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  • michael grasberger
    Posting-Legende

    • 16.02.2006
    • 9974

    #616
    Zitat von Blues Boy
    Aber nach den "strengen Regeln der Popmusik"©, wäre sein Gesang klar minderwertig.
    nein.
    siehe oben (ausdrucksgesang vs. belcanto).

    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
    (Nick Tosches)

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    • gast-20090521

      #617
      Zitat von MysteryTrain
      Für manche schon. Für andere ist es auch Musik, wennman einen Computer völlig zufällige Töne produzieren lässt. Für andere wieder ist die rein mathematisch berechnete 12-Ton-Musik höchste Kunst und wertvolle Musik. Die größten Kracher der Rockmusik sind meistens völlig einfach gestrickt, ein paar markannte Gitarrenriffs und fertig. Trotzdem sind sie das Highligt wenn sie im Konzert gespielt werden (legendäres Beispiel: Deep Purple: Smoke on the water - lernt jedes Kind in der ersten Gitarrenstunde).
      Ja, aber das ist doch genau das, was ich sagte: Die Popmusik stellt einen gewaltigen Rückschritt auf einfachste, primitive Urformen der Musik dar, harmonisch, melodisch und rhythmisch. Selbst ein fünfjähriger Mozart bediente sich da schon wesentlich gewagterer Elemente.

      Die Zwölftonmusik kannst Du hier nicht als Vergleich einbringen, da ihr ein anderes tonales System zugrunde liegt. Wir müssen uns schon in den gleichen Tonalsystemen bewegen, wenn wir Musik vergleichen. Andere Kulturen haben auch andere tonale Systeme als wir (z.B. die Chinesen mit der Pentatonik, oder einige indische und arabische Kulturgemeinschaften, die sogar ein 24töniges System haben), für die klingt unsere Musik genauso schräg, wie die ihre für uns.

      Außerdem ist auch unser westliches tonales System das reine Ergebnis mathematischer Berechnungen. Wir bedienen uns nämlich der aus der "wohltemperierten Stimmung" hervorgegangenen "gleichstufigen Stimmung", die künstlich festgelegt wurde und keinesfalls der natürlichen Obertonreihe entspricht. Nach dieser würde unsere gesamte Musik nämlich überhaupt nicht funktionieren, weil sie schon nach ein paar Tönen nicht mehr oktavrein wäre.

      Darüber hinaus empfehle ich, sich erst einmal mit der Materie vertraut zu machen, bevor man hier großspuriges Halbwissen einwirft, indem man von Zwölftonmusik spricht, ohne zu wissen, wie überhaupt unser tonales System aufgebaut ist.
      Zuletzt geändert von Gast; 29.07.2008, 21:13

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      • gast-20090521

        #618
        Zitat von michael grasberger
        ein beispiel wäre die zeitliche ausdehnung des 3minuten-songformats.
        Okay, das ist aber keine Regel, die sich aus der Musik (tonales System, Harmonielehre, Rhythmik und Melodik) selber ergibt, sondern das wurde willkürlich von ein paar Radio-DJs festgelegt, aus rein kommerziellen Gründen. Ich möchte jetzt nicht so weit gehen, diesen Leuten die Regelhoheit über die Musik zuzugestehen.

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        • michael grasberger
          Posting-Legende

          • 16.02.2006
          • 9974

          #619
          Zitat von MusicMan
          Okay, das ist aber keine Regel, die sich aus der Musik (tonales System, Harmonielehre, Rhythmik und Melodik) selber ergibt, sondern das wurde willkürlich von ein paar Radio-DJs festgelegt, aus rein kommerziellen Gründen. Ich möchte jetzt nicht so weit gehen, diesen Leuten die Regelhoheit über die Musik zuzugestehen.
          du hast recht, was die unmittelbar musikalische ebene angeht, war dylan nie ein großer neuerer. als sich ende der 60er alle der psychedelik hingaben, hat er ein ganz traditionalistisches countryalbum aufgenommen und gemeinsam mit the band die wurzeln der amerikanischen musik wiederentdeckt (nachzuhören auf den sogenannten basement tapes).

          "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
          (Nick Tosches)

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          • marquardt72
            Posting-Legende

            • 19.08.2006
            • 5713

            #620
            Was ist in diesem Zusammenhang mit Frank Zappa,der ja u.A. von Klassik und Jazz beeinflußt war?

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            • MysteryTrain
              Posting-Legende

              • 12.07.2008
              • 7260

              #621
              Zitat von MusicMan

              Darüber hinaus empfehle ich, sich erst einmal mit der Materie vertraut zu machen,.
              Dafür haben wir unwissende Deppen doch dich

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              • gast-20090521

                #622
                Zitat von michael grasberger
                du hast recht, was die unmittelbar musikalische ebene angeht, war dylan nie ein großer neuerer. als sich ende der 60er alle der psychedelik hingaben, hat er ein ganz traditionalistisches countryalbum aufgenommen und gemeinsam mit the band die wurzeln der amerikanischen musik wiederentdeckt (nachzuhören auf den sogenannten basement tapes).
                Und selbst die Psychedelik war keine musikalische Revolution, da sie sich zumeist auch nur lange bekannter Mittel bediente. Das "Neue" daran bestand mehr aus Soundeffekten und Textinhalten.

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                • gast-20090521

                  #623
                  Edit - Doppelposting

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                  • gast-20090521

                    #624
                    Zitat von marquardt72
                    Was ist in diesem Zusammenhang mit Frank Zappa,der ja u.A. von Klassik und Jazz beeinflußt war?
                    Dass er von Klassik und Jazz beeinflusst war, heißt ja, dass er Elemente dieser Musikrichtungen übernahm. Also auch längst bekanntes, was nur noch nie in der Popmusik stattgefunden hatte. Das ist so, als würde man Beethovens Neunte mit E-Gitarren und Synthesizern spielen. An der Musik ändert das nichts. Alter Wein in neuen Schläuchen, wie man so schön sagt.

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                    • michael grasberger
                      Posting-Legende

                      • 16.02.2006
                      • 9974

                      #625
                      Zitat von marquardt72
                      Was ist in diesem Zusammenhang mit Frank Zappa,der ja u.A. von Klassik und Jazz beeinflußt war?
                      mit zappa kenn ich mich nicht aus, aber weil du jazz erwähnst - dort (und nicht in der akademischen e-musik) sitzen für mich die wahren musikalischen revolutionäre des 20. jahrhunderts: coltrane, sun ra, albert ayler...

                      "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                      (Nick Tosches)

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                      • gast-20090521

                        #626
                        Zitat von MysteryTrain
                        Dafür haben wir unwissende Deppen doch dich
                        Ein untauglicher Versuch, Dich über mich lustig zu machen, der aber nicht über die Tatsache hinweg täuscht, dass Du mit Deinem Halbwissen an meinem Fachwissen gescheitert bist.

                        Der Trick, mit irgendwelchen Fachbegriffen wie Zwölftonmusik hier die Leute zu beeindrucken oder gar mundtot zu machen, funktioniert halt nur, solange niemand an der Diskussion teilnimmt, der davon einen etwas helleren Schimmer hat als Du. Und da hast Du jetzt nunmal leider Pech gehabt...

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                        • MysteryTrain
                          Posting-Legende

                          • 12.07.2008
                          • 7260

                          #627
                          Zitat von MusicMan
                          Deinem Halbwissen an meinem Fachwissen gescheitert bist.
                          Off-Topic:

                          Mit meinem sog. Halbwissen betreibe ich seit über 20 Jahren anspruchsvolle Chormusik, aber egal, an dich kommt ja sowieso niemand ran, du lässt ja selbst Universtätsprofessoren alt aussehen

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                          • gast-20090521

                            #628
                            Zitat von MysteryTrain
                            Off-Topic:

                            Mit meinem sog. Halbwissen betreibe ich seit über 20 Jahren anspruchsvolle Chormusik, aber egal, an dich kommt ja sowieso niemand ran, du lässt ja selbst Universtätsprofessoren alt aussehen
                            In einem Chor mitzusingen ist sicher ein feines Hobby, wofür Dein Halbwissen auch ganz bestimmt ausreicht, aber vielleicht solltest Du mal einsehen, dass das noch lange nicht bedeutet, sich mit den theoretischen und praktischen Grundlagen der Musik professionell auseinandergesetzt zu haben. Wenn Du der Leiter dieses Chores wärst, würde mich das schon eher beeindrucken. Allerdings hätten wir dann auch kein Problem, weil Du dann diesen Mist über die Zwölftonmusik niemals von Dir gegeben hättest.
                            Zuletzt geändert von Gast; 29.07.2008, 21:43

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                            • MysteryTrain
                              Posting-Legende

                              • 12.07.2008
                              • 7260

                              #629
                              Zitat von MusicMan
                              In einem Chor mitzusingen ist sicher ein feines Hobby, wofür Dein Halbwissen auch ganz bestimmt ausreicht, aber vielleicht solltest Du mal einsehen, dass das noch lange nicht bedeutet, sich mit den theoretischen und praktischen Grundlagen der Musik professionell auseinandergesetzt zu haben. Wenn Du der Leiter dieses Chores wärst, würde mich das schon eher beeindrucken. Allerdings hätten wir dann auch kein Problem, weil Du dann diesen Mist über die Zwölftonmusik niemals von Dir gegeben hättest.
                              12-Ton-Musik wird nach einem mathematischen, immer gleichbleibenden Schema berechnet (wer das Schema weiß, kann "komponieren" ohne Musiker sein zu müssen). Das war meine Aussage und das ist in jedem Fachbuch nachzulesen.
                              Ob das Ergebnis dann "schön" klingt oder nicht, ist völlig egal, denn "jeder hat eine andere Vorstellung von "schön". Das wollte ich damit sagen, nicht mehr und nicht weniger.
                              Zuletzt geändert von MysteryTrain; 29.07.2008, 21:48

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                              • Dino Martino
                                Foren-Profi

                                • 07.08.2006
                                • 289

                                #630
                                Zitat von praytome
                                und wenn wir gleiches on tom jones oder sinatra zur verfügung hätten dann sähe elvis quote wahrscheinlich extrem gut aus und ich bin extrem beindruckt von seiner standing power...wie lange dieser man und wie oft er am stück gut bis genial gesungen hat ist ungeschlagen
                                Nein, ist es nicht. Da gibt es sicherlich hunderte Gegenbeispiele von Künstlern, die länger (teils bedeutend länger) als 23 Jahre am Stück "gut bis geniel gesungen haben. Übrigens hast du dir da zwei der schlechtesten Beispiele rausgesucht, die es gibt. Sinatra war von 1942 bis 1971 in jeder Hinsicht genial, fast schon perfekt. Danach hat er ein bissel bis stark eingebüßt, speziell was seine Stimme angeht, war dem Elvis von 1977 aber immer noch haushoch überlegenund das bis in die 90er Jahre herein, mit über 70 Jahren!

                                Tom Jones habe ich vor Jahren in der Westfalenhalle live gesehen, wurde von meinem Onkel eingeladen, der ein Fan ist. Wir waren ziemlich weit vorne und konnten ihn gut sehen und auch hören, klangtechnisch sind Tom Jones' Konzerte grundsätzlich 1A, und auch er hat den 77er Elvis an die Wand gesungen. Da war er auf jeden Fall schon über 60. Es war, mit anderen Worten, nicht nur gesellschaftlich, sondern auch musikalisch ein Genuss.
                                Tom Jones ist eigentlich bis heute ohne größere Schwächen, auch wenn er angeblich nachgelassen hat, was ich aber persönlich nicht beurteilen kann.

                                Zu der Bootleg-Frage: Von FS gibt es 100, ich habe mal gehört tausende Bootlegs im Umlauf (wenn das stimmt habe ich davon nur einen Bruchteil). Der Unterschied zu Elvis ist, dass es von Sinatra relativ wenig offizielles Live-Material gibt, während die Veröffentlichungen von Elvis, nicht nur was Konzerte, sondern auch Session-Tapes usw. angeht, inflationär sind.

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