Welches Verhältnis hatte Elvis zum Rock'n Roll?

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  • Dark Moon
    Posting-Legende

    • 18.08.2012
    • 6288

    #46
    Sorgte der Colonel tatsächlich so sehr für das saubere Elvis Image?

    Kommentar

    • michael grasberger
      Posting-Legende

      • 16.02.2006
      • 9974

      #47
      Zitat von King77
      Auch verwechseln manche Leute immer R+R mit Rock Musik.
      hurra, ich hab schon geglaubt, ich bin der einzige, der das unterscheiden kann.

      "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
      (Nick Tosches)

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      • JackWarner

        #48
        Zitat von Dark Moon
        Sorgte der Colonel tatsächlich so sehr für das saubere Elvis Image?
        Was heisst "sorgen" ? Das, was seiner Karriere genützt hat, wird er gutgeheissen haben, und was nicht, eben nicht. Das ist doch völlig klar, dass das Image, solange ein gutes ist, solange Geld reinkommt.

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        • Gilla
          Board-Legende

          • 05.02.2007
          • 14776

          #49
          Zitat von MysteryTrain
          Wenn man den Rock'n'Roll auch als Lebensgefühl versteht, als Mittel zur Revolte gegen bestehende politische und gesellschaftliche Strukturen, dann waren sie bei Elvis an der völlig falschen Adresse. Elvis war in der öffentlichkeit völlig unpolitisch. Seine private Einstellung war ja auch eher konservativ. Ein wildes Leben wie z.B. das eines Jerry Lee Lewis, wäre für Elvis undenkbar gewesen. Er wird von allen als sehr angenehm, höflich und zurückhaltend geschildert, jemand, der immer brav "Mam" und "Sir" sagte.
          Mit dem Rock'n'Roll wurde aber auch eindeutig gegen das prüde Bürgertum, gegen enge Moralvorstellungen und verkrustete gesellschaftliche KOnventionen angegangen.

          Dass Elvis das alles trotz erheblichem Gegenwind damals "ausgehalten", nein regelrecht angeheizt hat, spricht eben nicht für den braven, angepassten Sohn seiner Mutter, sondern hatte ganz klar etwas rebellisches.

          Wenn er brav und konservativ war (hört sich irgendwie bisschen deppert an, der Hillbilly aus den Bergen von Tennessee kommt in die Großstadt...), wäre er sicherlich ganz bestürzt über diese Zeitungsmeldungen gewesen:

          "Elvis Presley will have to clean up his show - or go to jail" und der Musikkritiker O'Brian charakterisierte seine Musik als "einen furchtbaren, populären Twist zur Zurschaustellung des Fruchtbarkeitstamtams des dunkelsten Afrikas".

          Oder Frank Sinatra: Der R'n'Roll riecht unecht und falsch. Er wird zum größten Teil von schwachsinnigen, idiotischen Wiederholungen geprägt und mit seinen hinterhältigen, lüsternen, tatsächlich schmutzigen Texten schafft er es, die Marschmusik jedes Straftäters mit Koteletten auf dieser Welt zu sein. Er ist die brutalste, hässlichste, verzweifeltste, verwerflichste Ausdrucksform, die zu hören mein Unglück war"...


          Das muss man sich mal vorstellen, in dem Umfeld bewegte sich Elvis. Das war eine enorme Herausforderung für ihn, und ich bin voll der Meinung, da hatte er nicht nur die Dollars in den Augen, sondern da kämpfte er sich einfach durch, war überzeugt, dass das richtig ist, was er machte und ebenso wie er diese Musik auf der Bühne darstellte. Punkt...
          Zuletzt geändert von Gilla; 14.07.2013, 09:37
          *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

          Kommentar

          • michael grasberger
            Posting-Legende

            • 16.02.2006
            • 9974

            #50
            elvis hat den rock & roll lifestyle miterfunden und personifiziert.
            er war nachtaktiv, 10 jahre lang auf speed, hat massenweise frauen vernascht usw.
            aber gut, wen das jemand nicht kapiert, auch egal. man kann auch nicht einem blinden erklären, wie farben aussehen.

            "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
            (Nick Tosches)

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            • MysteryTrain
              Posting-Legende

              • 12.07.2008
              • 7260

              #51
              Der entscheidende Punkt ist: Elvis dachte sich nichts dabei, was er da auslöste. Für ihn war die Musik etwas völlig Normales und Natürliches. Er ging nicht auf die Bühne mit dem Ziel, die Jugend aus ihren auferlegten Zwängen zu befreien oder sonst irgendwelche revolutionären Taten zu vollbringen. Dieses Image bekam er ganz automatisch von der medialen Öffentlichkeit auferlegt. Es entsprach aber nicht dem, was er war.
              Was die Jugend mit Hilfe seiner Musik (und der anderer) dann gemacht hat, ist eine völlig andere Geschichte. Elvis lieferte ausschließlich die Musik - ohne jeden Hintergedanken. Ein Revolutionär war er wirklich nicht, allerhöchstens ein unfreiwilliger. Sein von der Presse auferlegte Image war die "Revolution", nicht er als Person.
              Dass Elvis in Wirklichkeit ein eher schüchterner, zurückhaltender und sehr höflicher guter Junge war, interessierte die Presse damals nicht. Bis zu einer gewissen Grenze nutzte Colonel Parker dieses Image aus, sorgte aber dafür, dass Elvis als Person dabei unbeschadet blieb. Er ließ sogar Buttons produzieren mit "I hate Elvis", weil ihn auch das zum Gespräch machte, nach dem Motto: Egal, wie sie übder dich reden, Hauptsache, sie reden über dich".
              Zuletzt geändert von MysteryTrain; 14.07.2013, 09:59

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              • MysteryTrain
                Posting-Legende

                • 12.07.2008
                • 7260

                #52
                Zitat von Dark Moon
                Sorgte der Colonel tatsächlich so sehr für das saubere Elvis Image?
                Das brauchte er meistens gar nicht, weil das Elvis durch sein "anständiges" Verhalten schon selbst machte.
                Wie ich schon schrieb: Der Colonel nutzte das Image des "Bad Boy" (der Elvis aber gar nicht wahr) genialst aus. Beispiel Ed Sullivan Show: Der böse, unanständige und aufrührerische Elvis singt von der Hüfte aufwärts gefilmt "Peace in the Valley" - Das ist doch im Prinzip Satire auf höchstem Niveau

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                • Gilla
                  Board-Legende

                  • 05.02.2007
                  • 14776

                  #53
                  Und was sagst du zum R'n'Roll-Lifestyle, wie Michael es beschrieben hat, den Elvis ja eigentlich gelebt hat? War so ein Verhalten der Traum jeder Schwiegermutter?

                  Kurzum, unser Junge war nicht so angepasst innerhalb von Konventionen, trotz seiner steten Höflichkeit gegenüber Menschen.

                  Elvis war ein komplexer Typ, den man eh kaum irgendwie einordnen konnte. Das machte ihn ja so interessant und auch rätselhaft.
                  *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                  • MysteryTrain
                    Posting-Legende

                    • 12.07.2008
                    • 7260

                    #54
                    Wo Elvis "unangepasst" war, war es meist gesteuert und ganz bewusst eingesetzt. Das schrieb ich doch bereits mehrmals: Bis zu einem gewissen Grad nutzten Elvis und der Colonel das "Bad Boy" Image, das Elvis anhaftete - aber NICHT um die Welt zu verändern, sondern einzig und allein aus kommerziellen Gründen - um seine Karriere voranzutreiben. Irgendwann verprügelte Elvis mal (angeblich) einen Tankwart, der ihn blöd angemacht hatte. Dieser Vorfall wurde natürlich von den Medien genüsslich ausgeschlachtet bis ins Detail.
                    Aber gab es solche Vorfälle öfters? Ich denke nicht.

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                    • michael grasberger
                      Posting-Legende

                      • 16.02.2006
                      • 9974

                      #55
                      Zitat von MysteryTrain
                      Ein Revolutionär war er wirklich nicht,
                      das hat auch niemand behauptet.
                      du hast noch immer nicht den unterschied zwischen einem (gefühlsmäßigen) rebellen und einem (politisch motivierten) revolutionär verstanden. das sind 2 völlig verschiedene dinge, die gemeinsam in einem menschen auftreten können aber nicht müssen.

                      "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                      (Nick Tosches)

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                      • TheKing
                        Board-Legende

                        • 19.06.2006
                        • 20721

                        #56
                        Meiner Meinung nach entspringt die Rockmusik aus dem Rock'n Roll, oder sehe ich dies komplett falsch?
                        Ohne Worte!

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                        • burroughs
                          Board-Legende

                          • 09.02.2004
                          • 56243

                          #57
                          hmm.. jein. da hat schon auch der blues seine finger mit drin.
                          sagen wir es mal so: ohne rock'n'roll hätt's die rockmusik wohl kaum gegeben

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                          • TheKing
                            Board-Legende

                            • 19.06.2006
                            • 20721

                            #58
                            Blues ist ja schon in den Rock'n Roll mit eingeflossen, das hat ja Elvis selbst erklärt im NBC Special. Also ich bin kein großer Experte was die Entwicklung von Musik betrifft, aber nach meinem landläufigen Verständnis ist die Rockmusik eine Entwicklung aus dem Rock'n Roll, wenn man diese Dinge überhaupt so festlegen muss und kann. Für mich beginnt die Geschichte der Rockmusik mit dem Rock'n Roll. Dann gibt es irgendwann die ganzen Unterarten wie Folkrock, Hardrock oder was die Beatles gemacht haben, oder die Stones usw....also "it sprang from that!" Rock'n Rollmusic is basically Country, Gospel and Rythm and Blues....oder so...oder?
                            Ohne Worte!

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                            • burroughs
                              Board-Legende

                              • 09.02.2004
                              • 56243

                              #59
                              naja, nur weil elvis das vor laufender kamera so zusammengestottert hat ist das noch keine musik-historisch korrekte abhandlung

                              und welcher rock-musiker nun von welchem musiker vor ihm beeinflusst war, lässt sich auch nicht immer klar nachvollziehen
                              (noch nicht einmal von den betreffenden musikern selber)

                              [folkrock.. war folk auch rock? durfte folk überhaupt rocken? was sagt Mr Grasberger dazu ]

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                              • Loverdoll
                                Gehört zum Inventar

                                • 16.01.2010
                                • 3945

                                #60
                                Folk Rock ist eine Mischform von Folk Musik und den unterschiedlichsten Spielarten des Rock. Wichtigster Interpret bei der Entstehung des Folk Rock war Bob Dylan, weitere.... Buffalo Springfield, The Byrds, Crosby,Stills, Nash&Young usw


                                Nochmals zum R'nR' : der Begriff Rock'n Roll wurde in den 50ern von einem Rundfunk DJ namens Alan Freed eingeführt und war der Begriff für eine explosive musikalische Mischung aus schwarzen Rhythm&Blues und weißem Country! Der Einfluss des R'&R' auf die populäre Musik war so überwältigend, das mit ihm die Geschichte des Rock beginnt!

                                Maßgeblich beteiligte Interpreten Elvis Presley, Bill Haley, Chuck Berry,Fats Domino, Buddy Holly und natürlich viele andere die heute kaum wer kennt!



                                .....Hardrock ist ein Rockstil seit Ende der 60er Jahre, er zeichnet sich aus durch eine hohe Lautstärke, die Dominanz des Sängers und der zumeist stark verzerrten Gitarren, auch oft eine gewisse Aggressivität!
                                Interpreten AC/DC, Deep Purple, Jethro Tull, The Who usw.

                                auch andere Rockformen wie Psychedelic Rock, Glitter Rock, Counrty Rock kann man nicht mit den 50er Jahre R'nR' vergleichen, der aber der Ursprung dessen war, was sich so alles danach, in Sachen Rock, entwickelt hat!

                                Elvis hat die Tür für viel Sänger und Bands aufgestoßen, ob er sich das jemals bewusst war
                                Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß
                                Johann Seume, 1763 - 1810, dt. Schriftsteller

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