Colonel Tom Parker

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  • Sivle
    Gehört zum Inventar

    • 27.07.2003
    • 2589

    #286
    Zitat von Gilla
    Selbst ein Arbeitgeber hat eine "Fürsorgepflicht" gegenüber seinen Angestellten - und die sind meistens erwachsen...
    Da ist nichts Verräterisches dran. Zumal ich beim Colonel auch eher eine moralische Fürsorgepflicht erwartet habe, da er Elvis als 20-jährigen "in Empfang" genommen hat.
    Das war eine Geschäftsbeziehung und kein Arbeitgeber/Arbeitnehmer-Verhältnis. Parker hatte keine Fürsorgepflicht, auch nicht in moralischer Hinsicht, ganz abgesehen davon, kann ich mir kaum vorstellen, dass Elvis vom Colonel eine Fürsorge im privaten Bereich wollte.

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    • Gilla
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      • 05.02.2007
      • 14776

      #287
      Zitat von Sivle
      Das war eine Geschäftsbeziehung und kein Arbeitgeber/Arbeitnehmer-Verhältnis. Parker hatte keine Fürsorgepflicht, auch nicht in moralischer Hinsicht, ganz abgesehen davon, kann ich mir kaum vorstellen, dass Elvis vom Colonel eine Fürsorge im privaten Bereich wollte.
      Dann war der Colonel für mich ein ganz verrohter Mensch.

      Was soll denn das Verkopfen hierbei? Er war der Fuchs in diesem Geschäft. Und wenn dieser sieht, dass es seinem "Schützling" schlecht geht, hat er einzugreifen, das nenne ich menschlich.
      *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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      • Sivle
        Gehört zum Inventar

        • 27.07.2003
        • 2589

        #288
        Zitat von Gilla
        Dann war der Colonel für mich ein ganz verrohter Mensch.

        Was soll denn das Verkopfen hierbei? Er war der Fuchs in diesem Geschäft. Und wenn dieser sieht, dass es seinem "Schützling" schlecht geht, hat er einzugreifen, das nenne ich menschlich.
        Ja, er war ein Fuchs und zwar ein ganz gerissener. Und deshalb wurde aus dem Rohdiamanten Elvis ein funkelnder Brilliant. Elvis war für die Kunst zuständig und Tom Parker für den Verkauf dieser Kunst. Für Menschlichkeit war er nicht zuständig, obwohl ich auch nicht glaube, dass ihm Elvis als Mensch am Allerwertesten vorbeiging. Aber er wäre zuständigkeitshalber der letzte im Glied gewesen, der sich für Elvis´Gefühlswelt, Gesundheit etc. hätte verantwortlich zeichnen müssen.
        Zuletzt geändert von Sivle; 30.03.2008, 17:40

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        • Gilla
          Board-Legende

          • 05.02.2007
          • 14776

          #289
          Zitat von Sivle
          Ja, er war ein Fuchs und zwar ein ganz gerissener. Und deshalb wurde aus dem Rohdiamanten Elvis ein funkelnder Brilliant. Elvis war für die Kunst zuständig und Tom Parker für den Verkauf dieser Kunst.
          Das stimmt ja auch.
          Ich bin jedoch mittlerweile der Meinung, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt Elvis ausgequetscht wurde, wie eine Zitrone.
          *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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          • Sivle
            Gehört zum Inventar

            • 27.07.2003
            • 2589

            #290
            Zitat von Gilla
            Das stimmt ja auch.
            Ich bin jedoch mittlerweile der Meinung, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt Elvis ausgequetscht wurde, wie eine Zitrone.
            Das stimmt. Elvis hätte eine längere Pause gebraucht, aber er brauchte auch Geld. Wenn man sich mal seinen Lebensstandard und allein die damit verbundenen Fixkosten vor Augen hält, war wahrscheinlich eine längere Konzertpause nicht drin.

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            • Gilla
              Board-Legende

              • 05.02.2007
              • 14776

              #291
              Zitat von Sivle
              Für Menschlichkeit war er nicht zuständig, obwohl ich auch nicht glaube, dass ihm Elvis als Mensch am Allerwertesten vorbeiging. Aber er wäre zuständigkeitshalber der letzte im Glied gewesen, der sich für Elvis'Gefühlswelt, Gesundheit etc. hätte verantwortlich zeichnen müssen.
              Da bin ich anderer Meinung; aber was zählt schon Menschlichkeit in diesem kalten Business.
              *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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              • gast-20090609

                #292
                Zitat von Gilla
                Dann war der Colonel für mich ein ganz verrohter Mensch. Was soll denn das Verkopfen hierbei? Er war der Fuchs in diesem Geschäft. Und wenn dieser sieht, dass es seinem "Schützling" schlecht geht, hat er einzugreifen, das nenne ich menschlich.
                So sehe ich das auch. Wenn ich mit jemandem so lange erfolgreich eine Geschäftsbeziehung habe, dann lasse ich ihn nicht fallen, wenn er in Schwierigkeiten ist. Das bin ich der Person einfach menschlich schuldig.

                Als guter Geschäftsmann ist es überdies dämlich, jemandem mit dem Potenzial eines Elvis gegen die Wand fahren zu lassen, vor allem vor dem Hintergrund, was die beiden schon zusammen gestemmt hatten. Er hätte sich nachdrücklich mit ihm auseinandersetzten müssen, ihn animieren der Karriere eine neue Richtung zu geben. Dafür wäre sicher eine längere Pause nötig gewesen, die er in Zusammenarbeit mit seinem Star hätte ermöglichen müssen. Klar hätte Elvis die Auszeit auch nutzen müssen, um neue kreative Ziele auszuloten und etwas Neues auf die Beine zu stellen, dass ihm weitere Erfolge sichert. Da Zeug dazu hatte er allemal - oft genug bewiesen.

                Wenn es heißt, dass Elvis in den 70ern festgefahren war in seinen Las-Vegas-Jumpsuit-Touren, so ist das bestimmt nicht völlig falsch, aber sein Manager war mindestens genauso festgefahren in der Denke, noch schnell den nächsten möglichst gewinnbringenden Deal abzuschließen. Da stand kein längerfristiges Konzept hinter. Und gerade das hätte es gebraucht, als der gute Elvis das Stadium einer Legende erreicht hatte. Hier galt es, die Person hinter der Legende neu zu beleben. Natürlich hätte Elvis seinen Teil dazu tun müssen. Die Frage ist aber, ob Parker dann noch der richtige Manager dafür war. Meiner Meinung nach hat Elvis Glück gehabt, dass er bei seinem Comeback 68 in Steve Binder einen so guten Partner hatte. Hätte er hier auf Parker gehört, wär's das mit der Karriere wahrscheinlich schon gewesen.

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                • Schorni
                  Posting-Legende

                  • 09.12.2003
                  • 8637

                  #293
                  Letzten Samstag war Ed Bonja in Bad Nauheim. Er erzählte was interessantes zu diesem Thema hier. Ungefähr wie folgt:

                  Elvis und der Colonel trafen eine Vereinbarung, das der Colonel für das Geschäft und nur für das Geschäft tätig ist und Elvis für das künstlerische Schaffen. Elvis Privatleben hatte Tabu zu sein. Er konnte (laut Ed Bonja)fuchsteufelswild werden, wenn der Colonel sich doch mal in sein Privatleben einmischte bzw. sein Tun kritisierte.
                  Meine Meinung steht fest, bitte irritieren Sie mich nicht mit neuen Tatsachen!

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                  • Gilla
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                    • 05.02.2007
                    • 14776

                    #294
                    Zitat von Schorni
                    Letzten Samstag war Ed Bonja in Bad Nauheim. Er erzählte was interessantes zu diesem Thema hier. Ungefähr wie folgt:

                    Elvis und der Colonel trafen eine Vereinbarung, das der Colonel für das Geschäft und nur für das Geschäft tätig ist und Elvis für das künstlerische Schaffen. Elvis Privatleben hatte Tabu zu sein. Er konnte (laut Ed Bonja)fuchsteufelswild werden, wenn der Colonel sich doch mal in sein Privatleben einmischte bzw. sein Tun kritisierte.
                    Den Satz kenne ich auch und er ist ja auch okay.
                    Trotzdem fehlt mir da der Weitblick vom Colonel; spätestens ab '75 Elvis hatte er diese mörderischen Touren ändern müssen.

                    Was für eine Langeweile für Elvis, tagein, tagaus, immer wieder dasselbe Programm vor kreischenden Fans abzuspulen. Elvis brauchte nur seinen Fuß auf die Bühne zu stellen - er brauchte eigentlich nicht mehr zu singen, schon allein seine von weitem sichtbaren Umrisse hätten genügt.. (sage ich mal ganz verbissen)

                    Wo sollte da die Herausforderung sein? - Was für ein ödes Künstlerleben?
                    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                    • Harty
                      Gehört zum Inventar

                      • 27.07.2003
                      • 1074

                      #295
                      Für das Bühnenprogramm war Elvis verantwortlich. Nicht der Colonel.

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                      • Gilla
                        Board-Legende

                        • 05.02.2007
                        • 14776

                        #296
                        Zitat von Harty
                        Für das Bühnenprogramm war Elvis verantwortlich. Nicht der Colonel.
                        Das ist mir bekannt. Ich wollte nur darauf hinweisen, in welcher Tretmühle Elvis gefangen war und selbstverständlich auch der Colonel.
                        Warum nach was Neuem suchen, die Geldquelle sprudelte schließlich unaufhörlich.

                        Nochmal, was dabei mit Elvis passierte, wollte oder konnte Parker nicht sehen.

                        Das meinte ich auch mit meinem Satz, dass ich bei Tom Parker die Menschlichkeit vermisst habe (denn schließlich war Elvis doch sein "Junge") -gibt's die überhaupt in dem Geschäft?

                        Wir wissen aus Elvis' Geschichte, dass seine Mutter großes Misstrauen gegen den Colonel hatte. Vielleicht fühlte sie, dass er es schaffen würde, alles aus ihm herauszuholen, um ihn zu einem großen Star zu machen - aber auch, dass er dafür einen hohen Preis zahlen wird.


                        Im übrigen ist es klar, dass sich Elvis zu recht nicht in sein Privatleben reinreden lassen wollte; das war ja auch nicht gemeint.
                        Zuletzt geändert von Gilla; 31.03.2008, 08:22
                        *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                        • Harty
                          Gehört zum Inventar

                          • 27.07.2003
                          • 1074

                          #297
                          aber warum denn Tretmühle? Elvis hätte aus eigenem Antrieb einiges verändern können. Übrigens redete Elvis auch dem Colonel nicht in sein Privatleben rein. Es hatte aber den Anschein, daß Elvis mit seinen Shows zufrieden war, ansonsten hätte er etwas geändert. Oder ? Wie hier schon erwähnt, es reichte bei Elvis auch nur seinen Finger zu bewegen oder einen Ausfallschritt zu machen. Insofern hätte er durchaus auch andere Lieder singen können. Warum deshalb die erwartete Menschlichkeit bei dem Colonel ?

                          Elvis sogenannte Freunde hätten Elvis (was sie auch taten) Ratschläge geben können. Elvis hörte aber nicht auf sie. Elvis war doch in seinen letzten Lebensjahren sehr lethargisch, oder ?
                          Zuletzt geändert von Harty; 31.03.2008, 08:41

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                          • Gilla
                            Board-Legende

                            • 05.02.2007
                            • 14776

                            #298
                            Zitat von Harty
                            aber warum denn Tretmühle? Elvis hätte aus eigenem Antrieb einiges verändern können. Übrigens redete Elvis auch dem Colonel nicht in sein Privatleben rein.
                            Ich sage nun zum 3. Mal, dass ich nicht das Privatleben von Elvis meine, wo der Colonel sich mal wegen einer Veränderung Gedanken machen sollte.

                            Ja, stimmt, privat hätte Elvis' Inner Circle Ratschläge geben können. Davon habe ich aber nicht gesprochen.

                            Ich habe auch gerade das Gefühl, als kommt es nicht so an, was ich sagen will. Daher hier mal ein freundliches Adios.
                            *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                            • gast-20080904

                              #299
                              Zitat von Gilla
                              Ich habe auch gerade das Gefühl, als kommt es nicht so an, was ich sagen will.
                              Ja, bei manchen Zeitgenossen ist das der Fall. Es liegt aber nicht an dir, meine Liebe.

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                              • gast-20100125

                                #300
                                Zitat von michael grasberger
                                das wort "fürsorgepflicht" ist etwas verräterisch. denn diese pflicht besteht gegenüber kindern oder unmündigen personen.
                                Da stimme ich dir nicht zu. Auch bei Erwachsenen besteht eine gewisse Fürsorge-Pflicht. Denke doch z. B. nur mal an die Arbeitgeber, die ihrem Personal gegenüber durchaus eine Fürsorgepflicht haben, was auch im Betriebsverfassungsgesetz verankert ist.... was ist mit Ärzten ect?? Ich denke schon, daß dies auch für mündige Personen gilt - wenn es die Sachlage erfordert.

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