Ihr als Elvis Manager....

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  • gast-20090609

    #136
    Zitat von Linda JnB
    Aber was soll's.....das war halt keine "Arbeit" im Sinne von unserem tägl. Arbeitstag und daher hat er ja auch nicht viel "gearbeitet"..
    Natürlich nicht. Dafür hörte sein "Arbeitstag" ja auch nicht um 18.00 Uhr auf. Wenn ich - mit ein bisschen Glück - um 18.00 Uhr aus dem Büro falle und mich abends in den Biergarten setze, bin ich Privatperson. Dabei ist es auch relativ schnuppe, wie ich dabei aussehe, mit wem ich unterwegs bin u. wie ich mich gebe. Ich bin auch alles andere als ein SUPERSTAR.

    Wäre ich das, wäre ich beinahe pausenlos im Einsatz, und zwar nicht nur die 1 Stunde auf der Bühne. Es ist doch reichlich kurz gedacht, dass es reicht, einfach ein wirklich guter Sänger zu sein, um einen Status à la Elvis zu erreichen - es hilft, aber es reicht sicher nicht.

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    • gast-20090521

      #137
      Zitat von gast-20080904
      Zumindest für meine Begriffe musste Elvis genauso ums "Überleben" kämpfen wie jeder andere. Er tat es lediglich auf einem hören Niveau.
      Ja, auf dem Niveau, dass er sich - im Gegensatz zu den meisten anderen Profimusikern - keine Gedanken mehr machen musste, ob er seine nächste Miete und Mahlzeit bezahlen kann. Und das nimmt einem mindestens schon mal 50% des Drucks von den Schultern.

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      • gast-20090521

        #138
        Zitat von Quitschy
        Aus meiner Sicht war mit Parkers Spielsucht und folglichen Geldnöten alles verloren. Da ging es nicht mehr um Elvis, nur noch um Einnahmen.
        :traurig:
        Parker war schon in den 40er Jahren ein Spieler, lange bevor er Elvis kannte. Dennoch hatte er es vor Elvis bereits zu einem stattlichen Reichtum gebracht, war immerhin Manager einiger der erfolgreichsten Country-Acts der Szene. Er hat nie auf großem Fuß gelebt, war immer sparsam, sein einziger "Luxus" war die Spielerei. Gestorben ist er als sehr, sehr reicher Mann, obwohl er nach Elvis nie wieder einen Künstler gemanagt hat. Das alles zeigt eindeutig, dass Parker - trotz gelegentlicher Spielerei - ganz sicher nie unter Geldnot gelitten hat. Dass Elvis Parkers Spielschulden abarbeiten musste, ist ein Ammenmärchen erster Güteklasse.

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        • gast-20090521

          #139
          Zitat von Blues Boy
          Aber nur weil Steve Binder auf ihn eingeredet hat. Von alleine wäre da nichts passiert.
          Woher der Anstoß kam, ist doch egal. Aber es war Elvis, der die Nummer bei Parker durchdrücken musste, und nicht Binder.

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          • gast-20090521

            #140
            Zitat von gast-20080904
            Er war ein guter Promoter mit Hang zum Genialen, aber ein schlechter Manager.
            Wenn "schlechter Manager" heißt, dass er sich nicht in die künstlerischen Belange eingemischt hat, dann ja. Allerdings vertrete ich die Ansicht, dass ein Künstler, der sich von seinem Manager erklären lassen muss, wie man Musik macht, die Berufsbezeichnung "Künstler" nicht verdient hat. Diesen ganzen Retortenstars ohne Substanz muss man vielleicht sagen, was sie zu singen haben, aber einem Elvis Presley ganz sicher nicht.

            Er verstand nichts von Elvis Presley, er wusste nicht, was er da in der Hand hatte, außer, dass es ihm Geld bringen würde - wie eben auch tanzenden Kanarienvögel, Riesen-Hotdogs ...
            Ich sehe es genau anders: Er wusste als erster, vor allen anderen, welches Potential Elvis wirklich hatte. Und er wusste es auch besser - wesentlich besser als ein Sam Philipps, ohne dessen Verdienste schmälern zu wollen. Dass Parker immer wieder gerne in die Rummelplatz-Trickkiste gegriffen hat, mag ja zutreffen, aber falsch war das offenbar nicht, wie der Erfolg beweist.

            Für ihn machte es keinen Unterschied - und das ist das Tragische. Er hatte eine Attraktion, wusste aber nicht damit umzugehen und die Sache zu überblicken und zu leiten (das ist die eigentliche Bedeutung von "manage"). Er verbrannte Elvis in einigen sehr guten Promotion-Aktionen, aber mehr war nicht drin. Keine Substanz.
            Die Substanz ist der Künstler, die hat von diesem zu kommen, nicht vom Manager. Dessen Aufgabe ist es lediglich, diese Substanz gewinnoptimiert an den Mann zu bringen. Und da kann man Parker nun wirklich keinen Vorwurf machen. Er hat für Elvis die besten Deals der Branche ausgehandelt, und das sogar schon lange bevor Elvis eine große Nummer war.

            Ja, ich denke auch, dass Parker einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Künstler sind Pulverfässer, und Parker hat die Lunte einfach zu lange brennen lassen, weggeschaut - und sich am Ende noch über den großen Knall gefreut, weil er davon profitieren konnte.
            Wenn Du damit unterstellen willst, dass Parker sich über Elvis' Tod gefreut hat, weil dieser das Geschäft noch einmal richtig ankurbelte, dann ist das schon starker Tobak und obendrein eine durch nichts belegte Vermutung. Klar kam es durch Elvis' Tod noch einmal zu einem Boom, aber der war kurzfristig. Ein lebender Elvis hätte auf jeden Fall mehr Gewinn generiert.

            Ich hätte auch - anders als Parker - Kontrolle abgegeben, Elvis nicht dermaßen isoliert, dafür gesorgt, dass er mit entsprechenden Leuten zusammenkommt, sich austauscht, ein - soweit möglich - soziales Leben führt, ordentliche PR betrieben, ihn zu Oscar-Verleihungen und sonstigen Events gebracht, einfach, um ihm ne Chance zu geben, seinen alles überschattenden Ruhm ein bisschen zu relativieren.
            Das ist jetzt ein Widerspruch. Einerseits schreibst Du, Du hättest an Parkers Stelle Kontrolle abgegeben, und einen halben Satz weiter legst Du dar, dass Du eigentlich noch mehr Kontrolle ausgeübt hättest durch massive Einmischungen in Elvis' Lebensführung. Was denn nun?

            Außerdem hat nicht Parker Elvis isoliert, das hat dieser schon selber getan.
            Zuletzt geändert von Gast; 17.07.2008, 13:18

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            • gast-20110818

              #141
              Zitat von MusicMan
              Die Substanz ist der Künstler, die hat von diesem zu kommen, nicht vom Manager. Dessen Aufgabe ist es lediglich, diese Substanz gewinnoptimiert an den Mann zu bringen. Und da kann man Parker nun wirklich keinen Vorwurf machen. Er hat für Elvis die besten Deals der Branche ausgehandelt, und das sogar schon lange bevor Elvis eine große Nummer war.
              Das hört sich immer so an, als ob Elvis mit seiner Karriere stets zufrieden war und nichts lieber machte, als zwischen künstlichen Palmen Bikini-Nixen anzuträllern.
              Er war es aber nicht, sondern sah sich von Parker in eine gewisse Sparte geschubst.
              Ich bleibe dabei: Die Marke "Elvis Presley" dirigierte Parker im Wesentlichen.

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              • gast-20090521

                #142
                Zitat von ReconsiderBaby
                Natürlich nicht. Dafür hörte sein "Arbeitstag" ja auch nicht um 18.00 Uhr auf. Wenn ich - mit ein bisschen Glück - um 18.00 Uhr aus dem Büro falle und mich abends in den Biergarten setze, bin ich Privatperson. Dabei ist es auch relativ schnuppe, wie ich dabei aussehe, mit wem ich unterwegs bin u. wie ich mich gebe. Ich bin auch alles andere als ein SUPERSTAR..
                Nun, dazu muss man mal eins klarstellen: Das Anstrengende am Tourneeleben ist nicht die Show. Klar powert einen das aus, wenn man auf der Bühne alles gibt, aber man wird auch mit einem unglaublichen Glücksgefühl belohnt, wodurch man gleichzeitig wieder auftanken kann. Die Show selber ist das Schönste an der Sache. Außerdem hat Elvis ja nur Kurzauftritte um die 60 Minuten absolviert. Okay, auch wenn es in Las Vegas zwei Shows am Abend waren, dann sind das immer noch nur zwei Stunden Arbeit. Und jetzt bitte nicht kommen mit "drei Shows am Abend". Das hat doch nur 1-2mal überhaupt stattgefunden.

                Nervig und anstrengend ist die Rumreiserei und das ganze Drumherum. Aber Elvis hat den Großteil seiner Konzerte in Las Vegas gegeben. Da bewohnte er in der obersten Etage quasi sein zweites Zuhause und musste lediglich den Aufzug besteigen, um auf die Bühne zu kommen. In Lake Tahoe war es nicht anders. Bequemer geht's nimmer. Die Touren, wo er reisen musste, dauerten immer nur ein paar Tage, und nicht wie bei anderen Stars ein ganzes Jahr. Dazwischen hatte er meist wochenlang Urlaub. Und mit einem Privatjet, tollen Limousinen und einem Stab von 20 Leuten, die einem sogar noch den Hintern zum Lokus tragen, ist selbst der Stressfaktor der Rumreiserei denkbar gering. In den 50ern, wo sie selber abwechselnd lange Strecken mit dem Auto fahren und ihre Instrumente selbst auf die Bühne schleppen mussten, war das sicher wesentlich anstrengender.
                Zuletzt geändert von Gast; 17.07.2008, 13:50

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                • gast-20090521

                  #143
                  Zitat von Blues Boy
                  Das hört sich immer so an, als ob Elvis mit seiner Karriere stets zufrieden war und nichts lieber machte, als zwischen künstlichen Palmen Bikini-Nixen anzuträllern.
                  Er war es aber nicht, sondern sah sich von Parker in eine gewisse Sparte geschubst.
                  Das mag zwar richtig sein, bezieht sich aber nur auf die Filmarbeit der Jahre 1964-1968 und steht damit nicht exemplarisch für Elvis' gesamte Karriere, wird aber irgendwie immer völlig überbewertet.

                  Ich bleibe dabei: Die Marke "Elvis Presley" dirigierte Parker im Wesentlichen.
                  Den Satz würde ich auch unterschreiben. Die Marke ja (was schließlich seine Aufgabe war), aber nicht den Künstler, und auch nicht den Menschen.
                  Zuletzt geändert von Gast; 17.07.2008, 13:52

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                  • gast-20090609

                    #144
                    Zitat von MusicMan
                    Nun, dazu muss man mal eins klarstellen: Das Anstrengende am Tourneeleben ist nicht die Show.
                    Habe ich auch nicht gesagt .

                    Zitat von MusicMan
                    Nervig und anstrengend ist die Rumreiserei und das ganze Drumherum.
                    Mit Betonung auf Drumherum. Anstrengend ist es sicherlich auf Dauer, wenn ich mein Haus oder meine Suite nicht ohne Begleitung verlassen, weil mir ständig Leute auf den Fersen sind. Das schränkt den Spaß am Sightseeing auf Dauer ordentlich ein u. ist anstrengend. Und dass Elvis die Suite nicht verließ, weil er sich für seine Umwelt eh nicht interessierte, bezweifle ich jetzt mal. Denn als junger Typ hat er sich nach seinen Auftritten gerne fremde Städte zeigen lassen - von angenehmer weiblicher Gesellschaft .

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                    • gast-20090521

                      #145
                      Zitat von ReconsiderBaby
                      Und dass Elvis die Suite nicht verließ, weil er sich für seine Umwelt eh nicht interessierte, bezweifle ich jetzt mal. Denn als junger Typ hat er sich nach seinen Auftritten gerne fremde Städte zeigen lassen - von angenehmer weiblicher Gesellschaft .
                      Ich glaube, da war Sightseeing nur ein Vorwand, ihm ging es da sicher um ganz andere Sehenswürdigkeiten, die er aber später auch bequemer zu Gesicht bekommen konnte, ohne dafür die Suite verlassen zu müssen.

                      Also, mal ganz im Ernst, der Typ kulturell interessierter Tourist war Elvis eher nicht...

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                      • gast-20090609

                        #146
                        Zitat von MusicMan
                        Ich glaube, da war Sightseeing nur ein Vorwand, ihm ging es da sicher um ganz andere Sehenswürdigkeiten, die er aber später auch bequemer zu Gesicht bekommen konnte, ohne dafür die Suite verlassen zu müssen.

                        Also, mal ganz im Ernst, der Typ kulturell interessierter Tourist war Elvis eher nicht...
                        Nein, aber auch nicht völlig uninteressiert. Und ganz so schnell wollte er die anderen Sehenswürdigkeiten wohl auch nicht zu sehen bekommen - war zu langweilig .

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                        • gast-20110818

                          #147
                          Zitat von MusicMan
                          Das mag zwar richtig sein, bezieht sich aber nur auf die Filmarbeit der Jahre 1964-1968 und steht damit nicht exemplarisch für Elvis' gesamte Karriere, wird aber irgendwie immer völlig überbewertet.
                          Na ja, von 1960-1968.

                          Den Satz würde ich auch unterschreiben. Die Marke ja (was schließlich seine Aufgabe war), aber nicht den Künstler, und auch nicht den Menschen.
                          Doch, der künstlerische Output gehört ja zur Marke, und Parker hat Elvis auch künstlerisch weitestgehend kontrolliert.

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                          • Quitschy
                            Fühlt sich hier wohl

                            • 23.01.2005
                            • 80

                            #148
                            Zitat von julie
                            Wasn nu? Gut oder schlecht?

                            Weist du überhaupt, was du da sagst?
                            Der Colonel is nen Sch.. verantwortlich...
                            Jeder Mensch muss für das was er tut irgendwann Rechnung tragen.

                            Ja ja immer der böse Colonel, die böse MM, die böse Cilla, einfach
                            alle Menschen, die jemals um Elvis herum waren sind böse und
                            verantwortlich, haben ihn kaputt und sein Leben zur Hölle
                            gemacht.... *heulkrampfkrieg*
                            Du tust gerade so, als hätte Elvis sein ganzes Leben von anderen
                            Menschen bestimmen lassen und er selbst wäre niemals dazu in der Lage gewesen...:traurig:

                            Wärst du Elvis Manager gewesen, würde er bestimmt heute noch
                            am Leben sein


                            In dem Business, geht es um Einnahmen, oder würdest du für nen
                            Appel und n Ei dich jeden Abend auf der Bühne verausgaben....

                            Ich weiß nicht was du hier so austickst. Du machst den Eindruck als hätte ich Dich persönlich angekratzt und liest die Sätze so wie Du möchtest. Leute wie Du haben in Foren eigentlich nichts zu suchen weil man ständig jeden Satz nochmal haarklein erklären muss.
                            Nimm doch mal Beruhigungstabletten und dann immer locker kreisen bevor Du Deinen ganzen Frust hier ablässt.

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                            • burroughs
                              Board-Legende

                              • 09.02.2004
                              • 56243

                              #149
                              Zitat von ReconsiderBaby
                              Sightseeing in Vegas . Warst Du schon mal da? Mal abgesehen von der Location, wäre das ja ein richtig intimer Ausflug geworden - in Begleitung von einer autogrammgierigen Menschenmenge.
                              nein.. erst im oktober
                              warst du schon mal dort? hast du 2 oder 3 autos und n flugzeug parat gehabt mit denen du binnen einer guten stunde
                              irgendwo ausserhalb hättest sein können.. ob nun zum sightseeing, zum lunch oder einfach nur zum abschalten
                              nein? dann laber mal schön weiter

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                              • burroughs
                                Board-Legende

                                • 09.02.2004
                                • 56243

                                #150
                                Zitat von Quitschy
                                Leute wie Du haben in Foren eigentlich nichts zu suchen weil ...
                                Nimm doch mal Beruhigungstabletten..
                                nimm deine Ratschläge, lies sie dir selber mal vor und mach dann schön den Mund zu

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