elvis "ödester film"

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  • gast-20080405

    #151
    Zitat von Tony
    Was ist denn das für eine Argumentation ?
    Elvis waren am erfolgreichsten ?...im Vergleich wozu ??
    Elvis' Filme waren nicht erfolgreich, weil es so gute Filme waren, sondern weil er ein erfolgreicher und bekannter Sängewar, DESHALB waren die Filme erfolgreich.
    Das einzige was zählt, ist das, was ein Film einspielt. Und da waren Elvisfilme an der Spitze. Wie hoch di eProduktionskosten waren oder welch berühmten Schauspielschulen der Hauptdarsteller besucht hat, ist doch völlig zweitrangig.

    Beispiel: Raumschiff Enterprise, die urspr. TV-Serie. Die Produktionskosten waren minimal, blickt man genauer hin, sieht man Fehler ohne Ende. Na und ? das Ding hat heute Kultstatus. Da fragt auch keiner mehr nach der Qualität der Requisiten usw.

    Das ist nämlich genau wieder diese Sichtweise des Jahres 2006 auf Filme, die vor 45 Jahren gedreht wurden. Damals gab es keine Prädikate wie "besonders wertvoll" usw. Damals war ein Film dann erfolgreich, wenn er möglichst viel Kohle einspielte und das war bei fast allen Elvisfilmen der Fall. Dass sie inhaltlich der reinste Trash waren, interessierte niemanden!
    Zuletzt geändert von Gast; 06.11.2006, 19:30

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    • michael grasberger
      Posting-Legende

      • 16.02.2006
      • 9974

      #152
      Zitat von Stutz71
      Bei heutigen Maßstäben würden selbst Doris Day Filme ins Bodenlose abstürzen.
      nicht dass ich jetzt die doris day/rock hudson-filme besonders schätzen würde, aber sie sind im gegensatz zu den meisten elvisfilmen ziemlich gut gemacht.
      der grund, dass die elvisfilme kommerzieller funktionierten, lag ausschließlich darin, dass da eben ELVIS auf der leinwand zu sehen war. ohne ihn bleibt filmisch gar nix übrig. der colonel hat erkannt, dass man mit seinem goldjungen elvis jeden dreck verkaufen kann und genau das getan. wozu ein gutes drehbuch, wenn die fans auch über den größten müll noch jubeln? der erfolg gab ihm recht, aber ein bisschen zynisch ist so eine attitude halt auch.


      (kleine anmerkung noch zu den "heutigen maßstäben", was immer die sein mögen: nach meinen maßstäben bzw. gemessen an den qualitätsstandards der klassischen hollywoodära ist praktisch die gesamte aktuelle amerikanische filmproduktion nichts anderes als aufgeblasener trash.)

      "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
      (Nick Tosches)

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      • michael grasberger
        Posting-Legende

        • 16.02.2006
        • 9974

        #153
        Zitat von Stutz71
        Das einzige was zählt, ist das, was ein Film einspielt. Und da waren Elvisfilme an der Spitze. Wie hoch di eProduktionskosten waren oder welch berühmten Schauspielschulen der Hauptdarsteller besucht hat, ist doch völlig zweitrangig.

        Beispiel: Raumschiff Enterprise, die urspr. TV-Serie. Die Produktionskosten waren minimal, blickt man genauer hin, sieht man Fehler ohne Ende. Na und ? das Ding hat heute Kultstatus. Da fragt auch keiner mehr nach der Qualität der Requisiten usw.
        aber man darf schon noch nach filmischer qualität fragen, oder?

        "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
        (Nick Tosches)

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        • gast-20070202

          #154
          Zitat von Stutz71
          Das einzige was zählt, ist das, was ein Film einspielt. Und da waren Elvisfilme an der Spitze. Wie hoch di eProduktionskosten waren oder welch berühmten Schauspielschulen der Hauptdarsteller besucht hat, ist doch völlig zweitrangig.

          Beispiel: Raumschiff Enterprise, die urspr. TV-Serie. Die Produktionskosten waren minimal, blickt man genauer hin, sieht man Fehler ohne Ende. Na und ? das Ding hat heute Kultstatus. Da fragt auch keiner mehr nach der Qualität der Requisiten usw.
          Aber was hat denn das mit der hier geführten Diskussion zu tun ?
          Wir reden doch nicht darüber, ob Elvis' Filme Kassenerfolge waren oder nicht.
          Das wissen wir doch alle, dass sie erfolgreich waren, sein mussten !
          Sonst hätte man wohl kaum über 30 mit ihm produziert.
          Das sind ja keine neuen Erkenntnisse. Das ist doch vollkommen klar.
          Aber wirtschaftlichen Erfolg zu rechtfertigen - für Elvis als Künstler....
          Das ist doch die Frage. Es war halt aus meiner Sicht kein Film dabei, wo ich hätte sagen können: Witzig, spannend...gut gemacht....nichts davon.
          Logisch: Das hat nichts damit zu tun, ob ich als Fan, die Filme mag.
          Aber das ist ja auch nicht die Kunst. Sondern einen NICHT-FAN dafür zu interessieren, weil Elvis einen guten Film gemacht hat. Und da fängt es doch an....

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          • gast-20080405

            #155
            Zitat von Tony
            Aber was hat denn das mit der hier geführten Diskussion zu tun ?
            Wir reden doch nicht darüber, ob Elvis' Filme Kassenerfolge waren oder nicht.
            Das wissen wir doch alle, dass sie erfolgreich waren, sein mussten !
            Sonst hätte man wohl kaum über 30 mit ihm produziert.
            Das sind ja keine neuen Erkenntnisse. Das ist doch vollkommen klar.
            Aber wirtschaftlichen Erfolg zu rechtfertigen - für Elvis als Künstler....
            Das ist doch die Frage. Es war halt aus meiner Sicht kein Film dabei, wo ich hätte sagen können: Witzig, spannend...gut gemacht....nichts davon.
            Logisch: Das hat nichts damit zu tun, ob ich als Fan, die Filme mag.
            Aber das ist ja auch nicht die Kunst. Sondern einen NICHT-FAN dafür zu interessieren, weil Elvis einen guten Film gemacht hat. Und da fängt es doch an....

            Elvisfilme waren NIE als "hohe Kunst" konzipiert, deshalb ist eine solche Diskussion doch sinnlos. Es waren Unterhaltungsfilme, die viel Geld einspielen sollten. Diesen Zweck haben sie erfüllt. Deshalb: Job bestens erledigt, Note 1.

            Nach hoher Kunst in Elvisfilmen zu suchen ist genauso sinnlos, wie, die Frage, warum irgendwelche Kunstfilme von der Filmakademie nicht kommerziell erfolgreich sind. Es sind 2 Paar Schuhe und im Fall der Elvisfilme haben die Schuhe genialst gepasst. Wo ist das Problem?

            Übrigens: Es waren damals L ÄNGST nicht nur Elvisfans, die die Filme angesehen haben. Die gesamte Jugend pilgerte in die Kinos, weil das eben in war, so wie es heute Tokio Hotel ist, über deren Qualität man sich ja ebenso streiten kann.
            Zuletzt geändert von Gast; 06.11.2006, 19:51

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            • michael grasberger
              Posting-Legende

              • 16.02.2006
              • 9974

              #156
              Zitat von Stutz71
              Elvisfilme waren NIE als "hohe Kunst" konzipiert, deshalb ist eine solche Diskussion doch sinnlos. Es waren Unterhaltungsfilme, die viel Geld einspielen sollten. Diesen Zweck haben sie erfüllt. Deshalb: Job bestens erledigt, Note 1.

              Nach hoher Kunst in Elvisfilmen zu suchen ist genauso sinnlos, wie, die Frage, warum irgendwelche Kunstfilme von der Filmakademie nicht kommerziell erfolgreich sind. Es sind 2 Paar Schuhe und im Fall der Elvisfilme haben die Schuhe genialst gepasst. Wo ist das Problem?
              ganz so zynisch wie du sehe ich das nicht. es gibt ja wohl nicht nur hohe filmkunst und seichte unterhaltung. gerade das amerikanische kino der 30er bis 70er jahre hat es geschafft, mainstreamtaugliche unterhaltung zu produzieren, die aber eben auch handwerklich gut gemacht war und womöglich sogar tiefgang hatte. gerade die "bodenhaftung" hat doch immer gute amerikanische filme vom abgehobenen europäischen kunstfilm unterschieden.
              niemand kritisiert, dass elvis unterhaltungsfilme gemacht hat, sondern dass es (großteils) SCHLECHTE unterhaltungsfilme waren.

              "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
              (Nick Tosches)

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              • gast-20110321

                #157
                ich bin durch eine elvis-filmreiche (vor cä 15 jahre),elvis-fan geworden! einige filme haben mir gut gefallen,meistens die wo elvis nur wenig gesungen hat (mich nerven im allgemeinen filme,wo gesungen wird).

                außerdem,soweit mir bekannt ist sind viele elvis-fans doch erst durch die filme zu elvis "gekommem"! auch in den 90er/2000er jahre!

                elvis hat einige gute und einige schlechte filme gedrecht.....genauso,wie alle anderen schauspieler

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                • gast-20080405

                  #158
                  Zitat von michael grasberger
                  niemand kritisiert, dass elvis unterhaltungsfilme gemacht hat, sondern dass es (großteils) SCHLECHTE unterhaltungsfilme waren.
                  Du gehst schon wieder von einer falschen Sichtweise aus. Wären Elvisfilme als "qualitativ hochwertige" Unterhaltungsfilme konzipiert worden, hätten dieses Ziel aber nicht erreicht, dann könnte man sagen, sie sind SCHLECHT, da sie nicht das erreicht haben, was sie versprochen haben.
                  Elvisfilme waren jedoch nie auf Qualität hin konzipiert, sondern immer nur auf kommerziellen Erfolg hin. Insofern hat das Team Colonel-Elvis hier genialste Arbeit geleistet. Wozu zig Millionen in einen Film reinstecken, um hinterher vielleicht gerade so die Unkosten zu decken, wenn es billiger auch geht?
                  Ein Film wie Viva Las Vegas war für die JAhre 1963/64 produziert und nicht für das Jahr 2006. 1964 hat sich niemand diese kritischen Fragen gestellt, wie es heute geschieht. Man ging ins Kino, hatte einen lustigen Nachmittag/Abend und ging gut gelaunt wieder hinaus. Und eben NICHT nur Elvisfans, sondern die ganz normale Durchschnittsbevölkerung.

                  Das Ziel, dass sich die Verantwortlichen mit den meisten Elvisfilmen gesetzt haben, wurde noch weit übertroffen, deshalb: Auftrag zur vollsten Zufriedenheit erfüllt, Gratulation an Elvis und den Colonel!

                  Wenn ich seichte Unterhaltung will, sehe ich mir einen Elvisfilm an. Wenn ich "Wertvolles" sehen will, dann gehe ich in ein alternatives Programmkino und sehe mir dort einen sozialkritischen Film an. Ich darf nur nicht den Fehler machen, das eine mit dem anderen zu vergleichen, da man es nicht vergleichen kann!

                  Warum müssen manche unbedingt irgendwelche Nichtfans mit aller Gewaltr von Elvis überzeugen und stehen dann vor der Peinlichkeit, diese Filme zu "erklären" ? Sie sind ganz einfach ein Produkt ihrer Zeit, haben damals ihren Zweck bestens erfüllt und scheinen auch heute noch ihre Liebhaber zu haben. Wer nichts damit anfangen kann, der muss es doch auch nicht ...

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                  • michael grasberger
                    Posting-Legende

                    • 16.02.2006
                    • 9974

                    #159
                    Zitat von Stutz71
                    Du gehst schon wieder von einer falschen Sichtweise aus. Wären Elvisfilme als "qualitativ hochwertige" Unterhaltungsfilme konzipiert worden, hätten dieses Ziel aber nicht erreicht, dann könnte man sagen, sie sind SCHLECHT, da sie nicht das erreicht haben, was sie versprochen haben.
                    Elvisfilme waren jedoch nie auf Qualität hin konzipiert, sondern immer nur auf kommerziellen Erfolg hin. Insofern hat das Team Colonel-Elvis hier genialste Arbeit geleistet. Wozu zig Millionen in einen Film reinstecken, um hinterher vielleicht gerade so die Unkosten zu decken, wenn es billiger auch geht?
                    ja, eh. genau das meinte ich in posting #152 mit zynismus. aber qualität und erfolg müssen einander nicht notwendigerweise ausschließen.

                    Zitat von Stutz71
                    Ein Film wie Viva Las Vegas war für die JAhre 1963/64 produziert und nicht für das Jahr 2006. 1964 hat sich niemand diese kritischen Fragen gestellt, wie es heute geschieht. Man ging ins Kino, hatte einen lustigen Nachmittag/Abend und ging gut gelaunt wieder hinaus. Und eben NICHT nur Elvisfans, sondern die ganz normale Durchschnittsbevölkerung.
                    ich glaube nicht, dass das kinopublikum 1964 unkritischer war als heute. eher umgekehrt. viele heutige kassenschlager wären damals nur in drive-in kinos gelaufen.

                    Zitat von Stutz71
                    Wenn ich seichte Unterhaltung will, sehe ich mir einen Elvisfilm an. Wenn ich "Wertvolles" sehen will, dann gehe ich in ein alternatives Programmkino und sehe mir dort einen sozialkritischen Film an. Ich darf nur nicht den Fehler machen, das eine mit dem anderen zu vergleichen, da man es nicht vergleichen kann!
                    und ich sehe mir einen guten western an oder einen film noir oder einen film mit james dean, marlon brando, robert mitchum, cary grant, gregory peck...
                    da habe ich beides: beste unterhaltung und niveau.
                    bei mir ums eck ist übrigens eins dieser "alternativen" programmkinos, wo man sich bei iranischen problemfilmen langweilen kann. nix für mich.

                    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                    (Nick Tosches)

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                    • gast-20070202

                      #160
                      Zitat von Stutz71
                      Elvisfilme waren NIE als "hohe Kunst" konzipiert, deshalb ist eine solche Diskussion doch sinnlos. Es waren Unterhaltungsfilme, die viel Geld einspielen sollten. Diesen Zweck haben sie erfüllt. Deshalb: Job bestens erledigt, Note 1.
                      Ich glaube kaum, dass es den Zuschauer/Konsument interessiert, ob ein Film Erfolg hatte, oder nicht. Die Diskussion dreht sich nunmal nicht darum, ob Elvis als "Geldmaschine" seinen Zweck erfüllt hat.
                      Diese Gedanken würden nicht mal Nicht-Fans streitig machen.
                      Darum ging es aber in der Diskussion nicht.
                      Und wollen wir mal ehrlich sein: Diese Toleranz einem Elvis-Produkt gegenüber gibt es nur von den Fans selbst. Weil sie eben oft unkritische und willenlose Opfer sind, die ja genau deshalb schaarenweise und zu Millionen in die Filme gelaufen sind. Und ja: Wenn ich damals gelebt hätte, wäre ich auch in alle Streifen gegangen. Aber doch eben als FAN, nicht weil es einen neuen, guten Film von Elvis gibt.
                      Ich frage mich, ob Du so eine Diskussion auf dieser Basis führen würdest, wenn es um die äußerst erfolgreiche Musik von "Modern Talking/Bohlen" ginge. Aber am Ende hab ich noch Pech und Du bist ein Fan davon !

                      Nach hoher Kunst in Elvisfilmen zu suchen ist genauso sinnlos, wie, die Frage, warum irgendwelche Kunstfilme von der Filmakademie nicht kommerziell erfolgreich sind. Es sind 2 Paar Schuhe und im Fall der Elvisfilme haben die Schuhe genialst gepasst. Wo ist das Problem?
                      Ich glaube, die Psychologie von uns "anspruchsvollen Fans" liegt einfach darin, das wir eben nicht Fan von "Doofkopp-sowieso" sind, sondern von einem der größten Musiker aller Zeiten. Umso mehr, richtet sich der Fokus auf alles, was Elvis gemacht hat und natürlich umso kritischer.
                      Wir hätten es eben gern gesehen, dass Elvis gute Filme gemacht hätte.
                      Oder zumindest, dass er es dann auf ein paar wenige beschränkt hätte.
                      So dringend hätte er die Kohle auch nicht gebraucht.

                      Übrigens: Es waren damals L ÄNGST nicht nur Elvisfans, die die Filme angesehen haben. Die gesamte Jugend pilgerte in die Kinos, weil das eben in war, so wie es heute Tokio Hotel ist, über deren Qualität man sich ja ebenso streiten kann.
                      Ach komm...Du willst doch jetzt nicht Elvis mit "Tokio Hotel" vergleichen ?
                      Bitte !

                      Kommentar

                      • gast-20080405

                        #161
                        Zitat von Tony

                        Ach komm...Du willst doch jetzt nicht Elvis mit "Tokio Hotel" vergleichen ?
                        Bitte !
                        Was die Hysterie der Jugendlichen betrifft schon.

                        Kommentar

                        • gast-20080405

                          #162
                          Zitat von Tony
                          Diese Toleranz einem Elvis-Produkt gegenüber gibt es nur von den Fans selbst.
                          D.h., als die Filme in den Kinos liefen, gingen AUSSCHLIESSLICH Elvisfans hin udn alle anderen fanden die Filme damals schon schlecht? Das glaubst du doch wohl selbst nicht. Meine Eltern gingen auch in fast alle Elvisfilme und waren KEINE Fans ...

                          Für mich ist ein Produkt objektiv schlecht, wenn es die Qualität, die es selbst an sich anlegt, nicht erfüllt. Es gibt genügend beispiele für Filme, die zig Millionen $ gekostet haben und von denen man sich 3 Oskars erhofft hat und letztlich fielen sie sowohl bei den Kritikern als auch kommerziell durch.
                          Elvisfilme hatten aber von vornherein NIE den Anspruch, oskarverdächtig zu sein. Es sollte seichte Unterhaltung sein, die nicht viel kostet, aber umso mehr einspielt. Dieses Konzept ging mehr wie auf und somit kann man dem Colonel und Elvis keinen Vorwurf machen. Möglicherweise hätte Elvis das Zeug für eine anspruchsvolle Rolle gehabt, aber hätte er sie unbedingt gewollt, hätte er sie auch bekommen. Er selbst sah sich aber anscheinend nie als richtigen Schauspieler, sondern als Sänger. Die Filme waren leichtes Geld - wer würde das ablehnen?

                          Und mal von einer anderen Seite betrachtet: Die Trashfilme gegen Ende der 60er waren Elvis' Rettung bzgl. seines Comebacks. Musikalisch war er zu dieser Zeit faktisch bedeutungslos und konnte praktisch aus dem Nichts wie Phoenix aus der Asche emporsteigen. Hätte er, wie viele seiner Kollegen, krampfhaft versucht, musikalisch immer angesagt zu sein, wäre er, genau wie diese, irgendwann in den 60ern wirklich aus dem Geschäft verschwunden. Für Elvis' 3. Karriere, die Bühnen- und Las Vegas Zeit, konnten die (späteren) Filme also gar nicht trashig genug sein. Man stelle sich mal vor,
                          Elvis hätte 1968 einen qualitativ hochwertigen und wertvollen Film gedreht - möglicherweise hätte es nie ein Comeback Special oder eine Rückkehr auf die Bühne gegeben, zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt.
                          Zuletzt geändert von Gast; 07.11.2006, 12:27

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                          • gast-20071202

                            #163
                            Über Elvis' Filme denke ich noch einmal ganz anders, seit ich vor einigen Wochen mal A Hard Day's Night (kam auch letzte Woche im Rahmen einer Paul McCartney Propaganda-Veranstaltung auf arte, meine ich) gesehen habe. Ich hatte vor, eine kleine Rezension zur DVD zu schreiben, habe es dann aber gelassen, weil ich einfach keinen Bock hatte, mich damit länger zu beschäftigen. Wer tatsächlich einmal Trash sehen will, sollte sich den Film geben.

                            Natürlich weiß ich, dass man sich keine Freunde damit macht, wenn man behauptet, die heilige Kuh sei in Wirklichkeit nicht mehr als - die heilige Kuh eben ... Das Ding erhält halt seit 40 Jahren die Absolution der Intelligenzia und jede nur erdenkliche Unterstürtzung von den Boomern in den Zeitschriften-, Film- und Fernsehredaktionen dieser Welt. Tatsächlich ist es so grauenhaft, dass man einfach anerkennen muss, dass und wie mächtig Propaganda ist, vor allem dann, wenn sie einem immer wieder vorgehalten und eingetrichtert wird: "A Hard Day's Night ist ein witziger Kunstfilm von Kult-Regisseur Richard Lester, in dem die Fab Four auf ironische Weise mit ihrem Image spielen ... A Hard Day's Night ist ein witziger Kunstfilm von Kult-Regisseur Richard Lester, in dem die Fab Four auf ironische Weise mit ihrem Image spielen ... A Hard Day's Night ist ein witziger Kunstfilm ..."

                            Ich habe 35 Minuten durchgehalten und dann zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal 20 Minuten gesehen, aber das war's dann auch. Mehr kann man beim besten Willen nicht verlangen, das ist wirklich genug.

                            Abgesehen von der teilweise gelungenen schwarz-weiß Fotografie und einigen mit Sicherheit zu der Zeit sehr progressiven Kameraeinstellungen ist "Hard Day's Night" etwas, das man heute wirklich niemandem mehr zumuten kann. Story gibt es keine, die Dialoge sind zum Weglaufen, die Witze so schlecht, dass man sich wirklich peinlich berührt fühlt (kennt ihr dieses Gefühl, wenn es einem peinlich ist, etwas anzusehen? Eine Talkshow, in der sich gerade jemand demontiert oder, gerade aktuelle, "Bauer sucht Frau" auf RTL oder ähnliche Doku-Soap-Formate?) und es kaum zum Aufhalten ist? A Hard Days's Night geht so über 90 Minuten, oder 85, jedenfalls zu lange - und das auch noch ohne Werbung ...

                            "Schauspielerisch" (wenn man es denn so nennen mag) begwegen sich die "'Fab' Four" ungefähr auf dem Niveau eines Gardena-Gartenschlauchs, wenn man ihn auf den Rasen legt und das Wasser aufdreht. Es ist eine halbe Minute lang lustig, aber das war's dann auch. Die allermeisten Einstellungen sind, wenn es hoch kommt, zwei Sekunden lang, länger war wohl niemand von denen in der Lage durchzuhalten. Die Gesichter sind leer, Mimik ist nicht vorhanden, die Gestik ist in einer Art und Weise unbeholfen, dass man sich fragt, ob die Sachen überhaupt ein einziges Mal geprobt wurden ...? Die Typen sind so unbegabt, die können noch nicht einmal sich selbst spielen. Teilweise ist es tragisch, sich das anzuschauen. In dem Augenblick, wo eine Kamera anging und der "Regisseur" "Action" rief, muss sie einfach alles von ihrer vermeintlichen Genialität verlassen haben, anders ist das nicht zu erklären. Der einzige, der das Ganze noch einigermaßen erträglich macht, ist Ringo. Der Typ ist so etwas wie "natürlich komisch". Man kann ihn sich zumindest ansehen ...

                            Ich habe tatsächlich selten, wenn überhaupt einmal, einen derart schlecht gealterten Film gesehen. Vielleicht ist der Grund der, dass man ihn damals "hip" machen wollte und das heute einfach nicht mehr zieht. Witzig war vor allem die Szene, als die vier beim Kartenspielen im Zugabteil sitzen und plötzlich alle Instrumente in der Hand haben, Ringo sogar hinter einem Schlagzeug(!) sitzt (alles in einem Zugabteil, wohlgemerkt!) und einen Song singen. Ansonsten ist der Soundtrack natürlich nicht unbedingt schlecht, hat aber rein gar nichts mit dem Film zu tun. Es wird halt die Musik gespielt und zeitgleich passiert irgendwas im Film (die Szenen, in denen sie performen bzw. performen sollen, denn teilweise funktioniert noch nicht einmal das, einmal ausgenommen). Einmal sieht man aus der Vogelperspektive, wie die vier über einen geplfasterten Platz, oder so, laufen (alles in so einer Stummfilm- Ästhetik, in der alles schneller und ruckeliger läuft) und dazu läuft irgendein Song, dessen Titel ich aber auch schon wieder vergessen habe.

                            Holy crap, was für ein 'Film'! Danach habe ich Harum Scarum und Double Trouble noch einmal so richtig zu schätzen gelernt, und das Schlimme ist: Das meine ich noch nicht einmal ironisch. Seht ihn euch an - und defnitiert "Ödnis" ggf. noch einmal neu ...
                            Zuletzt geändert von Gast; 07.11.2006, 13:31

                            Kommentar

                            • gast-200612042

                              #164
                              Zitat von gast-20080904
                              Über Elvis' Filme denke ich noch einmal ganz anders, seit ich vor einigen Wochen mal A Hard Day's Night (kam auch letzte Woche im Rahmen einer Paul McCartney Propaganda-Veranstaltung auf arte, meine ich) gesehen habe. Ich hatte vor, eine kleine Rezension schreiben, habe es dann aber gelassen, weil ich einfach keinen Bock hatte, mich damit länger zu beschäftigen. Wer tatsächlich einmal Trash sehen will, sollte sich den Film geben.

                              ....

                              Holy crap, was für ein 'Film'! Danach habe ich Harum Scarum und Double Trouble noch einmal so richtig zu schätzen gelernt, und das Schlimme ist: Das meine ich noch nicht einmal ironisch. Seht ihn euch an - und defnitiert "Ödnis" ggf. noch einmal neu ...

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                              • gast-20100118

                                #165
                                Zitat von gast-20080904
                                Über Elvis' Filme denke ich noch einmal ganz anders, seit ich vor einigen Wochen mal A Hard Day's Night (kam auch letzte Woche im Rahmen einer Paul McCartney Propaganda-Veranstaltung auf arte, meine ich) gesehen habe. ...
                                ich lach mich wech

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