Colonel Tom Parker

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  • TheKing
    Board-Legende

    • 19.06.2006
    • 20721

    #166
    Ja, das stammt aus diesem Interview..."Don`t" Ich sage ja nicht, dass er auch andere Vorlieben hatte besonders Gospelquartette hörte etc. Aber ich verwehre mich dagegen, ihn quasi zum Rocker wider Willen zu machen. So stimmt es nun auch nicht...der Rock'n Roll ist auch ein Teil von Elvis, ein wichtiger Teil, aber eben auch nur ein Teil.
    Ohne Worte!

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    • gast-20090521

      #167
      Zitat von TheKing
      Aber aus Sicht eines John Lennon zum Beispiel war Elvis, der zuvor ein großes Idol war, nach dem Militär praktisch tot. Elvis died when he went into the army. Für diejenigen die den Rock`n Roll liebten und weiterentwickelten, für die es eine Rebellion war, ein Kampf zur Befreiung für eigene Kultur der Arbeiterjugend, eigene Mode, eigene Tanzstile, eigene Freizeitgestaltung...für die, die das immernoch auf den Fahnen stehen hatten, war Elvis musikalische Entwicklung "Verrat". Ich kann verstehen, dass es so gesehen werden konnte, es kommt auf den Blickwinkel an.
      Gut, dass das mal so klar gesagt wurde, das bringt es 100%ig auf den Punkt, das erklärt Lennons Haltung.

      Die Leute, die Elvis als Revolutionär, als Auslöser einer Kultur- und Jugendrevolte gesehen haben, haben ihn einfach falsch verstanden. Der Mann wollte kein soziokulturelles Phänomen sein, er wollte keine Revolte, er hatte keine politische Botschaft - er wollte einfach nur die Menschen unterhalten, und zwar möglichst alle.

      Statt ihren Irrtum, ihre Fehleinschätzung einzugestehen, haben Leute wie Lennon Elvis des Verrats bezichtigt. Und die, die Elvis die Schuld nicht geben wollten, wie Mike E. Rodger, haben es auf Parker geschoben, der Elvis den Rest der Weltrevolution einfach verboten hat.

      Wir wissen alle, dass Parker Elvis nie eine Musikrichtung oder gar einen Song aufgezwungen hat. Die einzige Ausnahme stellt "Are you lonesome tonight" dar, dazu hat Parker Elvis bekanntlich überredet. Aber mal ganz ehrlich: War dieser Welthit etwa ein Fehler? Will einer von uns diese großartige Interpretation missen?
      Zuletzt geändert von Gast; 22.03.2008, 11:25

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      • gast-20090521

        #168
        Zitat von TheKing
        Aber ich verwehre mich dagegen, ihn quasi zum Rocker wider Willen zu machen. So stimmt es nun auch nicht...der Rock'n Roll ist auch ein Teil von Elvis, ein wichtiger Teil, aber eben auch nur ein Teil.
        Völlig richtig. Nur wollte Elvis ursprünglich etwas anderes, was seine ersten Singversuche bei SUN beweisen. Soll aber nicht heißen, dass er widerwillig gerockt hat. Höchstens ab Mitte der 70er, was man an den öffentlichen Hinrichtungen seiner alten Rocker nun wirklich deutlich hört.

        Es ging ja einfach nur darum, zu widerlegen, was Mike E. Rodger gesagt hat, nämlich dass Parker Elvis nach der Armee das Rocken verboten und ihn glattgeschliffen hat. Das ist blanker Unsinn und zeigt, dass Rodger den Künstler Elvis Presley völlig missverstanden hat.

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        • Schorni
          Posting-Legende

          • 09.12.2003
          • 8637

          #169
          Zitat von TheKing
          Aber ich verwehre mich dagegen, ihn quasi zum Rocker wider Willen zu machen. So stimmt es nun auch nicht...der Rock'n Roll ist auch ein Teil von Elvis, ein wichtiger Teil, aber eben auch nur ein Teil.
          So sehe ich das auch. Die Zeit, wo Elvis Rock'n Roll sang, machte er das auch mit Spass und Herzblut.
          Während seiner Armeezeit verweichlichte dieser Stil und der Zug ging in eine andere Richtung und Elvis erkannte dies und sprang mit auf.

          Guter Mann, dieser Elvis.


          Und außerdem zwang ihn der Colonel dazu.:traurig:
          Meine Meinung steht fest, bitte irritieren Sie mich nicht mit neuen Tatsachen!

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          • gast-20090521

            #170
            Zitat von Schorni
            Und außerdem zwang ihn der Colonel dazu.:traurig:
            Der Colonel zwang ihn ja auch schon damals bei SUN telepathisch bzw. hypnotisch über sein Medium Sam Phillips dazu, "That's alright" zu singen, weil er auf die ganzen Schnulzen keinen Bock hatte, dieser alte holländische Rocker.

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            • Schorni
              Posting-Legende

              • 09.12.2003
              • 8637

              #171
              Zitat von MusicMan
              Der Colonel zwang ihn ja auch schon damals bei SUN telepathisch bzw. hypnotisch über sein Medium Sam Phillips dazu, "That's alright" zu singen, weil er auf die ganzen Schnulzen keinen Bock hatte, dieser alte holländische Rocker.
              Ich wußte es, ich wußte es.
              Meine Meinung steht fest, bitte irritieren Sie mich nicht mit neuen Tatsachen!

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              • gast-20100118

                #172
                Zitat von MusicMan
                Seine "leise" Rebellion bestand in Sachen wie Drogenkonsum und Vielweiberei
                Ich schätze ja Deine Meinung in Sachen Colonel, aber "Drogenkonsum" und "Vielweiberei" ist natürlich wieder brachialisch an den Haaren herbeigezogen.

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                • gast-20090521

                  #173
                  Zitat von Rev.Gerhard
                  Ich schätze ja Deine Meinung in Sachen Colonel, aber "Drogenkonsum" und "Vielweiberei" ist natürlich wieder brachialisch an den Haaren herbeigezogen.
                  Ich weiß ja, dass Du darauf immer empfindlich reagierst, aber Elvis als Abstinenzler und Monogamist zu bezeichnen, wäre auch nicht ganz passend, oder?

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                  • michael grasberger
                    Posting-Legende

                    • 16.02.2006
                    • 9974

                    #174
                    ich denke auch, dass der musikalische richtungswechsel, den elvis nach seiner rückkehr aus der army vollzog, nicht vom colonel aufgezwungen war.
                    (ich würde sogar vermuten, der colonel hat sich für die musik selbst überhaupt nicht interessiert.)
                    elvis hatte sich, wie pawnee schon richtig bemerkte, in seiner armeezeit genau über die musikalischen entwicklungen auf dem laufenden gehalten. 1960 war die klassische rock'n'roll ära bereits zu ende, und elvis' hinwendung zum slicken, poppigen r&b, den wir auf "elvis is back" hören, war nur folgerichtig. "elvis is back" ist absolut state of the art 1960, und das ist eine tolle leistung für jemanden, der zwei jahre weg vom fenster war.
                    ich gaube auch nicht, dass sich damals irgendwer über den musikalischen schwenk aufregte.
                    das lennon zitat kam ja erst viel später und hat sich wohl eher auf den film-elvis bezogen.

                    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                    (Nick Tosches)

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                    • gast-20100118

                      #175
                      Zitat von MusicMan
                      Ich weiß ja, dass Du darauf immer empfindlich reagierst, aber Elvis als Abstinenzler und Monogamist zu bezeichnen, wäre auch nicht ganz passend, oder?
                      ich bitte Dich. Nen stressigen Job zu machen und so ziemlich immer auf den Punkt zu kommen, geht natürlich nicht ohne den zeitweise schwächelnden Körper auch medikamentös zu beeinflussen. Wer will behaupten er kenne das nicht. Locker aus dem Ärmel sich des Wortes "Drogen" zu bedienen, wird Elvis so gar nicht gerecht. Schade, dass das so wenig kapiert wird.
                      "Monogamist" ist natürlich auch ein extremes Wort. Das ist wenigstens die Hälfte der Deutschen auch nicht.
                      Wir wissen, dass er durchaus sehr anhaltend und tief lieben konnte. Und ebenfalls, dass auf den Zug "Sexsymbol" so viele (auch posthum) als Beischläfer aufspringen wollten. Wenn deren Image sonst nichts hergibt Auf der anderen Seite kennen wir auch die Stories, dass manche Lady glaubte nun heiß verführt zu werden, und stattdessen einen Philosophie vortragenden Elvis erlebte.

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                      • gast-20090521

                        #176
                        Reverend, dass Elvis es mit gewissen "Substanzen" aber durchaus übertrieb und das auch nicht unmaßgeblich zu seinem Frühableben beigetragen hat, und dass er es auch mit der Damenwelt ordentlich krachen ließ und mitunter mehrere "Freundinnen" parallel hatte, willst doch auch Du nicht abstreiten, oder?

                        Und ich verurteile das ja noch nicht einmal. Im Gegenteil, ich gönn's ihm aus vollem Herzen. Er hatte - mehr als jeder "normale" Mann - die Gelegenheiten, und er hat halt zugegriffen. Ich will mich hier sicher nicht zum moralischen Richter aufspielen und behaupten, ich hätte es an seiner Stelle anders gemacht.

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                        • michael grasberger
                          Posting-Legende

                          • 16.02.2006
                          • 9974

                          #177
                          Zitat von MusicMan

                          Die Leute, die Elvis als Revolutionär, als Auslöser einer Kultur- und Jugendrevolte gesehen haben, haben ihn einfach falsch verstanden. Der Mann wollte kein soziokulturelles Phänomen sein,
                          wer will das schon?
                          fakt ist, er war genau das.
                          er war natürlich kein revolutionär im politische sinne, sehr wohl aber ein rebell, der eine jugendbewegung auslöste. ob man die als kulturrevolte bezeichnet, ist geschmackssache.
                          dass er das alles als 19jähriger nicht so durchgeplant hatte, versteht sich von selbst. drum red ich ja immer vom "rebel without a cause". von den ganzen 50er rebellen war niemand im engeren sinn politisch motiviert oder gar engagiert (etwa gegen die atombombe oder gegen mccarthy), trotzdem einte sie ein gemeinsames "rebellisches" lebensgefühl, das in kleidung, mode, schnellen fortbewegungsarten und schnellen drogen etc. seinen ausdruck fand.

                          "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                          (Nick Tosches)

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                          • gast-20100118

                            #178
                            Zitat von MusicMan
                            ich hätte es an seiner Stelle anders gemacht.
                            achso.
                            Weißt Du, es gibt einige, die ihn jahrelang begleiteten, und die dann auf den Medienhype nach seinem Tod aufsprangen, und sagten, ja, Elvis sei bestimmt irgendwie süchtig gewesen, aber gleichzeitig zugeben, ihn niemals was haben nehmen sehen. Wenn Du völlig zu Recht sagst, dass das, was Parker und Elvis besprachen unter den beiden blieb, und alles, was spekuliert wird, deshalb ins Reich der Phantasie gehöre, verhält es sich mit Elvis und seinen Krankheiten genauso.
                            Dass es mitunter so schien, als habe Elvis mehrere Freundinnen gleichzeitig, ist richtig. Aber es ist doch wohl ein wenig anmaßend, so zu tun, als wüßten wir, wohinein ihn dann letztendlich wirklich seine Hormone führten.

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                            • michael grasberger
                              Posting-Legende

                              • 16.02.2006
                              • 9974

                              #179
                              Zitat von Rev.Gerhard
                              Aber es ist doch wohl ein wenig anmaßend, so zu tun, als wüßten wir, wohinein ihn dann letztendlich wirklich seine Hormone führten.
                              ich dachte immer, alle wege führen nach rom.

                              "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                              (Nick Tosches)

                              Kommentar

                              • gast-20100118

                                #180
                                Zitat von michael grasberger
                                ich dachte immer, alle wege führen nach rom.
                                nur zur Osterzeit.

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