Welches Verhältnis hatte Elvis zum Rock'n Roll?

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  • Gilla
    Board-Legende

    • 05.02.2007
    • 14776

    #31
    King 77: Warum erwähnst du die Homosexualität von Little Richard in dem Zusammenhang?

    Meinst du, die könnten nicht so richtig kräftig rocken?
    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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    • JackWarner

      #32
      Zitat von TheKing
      Aber Elvis war eben vom Livestyle und der Haltung kein Hillybilly Vollblutrocknroller....also es gibt ja eine bestimmte Spezies, die Ur-Rocker quasi, die das ganze zu einem Lifestyle erhoben haben. Und so ein Vollblut Rock'n Roller war Elvis tatsächlich nicht.
      Warum wertest Du das so ab ? Ich höre auch heute noch gerne Rock'n Roll und empfinde das überhaupt nicht als "Vollpfosten-Musik". So in etwa hört sich Dein Statement zumindest an. Aber vielleicht interpretiere ich da jetzt was hinein. Ich finde auch nicht richtig, Elvis da so heraustrennen. Der Otto-Normal-Hörer verbindet in aller erster Linie Elvis damit und viele kriegen da ein sympathisches Grinsen ins Gesicht, wenn man darüber redet. Auch für mich als Fan waren es zuerst die 50er Jahre, mit denen ich in Berührung kam und die mich begeisterten. Was Elvis sonst noch draufhatte, habe ich ja erst mit der Zeit entdeckt.

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      • TheKing
        Board-Legende

        • 19.06.2006
        • 20721

        #33
        Er sagt doch nur, dass mein Klischee vom tattoovierten Motorradrocker auf keinen der damaligen Protagonisten passt. Und das ist ja wahr.
        Ohne Worte!

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        • King77
          Board-Legende

          • 04.08.2007
          • 14921

          #34
          Zitat von Gilla
          King 77: Warum erwähnst du die Homosexualität von Little Richard in dem Zusammenhang?

          Meinst du, die könnten nicht so richtig kräftig rocken?
          Doch warum nicht. Ich erwähnte es weil es nicht so richtig zum steinharten Rocker passt. So wie ihn Sven gerne hätte.

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          • Gilla
            Board-Legende

            • 05.02.2007
            • 14776

            #35
            Aber hallo, da vertust du dich aber....es gibt wie überall so'ne und solche...

            *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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            • TheKing
              Board-Legende

              • 19.06.2006
              • 20721

              #36
              Zitat von JackWarner
              Warum wertest Du das so ab ?
              Ne, ne um Gottes Willen! Ich bin selbst tattooviert und hab es bestialisch krachen lassen, ich werte das nicht ab. Ich glaube nur, dass die richtigen Rock'n Roller Elvis nicht unbedingt als einen der Ihren betrachten, wenn man jetzt nicht nur die Musikrichtung betrachtet sondern dieses ganze Klischee, welches ja auch eine Lebenshaltung beinhaltet. Ein Rebell zum Beispiel wollte Elvis nie sein. Der wollte die Leute unterhalten und Erfolg haben, er hatte keinen gesellschaftspolitischen Auftrag. Er hat eher ein sanftes, positives Gemüt, als einen Revoluzer-Spirit. Er wollte möglichst Niemandem vor den Koffer kacken, einfach unterhalten, den Leuten Spaß bringen, sein Talent ausleben und gutes Geld verdienen. Ich mag das an ihm. Wie ruhig und cool er immer blieb, auch wenn er massiv angefeindet wurde. Ein Rocker hätte die Fuckfinger gezückt und Randale gemacht.

              Aber es stimmt natürlich auch hier: Klischees sind für den Arsch, Verallgemeinerungen nur teilweise sinnvoll.


              Es geht ja um die Frage: " Welches Verhältnis hatte Elvis zum Rock'n Roll ?"

              Wenn wir nur die Musik nehmen, dann bin ich bei all denen, die sagen, dass er diese Musik mit großer Leidenschaft dargeboten hat. Die These, dass er sich dann hinter der Bühne geschüttelt hat, was das für ne Urwaldmusik ist, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich glaube das war eine natürliche Sache für ihn.
              Ohne Worte!

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              • Dark Moon
                Posting-Legende

                • 18.08.2012
                • 6288

                #37
                Der Tanzstil ist pures Dynamit, die Stimme geht nicht mehr besser, eine Ausstrahlung da bleiben all die Anderen sowieso auf der Strecke.....
                Für mich ist Elvis Rock'n Roll PUR!

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                • Gast

                  #38
                  Zitat von Dark Moon
                  Für mich ist Elvis Rock'n Roll PUR!
                  ... eben der " King Of Rock'N'Roll. "

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                  • Gilla
                    Board-Legende

                    • 05.02.2007
                    • 14776

                    #39
                    So stimmt es auch nicht. Wir haben in unserem Bekanntenkreis einige Rock'n'Roller, junge Leute die diese Platten sammeln. Da ist der 50er Elvis voll dabei und ist auch voll anerkannt.

                    Die nehmen ihm eher übel, diese Musik verlassen zu haben . Viele von denen können mit dem späteren Elvis nicht mehr viel anfangen.

                    Das ist mir aber neu, dass Elvis diese Musik als Urwaldmusik bezeichnet hat. Das glaube ich nicht. Er mochte sie doch auch in seiner Plattensammlung.

                    Ich weiß nur, dass der Colonel nicht hinter dieser Musik stand.
                    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

                    Kommentar

                    • TheKing
                      Board-Legende

                      • 19.06.2006
                      • 20721

                      #40
                      Zitat von Gilla

                      Das ist mir aber neu, dass Elvis diese Musik als Urwaldmusik bezeichnet hat.
                      Um Gottes Willen, das hat er nicht. Das war eine Überzeichnung von mir!!! VORSICHT!!!
                      Ohne Worte!

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                      • oliver
                        Gehört zum Inventar

                        • 02.08.2004
                        • 2057

                        #41
                        Ganz so sanft wie es hier dargestellt wird, war er für seine Zeit nicht. Oder filmte die Polizei nur um ein Andenken zu haben?
                        Es ist so wie meistens: Die damalige Zeit wird mit heutigen Maßstäben gemessen.
                        Das funktioniert aber nicht.
                        Zuletzt geändert von oliver; 13.07.2013, 22:18

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                        • JackWarner

                          #42
                          Zitat von TheKing
                          Ne, ne um Gottes Willen! Ich bin selbst tattooviert und hab es bestialisch krachen lassen, ich werte das nicht ab. Ich glaube nur, dass die richtigen Rock'n Roller Elvis nicht unbedingt als einen der Ihren betrachten, wenn man jetzt nicht nur die Musikrichtung betrachtet sondern dieses ganze Klischee, welches ja auch eine Lebenshaltung beinhaltet.
                          Aber irgendwie habe ich diese Assoziation "harter Rock'n Roller" nicht, wenn ich an die 50s denke. Später sprachen die Stars ja auch vom "Rock'n Roll", meinten aber nicht den der 50s. Man erinnere sich an den Spruch "Sex, Drugs & Rock'n Roll". Aber das hat ja wenig mit den prüden 50ern zu tun. Ich will nicht damit sagen, dass es das in den 50s nicht gab, sondern vielmehr, dass das nicht das Aushängeschild des Rock'n Roll war.

                          Der wollte die Leute unterhalten und Erfolg haben, er hatte keinen gesellschaftspolitischen Auftrag. Er hat eher ein sanftes, positives Gemüt, als einen Revoluzer-Spirit. Er wollte möglichst Niemandem vor den Koffer kacken, einfach unterhalten, den Leuten Spaß bringen, sein Talent ausleben und gutes Geld verdienen.
                          Auf jeden Fall. Er fand es ja selber lächerlich, dass er zu etwas stilisiert wurde, das von ihm gar nicht beabsichtigt war. Er war im Grunde ein harmloser Junge, der einfach nur Musik machen wollte. Man hat jedmöglichen Mist in seine Bewegungen und in sein Auftreten hineininterpretiert. Aber am Ende nutzt man sowas auch, wenn vielleicht unbewusst. Denn ein schlechtes Image ist immer noch besser, als gar keins.

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                          • MysteryTrain
                            Posting-Legende

                            • 12.07.2008
                            • 7260

                            #43
                            Zitat von oliver
                            Ganz so sanft wie es hier dargestellt wird, war er für seine Zeit nicht. Oder filmte die Polizei nur um ein Andenken zu haben?
                            Die Polizei filmte nicht, weil Elvis zu "wild" war, sondern das hatte v.a. politische Gründe. Konservative und religiöse Kreise (die in den USA große Macht und Einfluss besitzen) sahen im Rock'n'Roll eine politische Gefahr. Sie waren der Meinung, damit würde dem Kommunismus Tür und Tor geöffnet. - Vergesst nicht: Es war Kalter Krieg und die Gefahr eines 3. Weltkriegs war zum Greifen nah (Kubakrise).
                            Dazu mischten sich noch die bekannten rassistischen Aspekte ("Negermusik" usw.).
                            Wenn man den Rock'n'Roll auch als Lebensgefühl versteht, als Mittel zur Revolte gegen bestehende politische und gesellschaftliche Strukturen, dann waren sie bei Elvis an der völlig falschen Adresse. Elvis war in der öffentlichkeit völlig unpolitisch. Seine private Einstellung war ja auch eher konservativ. Ein wildes Leben wie z.B. das eines Jerry Lee Lewis, wäre für Elvis undenkbar gewesen. Er wird von allen als sehr angenehm, höflich und zurückhaltend geschildert, jemand, der immer brav "Mam" und "Sir" sagte.
                            Für Elvis war der Rock'n'Roll nichts weiter als Musik. Der Colonel hingegen sah sehr wohl die Chance, damit auf den aktuellen Hype aufspringen zu können, ihn kommerziell zu nutzen, aber ohne dass Elvis in irgendeiner Weise Schwierigkeiten mit dem gesetz o.ä. bekommt.
                            Von manchen wurde er aber in 1 Topf geworfen mit solchen, die das Lebensmotto "Sex, Drugs and Rock'n'Roll" wörtlich nahmen.
                            Insofern war Elvis sozusagen ein "Trittbrettfahrer" des Rock'n'Roll. Er mochte die Musik, gar keine Frage, aber alles drumherum interessierte ihn nicht und durfte ihn auch nicht interessieren - zumindest in der Öffentlichkeit.
                            Zuletzt geändert von MysteryTrain; 14.07.2013, 07:01

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                            • King77
                              Board-Legende

                              • 04.08.2007
                              • 14921

                              #44
                              Sex, Drugs And Rock'n Roll war ein typischer Begriff der 60ér Jahre.Er wurde von diversen Rock Bands Mitte der 60ér Jahre geprägt .Mit den 50ér Jahren hat dieser Spruch nichts zu tun.
                              Auch verwechseln manche Leute immer R+R mit Rock Musik.
                              z.B wenn die Stones als größte R+R Band bezeichnet werden auch wenn sie so gut wie keine R+R Songs aufgenommen haben. Von einigen Chuck Berry Cover Versionen mal abgesehen. Aber hier wird die Musik Art R+R mit dem Lebensgefühl Rockmusic in einen Topf geworden.
                              Dazu kommt dass viele Fans den waren Menschen u. das Image eines Musikers nicht trennen können u. deshalb schon zu falschen Schlussfolgerungen kommen müssen. Aber so funktioniert nun mal das Show Geschäft.

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                              • MysteryTrain
                                Posting-Legende

                                • 12.07.2008
                                • 7260

                                #45
                                Zitat von King77
                                Dazu kommt dass viele Fans den waren Menschen u. das Image eines Musikers nicht trennen können u. deshalb schon zu falschen Schlussfolgerungen kommen müssen. Aber so funktioniert nun mal das Show Geschäft.
                                Und genau dort setzte das Erfolgskonzept von Colonel Parker an. Elvis sollte sehr wohl den damaligen R'n'R Hype bedienen, aber keine persönlichen Angriffspunkte bieten, an denen man ihn hätte fertigmachen können. Und es sollte immer ein Hintertürchen offen bleiben für den Fall, dass die Zeit des R'n'R vorbei geht.
                                Spätestens als z.B. Jerry Lee Lewis seine 13jährige Cousine heiratete, war für ihn die große Karriere erstmal vorbei. Elvis blieb so etwas erspart, weil er zum einen vom Charakter her gar kein "Bad Boy" war, und auf der anderen Seite der Colonel dafür sorgte, dass sein Image "sauber" blieb.

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