elvis "ödester film"
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Sozialromantik mit dem Dampfhammer, einfach herrlich!
Nach dieser einfach gestrickten Logik, verbunden mit dem Totschlagargument, wer Elvis-Filme nicht bedingungslos beklatscht, hat auch kein "Herz" - ergo auch keine Emotionen mehr übrig, verbietet sich jegliche Auseinandersetzung mit dem Oeuvre, da per se Meisterwerke für die Ewigkeit!
Alle, die schlecht über Elvis-Filme herziehen, auf der Stelle antreten, auspeitschen, teeren und federn lassen!
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köstlich!
das erinnert mich an einen spruch, den ich mal wo gelesen habe:
elvis war einer der besten schauspieler überhaupt, denn er konnte ALLES spielen - einen singenden tiefseetaucher, einen singenden rennfahrer, einen singenden piloten....
"We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
(Nick Tosches)- Übersetzen
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Ich weiß nicht, wie oft ich der ganzen Geschichte hier noch begegnen muss, es wird langsam genauso lästig und nervig wie die "Elvis hat zur Entwicklung der Rockmusik nichts beigetragen, weil er seine Songs nicht selber geschrieben hat"-Geschichte (s. dazu auch: "Elvis hat zur Entwicklung der Rockmusik nichts beigetragen, weil er lediglich schwarze Musiker bestohlen und auf deren Kosten Karriere gemacht hat"). Ein "Argument" so platt und ausgelutscht wie das andere. Das dritte im Bunde ist das "'Elvis hat nur Schrottfilme [sic] gedreht'-Argument".
Sänger (und Sängerinnen natürlich auch) sind Schauspieler. Wer nicht in der Lage ist, aus einem Stück Text - und nichts anderes ist ein Song - die emotionalen Möglichkeiten und Notwendigkeiten herauszulesen, wer nicht das handwerkliche Geschick besitzt, Äußerungen von Emotionen je nach Bedarf abzurufen, mit Leben zu erfüllen und dann wiederum in die Tat umzusetzen, ist kein guter, kein herrausragender Sänger wie Elvis Presley einer war. Das Ganze ist, wie dem/der einen odere anderen vielleicht schon aufgefallen ist, nicht nur die Beschreibung für die Anforderung an und die Tätigkeiten eines Sängers / einer Sängernin, sondern trifft gleichsam auch auf einen Schauspieler / eine Schauspielrein zu.
Zur Behauptung, Elvis habe nur (oder größtenteils) 'Schrottfilme' gedreht: Das stimmt mit Sicherheit nicht. Unter Elvis' 31 Spielfilmen gibt es keinen einzigen, der die Merkmale eines in der Fachsprache als "Trash" bezeichneten Films erfüllen würde. Die Filme müssen nicht zwangsläufig den eigenen Geschmack treffen oder persönliche Ansichten von Filmkultur widerspiegeln. Man kann auch der Ansicht sein, Elvis hätte seine Zeit anders und "besser" verbringen können und wäre mit einer anderen Strategie möglicherweise besser beraten gewesen; dem war aber nicht so und irgendwie muss man ja auch mal in der Lage sein, mit den Gegebenheiten klarzukommen und sie anzuerkennen. Was jedenfalls überhaupt nicht zutrifft, das ist der Verwurf des Trashs.
Ausnahmslos alle Filme erfüllen jeden Standard, was Drehbuch, Darsteller, Regie und Produktion im Allgemeinen eines Unterhaltungsfilms betrifft. Nur weil ein Film nicht Citizen Kane, La Dolce Vita, Spartatcus oder The Graduate ist, ist er noch nicht mittelmäßig und erst recht kein Trash (Vergleiche bringen, wie man sieht, auch in diesem speziellen Falle nicht nur nichts, sondern begründen und fördern vielmehr einen Leidensdruck, der nicht notwendig wäre, betrachtete man die Filme so wie sie und alles auf der Welt es verdient hat: für sich alleine und nicht im Vergleich zu anderen).
Auch Low Budget-Filme wie sie in Elvis' Fall in vielleicht zwei oder drei Fällen gemacht wurden, sind noch lange kein Trash. Es gibt einen Unterschied und der liegt neben der handwerklichen Ausgestaltung wie Kostümen, Maske, Licht, Kamera, Schnitt, Inszenierung/Regie in erster Linie in der Einstellung, die ein Filmemacher seinem Werk entgegenbringt. Ob etwas Trash ist, ist eine mentale Angelegenheit. Und dieses Kriterium erfüllt keiner von Elvis' Filmen, egal ob teuer oder nicht, egal ob in 15 Tagen Wochen abgedreht oder nicht, egal ob im Vergleich (zwangsläufig) kleiner als andere Titel oder nicht: Man wollte zumindest immer einen guten Film machen, und diese Einstellung alleine macht schon einen großen Unterschied zum Trash.
Wie gesagt: Nichts gegen die Vermutung, Elvis sei möglicherweise anders besser gefahren, nichts gegen die Ansicht, dass einige Filme nicht den gewünschten Anforderungen und den enormen Talenten des Hauptdarstellers entprachen, sondern diese vielmehr unberücksichtigt ließen; Schlussendich auch nichts gegen den persönlichen Geschmack eines / einer jeden einzelnen und die Ansicht, Elvis' Filme hätten möglicherweise die Filmkunst der 1960er Jahre nicht großartig voran gebracht oder auch nur beeinflusst, und der eine oder andere Titel sei dann doch eher öde, wonach in diesem Thread ja urspünglich einmal gefragt wurde. Aber gegen die Behauptung, die Filme seien "Schrott" gewesen (egal ob "alle" oder "die meisten") möchte ich mich dann doch verwehren.
Ich würde gerne weiter mit euch diskutieren, aber dieses ist mein 1000. und vorerst letztes Posting in diesem Forum. Zum Abschluss gebe ich euch noch meine persöniche Elvis-Film-Rangliste: Lest sie euch durch, denkt darüber nach, verinnerlicht sie und haltet euch daran.
Vielen Dank!
- Jailhouse Rock (1957)
- Flaming Star (1960)
- King Creole (1958)
- Viva Las Vegas (1964)
- Follow That Dream (1962)
- Loving You (1957)
- G.I. Blues (1960)
- Spinout (1966)
- The Trouble with Girls (1969)
- Love Me Tender (1956)
- Wild in the Country (1961)
- Live a Little, Love a Little (1968)
- Blue Hawaii (1961)
- Girl Happy (1965)
- Speedway (1968)
- It Happened at the World's Fair (1963)
- Stay Away, Joe (1968)
- Kid Galahad (1962)
- Kissin' Cousins (1964)
- Tickle Me (1965)
- Roustabout (1964)
- Change of Habit (1969)
- Easy Come, Easy Go (1967)
- Frankie and Johnny (1966)
- Fun in Acapulco (1963)
- Clambake (1967)
- Harum Scarum (1965)
- Double Trouble (1967)
- Girls! Girls! Girls! (1962)
- Paradise, Hawaiian Style (1966)
(Charro! bleibt unberücksichtigt und ist nicht aufgeführt, da ich ihn als einzigen Film noch nicht mehrfach bis zu Ende gesehen habe.)
Edit: Denjenigen, die es interessiert und die der englischen Sprache entsprechend mächtig sind möchte ich gerne noch den folgenden Artikel eines Freundes von mir ans Herz legen: A Kick Upwards For Elvis' Movies. Viel Freude beim Lesen!Zuletzt geändert von Gast; 31.10.2006, 17:20- Übersetzen
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Sozialromantik mit dem Dampfhammer, einfach herrlich!
Nach dieser einfach gestrickten Logik, verbunden mit dem Totschlagargument, wer Elvis-Filme nicht bedingungslos beklatscht, hat auch kein "Herz" - ergo auch keine Emotionen mehr übrig, verbietet sich jegliche Auseinandersetzung mit dem Oeuvre, da per se Meisterwerke für die Ewigkeit!
Alle, die schlecht über Elvis-Filme herziehen, auf der Stelle antreten, auspeitschen, teeren und federn lassen!
Als Sozialromantiker werde ich natürlich niemanden auspeitschen, teeren und federn!
Auseinandersetzung kann durchaus mit Herz stattfinden. Sollte sogar. Daran fehlt's hier öfter mal.
Und mit einfacher Logik ist die Frage nicht zu beantworten, warum vielen heute ein happy end auf den Keks geht. Und damit offensichtlich auch die Elvisfilme.- Übersetzen
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Ich würde gerne weiter mit euch diskutieren, aber dieses ist mein 1000. und vorerst letztes Posting in diesem Forum. Zum Abschluss gebe ich euch noch meine persöniche Elvis-Film-Rangliste: Lest sie euch durch, denkt darüber nach, verinnerlicht sie und haltet euch daran.
Vielen Dank!
- Jailhouse Rock (1957)
- Flaming Star (1960)
- King Creole (1958)
- Viva Las Vegas (1964)
- Follow That Dream (1962)
- Loving You (1957)
ab 7) fängt der schrott an, ich bleibe dabei. als elvis fan kann man auch an den anderen filmen spass haben, keine frage, aber ein schlechter film bleibt ein schlechter film. ob unterhaltungsfilm oder ein anderes genre, ist da zweitrangig.
hast du ein persönliches limit, dass du die 1000 postings nicht überschreiten darfst oder was?
oder bloß eine neue freundin?
"We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
(Nick Tosches)- Übersetzen
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Ich weiß nicht, wie oft ich der ganzen Geschichte hier noch begegnen muss, es wird langsam genauso lästig und nervig wie die "Elvis hat zur Entwicklung der Rockmusik nichts beigetragen, weil er seine Songs nicht selber geschrieben hat"-Geschichte (s. dazu auch: "Elvis hat zur Entwicklung der Rockmusik nichts beigetragen, weil er lediglich schwarze Musiker bestohlen und auf deren Kosten Karriere gemacht hat"). Ein "Argument" so platt und ausgelutscht wie das andere. Das dritte im Bunde ist das "'Elvis hat nur Schrottfilme [sic] gedreht'-Argument".
Sänger (und Sängerinnen natürlich auch) sind Schauspieler. Wer nicht in der Lage ist, aus einem Stück Text - und nichts anderes ist ein Song - die emotionalen Möglichkeiten und Notwendigkeiten herauszulesen, wer nicht das handwerkliche Geschick besitzt, Äußerungen von Emotionen je nach Bedarf abzurufen, mit Leben zu erfüllen und dann wiederum in die Tat umzusetzen, ist kein guter, kein herrausragender Sänger wie Elvis Presley einer war. Das Ganze ist, wie dem/der einen odere anderen vielleicht schon aufgefallen ist, nicht nur die Beschreibung für die Anforderung an und die Tätigkeiten eines Sängers / einer Sängernin, sondern trifft gleichsam auch auf einen Schauspieler / eine Schauspielrein zu.
Zur Behauptung, Elvis habe nur (oder größtenteils) 'Schrottfilme' gedreht: Das stimmt mit Sicherheit nicht. Unter Elvis' 31 Spielfilmen gibt es keinen einzigen, der die Merkmale eines in der Fachsprache als "Trash" bezeichneten Films erfüllen würde. Die Filme müssen nicht zwangsläufig den eigenen Geschmack treffen oder persönliche Ansichten von Filmkultur widerspiegeln. Man kann auch der Ansicht sein, Elvis hätte seine Zeit anders und "besser" verbringen können und wäre mit einer anderen Strategie möglicherweise besser beraten gewesen; dem war aber nicht so und irgendwie muss man ja auch mal in der Lage sein, mit den Gegebenheiten klarzukommen und sie anzuerkennen. Was jedenfalls überhaupt nicht zutrifft, das ist der Verwurf des Trashs.
Ausnahmslos alle Filme erfüllen jeden Standard, was Drehbuch, Darsteller, Regie und Produktion im Allgemeinen eines Unterhaltungsfilms betrifft. Nur weil ein Film nicht Citizen Kane, La Dolce Vita, Spartatcus oder The Graduate ist, ist er noch nicht mittelmäßig und erst recht kein Trash (Vergleiche bringen, wie man sieht, auch in diesem speziellen Falle nicht nur nichts, sondern begründen und fördern vielmehr einen Leidensdruck, der nicht notwendig wäre, betrachtete man die Filme so wie sie und alles auf der Welt es verdient hat: für sich alleine und nicht im Vergleich zu anderen).
Auch Low Budget-Filme wie sie in Elvis' Fall in vielleicht zwei oder drei Fällen gemacht wurden, sind noch lange kein Trash. Es gibt einen Unterschied und der liegt neben der handwerklichen Ausgestaltung wie Kostümen, Maske, Licht, Kamera, Schnitt, Inszenierung/Regie in erster Linie in der Einstellung, die ein Filmemacher seinem Werk entgegenbringt. Ob etwas Trash ist, ist eine mentale Angelegenheit. Und dieses Kriterium erfüllt keiner von Elvis' Filmen, egal ob teuer oder nicht, egal ob in 15 Tagen Wochen abgedreht oder nicht, egal ob im Vergleich (zwangsläufig) kleiner als andere Titel oder nicht: Man wollte zumindest immer einen guten Film machen, und diese Einstellung alleine macht schon einen großen Unterschied zum Trash.
Wie gesagt: Nichts gegen die Vermutung, Elvis sei möglicherweise anders besser gefahren, nichts gegen die Ansicht, dass einige Filme nicht den gewünschten Anforderungen und den enormen Talenten des Hauptdarstellers entprachen, sondern diese vielmehr unberücksichtigt ließen; Schlussendich auch nichts gegen den persönlichen Geschmack eines / einer jeden einzelnen und die Ansicht, Elvis' Filme hätten möglicherweise die Filmkunst der 1960er Jahre nicht großartig voran gebracht oder auch nur beeinflusst, und der eine oder andere Titel sei dann doch eher öde, wonach in diesem Thread ja urspünglich einmal gefragt wurde. Aber gegen die Behauptung, die Filme seien "Schrott" gewesen (egal ob "alle" oder "die meisten") möchte ich mich dann doch verwehren. (...)
und 
Na endlich! Warum sind nicht mehr Leute in der Lage sich differenzierte Gedanken zu machen????
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ich kann nicht sagen welches der ödeste Film ist - einige fallen einfach in die Kategorie "der leichten Unterhaltung", andere wiederum sind einfach unsinnig - gemeinsam haben alle Filme daß ELVIS PRESLEY im Vorspann stand und das hat gereicht
Off-Topic:
diese Art von Unterhaltungsfilmen haben so manch andere auch gedreht, aber darüber hier zu diskutieren ginge zu weit ins OT- Übersetzen
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prima Posting! mögen irgendwann noch weitere 1000 folgen....Sänger (und Sängerinnen natürlich auch) sind Schauspieler. Wer nicht in der Lage ist, aus einem Stück Text - und nichts anderes ist ein Song - die emotionalen Möglichkeiten und Notwendigkeiten herauszulesen, wer nicht das handwerkliche Geschick besitzt, Äußerungen von Emotionen je nach Bedarf abzurufen, mit Leben zu erfüllen und dann wiederum in die Tat umzusetzen, ist kein guter, kein herrausragender Sänger wie Elvis Presley einer war. Das Ganze ist, wie dem/der einen odere anderen vielleicht schon aufgefallen ist, nicht nur die Beschreibung für die Anforderung an und die Tätigkeiten eines Sängers / einer Sängernin, sondern trifft gleichsam auch auf einen Schauspieler / eine Schauspielrein zu.
Zur Behauptung, Elvis habe nur (oder größtenteils) 'Schrottfilme' gedreht: Das stimmt mit Sicherheit nicht. Unter Elvis' 31 Spielfilmen gibt es keinen einzigen, der die Merkmale eines in der Fachsprache als "Trash" bezeichneten Films erfüllen würde. Die Filme müssen nicht zwangsläufig den eigenen Geschmack treffen oder persönliche Ansichten von Filmkultur widerspiegeln. ...
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Der Herr Professor hat gesprochen ........ .Ich weiß nicht, wie oft ich der ganzen Geschichte hier noch begegnen muss, es wird langsam genauso lästig und nervig wie die "Elvis hat zur Entwicklung der Rockmusik nichts beigetragen, weil er seine Songs nicht selber geschrieben hat"-Geschichte (s. dazu auch: "Elvis hat zur Entwicklung der Rockmusik nichts beigetragen, weil er lediglich schwarze Musiker bestohlen und auf deren Kosten Karriere gemacht hat"). Ein "Argument" so platt und ausgelutscht wie das andere. Das dritte im Bunde ist das "'Elvis hat nur Schrottfilme [sic] gedreht'-Argument".
Sänger (und Sängerinnen natürlich auch) sind Schauspieler. Wer nicht in der Lage ist, aus einem Stück Text - und nichts anderes ist ein Song - die emotionalen Möglichkeiten und Notwendigkeiten herauszulesen, wer nicht das handwerkliche Geschick besitzt, Äußerungen von Emotionen je nach Bedarf abzurufen, mit Leben zu erfüllen und dann wiederum in die Tat umzusetzen, ist kein guter, kein herrausragender Sänger wie Elvis Presley einer war. Das Ganze ist, wie dem/der einen odere anderen vielleicht schon aufgefallen ist, nicht nur die Beschreibung für die Anforderung an und die Tätigkeiten eines Sängers / einer Sängernin, sondern trifft gleichsam auch auf einen Schauspieler / eine Schauspielrein zu.
Zur Behauptung, Elvis habe nur (oder größtenteils) 'Schrottfilme' gedreht: Das stimmt mit Sicherheit nicht. Unter Elvis' 31 Spielfilmen gibt es keinen einzigen, der die Merkmale eines in der Fachsprache als "Trash" bezeichneten Films erfüllen würde. Die Filme müssen nicht zwangsläufig den eigenen Geschmack treffen oder persönliche Ansichten von Filmkultur widerspiegeln. Man kann auch der Ansicht sein, Elvis hätte seine Zeit anders und "besser" verbringen können und wäre mit einer anderen Strategie möglicherweise besser beraten gewesen; dem war aber nicht so und irgendwie muss man ja auch mal in der Lage sein, mit den Gegebenheiten klarzukommen und sie anzuerkennen. Was jedenfalls überhaupt nicht zutrifft, das ist der Verwurf des Trashs.
Ausnahmslos alle Filme erfüllen jeden Standard, was Drehbuch, Darsteller, Regie und Produktion im Allgemeinen eines Unterhaltungsfilms betrifft. Nur weil ein Film nicht Citizen Kane, La Dolce Vita, Spartatcus oder The Graduate ist, ist er noch nicht mittelmäßig und erst recht kein Trash (Vergleiche bringen, wie man sieht, auch in diesem speziellen Falle nicht nur nichts, sondern begründen und fördern vielmehr einen Leidensdruck, der nicht notwendig wäre, betrachtete man die Filme so wie sie und alles auf der Welt es verdient hat: für sich alleine und nicht im Vergleich zu anderen).
Auch Low Budget-Filme wie sie in Elvis' Fall in vielleicht zwei oder drei Fällen gemacht wurden, sind noch lange kein Trash. Es gibt einen Unterschied und der liegt neben der handwerklichen Ausgestaltung wie Kostümen, Maske, Licht, Kamera, Schnitt, Inszenierung/Regie in erster Linie in der Einstellung, die ein Filmemacher seinem Werk entgegenbringt. Ob etwas Trash ist, ist eine mentale Angelegenheit. Und dieses Kriterium erfüllt keiner von Elvis' Filmen, egal ob teuer oder nicht, egal ob in 15 Tagen Wochen abgedreht oder nicht, egal ob im Vergleich (zwangsläufig) kleiner als andere Titel oder nicht: Man wollte zumindest immer einen guten Film machen, und diese Einstellung alleine macht schon einen großen Unterschied zum Trash.
Wie gesagt: Nichts gegen die Vermutung, Elvis sei möglicherweise anders besser gefahren, nichts gegen die Ansicht, dass einige Filme nicht den gewünschten Anforderungen und den enormen Talenten des Hauptdarstellers entprachen, sondern diese vielmehr unberücksichtigt ließen; Schlussendich auch nichts gegen den persönlichen Geschmack eines / einer jeden einzelnen und die Ansicht, Elvis' Filme hätten möglicherweise die Filmkunst der 1960er Jahre nicht großartig voran gebracht oder auch nur beeinflusst, und der eine oder andere Titel sei dann doch eher öde, wonach in diesem Thread ja urspünglich einmal gefragt wurde. Aber gegen die Behauptung, die Filme seien "Schrott" gewesen (egal ob "alle" oder "die meisten") möchte ich mich dann doch verwehren.
Ich würde gerne weiter mit euch diskutieren, aber dieses ist mein 1000. und vorerst letztes Posting in diesem Forum. Zum Abschluss gebe ich euch noch meine persöniche Elvis-Film-Rangliste: Lest sie euch durch, denkt darüber nach, verinnerlicht sie und haltet euch daran.
Vielen Dank!
- Jailhouse Rock (1957)
- Flaming Star (1960)
- King Creole (1958)
- Viva Las Vegas (1964)
- Follow That Dream (1962)
- Loving You (1957)
- G.I. Blues (1960)
- Spinout (1966)
- The Trouble with Girls (1969)
- Love Me Tender (1956)
- Wild in the Country (1961)
- Live a Little, Love a Little (1968)
- Blue Hawaii (1961)
- Girl Happy (1965)
- Speedway (1968)
- It Happened at the World's Fair (1963)
- Stay Away, Joe (1968)
- Kid Galahad (1962)
- Kissin' Cousins (1964)
- Tickle Me (1965)
- Roustabout (1964)
- Change of Habit (1969)
- Easy Come, Easy Go (1967)
- Frankie and Johnny (1966)
- Fun in Acapulco (1963)
- Clambake (1967)
- Harum Scarum (1965)
- Double Trouble (1967)
- Girls! Girls! Girls! (1962)
- Paradise, Hawaiian Style (1966)
(Charro! bleibt unberücksichtigt und ist nicht aufgeführt, da ich ihn als einzigen Film noch nicht mehrfach bis zu Ende gesehen habe.)
Edit: Denjenigen, die es interessiert und die der englischen Sprache entsprechend mächtig sind möchte ich gerne noch den folgenden Artikel eines Freundes von mir ans Herz legen: A Kick Upwards For Elvis' Movies. Viel Freude beim Lesen!
Wie kann man eigentlich aus jedem noch so banalen Thema ein Studienfach machen?
Ich bleibe auch bei meiner Meinung, die Filme sind dümmlicher Schrott, trash as trash can be!- Übersetzen
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Meine Meinung steht fest, bitte irritieren Sie mich nicht mit neuen Tatsachen!- Übersetzen
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Sicherlich sind Gurken darunter, aber die Filme hatten in den 60's ihr Publikum. Es gab keinen Flop, Elvis erfolgreichste Alben während seines Lebens waren einige Soundtracks (Blue HawaiI, GI Blues, Roustabout). Diese Art von Filmen waren damals auch trendy, schaut euch die deutschen Produktionen an.
In der Tat gab es aber auch "sehr" gute Filme von Elvis. King creole, Jailhouse rock, Loving you und Flaming star gefallen mir noch heute sehr gut. Ausserdem bin ich ein Fan "Wild in the country". Das Alternativ Ende würde mich hier sehr interessieren. Change of habit und Love a little zeigen einen sehr modernen interessanten Elvis. Im Jahre 2006 wirken die Filme leider etwas mottig. Das ist aber auch bei einigen Bond Filmen , wie ich kürzlich feststellte.- Übersetzen
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Nicht nur das: Elvis war kein sonderlich guter Schauspieler !
Das muss man doch merken....Oder anders formuliert: Für die Art Filme, die er machte, hat es gerade mal so ausgereicht...
Ich will nicht sagen, dass da nicht ein gewisses Talent vorhanden war.
Aber mit jeder Art von Talent, kommt es darauf an, inwieweit man das auch ausbaut und sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt.
Und genau das hat Elvis nicht getan. Natürlich neigt man als Fan immer dazu, dem gesamten "bösen" Umfeld die Schuld zu geben, warum dieses und jenes nicht geklappt hat. Aber so einfach sollte man es sich auch nicht machen.
Und es waren natürlich eine Vielzahl von dümmlichen Klamaukfilmen dabei.
Das liegt aber auch primär an der Zeit, in der sie produziert wurden.
Damit hat man eben Geld viel verdienen können. Wir wollen doch nicht vergessen, dass es im Show-Business in erster Linie darum geht, viel Kohle zu machen. Und dazu wurde NATÜRLICH auch Elvis benutzt.
Aber wer hier anfängt von großen Filmen mit Elvis' großem Talent zu sprechen, sollte mal darüber nachdenken, wen er denn sonst noch für einen riesen Schauspieler hält...
Das Ganze hat aber nichts damit zu tun, dass ich nicht auch gerne einen Film mit Elvis anschaue....weil ich eben ein Fan bin und, weil ich seine Musik liebe. Dennoch bleibe ich auf dem Teppich, was die Qualität dieser Streifen angeht, und Elvis angeblichem tierischen Talent als Schauspieler......
Meiner Meinung nach müsste der thread heissen: Der oder die wenigen Film(e) von Elvis, die wirklich okay ist / sind....denn öde waren eigentlich die meisten !
Ich würde auch nicht Elvis' großes Talent als Musiker im selben Atemzug mit seiner Schauspielerei nennen. Das ist nun wirklich ein himmelweiter Unterschied.- Übersetzen
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