Welches Verhältnis hatte Elvis zum Rock'n Roll?

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  • Rusty Cage
    Posting-Legende

    • 17.01.2007
    • 5416

    #61
    Wenn ich das so lese... Hauptsache das Kind hat einen Namen.

    Ich wage jetzt mal die These, daß es Rock'n'Roll als Musik gar nicht gegeben hat...für mich steht Rock'n'Roll nur für eine bestimmte Zeit, Mode, Attitüde, was auch immer...Michael Grasberger schrieb weiter vorne das Wort "Lifestyle". Mehr ist das ganze für mich nicht. Es brauchte halt eine Überschrift.
    Elvis: Colonel, ich will unbeding nach Europa!
    Parker: Nee Elvis, dort gibt es nicht so schöne Turnhallen wie hier.

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    • allerteuerste
      Gehört zum Inventar

      • 27.06.2004
      • 3092

      #62
      Zitat von Gilla
      Und was sagst du zum R'n'Roll-Lifestyle, wie Michael es beschrieben hat, den Elvis ja eigentlich gelebt hat? War so ein Verhalten der Traum jeder Schwiegermutter?
      Das ist weniger Elvis alleiniges Ausflippen, das ist schlicht und einfach der meisten Menschen Traum: tun und lassen zu können / dürfen, was einem Spaß macht! Mit der männlichen Traumerweiterung, jedes weibliche Wesen, dass einem gefällt, abzuschleppen und flach zu legen. Ist nicht die Folge von R'n'R, sondern von Genen und Hormonen - umgekehrt wird eher ein Schuh draus.

      Zitat von Gilla
      Kurzum, unser Junge war nicht so angepasst innerhalb von Konventionen, trotz seiner steten Höflichkeit gegenüber Menschen.
      100% angepasst sind die wenigstens, einzig und allein der Grad der sich genommenen Freiheiten, und inwieferne wir aufgrund unseres sozialen Statusses damit durchkommen, unterscheidet uns.

      Nur weil jemand höflich ist, heißt das nicht, dass er nicht den Wunsch nach totaler Freiheit hegt. Ein übrigens in den USA legal erstrebenswerter Wunsch. Wir sollten nicht vergessen, dass dieser vor mehr als 200 Jahren Tausende und Abertausende veranlasste, ein nicht nur räumlich eng gewordenes Europa zu verlassen.

      Und nur weil es Elvis eben möglich wurde, diesen Traum zu leben, ist das kein Grund, seinen im Prinzip anständigen Charakter in Frage zu stellen.
      Im Gegenteil: es erstaunt mich immer wieder, wie gentlemanlike er bei all seiner Population geblieben ist.

      Im Vergleich dazu gab und gibt es wesentlich kurzlebigere, untalentiertere "Sternchen", die die allerschlimmsten Starallüren an den Tag legen.
      "Motorboat! Motorboat! Ruadan tua i nur zur Noat!"

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      • burroughs
        Board-Legende

        • 09.02.2004
        • 56243

        #63
        Jethro Tull & the Who sind HARDrock wo hast du das gsatzl abgeschrieben

        Zitat von allerteuerste
        Mit der männlichen Traumerweiterung, jedes weibliche Wesen, dass einem gefällt, abzuschleppen und flach zu legen.
        Ist nicht die Folge von R'n'R, sondern von Genen und Hormonen..
        und diese tolle studie hast du von deiner busenfreundin alice schwarzer geklaut?
        Zuletzt geändert von burroughs; 15.07.2013, 12:37

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        • Loverdoll
          Gehört zum Inventar

          • 16.01.2010
          • 3945

          #64
          na was sind sie dann , die Grenze zum Heavy Metal
          Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß
          Johann Seume, 1763 - 1810, dt. Schriftsteller

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          • burroughs
            Board-Legende

            • 09.02.2004
            • 56243

            #65
            um das festzustellen müsste man erst mal parameter festlegen an denen man festmacht, wann genau HardRock zu HeavyMetal wird

            gerade the Who sind - für mich persönlich - mehr so eine mischung aus punk und mod (gerade in den ersten jahren)..
            wenn man so will eine etwas *bravere* version der Sex Pistols (wobei die SP fans das sicher komplett anders sehen werden)

            JT sind bzw waren für meinen geschmack schon etwas zu progressiv, um hard rock zu sein..
            und die querflöte gab ihnen dann auch diesen leicht folkigen anstrich .. vom gehampel des bläsers mal ganz abgesehen

            andererseits .. Black Sabbath waren ja auch nicht immer nur Doom
            Zuletzt geändert von burroughs; 15.07.2013, 12:55

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            • Loverdoll
              Gehört zum Inventar

              • 16.01.2010
              • 3945

              #66
              Eben, Heavy Metal ist meist noch aggressiver, bizzarer wenn man so will. Ich mag diese Musik nicht Hardrock dagegen meist schon! Die Grenzen verschwimmen da sicher!
              Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß
              Johann Seume, 1763 - 1810, dt. Schriftsteller

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              • Rusty Cage
                Posting-Legende

                • 17.01.2007
                • 5416

                #67
                Zitat von burroughs
                um das festzustellen müsste man erst mal parameter festlegen an denen man festmacht, wann genau HardRock zu HeavyMetal wird
                ...und genau an diesen Parametern wird es scheitern. Musik ist nicht messbar.
                Elvis: Colonel, ich will unbeding nach Europa!
                Parker: Nee Elvis, dort gibt es nicht so schöne Turnhallen wie hier.

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                • Gilla
                  Board-Legende

                  • 05.02.2007
                  • 14776

                  #68
                  @Allerteuerste

                  Mir musst du das nicht erzählen. Ist alles richtig, was du sagst.

                  Ich habe Mystery Train gemeint, dass Elvis, gerade weil er so "anständig" war, ich denke, das war er, sein ganzes Auftreten als reine Show gesehen habe.

                  Ich bin der Meinung, dass Elvis den Jugendlichen damit signalisiert hat, legt die verstaubten Kleider ab und lasst eure Gefühle raus. Gerade Musik ist da ein Ventil, wo man das am besten kann.

                  Das war in den 50ern schon ein rebellischer Gedanke, vor allem in der weißen Bevölkerung und zeigt auch, dass Elvis eben nicht angepasst war in seinem Denken und wegweisend damit war.
                  *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                  • burroughs
                    Board-Legende

                    • 09.02.2004
                    • 56243

                    #69
                    HM ist bizarrer als HR?
                    HM ist auf jedenfall LAUTER, H ÄRTER, AGGRESSIVER.. aber BIZARR(ER)?
                    [es sei denn, es ist GothicMetal, dann wirds schon mal gern bizarr ]

                    was ist denn (heute noch) bizarr? Bestial War Black Metal? Satanic Death Metal? Marilyn Manson? Alice Cooper? Frank Zappa?
                    die frühen Live-shows von Genesis als Collins noch nicht mal getrommelt hat? Tubular Bells? Death SS?

                    ich hab überall meine favoriten und solche, mit denen ich nix anfangen kann ..
                    im normalfall ist mir auch wurscht, wie die musik-historiker dazu sagen; es muss mich auf irgendeine art und weise ansprechen
                    und mitreissen. das kann das intro von *mama liked the roses* oder *in the ghetto*,
                    genauso aber auch das knistern und prasseln im intro von *in the glare of burning churches sein*
                    Zuletzt geändert von burroughs; 15.07.2013, 13:18

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                    • Loverdoll
                      Gehört zum Inventar

                      • 16.01.2010
                      • 3945

                      #70
                      Zitat von Rusty Cage
                      Wenn ich das so lese... Hauptsache das Kind hat einen Namen.

                      Ich wage jetzt mal die These, daß es Rock'n'Roll als Musik gar nicht gegeben hat...für mich steht Rock'n'Roll nur für eine bestimmte Zeit, Mode, Attitüde, was auch immer...Michael Grasberger schrieb weiter vorne das Wort "Lifestyle". Mehr ist das ganze für mich nicht. Es brauchte halt eine Überschrift.
                      Naja, Rock'n'Roll war eben der Name für eine vollkommen neue "wilde" Musik die sich aus verschiedenen Musikelementen, die bereits da waren, zusammensetzte! Das genau diese Rock'n'Roll Musik von damals auch für Mode, Autos, Frisuren usw. steht, sieht und hört man auf jeden US Car Treffen!......deine These ist mir jetzt nicht so ganz klar
                      Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß
                      Johann Seume, 1763 - 1810, dt. Schriftsteller

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                      • Rusty Cage
                        Posting-Legende

                        • 17.01.2007
                        • 5416

                        #71
                        Zitat von Loverdoll
                        Naja, Rock'n'Roll war eben der Name für eine vollkommen neue "wilde" Musik die sich aus verschiedenen Musikelementen, die bereits da waren, zusammensetzte! Das genau diese Rock'n'Roll Musik von damals auch für Mode, Autos, Frisuren usw. steht, sieht und hört man auf jeden US Car Treffen!......deine These ist mir jetzt nicht so ganz klar
                        Neu war diese Musik nicht, sie war nur plötzlich populär. Und deshalb brauchte sie einen Namen oder Überbegriff...genauso wie es später mit Punk oder Grunge gemacht wurde. Für mich steht nicht die Musik für diesen Begriff, sondern die Mode, das Drumherum, den Zeitgeist. Klar werden die Songs aus dieser Zeit mit dem Begriff definiert, aber es gibt für mich nun mal kein typisches musikalisches Kennzeichen...deshalb habe ich für mich beschlossen, daß es den Rock'n'Roll (als Musikform) nun mal nicht gibt.

                        Aber um beim Thema zu bleiben: Elvis hat diese Mode, diesen Zeitgeist mitkreiert, salonfähig gemacht, personifiziert und ausgelebt und deshalb ist Elvis ganz klar Rock'n'Roll.
                        Zuletzt geändert von Rusty Cage; 15.07.2013, 14:09
                        Elvis: Colonel, ich will unbeding nach Europa!
                        Parker: Nee Elvis, dort gibt es nicht so schöne Turnhallen wie hier.

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                        • King77
                          Board-Legende

                          • 04.08.2007
                          • 14921

                          #72
                          Wenn es diese Musik Art eigentlich nicht gibt, warum haben wir dann einen eigenen Tanz dafür.

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                          • MysteryTrain
                            Posting-Legende

                            • 12.07.2008
                            • 7260

                            #73
                            Zitat von Loverdoll

                            Elvis hat die Tür für viel Sänger und Bands aufgestoßen, ob er sich das jemals bewusst war
                            Ich denke nicht so ganz. Er soll doch sogar mal gesagt haben, dass er sicher schnell vergessen sein wird, da er nichts "Bleibendes" geschaffen hat. Vielleicht war das bewusst etwas tief gestapelt, aber er sah sich selbst sicher nicht als den "King".
                            Zu dem wurde er von seinen Fans gemacht. Elvis gab dem R'n'R ein Gesicht sagt man gerne. Er selbst machte aber nur Musik ohne große Hintergedanken, was er damit losgetreten hat.
                            Zuletzt geändert von MysteryTrain; 15.07.2013, 15:40

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                            • MysteryTrain
                              Posting-Legende

                              • 12.07.2008
                              • 7260

                              #74
                              Zitat von King77
                              Wenn es diese Musik Art eigentlich nicht gibt, warum haben wir dann einen eigenen Tanz dafür.
                              In den 50ern war der R'n'R nun mal die erste und einzige Variante einer "Rock"musik. Diese entwickelte sich dann in unzählige Sparten weiter. Der Begriff "Rock'n'Roll" wird auf viele Sparten angewendet. Man muss denke ich unterscheiden zwischen Rock'n'Roll im ursprünglichen und speziellen Sinn und dem, was sich daraus weiterentwickelt hat.
                              Zuletzt geändert von MysteryTrain; 15.07.2013, 15:36

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                              • Sniper

                                #75
                                Ist ja recht bekannt, Elvis sah sich nie selbst als "King" an, sondern eher Jesus bzw. Gott.
                                Die Furcht vorm Abstieg bzw. baldigem Vergessen nehme ich persönlich ihm ab, insbesondere vor seinem Hintergrund... wenn man von ganz unten kommt, dann bleibt diese Angst wieder abrutschen zu können, wohl doch auch irgendwie tief verwurzelt.

                                Persönlich bin ich kein großer Freund dieses Schubladendenkens wo man Musik(stile) einordnen muss, wenngleich der Mensch natürlich Schubladen liebt, schließlich soll ja alles ordentlich sein...

                                Ich sehe in Elvis immer irgendwie einen URKNALL aus sich selbst heraus... Gottgesegnetes Talent, ein Aussehen welches Frauen wie auch Männer anzusprechen wusste, die richtigen Umstände, die richtige Zeit, eine Portion Glück... da kam eine Menge zusammen, ja doch.
                                Natürlich hat Elvis nichts essentiell NEUES erfunden, aber seine Anziehungskraft war phänomenal, er war gewissermaßen der Sonnenkönig des 20. Jahrhunderts... so Menschen werden vielleicht alle 100 Jahre mal auf die Welt los gelassen.

                                REBELL ist auch so ein großes Wort, persönlich glaube ich ja, Elvis sah sich selbst nicht als Rebellen gegen auch nur irgendetwas an, für ihn war Bewegung auf der Bühne so natürlich wie sonst was. Musik bewirkt meistens den Drang nach Bewegung... und dann gerne auch unkontrolliert, ekstatisch, frei... halt "Stammestänze wie bei schwarzafrikanischen Fruchtbarkeitstänzen", und natürlich ward so ein Lump wie Elvis dann auch als Gefahr betrachtet, denn alles was sich einem System widersetzt, einer gottgegebenen Ordnung, führt zu Unbehagen... wie so viele andere nach ihm auch noch...

                                Wenn man nicht begreift.........,dass Elvis vor allem ein geistiger Führer unserer Generationen war, kann man seine Bedeutung nicht ermessen, geschweige denn die Bedeutung der Musik, die er schuf
                                David Marsh (Herausgeber vom Rolling Stone)

                                Da sind viele unglaubliche Dinge an Elvis aber das am meisten unglaubliche ist seine unzerstörbare Kraft und Energie in einer Welt wo Möchtegern Karrieren genauso verblassen wie Shooting Stars!
                                Newsweek

                                Als ich Elvis das erste mal hörte, da wußte ich dass ich für niemanden arbeiten werde, und dass keiner mein Boss wird.... Ihn das erste mal zu hören war wie von einen Gefängnis auszubrechen.
                                Bob Dylan

                                Er war ein einzigartiger Künstler- ein Original umgeben von vielen Imitaten.
                                Mick Jagger



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