Dass er es war, steht außer Frage. Nur war es nicht mit dieser Absicht angetreten. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass ihm seine soziokulturelle Bedeutung nie so ganz klar war, zumindest nicht in den 50ern. Später vielleicht, aber da begann er auch schon, dieses Image mehr oder weniger gezielt zu zerstören - für mich find seine einzige und wahre Rebellion nämlich erst in den 70ern an, die Rebellion gegen sein altes Image.
Er wollte Musik machen und die Menschen damit unterhalten. Er wollte sie noch nicht einmal spalten, denn er wollte ALLE unterhalten. Am Anfang gelang ihm das nicht so ganz, denn er wurde zum Jugendphänomen wider Willen, obwohl er schon in den 50ern viel getan hat, um sich bei den Älteren beliebt zu machen: Er hat Liebesballaden, Gospels und Weihnachtslieder gesungen, an Spendenaktionen teilgenommen und seiner Mama einen rosa Cadillac geschenkt. Er hat sogar die Texte seiner Songs entschärft, wo im "schwarzen" Original zuviel mehr oder weniger subtile Sexualität vorkam.
Als echter, gewollter Rebell hätte er eher noch einen draufgesetzt. Aber selbst 1971, wo die sexuelle Revolution schon vollzogen war, brachte er es nicht übers Herz, die (leidlich harmlose) dritte Strophe von "The first time ever I saw your face" im Studio zu singen, nur weil dort sehr vorsichtig ein Koitus angedeutet wurde. Zwei Jahre später ließ er - ebenfalls nicht ohne Grund - die Pillen-Strophe von "Good Time Charlie's got the Blues" unter den Tisch fallen. War wohl zu nah an der Realität...
Er wollte Musik machen und die Menschen damit unterhalten. Er wollte sie noch nicht einmal spalten, denn er wollte ALLE unterhalten. Am Anfang gelang ihm das nicht so ganz, denn er wurde zum Jugendphänomen wider Willen, obwohl er schon in den 50ern viel getan hat, um sich bei den Älteren beliebt zu machen: Er hat Liebesballaden, Gospels und Weihnachtslieder gesungen, an Spendenaktionen teilgenommen und seiner Mama einen rosa Cadillac geschenkt. Er hat sogar die Texte seiner Songs entschärft, wo im "schwarzen" Original zuviel mehr oder weniger subtile Sexualität vorkam.
Als echter, gewollter Rebell hätte er eher noch einen draufgesetzt. Aber selbst 1971, wo die sexuelle Revolution schon vollzogen war, brachte er es nicht übers Herz, die (leidlich harmlose) dritte Strophe von "The first time ever I saw your face" im Studio zu singen, nur weil dort sehr vorsichtig ein Koitus angedeutet wurde. Zwei Jahre später ließ er - ebenfalls nicht ohne Grund - die Pillen-Strophe von "Good Time Charlie's got the Blues" unter den Tisch fallen. War wohl zu nah an der Realität...


)
Kommentar