Diese Einstellung ist völlig okay, aber dann sollte man es sich konsequenterweise gar nicht erst antun, Hintergrundinformationen zu lesen, die dazu geeignet sind, die eine oder andere Illusion zu zerstören oder gar den Genuss an sich zu verhageln, wenn man sowas nicht verkraften kann.
Michael hat auch wesentlich spätere Werke von Elvis schon besprochen, ohne das Thema zu erwähnen. In seinem Artikel über die "Good Times" im letzten Heft (zweieinhalb Jahre nach "Now" aufgenommen) wirst Du die Worte "Drogen", "Medikamente", "Pillen" o.ä. kein einziges Mal lesen, obwohl Elvis da noch dichter war als 1971. Elvis stand bereits seit den Aufnahmen zu "Elvis Is Back" 1960 bei jeder Session unter Medikamenteneinfluss, doch niemals hat Michael das Thema Drogen auch nur ansatzweise erwähnt. Er hat es in diesem speziellen Fall nur deshalb getan, weil es bei diesen Aufnahmen zum ersten Mal hörbar war, weil Elvis' Arbeit zum ersten Mal spürbar darunter gelitten hat. Wenn das der Fall ist und dann auch noch anhand konkreter Anhaltspunkte begründet wird, spricht nichts dagegen, es auch zu erwähnen. Ja, es wäre sogar unehrlich, so zu tun, als sei alles noch genauso in Butter wie wenige Monate zuvor, wo man es Elvis halt nicht an seiner Leistung anmerkte.
Das ist zutreffend. Er steht der Person aber auch nicht ablehnend gegenüber, wie oft behauptet wird, sondern lediglich gleichgültig. Für ihn zählt nur die Kunst; diese ist es, was wir auf den Aufnahmen hören. Und darum geht es in den Besprechungen.
Wo steht denn, dass man zwingend auch ein "Fan" eines Menschen sein muss, nur weil einen seine Kunst berührt? Michael vertritt halt die Ansicht, dass man sich mit seiner Art von Einstellung Enttäuschungen erspart, wenn man feststellen muss, dass Mensch und Werk nicht immer unbedingt im Einklang miteinander stehen. Deshalb kann er mit Elvis' Schattenseiten auch so locker umgehen. Wenn morgen herauskäme, dass Elvis ein Mörder oder ein Kinderschänder war, wäre ihm das völlig egal und er hätte weiterhin die gleiche Freude an seinen Platten, während die meisten anderen Fans dann wohl die Enttäuschung ihres Lebens verkraften müssten. Andere blenden die negativen Seiten lieber aus, weil es ihren Kunstgenuss trübt, und reagieren auf die bloße Erwähnung dieser Dinge dann so wie Du. Er hingegen kann mit seiner Einstellung Elvis' Musik auch im vollen Bewusstsein der Tatsache, dass Elvis am Ende als Drogenwrack starb, ungetrübt genießen, eben weil es ihm einfach egal ist. Außerdem kann er nicht nachvollziehen, wie man ein Bewunderer eines Menschen sein kann, den man noch nicht einmal kennt. Jegliche Verehrung der Person trifft in seinen Augen ein Trugbild, eben weil man den Menschen nicht kennt, weil dieser Mensch gar nicht greifbar ist. Das führt seiner Ansicht nach zwangsweise zum Selbstbetrug mit den allseits bekannten Folgen. Beschränkt man sich mit seiner Bewunderung hingegen auf das Werk, hat man etwas Echtes, etwas Greifbares und braucht sich auch nichts vorzumachen, denn die Musik ist so, wie man sie hört. Ob Elvis persönlich so war, wie man glaubt oder gerne glauben möchte, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Wie gesagt, das ist seine Ansicht; ich wollte die hier nur noch einmal erläutern, auch wenn er das zu seiner Zeit hier selber sicher schon getan hat. Ich will nicht sagen, dass ich die Ansicht teile oder dass andere sie teilen sollten, aber man sollte sie akzeptieren. Außerdem kann man dem Artikel immer noch jede Menge Wissenswertes entnehmen, wenn man in der Lage ist, über diesen einen Halbsatz hinwegzulesen. Sowas muss man bei einem Artikel, der über 10 ganze Seiten geht und vollgestopft ist mit Informationen, irgendwie wegstecken können. Zumal es ja nichts Neues ist, dass Elvis zu dem Zeitpunkt anfing, die Kontrolle über seinen Medikamentenkonsum zu verlieren. Dann darf ein Musikfreund auch mal erwähnen, dass das langsam aber sicher auch hörbar wird.
Nur zum Verständnis, man kann seine Musik in der Zeit kritisieren, aber warum das Thema immer wieder aufs Trapez bringen ?
Michael ist bestimmt ein großer Fan seiner Musik, aber nicht seiner Person.
Wo steht denn, dass man zwingend auch ein "Fan" eines Menschen sein muss, nur weil einen seine Kunst berührt? Michael vertritt halt die Ansicht, dass man sich mit seiner Art von Einstellung Enttäuschungen erspart, wenn man feststellen muss, dass Mensch und Werk nicht immer unbedingt im Einklang miteinander stehen. Deshalb kann er mit Elvis' Schattenseiten auch so locker umgehen. Wenn morgen herauskäme, dass Elvis ein Mörder oder ein Kinderschänder war, wäre ihm das völlig egal und er hätte weiterhin die gleiche Freude an seinen Platten, während die meisten anderen Fans dann wohl die Enttäuschung ihres Lebens verkraften müssten. Andere blenden die negativen Seiten lieber aus, weil es ihren Kunstgenuss trübt, und reagieren auf die bloße Erwähnung dieser Dinge dann so wie Du. Er hingegen kann mit seiner Einstellung Elvis' Musik auch im vollen Bewusstsein der Tatsache, dass Elvis am Ende als Drogenwrack starb, ungetrübt genießen, eben weil es ihm einfach egal ist. Außerdem kann er nicht nachvollziehen, wie man ein Bewunderer eines Menschen sein kann, den man noch nicht einmal kennt. Jegliche Verehrung der Person trifft in seinen Augen ein Trugbild, eben weil man den Menschen nicht kennt, weil dieser Mensch gar nicht greifbar ist. Das führt seiner Ansicht nach zwangsweise zum Selbstbetrug mit den allseits bekannten Folgen. Beschränkt man sich mit seiner Bewunderung hingegen auf das Werk, hat man etwas Echtes, etwas Greifbares und braucht sich auch nichts vorzumachen, denn die Musik ist so, wie man sie hört. Ob Elvis persönlich so war, wie man glaubt oder gerne glauben möchte, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Wie gesagt, das ist seine Ansicht; ich wollte die hier nur noch einmal erläutern, auch wenn er das zu seiner Zeit hier selber sicher schon getan hat. Ich will nicht sagen, dass ich die Ansicht teile oder dass andere sie teilen sollten, aber man sollte sie akzeptieren. Außerdem kann man dem Artikel immer noch jede Menge Wissenswertes entnehmen, wenn man in der Lage ist, über diesen einen Halbsatz hinwegzulesen. Sowas muss man bei einem Artikel, der über 10 ganze Seiten geht und vollgestopft ist mit Informationen, irgendwie wegstecken können. Zumal es ja nichts Neues ist, dass Elvis zu dem Zeitpunkt anfing, die Kontrolle über seinen Medikamentenkonsum zu verlieren. Dann darf ein Musikfreund auch mal erwähnen, dass das langsam aber sicher auch hörbar wird.


Das sind doch einfach Plattitüden, wenn einem sonst nichts einfällt.









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