Colonel Tom Parker

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • gast-20090521

    #331
    Zitat von Vany
    Vllt. war ihm klar wie er mittlerweile durch den Medikamentenkonsum aussah, aber glaubst du er war sich auch bewusst wie ernst seine Situation war und was er mit dem einnehmen der Tabletten seiner kleinen Tochter angetan hat?
    Ich kann nicht in Elvis hineinschauen, daher lasse ich es lieber. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein erwachsener Mann, der nicht dumm ist, nicht selber merkt, in welcher Situation er steckt.

    Tja, wie wir ja gesehen haben hat das überhaupt nichts geholfen und deshalb hätte ich es an deren Stelle einfach mal versucht.....
    Du warst aber nicht an deren Stelle. Wie sagte Elvis immer selber? Verurteile nie jemanden, bevor Du nicht eine Meile in seinen Schuhen gegangen bist.

    Außerdem gibt es ja Berichte von Leuten, die versucht haben, ihn auf dieses Thema anzusprechen. Vorausgesetzt, diese Erzählungen sind wahr, hat Elvis darauf sehr empfindlich reagiert und war nicht zu einem Gespräch oder gar zu einer Einsicht bereit. Wer einmal versucht hat, mit einem Suchtkranken über seine Sucht zu sprechen, wird diese Schilderungen für sehr glaubwürdig halten. Selbst Profis gelingt es meist nicht, diese Menschen (gegen ihren Willen) zu heilen. Wie sollen das dann ein paar unbedarfte Typen wie Elvis' Freunde schaffen?

    Unterm Strich läuft es in diesem Thread ja immer wieder auf die gleiche Ansicht heraus: Colonel Parker ist mitschuld an Elvis' Tablettensucht, weil er nichts dagegen unternommen hat.

    Diese Aussage ist einfach falsch, und zwar aus drei Gründen: Erstens ist ein erwachsener Mann von über 40 Jahren alleine für sich selber verantwortlich, zweitens wissen wir nicht, ob Parker tatsächlich nichts unternommen hat, und drittens war er machtlos, weil Elvis bei diesem Thema uneinsichtig war.

    Kommentar

    • Vany
      Gehört zum Inventar

      • 30.09.2007
      • 1756

      #332
      Zitat von julie
      Ich glaube nicht mal das es ihm klar war, vielleicht hatte er zwischendurch "helle" Momente in denen er merkte was er eigentlich mit sich selbst macht(solche Momente waren bestimmt der Horror für ihn)
      Ich glaube schon dass ihm das klar war, wahrscheinlich hatte er es am Ende einfach akzeptiert dass er daran nichts mehr ändern kann. (bzw. vllt. war er ja der Meinung er könnte an deinem Zustand nichts mehr ändern)

      Ich kenne mich ja in dem medizinischen Bereich nicht aus, hätte ihm eigentlich noch geholfen werden können wenn er aufgehört hätte die Tabletten zu nehmen??

      Das schlimme ist ja eben das, dass diese Leute sich für normal halten und gar nicht bemerken wie krank sie eigentlich sind. Umso wichtiger sind meiner Meinung nach Leute die ihm nahestehen, die mit ihm arbeiten, gerade diese Leute hätten ihm klar machen müssen wie ernst seine Situation ist und sie dürfen ihn eigentlich nicht zusätzlich stressen.
      Gerade deshalb hätte die MM immer und immer wieder probieren müssen ihn darauf aufmerksam zu machen, und wie du es schon sagst, ihn nicht auch noch zusätzlich stressen.

      Aber sie haben ja das Gegenteil gemacht, haben das Buch rausgebracht und ihm damit - meiner Meinung nach - den Rest gegeben. Zwei Männer die ihm nahestanden, wie Familienmitglieder, verraten ihn. Ich glaub dass hat ihn sehr getroffen.

      Vllt. wollten sie ihm ja wirklich nur die Augen öffnen - so wie sie es ja behaupten - aber es hätte auch anders gehen müssen...
      http://img211.imageshack.us/img211/8255/lisatimeline2vv2.jpg

      "There's a certain strong feeling that I have for him that is only for my dad- not Elvis Presley." - Lisa Marie

      Kommentar

      • gast-20081107

        #333
        Also ich gebe niemandem Mitschuld an Elvis Tablettenmissbrauch.
        Er war selbst an seiner Sucht schuld ( Spreche hier aus Erfahrung, mein Bruder ist drogenabhängig). Für Freunde und Fans ist es schwer dies zu akzeptieren aber es ist numal so.
        Ich mache hier nur den einen Vorwurf, zu dieser Zeit wo es Elvis eh schon schlecht ging war niemand richtig für ihn da,
        jeder wollte nur Profit aus ihm schlagen und das ist richtig ekelhaft....wenn man mal bedenkt, dass
        diese Leute immernur an ihm verdient haben.
        Es ist ungefähr so, wie wenn jemand am Boden liegt und sich eh nimmer wehren kann und ich ihm dann noch den Gelbeutel klau
        Zuletzt geändert von Gast; 31.03.2008, 15:17

        Kommentar

        • gast-20090521

          #334
          Zitat von Vany
          Aber sie haben ja das Gegenteil gemacht, haben das Buch rausgebracht und ihm damit - meiner Meinung nach - den Rest gegeben. Zwei Männer die ihm nahestanden, wie Familienmitglieder, verraten ihn. Ich glaub dass hat ihn sehr getroffen.

          Vllt. wollten sie ihm ja wirklich nur die Augen öffnen - so wie sie es ja behaupten - aber es hätte auch anders gehen müssen...
          Dass ihm dieses Buch "den Rest gegeben hat", wage ich zu bezweifeln. Elvis hat sich laut Guralnick einen Kopf darüber gemacht, wie er die Geschichte unbeschadet übersteht, welche Taktik er fahren soll, um sein Image zu retten, und mit welchen Un- oder Halbwahrheiten er seine Fans und die Öffentlichkeit ruhigstellen könnte. Aber auf die Idee, eine Auszeit zu nehmen, sich medizinisch behandeln zu lassen und mit dem ganzen Mist aufzuhören, ist er nicht gekommen.

          Gerade dieses Buch beweist ja, dass es weder mit gutem Zureden noch mit öffentlichem Druck möglich war, Elvis zur Umkehr zu bewegen.

          Kommentar

          • Vany
            Gehört zum Inventar

            • 30.09.2007
            • 1756

            #335
            Zitat von MusicMan
            Dass ihm dieses Buch "den Rest gegeben hat", wage ich zu bezweifeln. Elvis hat sich laut Guralnick einen Kopf darüber gemacht, wie er die Geschichte unbeschadet übersteht, welche Taktik er fahren soll, um sein Image zu retten, und mit welchen Un- oder Halbwahrheiten er seine Fans und die Öffentlichkeit ruhigstellen könnte.
            Ich hatte irgendwo mal gelesen dass ihm dieser "Verrat" schon zugesetzt hat, was er dann zum Imageschutz getan hat bzw. tun wollte weiss ich leider nicht....
            http://img211.imageshack.us/img211/8255/lisatimeline2vv2.jpg

            "There's a certain strong feeling that I have for him that is only for my dad- not Elvis Presley." - Lisa Marie

            Kommentar

            • gast-20090521

              #336
              Zitat von Vany
              Ich hatte irgendwo mal gelesen dass ihm dieser "Verrat" schon zugesetzt hat, was er dann zum Imageschutz getan hat bzw. tun wollte weiss ich leider nicht....
              Ja klar, aber die Formulierung "den Rest gegeben" könnte man so verstehen, dass es ihn quasi umgebracht hat.

              Er wusste ja schon sehr, sehr lange davon. Am 16.8.1977 war das Buch für ihn ein "alter Hut". Und er wirkte ja sogar guten Mutes und freute sich auf die Tour, weil er es noch einmal allen zeigen wollte, wie von vielen Seiten berichtet wird. Von Verzweiflung und Depression kann also nicht die Rede sein.

              Seine Überlegungen bzgl. Taktik zum Imageschutz kann man bei Guralnick nachlesen - vorbehaltlich, dass es stimmt. Aber es klingt plausibel und typisch für Leute in solchen Situationen: Alles runterspielen und nur das nötigste zugeben.

              Kommentar

              • gast-20090609

                #337
                Zitat von MusicMan
                Ich frage nochmals: Was soll ein Sänger denn groß anderes machen, als Platten aufnehmen und Konzerte geben?
                Hier ging es nicht um das WAS, sondern um das WIE. Wenn ich jemanden unter Vertrag habe, der die Menge der bisherigen Konzerte nicht mehr in guter Qualität schafft, gibt es die Möglichkeit, weniger Konzerte vor größerem Publikum zu organisieren. Das dürfte für unseren Super-Manager doch eigentlich kein Problem gewesen sein .

                Um es auf den Punkt zu bringen: Eine Kombination von a) dem Künstler Vorschläge unterbreiten und b) richtig Druck ausüben, damit er die gemeinsam beschlossenen Deals einhält, wären wichtige Maßnahmen gewesen. Es scheint aber so, als hätte Parker Elvis zum Schluss aufgegeben bzw. als wären ihm die definitiv die Ideen ausgegangen - wahrscheinlich beides.

                Sicher war das 68er-Special ein Elvis-Retro-Special, aber deswegen eben auch Elvis pur, an das ein breites Publikum, das teilweise keinen Bezug mehr zu Elvis hatte, einen sehr guten Eindruck vermittelte. Jedenfalls einen besseren als das ursprünglich geplante Weihnachts-Special . Da brauch ich keinen Kaffeesatz lesen...

                Kommentar

                • Vany
                  Gehört zum Inventar

                  • 30.09.2007
                  • 1756

                  #338
                  Zitat von MusicMan
                  Er wusste ja schon sehr, sehr lange davon. Am 16.8.1977 war das Buch für ihn ein "alter Hut". Und er wirkte ja sogar guten Mutes und freute sich auf die Tour, weil er es noch einmal allen zeigen wollte, wie von vielen Seiten berichtet wird. Von Verzweiflung und Depression kann also nicht die Rede sein.
                  Hat er nicht noch am Morgen seines Todes Seiten des Buches gelesen? Oder sind das nur Geschichten die nicht stimmen???
                  http://img211.imageshack.us/img211/8255/lisatimeline2vv2.jpg

                  "There's a certain strong feeling that I have for him that is only for my dad- not Elvis Presley." - Lisa Marie

                  Kommentar

                  • gast-20100125

                    #339
                    Zitat von MusicMan
                    Ich kann nicht in Elvis hineinschauen, daher lasse ich es lieber. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein erwachsener Mann, der nicht dumm ist, nicht selber merkt, in welcher Situation er steckt.


                    Du warst aber nicht an deren Stelle. Wie sagte Elvis immer selber? Verurteile nie jemanden, bevor Du nicht eine Meile in seinen Schuhen gegangen bist.

                    Außerdem gibt es ja Berichte von Leuten, die versucht haben, ihn auf dieses Thema anzusprechen. Vorausgesetzt, diese Erzählungen sind wahr, hat Elvis darauf sehr empfindlich reagiert und war nicht zu einem Gespräch oder gar zu einer Einsicht bereit. Wer einmal versucht hat, mit einem Suchtkranken über seine Sucht zu sprechen, wird diese Schilderungen für sehr glaubwürdig halten. Selbst Profis gelingt es meist nicht, diese Menschen (gegen ihren Willen) zu heilen. Wie sollen das dann ein paar unbedarfte Typen wie Elvis' Freunde schaffen?

                    Unterm Strich läuft es in diesem Thread ja immer wieder auf die gleiche Ansicht heraus: Colonel Parker ist mitschuld an Elvis' Tablettensucht, weil er nichts dagegen unternommen hat.

                    Diese Aussage ist einfach falsch, und zwar aus drei Gründen: Erstens ist ein erwachsener Mann von über 40 Jahren alleine für sich selber verantwortlich, zweitens wissen wir nicht, ob Parker tatsächlich nichts unternommen hat, und drittens war er machtlos, weil Elvis bei diesem Thema uneinsichtig war.
                    ^
                    Zitat:
                    Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein erwachsener Mensch, der nicht dumm ist,nicht selber merkt, in was für einer Situation er ist.
                    _______________________________________________________________

                    Ich glaube nicht, daß er nicht gemerkt hat, wie er sich unter seiner Medikamentenabhängigkeit immer mehr veränderte. Allerdings war er ja auch sehr krank - soll u.a. auch Lymphdrüsenkrebs gehabt haben. Und wenn das wirklich stimmt, erklärt das vielleicht auch u.a. sein aufgequollenes Gesicht (von Medikamenten?). Habe ich übrigens auch auf der Website von Kathy Westmoreland gelesen. Man kann nicht immer alles nur auf's Essen schieben, auch wenn das schon kräftig mithilft, sein Gewicht auf "Vordermann zu bringen"
                    Allerdings denke ich, daß ihm bewußt war, daß es so nicht weitergehen kann, abe er war vielleicht ganz einfach schon zu willenlos und legartharisch dazu, etwas zu ändern. Wenn man ständig unter so starken Medikamenten steht, dann sieht man die Welt vielleicht nur noch in Dunst und Nebel. :traurig: Denken wir doch nur mal wie man sich fühlt, wenn man total zu ist. Der Alkohol macht ja alles so easy, und am nächsten Morgen kommt der große Kater. Das erklärt auch die vielen Alkoholiker, die es gibt.

                    Kommentar

                    • gast-20090521

                      #340
                      Zitat von julie
                      Also ich gebe niemandem Mitschuld an Elvis Tablettenmissbrauch.
                      Er war selbst an seiner Sucht schuld ( Spreche hier aus Erfahrung, mein Bruder ist drogenabhängig). Für Freunde und Fans ist es schwer dies zu akzeptieren aber es ist numal so.
                      Danke, endlich mal jemand, der das aus Erfahrung bestätigt. Offensichtlich will ja keiner glauben, dass man einen Suchtkranken mit guten Worten oder Drängelei nicht zur Umkehr bewegen kann. Das ist ja das Fatale an der Sucht.

                      Ich mache hier nur den einen Vorwurf, zu dieser Zeit wo es Elvis eh schon schlecht ging war niemand richtig für ihn da, jeder wollte nur Profit aus ihm schlagen und das ist richtig ekelhaft....wenn man mal bedenkt, dass diese Leute immernur an ihm verdient haben.
                      Soweit richtig, aber hier müsste man die Frage stellen, ob Elvis denn wirklich Freundschaften gepflegt hat und sich bewusst "echte Freunde" gesucht hat, oder ob er nicht einfach nur kritiklose Ja-Sager um sich herum haben wollte, die ihm nur ein gutes Gefühl gaben bei allem, was er tat.

                      Kommentar

                      • gast-20081107

                        #341
                        Also Medikamentenkonsum macht einen schon ganz schön rund, vor allem Kortison.
                        Das er Lymphdüsenkrebs hatte war mir jetzt neu, jhast du da eventuell ne Quelle wo man das nachlesen kann??

                        Kommentar

                        • gast-20090521

                          #342
                          Zitat von Linda JnB
                          Allerdings denke ich, daß ihm bewußt war, daß es so nicht weitergehen kann, abe er war vielleicht ganz einfach schon zu willenlos und legartharisch dazu, etwas zu ändern.
                          Genau das ist, was ich auch denke. Und wenn die Medikamente bereits den Willen des Abhängigen gebrochen haben, dann auch den Willen, davon loszukommen. Und ohne diesen Willen kommt man nicht davon los. Da ist ein Außenstehender machtlos, egal ob es der Lebenspartner, Familienangehörige oder Freunde sind. Hör Dir mal die Geschichten von Leuten an, die erfolgreich von irgendwelchen Süchten losgekommen sind. Am Anfang stand immer die Einsicht, dass es so nicht weitergeht, und der mit letzter Kraft aufgebrachte Wille, es zu ändern. Davon war Elvis weit entfernt.

                          Denken wir doch nur mal wie man sich fühlt, wenn man total zu ist. Der Alkohol macht ja alles so easy, und am nächsten Morgen kommt der große Kater. Das erklärt auch die vielen Alkoholiker, die es gibt.
                          Völlig richtig. Die meisten kennen der fetten Kater nach einer durchzechten Nacht. Da geht es einem regelmäßig so mies, dass man sich morgens beim Aufstehen schwört: "Nie wieder Alkohol!" Naja, und bei der nächsten Party ist der Schwur dann vergessen, und an den Kater denkt auch keiner mehr.

                          Das ist das gleiche in klein...

                          Kommentar

                          • gast-20090521

                            #343
                            Zitat von julie
                            Das er Lymphdüsenkrebs hatte war mir jetzt neu, jhast du da eventuell ne Quelle wo man das nachlesen kann??
                            Wenn, dann in Elvis' Krankenakten und im Autopsiebericht, und die sind unter Verschluss. Bis dahin ist alles, was über Elvis' Gesundheitszustand gesagt wird, reine Mutmaßung.

                            Kommentar

                            • gast-20081107

                              #344
                              Das schlimme an der Sucht ist ja, dass man keine Freundschaften hat, das sind alles nur zweckbeziehungen, Leute die einen Suchtkranken in der Familie haben wissen das. Für echte Freundschaften ist eine Suchterkrankung eine echte zereißprobe und deshalb zerbrechen viele Freundschaften daran und man begiebt sich wirklich in einen Kreis von Ja-sagern oder man begiebt sich in das Gegenteil und wir zur Marionette.
                              Aber ich würde mal sagen so richtig ernst hat es doch niemand mehr mit Elvis gemeint, als er so fertig war. Ein sehr trauriger Gedanke:traurig:

                              Kommentar

                              • gast-20100125

                                #345
                                Zitat von julie
                                Also Medikamentenkonsum macht einen schon ganz schön rund, vor allem Kortison.
                                Das er Lymphdüsenkrebs hatte war mir jetzt neu, jhast du da eventuell ne Quelle wo man das nachlesen kann??

                                Ich habe auf der Website von Kathy Westmoreland gelesen, daß er sehr sehr krank war, an anderer Stelle das mit dem Krebs. Wie Musik Man schon sagte, wurde der abschließende Obduktionsbericht auf Wunsch der Familie unter Verschluß gehalten. An die Öffenlichkeit kam nur derjenige, daß man 16 verschiedene Medikamente im Blut gefunden hat. Googel mal unter K. Westmoreland, ich weiß leider die Intenet-Adresse nicht.

                                Kommentar

                                Lädt...