Ihr als Elvis Manager....

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  • Dino Martino
    Foren-Profi

    • 07.08.2006
    • 289

    #601
    Zitat von Lakota
    Wie wir schon vor langer Zeit hier erarbeitet haben, gibt es doch ganz unterschiedliche Meinungen zu Filmen, Managment, Songauswahl und dergleichen.
    Ja, weil man das alles dem Colonel zuschieben kann (auch wenn es falsch ist), was ja auch dauernd gemacht. Darum wundert mich auch nicht, dass zum Beispiel Gesangsleistung, die man nur Elvis zuschieben kann, in deiner Liste gar nicht auftaucht.

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    • gast-20110818

      #602
      Zitat von MusicMan
      Es ist grundsätzlich für Musiker schwer, sich auf der Bühne zu konzentrieren, wenn im Saal der Bär tobt. Natürlich können sie das nicht zeigen und den Leuten sagen, sie sollen stil sein, weil es einfach dazugehört. Klar freuen sie sich über Begeisterung, aber die macht einem in diesem Fall das Leben schwer, und man muss noch gute Miene zum bösen Spiel machen. In Wahrheit ist es die Hölle.
      Hier muss ich leider einschreiten.
      Ein Kumpel von mir ist Profi-Rock'n'Roller und lebt vom musizieren, und für ihn ist es das schlimmste, wenn keine Stimmung aufkommt. Der hat seine Freude dran, wenn das Volk richtig tanzwütig wird und total abgeht.
      Was Du da erzählst, stimmt so einfach nicht.

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      • gast-20090521

        #603
        Zitat von MysteryTrain
        Eben nicht! Musik ist Kunst und Kunst gefällt oder gefällt nicht, da ist es egal was man messen kann.
        Du willst also Herrn Dr. Götz Alsmann widersprechen, der diesen feinen und vor allem wahren Ausspruch, den Dir jeder Profikmusiker gerne bestätigen wird, getätigt hat?

        Ich wette, Du bist selber kein Musiker, sonst würdest Du so einen Unsinn nicht von Dir geben. Und es geht ja hier nicht um Kunst (die jeder beliebig definieren kann, wie er will), sondern um Musik. Und diese - allen voran die Popmusik - unterliegt einem sehr eng gefassten, strengen Regelwerk. Allein die Tatsache, dass Du darüber nichts weißt, bedeutet ja nicht, dass es nicht so ist.

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        • MysteryTrain
          Posting-Legende

          • 12.07.2008
          • 7260

          #604
          Zitat von MusicMan
          Du willst also Herrn Dr. Götz Alsmann widersprechen, der diesen feinen und vor allem wahren Ausspruch, den Dir jeder Profikmusiker gerne bestätigen wird, getätigt hat?

          Ich wette, Du bist selber kein Musiker, sonst würdest Du so einen Unsinn nicht von Dir geben. Und es geht ja hier nicht um Kunst (die jeder beliebig definieren kann, wie er will), sondern um Musik. Und diese - allen voran die Popmusik - unterliegt einem sehr eng gefassten, strengen Regelwerk. Allein die Tatsache, dass Du darüber nichts weißt, bedeutet ja nicht, dass es nicht so ist.
          Musik ist keine Kunst .. so so. So langsam machst du dich lächerlich

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          • gast-20090521

            #605
            Zitat von Blues Boy
            Hier muss ich leider einschreiten.
            Ein Kumpel von mir ist Profi-Rock'n'Roller und lebt vom musizieren, und für ihn ist es das schlimmste, wenn keine Stimmung aufkommt. Der hat seine Freude dran, wenn das Volk richtig tanzwütig wird und total abgeht.
            Was Du da erzählst, stimmt so einfach nicht.
            Stimmung ja, da hat er Recht. Abgehen sollen die Leute bei bestimmten Musikrichtungen natürlich. Aber es gibt einen Unterschied zwischen Stimmung und ohrenbetäubendem Gekreische, das auch vor anspruchsvollen Balladen keinen Halt macht und eine qualitativ hochwertige Arbeit auf der Bühne unmöglich macht.

            Sonst wären die Beatles ja Deppen gewesen, weil sie das so genervt hat. Und das waren sie ganz sicher nicht.

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            • gast-20110818

              #606
              Zitat von MusicMan
              Und es geht ja hier nicht um Kunst (die jeder beliebig definieren kann, wie er will), sondern um Musik. Und diese - allen voran die Popmusik - unterliegt einem sehr eng gefassten, strengen Regelwerk. Allein die Tatsache, dass Du darüber nichts weißt, bedeutet ja nicht, dass es nicht so ist.
              Und damit wäre Dylan dann wieder schlecht. Wir drehen uns ja irgendwie im Kreis.

              Ich würde allerdings sagen, dass sich gerade in der Pop-Musik diese Regeln beliebig dehnen lassen.

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              • gast-20090521

                #607
                Zitat von MysteryTrain
                Musik ist keine Kunst .. so so. So langsam machst du dich lächerlich
                Doch, Musik ist auch Kunst. Aber da man ja alles beliebig als Kunst definieren kann. z.B. auch eine dreckige Badewanne wie bei Prof. Joseph Beuys, erfasst der Begriff "Kunst" die Musik nicht ganz. Musik ist Kunst, aber Kunst ist nicht gleich Musik. Wenn man einen Schimpansen an ein Klavier setzt und ihn auf der Tastatur rumkloppen lässt, dann ist das vielleicht Kunst, wenn man es so sehen will, aber noch lange keine Musik.

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                • gast-20100125

                  #608
                  Zitat von MusicMan
                  Was mich mal interessieren würde: Hast Du von deren Musik überhaupt etwas mitbkommen bei dem Krach? Da Du in der ersten Reihe standest, hattest Du vielleicht noch eine Chance. Aber ab der dritten Reihe war sicherlich nichts mehr zu hören.

                  Auf der einen Seite beneide ich Dich aufrichtig um dieses großartige Erlebnis. Auf der anderen Seite hätte ich mich sicher schwarz gerägert, ein Beatles-Konzert besucht zu haben, ohne etwas von der Musik gehört zu haben. Trotzdem war es sicher eine tolle Erfahrung, auch wenn die schöne Musik in Grund und Boden gekreischt wurde.

                  Bin nicht gestanden, sondern in der 1. Reihe gesessen - unter lauter Poilzisten..
                  Die ersten 3 Reihen waren Polizisten, dann kamen die Fan-Reihen.
                  Gottseidank habe ich die Musik gut hören können - haben auch mit den Beatles rumgeblödelt.... wir sind ja überhaupt nicht aufgefallen...

                  Aber ab der 4. Reihe war die Musik sicherlich fast nicht mehr zu hören..



                  P.s. Von welchem Buch sprecht ihr bez. welchen Titel hat das Buch?

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                  • gast-20110818

                    #609
                    Zitat von MusicMan
                    Stimmung ja, da hat er Recht. Abgehen sollen die Leute bei bestimmten Musikrichtungen natürlich. Aber es gibt einen Unterschied zwischen Stimmung und ohrenbetäubendem Gekreische, das auch vor anspruchsvollen Balladen keinen Halt macht und eine qualitativ hochwertige Arbeit auf der Bühne unmöglich macht.
                    Das kann doch jeder Musiker sehen, wie er möchte. Man kann es ja auch genießen, wenn die Musik im Gekreische untergeht. Es erleichtert die Arbeit und man lässt sich hübsch feiern.
                    Da stelle ich es mir ungemütlicher vor, vor Leuten zu spielen, die penibel lauschend auf jeden Ton achten.
                    Damit hätten sicher auch die Beatles häufig ihre Probleme bekommen.

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                    • MysteryTrain
                      Posting-Legende

                      • 12.07.2008
                      • 7260

                      #610
                      Zitat von MusicMan
                      Wenn man einen Schimpansen an ein Klavier setzt und ihn auf der Tastatur rumkloppen lässt, dann ist das vielleicht Kunst, wenn man es so sehen will, aber noch lange keine Musik.
                      Für manche schon. Für andere ist es auch Musik, wennman einen Computer völlig zufällige Töne produzieren lässt. Für andere wieder ist die rein mathematisch berechnete 12-Ton-Musik höchste Kunst und wertvolle Musik. Die größten Kracher der Rockmusik sind meistens völlig einfach gestrickt, ein paar markannte Gitarrenriffs und fertig. Trotzdem sind sie das Highligt wenn sie im Konzert gespielt werden (legendäres Beispiel: Deep Purple: Smoke on the water - lernt jedes Kind in der ersten Gitarrenstunde).

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                      • michael grasberger
                        Posting-Legende

                        • 16.02.2006
                        • 9974

                        #611
                        Zitat von Blues Boy
                        Und damit wäre Dylan dann wieder schlecht. Wir drehen uns ja irgendwie im Kreis.

                        Ich würde allerdings sagen, dass sich gerade in der Pop-Musik diese Regeln beliebig dehnen lassen.
                        dylan hat die regeln der popmusik sicher ausgedehnt, aber es ist auch kein zufall, dass er sie in seinem viel zu wenig beachteten spätwerk wieder enger fasst und gewissermaßen zum traditionalisten geworden ist.
                        und damit steht er heute - zur verblüffung vieler seiner fans - einem elvis wesentlich näher als seinen eigenen zeitgenossen wie z.b. den beatles.
                        Zuletzt geändert von michael grasberger; 29.07.2008, 21:01

                        "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                        (Nick Tosches)

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                        • gast-20090521

                          #612
                          Zitat von Blues Boy
                          Und damit wäre Dylan dann wieder schlecht. Wir drehen uns ja irgendwie im Kreis.
                          Wieso? Seine Musik funktioniert streng nach den Regeln.

                          Ich würde allerdings sagen, dass sich gerade in der Pop-Musik diese Regeln beliebig dehnen lassen.
                          Ganz im Gegenteil: Keine Musik ist spießiger und regelkonformer, keine Musik in ihren Möglichkeiten eingeschränkter als die Popmusik. Man sollte sich nicht von der Instrumentierung blenden lassen, indem man glaubt, die Musik sei dadurch revolutionär: Eine C-F-G-C-Akkordfolge ist absolut primitiv und einfach, daran ändert sich auch nichts, wenn man sie mit einer verzerrten E-Gitarre spielt und ein Schlagzeug dazu hämmert. Diese Instrumente kamen in der Klassik nur deswegen nicht vor, weil es sie noch nicht gab.

                          In der Klassik und im Jazz, da werden noch Regeln (gekonnt und bewusst) gebrochen, aber in der Popmusik kam das nur ein einziges Mal vor, und das war die Einführung der Blue Note.

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                          • gast-20090521

                            #613
                            Zitat von michael grasberger
                            dylan hat die regeln der popmusik sicher ausgedehnt...
                            Wo hat er das denn getan, und inwiefern? Hat er sich jemals gewagter Akkordwechsel, Disharmonien und Arhythmiken bedient?

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                            • michael grasberger
                              Posting-Legende

                              • 16.02.2006
                              • 9974

                              #614
                              Zitat von MusicMan
                              Wo hat er das denn getan, und inwiefern? Hat er sich jemals gewagter Akkordwechsel, Disharmonien und Arhythmiken bedient?
                              ein beispiel wäre die zeitliche ausdehnung des 3minuten-songformats.

                              "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                              (Nick Tosches)

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                              • gast-20110818

                                #615
                                Zitat von michael grasberger
                                dylan hat die regeln der popmusik sicher ausgedehnt, aber es ist auch kein zufall, dass er sie in seinem viel zu wenig beachteten spätwerk wieder enger fasst und gewissermaßen zum traditionalisten geworden ist.
                                Aber nach den "strengen Regeln der Popmusik"©, wäre sein Gesang klar minderwertig.

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