viele Unmöglichkeiten in einem Absatz.
"I knew Elvis before he was popular," said B. B. King. "He used to come around and be around us a lot. There was a place we used to go and hang out at on Beale Street. People had like pawn shops there and a lot of us used to hang around in certain of these places and this was where I met him."
Das Interview gibt es irgendwo auf YouTube.- Übersetzen
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Dann sag mal, wie es wirklich war, auf welche Fakten Du das stützt und wie es sich dann erklärt, dass Elvis beim Memphis Recording Service und dann bei SUN nur mit Balladen aufschlug, dass er privat fast nur Balladen und Gospels hörte und spielte, dass seine großen Vorbilder (Roy Hamilton, Jake Hess, Dean Martin, Mario Lanza etc) eher aus dieser Abteilung kamen, dass er bei seinen Aufnahmen und Konzerten bei genau diesen Songs zur Höchstform aufgelaufen ist und dass er im Studio One-Liner ausschließlich dieser Richtung angestimmt hat.
Warum kann man das dann auch in etlichen englischsprachigen Publikationen lesen?(diese fehleinschätzung ist bezeichnenderweise auch nur im schlagerland deutschland verbreitet.)Zuletzt geändert von Circle G; 06.06.2013, 23:19Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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Mach mal Deine Hausaufgaben: Das war für die Presleys in Tupelo der Fall, aber nicht in Memphis.Die Presleys waren zwar Weiße, aber vom sozialen Rang her standen sie noch unterhalb vieler Schwarzer. "Whitetrash" (= weißer Abschaum) nannte man solche Leute, die am sozialen Rand lebten und keine Perspektiven hatten, genauso wie die Schwarzen (und v.a. mit ihnen) als Hilfsarbeiter auf den Baumwollfeldern arbeiteten.Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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Dazu gibt es verschiedene Ansichten. Spontan gefunden habe ich die Kundenrezension bei Amazon, die sagt etwas anderes: http://www.amazon.de/Elvis-Gladys-El.../dp/0708830870Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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Ja, das kenne ich und bin so frei, es nicht zu glauben. Es gehört zu den Meilensteinen der Elvis-Legendenbildung. Ich verlasse mich bei solchen Aussagen lieber auf die Gesetze der Logik und meinen gesunden Menschenverstand, als auf die verklärten Erinnerungen irgendwelcher vermeintlicher Zeitzeugen, die allgemein dazu neigen, ein zweiminütiges zufälliges Zusammentreffen mit Elvis nach 30 Jahren Abstand (soweit ich weiß, stammt das Interview mit B.B. King aus den frühen 80ern) zu einer lebenslangen, intensiven Freunschaft hochzustilisieren.hierzu ein Kommentar von B.B. King: (es steht Dir frei, ihm zu glauben oder nicht)
"I knew Elvis before he was popular," said B. B. King. "He used to come around and be around us a lot. There was a place we used to go and hang out at on Beale Street. People had like pawn shops there and a lot of us used to hang around in certain of these places and this was where I met him."
Und mein gesunder Menschenverstand sagt mir folgendes: Bevor Elvis berühmt wurde, war er ziemlich minderjährig, sogar noch in seinen Anfägen als Profi. Alle seine Verträge, u.a. auch der erste Management-Vertrag mit Colonel Parker, mussten von seinen Eltern unterschrieben werden. Und da soll er also als Minderjähriger verbotenerweise in schwarzen Nachtclubs auf der Beale Street rumgehangen haben, wo die schwarzen Clubbesitzer, die damals eh schon einen mehr als schweren Stand hatten, den sofortigen Entzug ihrer Konzession zu befürchten hatten, wenn in ihrem Laden ein minderjähriges Weißbrot angetroffen würde...
Lies mal die Autobiographie von Jerry Scheff "Way Down", da beschreibt Scheff in allen Einzelheiten, wie schwer er es hatte, als er - ebenfalls noch keine 21 - als junger Bassist in Nachtclubs spielen wollte, da mussten seine Eltern mitkommen usw. Sorry, aber das klingt um einiges realistischer als diese hier verbreiteten Mythen.
Ich will nicht bestreiten, dass Elvis als Jugendlicher von der schwarzen Musikkultur stark beeinflusst wurde. Aber wohl doch eher über den Weg des Radios als durch das Abhängen in schwarzen Nachtclubs auf der Beale Street.Zuletzt geändert von Circle G; 06.06.2013, 23:24Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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Hahahahaha!
Du bastelst Dir Deine Welt, wie sie Dir gefällt!
Das ist genial! Was nicht in Deine Theorie passt wird einfach in Zweifel gezogen und dann reimst Du Dir nach Deiner Logik eine passendere Wahrheit zusammen. Sehr wissenschaftlich ist das nicht. 
Weil Du Dir als deutsche Hausfrau und Mutter im Jahre 2013 nicht vorstellen kannst, das Elvis dort verkehrte, ist somit bewiesen, dass B.B. King lügt oder dement ist, herrlich, wirklich!Zuletzt geändert von TheKing; 07.06.2013, 00:07Ohne Worte!- Übersetzen
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Dann dürftest du allerdings in zahlreichen Streitfällen bzw. Meinungsunterschiedlichkeiten hier im Forum, auch nicht auf diverse Bücher verweisen, denn auch die wurden von Zeitzeugen geschrieben
Verwunden mein Herz mit eintöniger Mattigkeit
23. April 1998 - 20. November 2006
29. September 2006 - 22. September 2022 - I'll be with you always!- Übersetzen
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Das habe ich im Falle der Proben für die Sitdown-Show so gemacht und dann kam das Foto als Beweis, dass meine Logik korrekt war.
In der Wissenschaft wird bei Thesen, die sich - aus welchen Gründen auch immer - nicht (mehr) beweisen lassen, vornehmlich mit Logik und Wahrscheinlichkeiten gearbeitet.Sehr wissenschaftlich ist das nicht.
Wollen wir wieder auf unterstem Niveau persönlich werden? Auch als deutsche Hausfrau und Mutter kann man logisch denken! Muss man sogar!Weil Du Dir als deutsche Hausfrau und Mutter im Jahre 2013 nicht vorstellen kannst, das Elvis dort verkehrte, ist somit bewiesen, dass B.B. King lügt oder dement ist, herrlich, wirklich!Zuletzt geändert von Circle G; 07.06.2013, 05:43Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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Da gebe ich Dir völlig Recht!
Nur weil etwas in einem Buch steht, muss es noch längst nicht stimmen. Jeder von uns könnte wohl allein mit den Fehlern, die in diversen Elvis-Büchern zu finden sind, selber ein komplettes Buch füllen. Bei Elvis gilt: Man kann jede noch so abstruse Behauptung über ihn aufstellen und findet immer ein Buch, das einen bestätigt.
Das gleiche gilt für Zeitzeugen, da muss man extrem vorsichtig sein. Noch nicht einmal, um ihnen zu unterstellen, dass sie bewusst lügen, sondern sie können sich auch irren. Ich erinnere an das Beispiel mit Jerry Schilling (eigentlich ein eher glaubwürdiger Mensch), der in der Doku "Elvis By The Presleys" mit voller Überzeugung behauptet, dass Elvis die Gesangsspur von "Indescribably Blue", so wie sie auf Platte erschien, in seinem Beisein (!) in Nashville im Hotelzimmer aufgenommen hat. Man will ihm ungern widersprechen, denn er war schließlich dabei und er ist kein typischer Märchenerzähler. Aber trotzdem irrt er! Und jeder von uns kann das anhand der veröffentlichten Session-Unterlagen, anhand des vorhandenen Outtakes und anhand des endgültigen Masters einwandfrei beweisen.
Also ist es durchaus legitim, die Behauptungen eines Buches oder die Aussagen von Zeitzeugen in Zweifel zu stellen, wenn die Logik, handfeste Argumente oder der gesunde Menschenverstand (der für mich immer noch die letzte entscheidende Instanz ist) dagegen sprechen. Auch als deutsche Hausfrau und Mutter.
Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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Das mit den Zeitzeugen ist immer so eine Sache. Da braucht man sich nur in der eigenen Familie umzuhören, um dieselben Begebenheiten in mindestens zwei vollständig unterschiedlichen Versionen serviert zu bekommen.
In der Elvis-Welt habe ich zudem die Erfahrung gemacht, dass Aussagen von Zeitzeugen massiv unterschiedlich gewertet werden. Passt einem das Statement in den Kram, dann heißt es "Der war schließlich dabei!". Gefällt einem die Aussage nicht, dann handelt es sich um einen Lügner, Wichtigtuer oder gar jemanden, der sich an Elvis rächen will.
In diesem speziellen Falle glaube ich durchaus, dass sich Elvis auf der Beale Street herumgetrieben hat und von Leuten wie B.B. King gesehen wurde. Dass er ein häufiger Gast in schwarzen Clubs war, halte ich aber -aus denselben Gründen wie Circle G- für ein Märchen. Da wird in den Erinnerungen der Leute aus ein, zwei Besuchen schnell ein "häufig" oder "regelmäßig".- Übersetzen
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Angenommen, er war mal in einem Club, wo B.B. King gespielt hat (und lassen dabei die ganzen Zweifel wegen Rassentrennung und Elvis' Minderjährigkeit mal außen vor) - wie logisch und wahrscheinlich ist es, dass B.B. King (der als durchaus bekannter Star jeden Tag von unzähligen Menschen angesprochen wird und ständig neue Leute kennenlernt) sich dann später, als Elvis bekannt wurde, noch so genau an ihn erinnert? Eher nicht! Und wenn doch, dann wäre wirklich die einzig logische und wahrscheinliche Erklärung, weil Elvis so ziemlich der einzige Weiße war, der sich in einen schwarzen Club gewagt hat und weil er zudem recht auffällig aussah.
Aber wie auch immer, für mich sind und bleiben da zu viele Fragezeichen und Ungereimtheiten bei der Geschichte. Bei Guralnick (dessen Biographie ich - vor allem für die 50er - immer noch für die am saubersten recherchierte halte) konnte ich nichts zu dem Thema finden, habe allerdings auch nur quergelesen, weil ich andernfalls das halbe Buch nochmal hätte lesen müssen. Falls einer da etwas Näheres zur Hand hat, würde mich das sehr freuen.Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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Du bist doch nicht von gestern und weißt, dass es immer unterschiedliche Meinungen gibt.Dazu gibt es verschiedene Ansichten. Spontan gefunden habe ich die Kundenrezension bei Amazon, die sagt etwas anderes: http://www.amazon.de/Elvis-Gladys-El.../dp/0708830870
Nur noch soviel dazu, selbst Peter Guralnick hat einige ihrer Ergebnisse in seinem Buch erwähnt.Zuletzt geändert von Gilla; 07.06.2013, 07:15*The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*
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