Colonel Tom Parker

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  • gast-20090521

    #466
    Zitat von Stutz71
    Andere Künstler bringen nur alle 2-3 Jahre 1 (!) neues Album heraus. Im Vergleich dazu war Elvis überfleißig.
    Ja, heute. Aber bis Mitte der 70er war es normal, dass Künstler 2 Alben pro Jahr ablieferten. Einige gerieten dadurch nach und nach unter kreativen Druck, vor allem die, die ihr Material selber komponierten. Außerdem wurden mit fortschreitender Technik die Produktionszeiten immer länger. Daher wurde es Usus, pro Jahr ein Album abzuliefern, und ab Mitte der 80er wurden die Abstände dann sogar noch länger.

    Elvis war davon unberührt, er schrieb seine Songs ja nicht selber, und seine Studio-Sessions liefen noch genau wie in den 50ern ab. Da wurde ein Album in 1-2 Sessions live mit der Band im Studio eingespielt, und nach ihm die Sintflut.

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    • gast-20090521

      #467
      Zitat von Stutz71
      Im übrigen, Wenn RCA, bzw. Felton Jarvis, so bescheuert ist und bei den Jungleroomsessions die Tonbänder mehrfach bespielt und ganze, vielleicht brauchbare Lieder löscht, ist er selber schuld, wenn sie hinterher fehlen. "Feelings" und "America the Beautiful" wären genau die beiden fehlenden Stücke für "Moody Blue" gewesen. Für Feelings gibt es schriftliche Beweise und America ist in Resten noch vorhanden
      Vielleicht hat er sie nicht aus Blödheit gelöscht, sondern weil sie unbrauchbar waren, oder weil Elvis es so wollte. Ein Produzent, der brauchbare Aufnahmen gegen den Willen des Künstlers löscht, hat in aller Regel seinen letzten Arbeitstag gehabt.

      Außerdem wäre die "Moody Blue" auch mit zwei weiteren Songs nicht voll gewesen, denn bekanntlich wurde sie mit 4 Live-Titeln "aufgepumpt", darunter sogar einer, der bereits veröffentlicht war. Es lagen nämlich nur 6 neue Master vor.

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      • gast-20080904

        #468
        Zitat von MusicMan
        Ich kann nicht in Elvis hineinschauen, daher lasse ich es lieber. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein erwachsener Mann, der nicht dumm ist, nicht selber merkt, in welcher Situation er steckt.
        Das ist, denke ich, wohl am ehesten das (bzw. dein persönliches) Problem: Ein erwachsener Mann, nicht dumm, kann sehr wohl erkennen, in welcher Situation er sich befindet - und kann ihr trotzdem nicht entkommen. So ist "das Leben" und/oder der Mensch - wie man möchte -, und das ist ein Teil einer Suchterkrankung: Man weiß, in welcher Situation man sich befindet, meint aber, es "im Griff" zu haben.

        Ähnlich bei einer Depression, die häufig mit der Suchterkrankung einhergeht: Man merkt, dass es einem schlecht geht, dass man soziale Kontakte und die Arbeit vernachlässigt, sich immer mehr isoliert, man kennt vielleicht sogar die Gründe und Ursachen, nimmt sie aber nicht ernst und kann sich vor allem nicht aus eigener Kraft daraus befreien. Beides trifft für Elvis, nach allem, was man weiß, vermutlich, aber doch sehr wahrscheinlich, zu.

        Es ist grundsätzlich nicht so, dass, wie du annimmst und gerne postulierst, jeder für sein eigenes Leben und Glück verantwortlich ist. Das ist ein heres Ziel, aber es geht am Leben vorbei. Es ist ein Ideal. Nicht mehr, nicht weniger. Es gibt Momente, in denen einem diese Möglichkeit abhanden kommt. Wer das nicht erkennen und akzeptieren will oder kann, hat das Problem, nicht derjenige, der in sich in der Situation befindet. Elvis war von Parker abhängig. Und wie das so ist bei Dingen, von denen man abhängig ist: Man kommt nicht mehr von ihnen los, wie sehr man auch möchte oder sich die Situation schönredet. Das ist das Wesen von Sucht.

        Nach 25+ Jahren größtenteils intensiver Beschäftigung mit dem Thema Elvis Presley bin ich für meinen Teil zu der Ansicht gelangt, dass der Mensch Elvis sich irgendwann nicht mehr selber helfen konnte. Das betraf seine eigene Person und alltägliche Vorgänge, und das betraf auch das "große Ganze", das er nicht mehr beeinflussen konnte und über das er keine Kontrolle mehr hatte.

        Es ist müßig anzunehmen und zu sagen "Dann hätte er halt etwas ändern sollen, er hatte die Möglichkeiten, er saß am Ruder, immerhin hat er alles unterschrieben". Das ist nicht die Frage. Jemand, der abhängig ist, egal wovon, unterschreibt alles. Die Frage ist: War er in der Lage, das zu tun? Die Antwort kann nicht lauten "Ja, er war ein erwachsener und nicht dummer Mann, er hätte es können müssen." Die Antwort ist zu einfach, übersimplifiziert die Dinge des Lebens und geht an den Realitäten des Lebens eines jeden einzelnen vorbei. Menschen funktionieren nicht nach Regeln wie "Erwachsen und nicht dumm -> muss gefälligst für sich sorgen können." So einfach geht es nicht. Es wäre schön, die Welt wäre um einen ganz erheblichen Teil ihrer Probleme ärmer ...

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        • TheKing
          Board-Legende

          • 19.06.2006
          • 20721

          #469
          Zitat von gast-20080904
          Nach 25+ Jahren größtenteils intensiver Beschäftigung mit dem Thema Elvis Presley bin ich für meinen Teil zu der Ansicht gelangt, dass der Mensch Elvis sich irgendwann nicht mehr selber helfen konnte. Das betraf seine eigene Person und alltägliche Vorgänge, und das betraf auch das "große Ganze", das er nicht mehr beeinflussen konnte und über das er keine Kontrolle mehr hatte.
          Ein interessanter Gedankengang aus einem sehr guten und gut geschriebenen Posting.

          Ich finde es ausgesprochen denkbar, dass Elvis in dem großen Spiel, wo es um große Unterhaltungskonzerne und Millionen ging, um viele Interessengruppen und um letztlich viele Menschen die mit "drinhingen" und "dranhingen", dass Elvis oft zu Kompromissen gezwungen war. Da entscheidet es sich nicht so spontan, das sind ja riesige Mechanismen und er merkte wahrscheinloich irgendwann, dass sein Einfluss auf das eigene Image und das eigene berufliche Vorrankommen nicht nicht absolut war. Es ist wie ein riesiges Schwungrad, schwer zu stoppen und schwer zu lenken.

          Auch privat war mit Beginn seiner Karriere die Hysterie losgetreten...mit allen Einbußen die das für freie Lebensentscheidungen bedeutet...also war Elvis zwischen seinen Fans und den Entscheidungen der Businessmen vielleicht garnicht so frei...

          Als schon immer sehr energiegeladener zappeliger nervöser Geist...lernte er, dass er sich zur Ruhe bringen konnte, wenn er diesen ganzen Wahnsinn einmal vergessen wollte...später wollte er das wohl ziemlich oft. Vielleicht war er einfach zu groß. Vielleicht hat ihn das Schwungrad einfach überrollt...

          Ich finde den Gedankengang sehr interessant von gast-20080904...
          Ohne Worte!

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          • gast-20090521

            #470
            Zitat von gast-20080904
            Das ist, denke ich, wohl am ehesten das (bzw. dein persönliches) Problem:
            Warum musst Du immer persönlich werden und mir irgendetwas, respektive ein persönliches Problem, unterstellen? Lass Deine unqualifizierten Fernanalysen und Hobby-Psychologie weg und bring einfach nur Deine Argumente, die ja durchaus diskussionswürdig sind, und fertig. Es ist völlig abstrus, mir irgendein "Problem" zu unterstellen aufgrund der Ansichten, die ich vertrete. Ich könnte das genauso gut bei Dir machen, sehe aber keinen Grund darin, meinen Gesprächspartner persönlich zu diskreditieren. Dass Du das offensichtlich nötig hast, lässt irgendwie auch tief blicken, und es macht Dich nicht gerade glaubwürdig.

            Ähnlich bei einer Depression, die häufig mit der Suchterkrankung einhergeht: Man merkt, dass es einem schlecht geht, dass man soziale Kontakte und die Arbeit vernachlässigt, sich immer mehr isoliert, man kennt vielleicht sogar die Gründe und Ursachen, nimmt sie aber nicht ernst und kann sich vor allem nicht aus eigener Kraft daraus befreien.
            Da es nunmal genug Menschen gibt, die sich aus eigener Kraft aus einer solchen Situation befreit haben, ist diese Behauptung nicht zutreffend.

            Es ist grundsätzlich nicht so, dass, wie du annimmst und gerne postulierst, jeder für sein eigenes Leben und Glück verantwortlich ist.
            Wer denn sonst, wenn nicht man selber? Die anderen, die immer alles schuld sind?

            Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen, Schuldzuweisungen und faulen Ausreden.

            Es gibt Momente, in denen einem diese Möglichkeit abhanden kommt.
            Aber diese Situationen hat man auch selber herbeigeführt. Eine Suchterkrankung kommt ja nicht von alleine, sondern weil man sich irgendwann mal in die Gefahr einer Sucht begeben hat. Vereinfacht ausgedrückt: Wer nie ein Glas Alkohol angerührt hat, wird auch nie zum Säufer. Man hat immer die Wahl.

            Elvis war von Parker abhängig.
            Wenn Du es so ausdrücken willst, okay. Aber wer A sagt, muss auch B sagen: Parker war dann genauso abhängig von Elvis.

            Ich persönlich mag den Ausdruck "Abhängigkeit" in dem Zusammenhang jedoch nicht. Ich sehe die Verbindung der beiden als eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung auf gemeinsamer freiwilliger Basis. Elvis hätte sich jederzeit einen anderen Manager suchen können, und Parker hätte sich jederzeit einen anderen Künstler suchen können. Angebote hatten sie beide sicherlich mehr als genug.

            Nach 25+ Jahren größtenteils intensiver Beschäftigung mit dem Thema Elvis Presley bin ich für meinen Teil zu der Ansicht gelangt, dass der Mensch Elvis sich irgendwann nicht mehr selber helfen konnte.
            Und ich bin nach einer genauso langen Zeit der intensiven Beschäftigung mit dem Thema Elvis Presley zu der Ansicht gelangt, dass er sich nicht mehr helfen wollte. Und nun?

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            • gast-20110321

              #471
              Zitat von MusicMan
              Für die zweit- und drittklassigen Hallen, wo er in den letzten Jahren gespielt hat, hat's gereicht. In Paris oder London hätte er mit solchen Shows, wie wir sie von etlichen Bootlegs kennen, allerdings keinen Blumentopf ernten können.
              was heißt zweit,- drittklassige hallen! elvis war auch der tour-king,mit cä 160 konzerte pro jahr.es war ein ganz normaler vorgang,dass elvis auch die kleineren hallen (cä 8000 besucher),anmieten musste,wenn er nicht immer in die gleichen hallen spielen wollte.wobei gesagt werden muss,dass viele andere bekannte stars nicht mal in der lage waren,selbst diese kleinen hallen immer voll zu bekommen (elvis bekam sie immer voll).

              und das,obwohl elvis ständig konzerte gab.....während die anderen bekannten musiker eher selten live-konzerte gaben.

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              • gast-20080904

                #472
                Zitat von MusicMan
                Warum musst Du immer persönlich werden und mir irgendetwas, respektive ein persönliches Problem, unterstellen? Lass Deine unqualifizierten Fernanalysen und Hobby-Psychologie weg und bring einfach nur Deine Argumente, die ja durchaus diskussionswürdig sind, und fertig. Es ist völlig abstrus, mir irgendein "Problem" zu unterstellen aufgrund der Ansichten, die ich vertrete. Ich könnte das genauso gut bei Dir machen, sehe aber keinen Grund darin, meinen Gesprächspartner persönlich zu diskreditieren.
                Dass ich angeblich diskreditiere, ist deine Sicht der Dinge. Ebenso, dass ich Hobby-Psychologie betreibe.

                Hier diskutieren Personen und nicht Roboter. Und wenn es in der Wahrnehmung der Umstände des Lebens bei einer der teilnehmenden Personen eine Auffälligkeit gibt, dann ist der Hinweis darauf genauso ein "Argument" wie jedes andere. Du argumentierst mit "Fakten", siehst aber nicht, dass diese interpretationsbedürftig sind. Du weißt immer wieder auf die Subjektivität von Wahrnehmungen hin - was völlig richtig ist, denn nichts in der Welt ist "objektiv" -, willst aber auf der anderen Seite nicht den entscheidenden Schritt gehen anzuerkennen, dass dann auch bitte das Subjekt samt seiner Wahrnehmung - in diesem Falle derjenige, der sich von Grundregeln des Lebens einfach ausklammern möchte und ein beliebig gewähltes Ideal über alles stellt - Thema sein muss.

                Du und deine Sicht der Dinge ("Jeder erwachsene und nicht dumme Mensch ist gefälligst selbst verantwortlich für sein Leben, ansonsten hat er als Mensch 'versagt'") bist hier das Thema. Mein Argument, auf das du ja so scharf bist, ist: Du missinterpretierst grundlegende Aspekte des menschlichen Zusammenlebens, weil du nicht anerkennen willst und/oder kannst, dass es ab einem gewissen Punkt aus den Fugen geraten kann.

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                • gast-20090521

                  #473
                  Zitat von Marco
                  was heißt zweit,- drittklassige hallen! elvis war auch der tour-king,mit cä 160 konzerte pro jahr.es war ein ganz normaler vorgang,dass elvis auch die kleineren hallen (cä 8000 besucher),anmieten musste,wenn er nicht immer in die gleichen hallen spielen wollte.wobei gesagt werden muss,dass viele andere bekannte stars nicht mal in der lage waren,selbst diese kleinen hallen immer voll zu bekommen (elvis bekam sie immer voll).
                  Du hast mich missverstanden: Ich meinte damit nicht die Größe bzw. das Fassungsvermögen der Hallen. Ich sprach von zweit- und drittklassig.

                  und das,obwohl elvis ständig konzerte gab.....während die anderen bekannten musiker eher selten live-konzerte gaben.
                  Vom wem sprichst Du denn?

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                  • gast-20110321

                    #474
                    achso......sorry!

                    sie hatten einige namen geschrieben.....mir fällt grade elton john ein! den rest weiß ich nicht mehr.....waren aber sehr bekannte stars,der 70er.
                    Zuletzt geändert von Gast; 04.04.2008, 00:13

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                    • gast-20090521

                      #475
                      Zitat von gast-20080904
                      Du und deine Sicht der Dinge ("Jeder erwachsene und nicht dumme Mensch ist gefälligst selbst verantwortlich für sein Leben, ansonsten hat er als Mensch 'versagt'") bist hier das Thema.
                      Den letzten Halbsatz - nämlich dass er dann als Mensch "versagt" hat - habe ich so nie gesagt. Das wäre nämlich eine Bewertung, die mir nicht zusteht. Ich habe nur gesagt, dass jeder für sich selber verantwortlich ist.

                      Ich werte - im Gegensatz zu vielen anderen - Elvis' Ende nicht als Versagen. Deswegen habe ich es auch leichter, mich damit abzufinden, und brauche keinerlei tiefenpsychologische Ansätze, um es mir schönzureden und damit erträglicher zu machen. Es war seine Entscheidung, so zu enden, und ich nehme es mir nicht heraus, ihm das Recht dazu abzusprechen. Ich nehme es ihm noch nicht einmal übel, so wie andere Fans, die sich gewissermaßen um ihr Idol betrogen fühlen. Ich habe mich entschieden, Elvis loszulassen. Das ist sehr befreiend und hilft mir, sein Werk einfach nur zu genießen.

                      Mein Argument, auf das du ja so scharf bist, ist: Du missinterpretierst grundlegende Aspekte des menschlichen Zusammenlebens, weil du nicht anerkennen willst und/oder kannst, dass es ab einem gewissen Punkt aus den Fugen geraten kann.
                      Ich negiere nicht, dass es aus den Fugen geraten ist. Ich sage nur, dass Elvis den Weg dorthin selber eingeschlagen hat, und es ist auch nichts darüber bekannt, dass er auch nur einen einzigen ernsthaften Versuch unternommen hat, diesen Weg zu ändern.

                      Es gibt Menschen, die in einer wesentlich schlimmeren Verfassung waren als Elvis, die sich aber mit Hilfe ihres unbedingten Willens aus dieser Situation gerettet haben. Daraus erlaube ich mir zu schließen, dass Elvis diesen Willen nicht hatte. Das war sein gutes Recht.

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                      • gast-20090521

                        #476
                        Zitat von Marco
                        mir fällt grade elton john ein!
                        Elton John ist in den 70ern getourt wie verrückt (und tut das auch heute noch), dagegen war Elvis ein Stubenhocker.

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                        • gast-20110321

                          #477
                          Zitat von MusicMan
                          Elton John ist in den 70ern getourt wie verrückt (und tut das auch heute noch), dagegen war Elvis ein Stubenhocker.
                          so stand es geschrieben,und so habe ich es gelesen
                          so,jetzt aber! gute nacht

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                          • gast-20080405

                            #478
                            Zitat von MusicMan


                            Da es nunmal genug Menschen gibt, die sich aus eigener Kraft aus einer solchen Situation befreit haben, ist diese Behauptung nicht zutreffend.
                            Off-Topic:


                            Dann können diese nicht ganz unten gewesen sein. Es gibt unzählige Menschen, denen durch Schicksalschläge oder anderen Dingen jegliches Selbstbewußtsein abhanden gekommen ist und auch solche, die durch Drogen, Alkohol etc. ihre komplette Persönlichkeit verlieren.Die kommen aus eigener Hilfe dort nicht mehr heraus, auch wenn sie es noch so sehr wollen.

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                            • gast-20080405

                              #479
                              Zitat von MusicMan
                              Du hast mich missverstanden: Ich meinte damit nicht die Größe bzw. das Fassungsvermögen der Hallen. Ich sprach von zweit- und drittklassig.
                              Scheinbar gilt für dich einzig und allein der Madison Square Garden in New York als erstlassige Konzerthalle und alles andere sind drittklassige Hallen mit Bauernpublikum Sieh dir die Städte mal etwas genauer an. Da sind Millionenstädte wie Chicago dabei, Hauptstädte diverser Bundesstaaten, Universitätsstädte sind sowieso die meisten.
                              Die Behauptung, Elvis sei in den letzten Jahren nur vor ungebildeten, naiven Menschen aufgetreten, weil er sonst vielleicht bei den wirklichen Musikexperten gnadenlos durchgefallen wäre, ist doch bodenloser Blödsinn. Elvis' Publikum konnte gar nicht vielfältiger sein. Es ging durch ALLE gesellschaftliche Schichten und alle Altersklassen.
                              Es gibt nun mal Städte, die mag man einfach nicht. Bei Elvis war das bei New York der Fall. Aber nicht erst 1976 oder 77, nein schon 1956! Bei den Vorbereitungen zur Steve Allen Show blieb er an den freien Tagen nicht in New York, sondern zog es vor, tausende Kilometer im Auto und Bahn in den Süden zu fahren und Konzerte zu geben. 1972 trat er dann doch dort auf, damit das eben auch abgehakt ist. Und siehe - der MSG war an 3 Tagen 4x ausverkauft - also, es ging doch!

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                              • gast-20080904

                                #480
                                Zitat von MusicMan
                                ch habe nur gesagt, dass jeder für sich selber verantwortlich ist.
                                Ja, und das ist - mit Verlaub, denn man muss in diesem Forum ja vorsichtig sein mit dem Wort - Blödsinn. Niemand ist nur alleine für sich verantwortlich. Das hier ist ein soziales Leben. Die Menschheit und das, was sie aus diesem Leben macht, ist nicht lediglich die Summe ihrer Individuen, die alle ihre Sache eigenverantwortlich durchziehen und nach der Glückseligkeit streben. Das Leben ist so unglaublich komplex, die Geschicke der Menschen so miteinander verwoben und voneinander abhängig, dass es nicht alleine geht. Dazu kommen Krankheiten, wie Depressionen und Suchterkrankungen erblich bedingt, die einem das tolle der Heft der hochgepriesenen Eigenverantwortung aus den Händen reißen.

                                Zitat von MusicMan
                                Ich werte - im Gegensatz zu vielen anderen - Elvis' Ende nicht als Versagen. Deswegen habe ich es auch leichter, mich damit abzufinden, und brauche keinerlei tiefenpsychologische Ansätze, um es mir schönzureden und damit erträglicher zu machen. Es war seine Entscheidung, so zu enden, und ich nehme es mir nicht heraus, ihm das Recht dazu abzusprechen.
                                Oh, Mann ... Musst du einsam sein ...

                                Zitat von MusicMan
                                Ich negiere nicht, dass es aus den Fugen geraten ist. Ich sage nur, dass Elvis den Weg dorthin selber eingeschlagen hat, und es ist auch nichts darüber bekannt, dass er auch nur einen einzigen ernsthaften Versuch unternommen hat, diesen Weg zu ändern.
                                Hast du eigentlich gelesen, was ich weiter oben geschrieben habe und man allgemein immer wieder einmal versucht, dir näher zu bringen? Es gibt Momente und Situationen, in denen kannst du nichts mehr ändern. Verstehst du das nicht?

                                Zitat von MusicMan
                                Es gibt Menschen, die in einer wesentlich schlimmeren Verfassung waren als Elvis ...
                                Ach, wie war das noch? Keine Ferndiagnosen und/oder Hobbie-Psychologie? Aber das kannst du feststellen und Elvis attestieren? Dass er in gar keiner so schlimmen Situation war?

                                Wie auch immer, ich glaube, über bestimmte Dinge mit dir zu reden, macht keinen Sinn, einfach, weil dir der Einblick fehlt. Du hast dir da etwas zurechtgebastelt aus dem sehr verführerischen "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied"-Baukasten, und alles, was nicht danach funktioniert, ist für dich unerklärlich, oder eben nur so erklärlich, dass dann jemand etwas nicht richtig gemacht hat nach diesem simpelsten aller Baupläne.
                                Zuletzt geändert von Gast; 04.04.2008, 07:56

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