Ihr als Elvis Manager....

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  • gast-20090521

    #301
    Zitat von gast-20080904
    Es wäre ja auch nicht sinnvoll gewesen, sich Konkurrenz im eigenen Hause zu schaffen. Was wäre denn aus den Filmen geworden, wäre Elvis getourt? Was wäre - mal abgesehen von der Frage, woher das passende Material hätte kommen sollen - aus den Soundtrack-Verkäufen, die - wie gesagt - wiederum die Filme beeinflussten, geworden, wären gleichzeitig reguläre Studioalben erschienen? Sowohl Paramount als auch MGM hätten sich, ebenso wie RCA, wohl bedankt.
    Das sehe ich ganz anders. Wieso macht er sich selber Konkurrenz? Er hätte bloß ein noch größeres Publikum (= eine noch größere Käuferschicht) bedient, wenn er neben den Filmen noch ordentliche Platten und ein paar Touren gemacht hätte, und auch hier hätte es den Effekt der Cross-Promotion geben können.

    Ich sehe da nicht als Grund die Angst vor der selbst gemachten Konkurrenz, sondern einen anderen, den Du auch schon ins Feld geführt hast, nämlich Elvis' Unlust, sich zu bewegen, wenn der Rubel rollte. Teffender als TheKing hätte man es nicht ausdrücken können: Niemand macht Revolution mit dem goldenen Löffel im Mund.

    Sinatra hat sich ja auch keine selber Konkurrenz gemacht, als er Filme drehte und parallel Platten rausbrachte, die nichts miteinander zu tun hatten. Oder Dean Martin.
    Zuletzt geändert von Gast; 22.07.2008, 01:14

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    • TheKing
      Board-Legende

      • 19.06.2006
      • 20721

      #302
      Zitat von MusicMan
      Man hat doch reagiert: 1966 kam das hervorragende Gospel-Album samt Grammy, was Elvis als Künstler in eine höhere Liga aufstiegen liess, und zwei Jahre später mit dem 68er Comeback.
      Kein Verdienst vom Colonel, das war Elvis. Was Flaming Star betrifft, das war schade...in der Tat hatte man ja da versucht auch mal einen "ernsthafteren" Film zu versuchen, der das Schema durchbricht...es hat nicht gut funktioniert, stimmt. Elvis konnte wohl nicht alles abrufen...dan noch Wild in the Country und das Thema war vom Tisch...ist nicht gut gelaufen dieser Teil von Elvis Schauspielambitionen...aber kein Grund innerhalb des Schemas und Unterhaltungsfilmes derart die Qualität zu vernachlässigen, ein klarer Fehler des Colonels!
      Ohne Worte!

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      • gast-20090521

        #303
        Zitat von TheKing
        Kein Verdienst vom Colonel, das war Elvis.
        Ich sagte ja nicht explizit wer, sondern nur DASS man reagiert hat. Auch hier - trotz anfänglicher interner Querelen - dann letztendlich als Team. Ist doch überall so, dass man sich anfangs auf einen Weg einigen muss, und dann ziehen bei einem guten Team alle mit dran.

        Außerdem war das ja auch Elvis' Aufgabenbereich, denn das Album und die Show waren Kunst, und Elvis war der Künstler.

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        • gast-20090521

          #304
          Zitat von gast-20080904
          Parkers Methode und Prinzip war es, diese Momente, in denen etwas einmal lief, bis zum Exzess auszunutzen, sowohl was Filme als auch Konzertauftritte betraf.
          Ja, das hat er getan, ohne Frage. Aber es war nicht nur Parkers Methode, sondern auch Elvis'.

          Aber jetzt mal im Ernst: Was ist daran verwerflich, was ist daran ungewöhnlich oder gar unverständlich? Packen wir uns doch mal an die eigene Nase: Wenn jemand von uns eine Masche auftun würde, mit relativ wenig Einsatz ziemlich viel zu erreichen, würde er es doch auch nicht anders machen, oder? Wer ist denn dann schon so mutig ("leichtsinnig" würde vielleicht besser passen), alles über den Haufen zu werfen, aufs Eis zu gehen und sich ein Bein zu brechen? Die meisten von uns machen allein in ihrem Beruf doch genau das gleiche bis zur Rente: Wenn man einmal raus hat, wie's am effektivsten und einfachsten geht, dann macht man es so lange, wie es funktioniert. Kann man das Parker und Elvis wirklich vorwerfen?

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          • gast-20090521

            #305
            Zitat von gast-20080904
            Auch Parker konnte wohl nicht aus seiner Haut. Man sollte - wie für Elvis' - auch für sein Verhalten Verständnis haben. Auch für seinen oft rücksichtslosen Umgang mit Menschen, sein kaltes Herz, seine Herrschsucht, seinen Geltungsdrang, seine Titelsucht, seinen Größen- und Erfolgswahn gibt es ganz sicher eine Erklärungen. Möglicherweise eine Veranlagung im kleinen Dries van Kuijk, die aktiviert wurde, einen Charakterzug, der außer Kontrolle geriet. Auch er handelte ja nicht ohne Grund so wie er es tat.
            Diese tiefenpsychologische Fernalanalyse auf der Basis von Alanna Nash ist ja rührend, aber doch wenig fundiert, wenn man mal genau liest, aufgrund welcher "Informationen" (Stichwort: Legenden und vor allem selektive Wahrnehmung) sie sich das zusammengereimt hat.

            Aber wie Du mal sehr treffend bemerktest: Jeder ist eine Marionette seiner selbst, und ich möchte es erweitern: Jeder ist auch ein Opfer seiner selbst. Insbesondere Parker und Elvis taten sich da gegenseitig nichts.

            Was das "kalte Herz" angeht, da sind übrigens fast alle, die ihn näher kannten, der gegenteiligen Meinung. Zumal es auch kaum vorstellbar ist, dass jemand so warmherziges wie Elvis sich 23 Jahre lang mit einem menschlichen Eisblock umgibt und diesem seine Karriere in die Hände legt - abgesehen davon, dass sie einen feinen Humor teilten, der auch von jeder Menge Herz zeugt. Doch das passt nicht so recht ins Konzept und wird daher gerne mal unter den Tisch fallen gelassen.
            Zuletzt geändert von Gast; 22.07.2008, 01:48

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            • TheKing
              Board-Legende

              • 19.06.2006
              • 20721

              #306
              Zitat von MusicMan
              Ja, das hat er getan, ohne Frage. Aber es war nicht nur Parkers Methode, sondern auch Elvis'.

              Aber jetzt mal im Ernst: Was ist daran verwerflich, was ist daran ungewöhnlich oder gar unverständlich? Packen wir uns doch mal an die eigene Nase: Wenn jemand von uns eine Masche auftun würde, mit relativ wenig Einsatz ziemlich viel zu erreichen, würde er es doch auch nicht anders machen, oder? Wer ist denn dann schon so mutig ("leichtsinnig" würde vielleicht besser passen), alles über den Haufen zu werfen, aufs Eis zu gehen und sich ein Bein zu brechen? Die meisten von uns machen allein in ihrem Beruf doch genau das gleiche bis zur Rente: Wenn man einmal raus hat, wie's am effektivsten und einfachsten geht, dann macht man es so lange, wie es funktioniert. Kann man das Parker und Elvis wirklich vorwerfen?
              Das ist die Argumentation, die Parker ziemlich genau so verklickerte, wenn der sich über die Filme beschwerte. Ich glaube, dass Du absolut recht hast, wenn man sich einmal selbst in die Lage versetzt. Das sind für zweilfsohne die Mechanismen, die damals zu dem Verhalten geführt haben. Ich wiederhole mich, aber der Colonel hätte in einer optimalen Welt (die es nie gab) auch innerhalb der Formel nicht zwangsläufig durch finanziell kurzsichtig gedachte Entscheidungen für Rahmenbedingungen sorgen müssen, die die Qualität der Produkte zwangsläufig in den Keller trieb. Einem Künstler wuie Elvis hätte man auch einen würdigeren Rahmen schaffen können. Ich habe nichts gegen das Grundkonzept. Aber zu Elvis' Zufriedenheit und der des Publikums und in Betracht einer Erhaltung der Marke, finde ich es bedauerlich, dass man irgendwann fast völlig aus den Augen verlor, ein gutes Produkt anzubieten. Das kann man doch bedauern und falsch finden.

              Nun, unterm Strich macht es ja wenig Sinn, aber der Tenor des Threads ist ja, was hätte man anders gemacht.

              Ein paar Filme sind ja auch ganz nett, aber dieser Ausverkauf, dieses penetrante und dümmliche Auslutschen der Masche ohne Qualitätsanspruch, das schreibe ich dem Colonel auf den Zettel.
              Ohne Worte!

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              • gast-20090521

                #307
                Es wird immer so getan, als wäre die Qualität der Filme rapide sinkend gewesen, und auf dem absoluten Tiefpunkt hat man Hollywood dann mit Schimpf und Schande verlassen. Mitnichten! Du darfst nämlich nicht vergessen, dass die Filme am Ende wieder deutlich besser wurden. Der unwürdige Rahmen mit Plastikpalmen und mehr als dürftigen Stories wurde wieder verlassen. Sein letzter Film "Change of Habit" mit einer guten Story, einer brauchbaren Produktion, einem tollen Soundtrack und respektablen Co-Darstellern ist z.B. mein Lieblingsfilm von Elvis, auf Platz 2 folgt "Live a little..."
                Und er am meisten gescholtene Film "Harum Scarum" hat meiner Ansicht nach einen der besten Soundtracks überhaupt. Ich will ihn nicht missen!

                An den Filmen ist noch lange nicht alles so schlecht, wie es gerne mal geredet wird. Auch hier muss man mal mit der Legende aufräumen!

                Die Filme stellen sicher herbe Enttäuschung dar für Leute, die in Elvis nur den R&R-Rebellen bei SUN sehen wollen und können. Doch der war er nie, und wenn doch, dann spätestens ab 1957 nicht mehr. Und zwar freiwillig!
                Zuletzt geändert von Gast; 22.07.2008, 02:02

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                • TheKing
                  Board-Legende

                  • 19.06.2006
                  • 20721

                  #308
                  Naja...die letzten Filme sind wieder anders und besser und gehören auch zu meinen Lieblingsfilmen. Das lag aber doch wohl daran, dass die Masche ja endgültig überholt und gescheitert war, es sind einige Elvisfilme in der Zeit von 65 bis 67 entstanden die einen nur den Kopf schütteln lassen. Die ersten 4 Filme waren auch alle gut. Das ging ja ab G.I.Blues los, dann folgten wieder etwas engagiertere Filme..Ich mag auch Girl Happy zum Beispiel...aber Dinger wie Kissin Cousins, Easy Come Easy Go, Paradize Hawaiin Style und als Film sicher auch Harum Scarum (da sind schöne Lieder dabei, stimmt!) aber der Film...autsch!...was ich persönlich halt schade finde, das die Uptemponummern teilweise so unrockig sind...selbst wenn wir das Rock`n Roll Rebellding vergessen...aber da sind für meinen Geschmack oft schlimme Sachen gemacht worden Beach Shack..Do the clam..sowas...das sind Sachen, da hätte ich mir richtige, gute Musik gewünscht...naja man kann nicht alles haben...heute bin ich froh, dass ich überhaupt Bilder von Elvis sehen kann und ich habe alle Filme auf DVD...deshalb hat Parker das Spiel wohl gewonnen...
                  Ohne Worte!

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                  • MysteryTrain
                    Posting-Legende

                    • 12.07.2008
                    • 7260

                    #309
                    Halten wir uns doch mal vor Augen, dass wir alle zu Elvisfans geworden sind aufgrund des "Produktes" Elvis Presley, das von ihm selbst und Col. Parker kreiert wurde. Im Nachhinein ist es immer leicht, hier und da Fehler zu kritisieren. Unter dem Strich jedoch ist doch alles bestens gelaufen. Die Filme in den 60ern waren vom kommerziellen Standpunkt aus gesehen das Genialste was Elvis passieren konnte. Als es nicht mehr so gut lief, wurden ja auch Gegenmaßnahmen gesetzt ("How Great Thou Art" Album wurde schon genannt). Auch die Rückkehr auf die Konzertbühne fand zum richtigen Zeitpunkt statt. Sogar die Tiefpunkte und letztlich sein früher Tod gehören zur Legende Elvis dazu. Die meisten hier sind doch erst nach Elvis' Tod Fans geworden, also aufgrund des "Gesamtpakets" mit Höhen und Tiefen, Glanzlichtern und Pleiten.
                    Als Manager würde ich also nichts wesentlich anders machen als Parker. Aus heutiger Sicht hatte er die Stärke, sein Ding mit Elvis gemeinsam durchzuziehen, ohne sich auf kurzlebige aktuelle Trends zu sehr einzulassen. Dies zeugt von Weitsicht und Realismus. Sogar als Elvis keine schöne Erscheinung mehr war und mehr und mehr gesundheitliche Probleme bekam, blieb das "Produkt" Elvis ein Bestseller. Man mag einwerfen, dass das ein zu hoher Preis war für den Erfolg, aber wie gesagt, es gehört alles zum "Gesamtpaket" Elvis dazu, welches uns seit Jahren oder Jahrzehnten das Leben ein wenig schöner macht.

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                    • Harty
                      Gehört zum Inventar

                      • 27.07.2003
                      • 1074

                      #310
                      Zitat von MusicMan
                      Dann hätten wir jetzt mehr Material. Aber für Elvis wäre es genauso zur Routine geworden wie alles andere auch.
                      Das streite ich nicht ab. Ich führte nur die Beispiele seiner erfolgreichen Kollegen an. Tatsächlich wurde bei Elvis vieles sehr schnell zur Routine. Vielleicht gab es damals sogar den Gedanken, Las Vegas 1969 wurde aber so erfolgreich, das diese Idee womöglich verworfen wurde. TTWII und On tour sehe ich hier auch als "Ersatz" dafür. Zudem zeigen sie auch den privaten Elvis. Eine TV Show zeigt dieses nicht.

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                      • Harty
                        Gehört zum Inventar

                        • 27.07.2003
                        • 1074

                        #311
                        Zitat von MusicMan
                        Ja, das hat er getan, ohne Frage. Aber es war nicht nur Parkers Methode, sondern auch Elvis'.

                        Aber jetzt mal im Ernst: Was ist daran verwerflich, was ist daran ungewöhnlich oder gar unverständlich? Packen wir uns doch mal an die eigene Nase: Wenn jemand von uns eine Masche auftun würde, mit relativ wenig Einsatz ziemlich viel zu erreichen, würde er es doch auch nicht anders machen, oder? Wer ist denn dann schon so mutig ("leichtsinnig" würde vielleicht besser passen), alles über den Haufen zu werfen, aufs Eis zu gehen und sich ein Bein zu brechen? Die meisten von uns machen allein in ihrem Beruf doch genau das gleiche bis zur Rente: Wenn man einmal raus hat, wie's am effektivsten und einfachsten geht, dann macht man es so lange, wie es funktioniert. Kann man das Parker und Elvis wirklich vorwerfen?

                        nein kann man definitiv nicht. Bestes Beispiel der Neuzeit: Robbie Williams. 3 Jahre lief es gut und nun ist erstmal Schluss.

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                        • Harty
                          Gehört zum Inventar

                          • 27.07.2003
                          • 1074

                          #312
                          Übrigens, die Frage an Euch:

                          Was soll ein Manager machen, wenn sein Schützling keine neuen Songs im Studio einspielen möchte ? Geplante Studioaufnahmen platzen lässt und nur mit Mühe und Not 1976 noch einige Aufnahmen in Graceland macht ?

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                          • michael grasberger
                            Posting-Legende

                            • 16.02.2006
                            • 9974

                            #313
                            Zitat von MusicMan
                            hier muss man mal mit der Legende aufräumen!

                            Die Filme stellen sicher herbe Enttäuschung dar für Leute, die in Elvis nur den R&R-Rebellen bei SUN sehen wollen und können. Doch der war er nie, und wenn doch, dann spätestens ab 1957 nicht mehr. Und zwar freiwillig!
                            wie oft willst du noch dieses selbstfabrizierte klischee widerlegen? langsam erinnert das an die rhetorischen taschenspielertricks von stutz...
                            die filme sind in erster linie eine herbe enttäuschung für leute, die filme mögen und für leute, die elvis als musiker schätzen und respektieren.

                            "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                            (Nick Tosches)

                            Kommentar

                            • gast-20080904

                              #314
                              Zitat von MusicMan
                              Diese tiefenpsychologische Fernalanalyse
                              Offensichtlich weißt du nicht, was der Begriff Tiefenpsychologie bedeutet.

                              Zitat von MusicMan
                              auf der Basis von Alanna Nash ist ja rührend, aber doch wenig fundiert, wenn man mal genau liest, aufgrund welcher "Informationen" (Stichwort: Legenden und vor allem selektive Wahrnehmung) sie sich das zusammengereimt hat.
                              Wirklich? Aufgrund welcher Informationen hat sie das denn getan? Ich fand das Buch außerordentlich interessant, sehr gut geschrieben, sehr wohlwollend und rücksichtsvoll, und war mit Anhang, Literaturverzeichnis, Quellenangaben und Fußnoten absolut zufrieden.

                              Zitat von MusicMan
                              Was das "kalte Herz" angeht, da sind übrigens fast alle, die ihn näher kannten, der gegenteiligen Meinung.
                              Ein paar Zitate und Quellenangaben, die das in The Colonel gezeigte Bild widerlegen könnten, wären dahingehend sehr hilfreich.

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                              • TheKing
                                Board-Legende

                                • 19.06.2006
                                • 20721

                                #315
                                Außerdem quasi Elvis zu einem Rock`n Roller wider Willen zu stempeln, der von Anfang an lieber nur Balladen gesungen hätte, ist wiedermal eindimensional gedacht. Ja, Elvis mochte Balladen, er liebte Gospel...aber hat auch R&B wurzeln, die genauso zu ihm gehören...man kann Elvis doch nicht den wichtigsten Teil seiner Karriere absprechen..er war jung und wild...dann kam die Army und der Colonel hatte viel Zeit und strickte an den Plänen für Hollywood. Man wollte das ganz breite Spektrum der Menschen ansprechen, okay. Elvis wollte seine Balladen, okay. Man war der Meinung der Rock`n Roll war vorbei, okay. Andere Rock`n Roll künstler hatten große Schwierigkeiten und deshalb passte alles um nach der Pause neu und mit dem anderen Konzept anzusetzen. Das ist alles klar und verständlich. Trotzdem hätte ich mir und sehr viele andere Elvisfreunde und Fans eine ehrlichere Qulität in den Uptemponummern gewünscht...ich bin mir sicher, Elvis auch. Die Balladen waren oft sehr gut, aber es tut in der Seele weh, wenn man die Popsongs von Elvis, mit der erfolgreichen Popmusik der Zeit vergleicht...gut der Trend ging zum Beat hin, aber Elvis hat ja später gezeigt, dass er noch Feuer im Arsch hat...

                                Ich merke meistens dann, dass die Elvisfilme meistens nicht das Gelbe vom Ei sind, wenn ich überlege welchen Elvisfilm ich Leuten zeigen könnte, denen ich Elvis näherbringen will...da geht am besten TTWII, klar..aber Spielfilm? Ich bin ja unkritisch und sehe mir jeden Elvisfilm an...aber Leute die mit ganz normalen Erwartungen an solch einen Film rangehen, die nicht vor Verzückung zusammensacken und seelig grinsen, sobald Elvis bloß zu sehen ist und wenn er nur ein Spiegelei brät (wie ich)...hmm..wird schwierig...entweder die ersten 4, Viva Las Vegas...Blue Hawaii..oder Follow that Dream...oder Live a little, love a little.( wobei mir der Film gut gefällt, nur bricht es mein Herz, wie unbeweglich er in der Traumsquenz Point of Madness singt)..oder Change of habit.

                                Ich glaube nicht, dass meine Empfindungen so untypisch sind. Ich verstehe, dass man ihn "sauberwaschen" wollte, bei der Generation der Eltern und Erwachsenen müssen wir ja die Sechzigerjahre sehen, das ist Vor-Hippie-Zeit und die meisten Leute hatten noch einen Stock im Arsch...das war eine spießigere Welt und Elvis sollte ganz klar im "ordentlichen" und "sittsamen" Bereich etabliert werden. Der Familien-Elvis. Dazu hat man aus dem ungestümen Rock`n Roll eine abgeschwäche Popvariante gemacht...ich finde typisch diesen billigen Leadgitarrensound...das wird dann so pseudorockig für die Hausfrauen der Zeit. Dudeldidu! Das war der Deal und Elvis hat es ja mitgemacht, so versprach man sich an die große Kohle ranzukommen...ich hätte mir gewünscht, dass man die Uptemponummern nicht ganz so entschärft hätte und das tut schon etwas weh...ich denke sehr viele Menschen auf der Welt waren darüber enttäuscht...man hätte diese Menschen mitnehmen können. Einfach etwas ehrlichere Musik im Uptempobereich...das hätten die Hausfrauen eben verkraften müssen. Bei Elvis is back haben wir doch Super-Pop-Musik! So wäre es doch gegangen! Oder die Nashville Session z.B. Memphis Tennessee..warum nicht diese Qualität in den Filmen? Schade, echt!
                                Zuletzt geändert von TheKing; 22.07.2008, 07:51
                                Ohne Worte!

                                Kommentar

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