elvis "ödester film"

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  • gast-20100118

    #166
    Zitat von Stutz71
    Auftrag zur vollsten Zufriedenheit erfüllt, Gratulation an Elvis und den Colonel!
    das find ich aber nun sympathisch. und so wahr.

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    • charro
      Posting-Legende

      • 02.09.2005
      • 8583

      #167
      Zitat von gast-20080904
      Über Elvis' Filme denke ich noch einmal ganz anders, seit ich vor einigen Wochen mal A Hard Day's Night (kam auch letzte Woche im Rahmen einer Paul McCartney Propaganda-Veranstaltung auf arte, meine ich) gesehen habe. Ich hatte vor, eine kleine Rezension zur DVD zu schreiben, habe es dann aber gelassen, weil ich einfach keinen Bock hatte, mich damit länger zu beschäftigen. Wer tatsächlich einmal Trash sehen will, sollte sich den Film geben.

      (........)

      Holy crap, was für ein 'Film'! Danach habe ich Harum Scarum und Double Trouble noch einmal so richtig zu schätzen gelernt, und das Schlimme ist: Das meine ich noch nicht einmal ironisch. Seht ihn euch an - und defnitiert "Ödnis" ggf. noch einmal neu ...
      Schön geschriebene Review Liest sich wirklich gut
      Nur: ganz so schlimm finde ich diesen Film nun auch wieder nicht.
      Auch denke ich, es ist schwer einen ernsthaften Vergleich zwischen Hard Days Night und Elvis Filmen zu ziehen. Was in Elvis Filmen oft unfreiwillig komisch daher kommt, war in Hard Days Night eher von vornherein als komisch vorgesehen. Trash ja - aber eben programmierter Trash. Ich bezweifle stark, dass Elvis Filme im Moment der Entstehung ein "trashiges Konzept" verfolgten (obwohl dies wahrscheinlich allen Beteiligten in gewissem Umfang klar gewesen sein dürfte.
      Vorallem in der deutschen Synchronisation von Hard Days Night sind die ursprünglichen Dialoge teilweise vollkommen geändert worden, sodass der eigentliche britische Humor völlig abhanden gekommen ist. Dies ist also kein Problem des Filmes an sich, sondern eher ein Problem des deutschen Verleih.

      Auch schauspielerisch hatter der Film sicher nie das Anliegen, nun die Beatles auch in diesem Sektor zu etablieren. Dies ist sicher ein Grund, weshalb er eher einer Anreihung von verschiedenen Video-Clips gleicht (das von Dir vergessene Song auf der Freifläche war Can't Buy Me Love, einem der bekanntesten Beatles Songs und Vorreiter der modernen Video-Clips, u.a. neben ticket To Ride aus dem 2. Beatles-Film "Help").
      Anders wieder Elvis. Hier war durchaus die Absicht vorhanden, Elvis als Schauspieler zu etablieren. Wenn dies auch nicht ernsthaft seitens der Produktionsfirmen gedacht war, so war es bekanntlich Elvis' ureigenster Wunsch.

      Musikalisch wartet Hard days Night unstreitig mit erster Güte auf. Dies dürfte auch bei dem 2. Beatles Film "Help" und wohl auch bei Yellow Submarine der Fall sein. Doch hier kann Elvis in meinen Augen locker mithalten. Die musikalische Qualität seiner ersten Filme (denn nur diese können bei einem Vergleich mit den ersten 3 - und einzigen - Beatles Filmen herhalten) war gleichwohl von hoher Qualität. Es sei damit dahingestellt, ob die Beatles die musikalische Qualität ihrer Filme auch bei einer Elvis-gleichen Massenproduktion hätten halten können. Dies bezweifle ich.

      Wenn es das Genre des "Kunstfilm" damals gab, so würde ich Hard Days Night sicher dort einordnen. Ob es ein gelungener "Kunstfilm" ist, vermag ich nicht zu sagen, dazu kenne ich zuwenig vergleichbare Filme. Die 2 Oscar-Nominierungen dürften aber nicht unbedingt gegen die Qualität des Films sprechen. Die Anleihen von Elementen alter Slapstick-Filme sind aber durchaus gelungen. Gerade dieser überspitzte Humor läßt den Film gewinnen. Leider fehlt dies bei so manchem Elvis-Film. Hätte man bewußt auf überzeichneten Humor gesetzt, dann würde aus so mancher unfreiwillig komischen Szene ein Kult werden, den die Filme eher verdient hätten, als der Trash-Kult, den sie teilweise heute besitzen.

      Apropos "Help": wenn Du schon Hard Days Night unerträglich fandest, dann schau mal in Help rein. Den finde ich (abgesehen von der Musik) wirklich grausam und er hält locker mit dem gleichfalls '65er Elvis-Werk "Harum Scarum" in Sachen grausame Story + Umsetzung mit!

      Bei der Frage, welcher Film nun das "ödeste" Elvis-Werk ist, so ist die Tragik ihre Massenhaftigkeit. Die Stories wiederholen sich und die Soundtracks gaben in den späteren Jahren nichts mehr her. Weniger wäre mehr gewesen. Ein Film pro Jahr hätte gereicht. Auch wenn die Filme sich nicht geändert hätten, so wäre so manch wiederholte Storie ausgeblieben. Durch Variierung der Soundtracks (Harum Scarum - orientalisch angehaucht, Frankie And Johnny - Dixiland, Double Trouble - eher rockiger) wäre der Wiedererkennungswert größer gewesen.
      Die Beatles dagegen haben es bei 2 Filmen + Yellow Submarine belassen - und taten gut daran. Ihre 3 Filme gelten als künstlerisch gelungen und als Kult im besonderen Sinn. Attribute, welche Elvis-Filmen leider zum Großteil versagt sind.

      Müßte ich mich dennoch für den "ödesten Elvis-Film" entscheiden: The Trouble With Girls. Die Handlung ist langweilig, der Versuch von Spannung völlig misslungen und Elvis erscheint immer nur am Rand und grinst in die Kamera. Deutlicher hätte er seinen Unmut über die ewige Massenproduktion seiner Werke gar nicht mitteilen können.

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      • gast-20100118

        #168
        Kann man als Erwachsene eigentlich über Filme streiten?
        Ja, man kann. Aber es bringt nichts. Die Geschmäcker sind so verschieden wie die Menschen. Als ich Mitte der 70er erstmals "Ben Hur" mit Charlton Heston im Kino sah, war ich begeistert. Meine Altersgenossen konnten meine Euphorie so gar nicht verstehen. Daß ich ein Elvisfan war, ebensowenig. Aber als einige von ihnen dann noch zu Elvis' Lebzeiten im 3. Programm des NDR eine Reihe seiner Filme zu sehen bekamen, waren sie über manchen "coolen Rennfahrerfilm" doch überrascht. *hehehe*
        Es kann auch niemanden überzeugen, wenn ich The Trouble With Girls klasse finde. Und warum sollte man da missionieren wollen? Normalerweise genießt der Genießer und schweigt. Aber geht ja auch nicht immer. Mich fasziniert dieser Rummelplatzfilm, der so'n bißchen zeigt, wie in fernsehlosen Zeiten unterhalten wurde. Mit Theater, Musik, Nachwuchsförderung und philosophischem Vortrag. Es zeigt auch menschliches Elend, und dass sich nicht jeder sowas leisten konnte. Und wie glücklich man Leute mit Freikarten und Glückslose machen konnte. Und das manches Schnäppchen, wenn's nicht altersgerecht ist, ein heftiges Feuerwerk auslösen kann. Und dass der stumpfe Wille, das Weib auszubeuten, auch schon mal mit dem Leben bezahlt werden kann. Und wenn der Weg zum Geständnis auch über eine entsetzliche Volltrunkenheit läuft, manchmal mildernde Umstände bei rauskommt. Und dass man(n) in Sachen Liebe, trotz intellektueller Widerstände, manchmal auch ein wenig den Macho wieder raushängen lassen muss. jaja, ich will nicht zuviel verraten, aber lernen kann man in Elvisfilmen mit nem bisschen guten Willen immer was.

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        • gast-20071202

          #169
          Zitat von Rev.Gerhard
          Es kann auch niemanden überzeugen, wenn ich The Trouble With Girls klasse finde. Und warum sollte man da missionieren wollen? Normalerweise genießt der Genießer und schweigt. Aber geht ja auch nicht immer. Mich fasziniert dieser Rummelplatzfilm, der so'n bißchen zeigt, wie in fernsehlosen Zeiten unterhalten wurde. Mit Theater, Musik, Nachwuchsförderung und philosophischem Vortrag. Es zeigt auch menschliches Elend, und dass sich nicht jeder sowas leisten konnte. Und wie glücklich man Leute mit Freikarten und Glückslose machen konnte. Und das manches Schnäppchen, wenn's nicht altersgerecht ist, ein heftiges Feuerwerk auslösen kann. Und dass der stumpfe Wille, das Weib auszubeuten, auch schon mal mit dem Leben bezahlt werden kann. Und wenn der Weg zum Geständnis auch über eine entsetzliche Volltrunkenheit läuft, manchmal mildernde Umstände bei rauskommt. Und dass man(n) in Sachen Liebe, trotz intellektueller Widerstände, manchmal auch ein wenig den Macho wieder raushängen lassen muss.
          Mein Reverend! The Trouble With Girls ist nicht nur einer meiner Lieblings-Elvis-Filme, sondern generell einer meiner Lieblingsfilme. Ich verstehe, was du meinst. Wär's kein Elvis-Film, würde man ihn Altman-esque nennen.

          Da fällt mir gerade noch ein weiterer Titel für den klasse Thread Der heutige Elvis-Film ein ...

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          • gast-20071116

            #170
            Zitat von charro
            Die 2 Oscar-Nominierungen dürften aber nicht unbedingt gegen die Qualität des Films sprechen.
            Ist das eine (belegbare) Aussage über die Qualität eines Films, oder der Popanz einer mediengeilen Industrie, die sich selbst abfeiert und Joe Public bzw. Hans Müller suggerieren soll: Ei gucke da, hat so und so viele Oscars respektive Nomierungen, ist ganz toller Film, wirklich wahr!

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            • gast-20071202

              #171
              Zitat von Master Sniper
              Ist das eine (belegbare) Aussage über die Qualität eines Films, oder der Popanz einer mediengeilen Industrie, die sich selbst abfeiert und Joe Public bzw. Hans Müller suggerieren soll: Ei gucke da, hat so und so viele Oscars respektive Nomierungen, ist ganz toller Film, wirklich wahr!
              Naja, der Oscar hatte in früheren Zeiten sicherlich mal einen Wert. Was A Hard Day's Night bekifft, äh betrifft, höre ich davon zum ersten Mal. Ich gehe aber mal davon aus, dass die entsprechenden Gremien 1965 bereits voller Babyboomer saßen, die einfach ihre Sache durchdrückten, wo es nur ging, und es seitdem machen. Anders sind die ewig gleichen drei Alben an der Spitze so gut wie jeder Liste sowie die Nominierung von "Hard Day's" in irgendeiner Kategorie einfach nicht zu erklären. Anderes Thema.

              Der Niedergang des Oscars begann in der Zeit von Der mit dem Wolf tanzt und fand seinen Schlusspunkt darin, dass Julia Roberts einen gewann. Seitdem ist das Ding entwertet. Aber in den 50er und 60er Jahren bis hinein die 70er hatte er durchaus seine Bedeutung, wenn natürlich auch vermutlich immer schon irgendwo ein Werkzeug der Filmindustrie.

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              • charro
                Posting-Legende

                • 02.09.2005
                • 8583

                #172
                Zitat von Rev.Gerhard
                Kann man als Erwachsene eigentlich über Filme streiten?
                Ja, man kann. Aber es bringt nichts. Die Geschmäcker sind so verschieden wie die Menschen.
                Da hast Du auch wieder Recht. Aber diese verscheidenen Geschmäcker. selbst auf einem begrenzten Gebiet wie "Elvis" machen die Diskussionen ja erst richtig interessant!

                Es kann auch niemanden überzeugen, wenn ich The Trouble With Girls klasse finde. Und warum sollte man da missionieren wollen? Normalerweise genießt der Genießer und schweigt. Aber geht ja auch nicht immer.
                Missionieren wäre insoweit bezogen auf die verschiedenen Geschmäcker ja auch völlig sinnlos. Nur schweigen sollte der Genießer nicht. Zumindest nicht im hier Forum.

                Mich fasziniert dieser Rummelplatzfilm, der so'n bißchen zeigt, wie in fernsehlosen Zeiten unterhalten wurde. Mit Theater, Musik, Nachwuchsförderung und philosophischem Vortrag. Es zeigt auch menschliches Elend, und dass sich nicht jeder sowas leisten konnte. Und wie glücklich man Leute mit Freikarten und Glückslose machen konnte. Und das manches Schnäppchen, wenn's nicht altersgerecht ist, ein heftiges Feuerwerk auslösen kann. Und dass der stumpfe Wille, das Weib auszubeuten, auch schon mal mit dem Leben bezahlt werden kann. Und wenn der Weg zum Geständnis auch über eine entsetzliche Volltrunkenheit läuft, manchmal mildernde Umstände bei rauskommt. Und dass man(n) in Sachen Liebe, trotz intellektueller Widerstände, manchmal auch ein wenig den Macho wieder raushängen lassen muss. jaja, ich will nicht zuviel verraten, aber lernen kann man in Elvisfilmen mit nem bisschen guten Willen immer was.
                Das Ärgernis an The Trouble With Girls ist, wie so oft bei Elvis' Filmen, die mangelnde Umsetzung einer an sich guten Idee. Die Themen die unter anderem angesprochen wurden, etwa das Alkoholproblem der Lady, der Mordfall, das harte Schaustellergeschäft hätten genug Stoff für einen spannenden Film gehabt. Nur leider schafft es in meinen Augen der Film nicht, einen entsprechenden Spannungsbogen aufzubauen und stellt eher Belanglosigkeiten, wie etwa die verschiedenen Talentwettbewerbe, in den Vordergrund. Dadurch, dass Elvis selbst eigentlich nur am rande hauptperson des Filmes ist, entgeht leider auch seine rein optische Wirkung, welche er zu der Zeit hatte. In wenigen Filmen sah er so cool aus (weißer Anzug, Zigarillo, wieder mit Kotletten) wie in diesem. Leider hat man auch hier versäumt, dieses effektvoll einzubeziehen, sodass auch der Zuschauer, der nur Elvis sehen will eigentlich enttäuscht wird.

                Die mangelnde Umsetzung eigentlich guter Ideen zieht sich aber in meinen Augen seit etwa 1964 durch sämtliche Filme von Elvis. Kissin' Cousins hätte eine herrliche Verwechslungskommödie gegeben (ohne diese hyterische Meute wilder Weiber aus Tennessee ), Harum Scarum hätte mit etwas mehr Budget und Zeit sicher ein guter Abenteuerfilm werden können, auch Double Trouble könnte ich mir als passablen Krimi vorstellen. Die Rennfahrerfilme Clambake und Speedway hätten spannende Dramen werden können. Doch gute Ansätze reichen nunmal nicht immer. Auch nicht bei der Zielgruppe der eingeschworenen Fangemeinde.

                Wie müssig jedoch die Suche nach dem "ödesten Elvis-Film" ist, zeigt in meinen Augen sehr schön der Film Harum Scarum: von unabhängigen Kritikern meist als der schlechteste Elvis-Film gesehen, kommt er doch hier im Forum und so auch bei mir, ganz gut weg.

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                • gast-20100118

                  #173
                  Zitat von charro
                  der Film Harum Scarum: von unabhängigen Kritikern meist als der schlechteste Elvis-Film gesehen, kommt er doch hier im Forum und so auch bei mir, ganz gut weg.
                  ja. er ist gerade in Zeiten, wo Amerikas Kommunikationsfähigkeit mit dem Islam nur noch als hochgradig gestört zu bezeichnen ist, aktueller und vorbildlicher als jemals zuvor

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                  • charro
                    Posting-Legende

                    • 02.09.2005
                    • 8583

                    #174
                    Zitat von gast-20080904
                    Naja, der Oscar hatte in früheren Zeiten sicherlich mal einen Wert. Was A Hard Day's Night bekifft, äh betrifft, höre ich davon zum ersten Mal. Ich gehe aber mal davon aus, dass die entsprechenden Gremien 1965 bereits voller Babyboomer saßen, die einfach ihre Sache durchdrückten, wo es nur ging, und es seitdem machen. Anders sind die ewig gleichen drei Alben an der Spitze so gut wie jeder Liste sowie die Nominierung von "Hard Day's" in irgendeiner Kategorie einfach nicht zu erklären. Anderes Thema.

                    Der Niedergang des Oscars begann in der Zeit von Der mit dem Wolf tanzt und fand seinen Schlusspunkt darin, dass Julia Roberts einen gewann. Seitdem ist das Ding entwertet. Aber in den 50er und 60er Jahren bis hinein die 70er hatte er durchaus seine Bedeutung, wenn natürlich auch vermutlich immer schon irgendwo ein Werkzeug der Filmindustrie.
                    Zustimmung! Der Oscar war sicher bis in die 60er Jahre hinein ein vielleicht wirkliches Indiz für die Qualität eines Filmes. Durch Mediengeilheit, wie Sniper so schön schrieb, und den ganzen Industrieschwanz um die Vermarktung eines Filmes herum, hat der Oscar eine Verwässerung erhalten, welche ihm eigentlich jeglicher Qualitätsmerkmale beraubt.
                    A Hard Day's Night wurde 1965 für die beste Musik und das beste Drehbuch nominiert.

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                    • gast-20071202

                      #175
                      Zitat von charro
                      Die mangelnde Umsetzung eigentlich guter Ideen zieht sich aber in meinen Augen seit etwa 1964 durch sämtliche Filme von Elvis. Kissin' Cousins hätte eine herrliche Verwechslungskommödie gegeben (ohne diese hyterische Meute wilder Weiber aus Tennessee ), Harum Scarum hätte mit etwas mehr Budget und Zeit sicher ein guter Abenteuerfilm werden können, auch Double Trouble könnte ich mir als passablen Krimi vorstellen. Die Rennfahrerfilme Clambake und Speedway hätten spannende Dramen werden können. Doch gute Ansätze reichen nunmal nicht immer.
                      Schön geschrieben. Deine Meinung zu "Trouble With Girls" teile ich allerdings nicht ganz. Es ist mehr ein Patchwork, mehrere kleine Geschichten, die parallel laufen, als die eine große Handlung mit Spannungsbogen. Für mich funktioniert der Film sehr gut. Mich hat auch nie interessiert, dass Elvis angeblich so wenig zu sehen ist. Tatsächlich konnte ich dieses "Argument" nicht nachvollziehen, was hat das mit dem Film zu tun? Ebenso die Bemerkungen bzgl. seines Äußeren. Seit wann bestimmt das Aussehen eines Schauspielers, wie gut ein Film ist?

                      Zitat von charro
                      Wie müssig jedoch die Suche nach dem "ödesten Elvis-Film" ist, zeigt in meinen Augen sehr schön der Film Harum Scarum: von unabhängigen Kritikern meist als der schlechteste Elvis-Film gesehen, kommt er doch hier im Forum und so auch bei mir, ganz gut weg.
                      "Schlecht" ist eine Sache, öde die andere. "Harum" mag unter filmischen Aspekten nicht wirklich punkten können, aber eines ist er nicht: Öde.

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                      • gast-20071202

                        #176
                        Zitat von charro
                        Zustimmung! Der Oscar war sicher bis in die 60er Jahre hinein ein vielleicht wirkliches Indiz für die Qualität eines Filmes. Durch Mediengeilheit, wie Sniper so schön schrieb, und den ganzen Industrieschwanz um die Vermarktung eines Filmes herum, hat der Oscar eine Verwässerung erhalten, welche ihm eigentlich jeglicher Qualitätsmerkmale beraubt.
                        A Hard Day's Night wurde 1965 für die beste Musik und das beste Drehbuch nominiert.
                        Wie bitte?!? Das beste Drehbuch? Ist jetzt ein Witz, oder?

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                        • gast-20071116

                          #177
                          Zitat von Rev.Gerhard
                          ja. er ist gerade in Zeiten, wo Amerikas Kommunikationsfähigkeit mit dem Islam nur noch als hochgradig gestört zu bezeichnen ist, aktueller und vorbildlicher als jemals zuvor
                          Mehr Harum Scarum DVDs in islamischen Ländern und es herrscht wieder mehr Entspanntheit...

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                          • gast-20100118

                            #178
                            Zitat von Master Sniper
                            Mehr Harum Scarum DVDs in islamischen Ländern und es herrscht wieder mehr Entspanntheit...
                            besser noch unter Bush's Kopfkissen.

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                            • charro
                              Posting-Legende

                              • 02.09.2005
                              • 8583

                              #179
                              Zitat von gast-20080904
                              Schön geschrieben. Deine Meinung zu "Trouble With Girls" teile ich allerdings nicht ganz. Es ist mehr ein Patchwork, mehrere kleine Geschichten, die parallel laufen, als die eine große Handlung mit Spannungsbogen. Für mich funktioniert der Film sehr gut. Mich hat auch nie interessiert, dass Elvis angeblich so wenig zu sehen ist. Tatsächlich konnte ich dieses "Argument" nicht nachvollziehen, was hat das mit dem Film zu tun?
                              Auch dies ist ein Beispiel für eine gute Idee mit mangelnder Umsetzung. Die einzelnen kleinen Geschichten hätten besser ausgearbeitet und stärker fokussiert werden müssen. Dinge wie die einzelnen Talentbeiträge hätten gestrafft werden müssen. Das Bindeglied zwischen den einzelnen Geschichten war Elvis. Um dieser entscheidenden Rolle, die den gesamten Film aus einzelnen Geschichten zusammensetzt, gerecht zu werden, hätte sein Charakter mehr betont werden müssen. Dies gelingt meiner Meinung nach nicht überzeugend. Damit verbleibt es bei einzelnen kleinen Stories, welche lose miteinander verbunden sind, ohne sich zu einem Gesamtwerk mit dem Aha-Effekt zusammenzufügen.

                              Ebenso die Bemerkungen bzgl. seines Äußeren. Seit wann bestimmt das Aussehen eines Schauspielers, wie gut ein Film ist?
                              Es ist die Rolle, welche geradezu nach dieser Erscheinung von Elvis schreit. Kannst Du Dir den im Vergleich dazu "milchgesichtigen" Elvis früherer Filme als Inhaber eines großen Unternehmens, als Kapitalist, als Big Boss Man vorstellen? Sicher steigt nicht die Qualität des Filmes, wenn der Darsteller nun so oder so aussieht. Bei Elvis war aber mal wieder ein Image-Wechsel im Gange. Neue Platten, TV-Comeback, Planung eines möglichen Live-Comebacks. Dieses "neue" Image hätte besser ausgenutzt werden sollen. So sieht es auch optisch eher so aus, als ob der "neue und tatenhungrige" Elvis in einem Film des "alten Hollywood-Elvis" steckt und gar nicht so recht weiß, was er eigentlich hier macht!



                              "Schlecht" ist eine Sache, öde die andere. "Harum" mag unter filmischen Aspekten nicht wirklich punkten können, aber eines ist er nicht: Öde.
                              So kann man es natürlich auch sagen

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                              • charro
                                Posting-Legende

                                • 02.09.2005
                                • 8583

                                #180
                                Zitat von gast-20080904
                                Wie bitte?!? Das beste Drehbuch? Ist jetzt ein Witz, oder?
                                So kurz vor Feierabend mache ich keine Witze!

                                Nunja, die Wege der Academy waren auch damals schon unergründlich....

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