Colonel Tom Parker
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Wahr oder falsch sind vielleicht die falschen Ausdrücke. Gerade zu der Zeit als Elvis anfing (auch später noch) wurden fast alle Künstler von ihren Plattenfirmen/Managern in eine bestimmte Schublade gesteckt, weil sie der Meinung waren: Dieses Gesicht passt zu dieser Musik und das wollen wir haben. Sicher brachte Elvis zu Anfang seinen eigenen Stil mit was den R'n'R betraf und wahrscheinlich war es für ihn in dieser Zeit sogar authentisch. Es war aber wie gesagt nur eine Phase, die spätestens bis 1958 dauerte. Seine Liebe zur Gospelmusik und Vorbilder wie Mario Lanza hatte er auch da schon. Nur war eben zunächst mal Karriere machen angesagt und das ging nun mal nur mit dem Musikstil, der gerade angesagt war, nämlich R'n'R.Also wirklich, so ein Quatsch,
seit wann gibt es denn einen wahren Elvis ? (Gibt`s dann auch einen falschen Elvis ?) Der wahre Elvis war von 1935 bis 1977. Das wahr von Geburt bis zum Tod nämlich der selbe Mensch. Und wer sagt denn das Elvis Schnulzensänger werden wollte ?
Und der Rock`n roll in den 50ern soll ein Unfall und ein Missverständniss gewesen sein ?????!!!!!!!!
Nie und nimmer !
1960 war die Zeit des R'n'R vorbei und Elvis war das gar nicht so unrecht, denn nun konnte er zeigen, was er eigentlich drauf hatte. Nicht umsonst erschien 1960 sein erstes Gospelalbum. Der R'n'R verhalf Elvis zur Karriere, machte aber nur einen Bruchteil dessen aus, wozu er musikalisch imstande war (und nicht mal den besten). Wer Elvis auf den Rock'n'Roll Rebellen beschränkt, verkennt ca. 90% seines musikalischen Talents!
Warum zerlegte und dekonstruierte er Songs wie Hound Dog, Teddy Bear, All Shook Up usw. in den 70ern, hakte sie nach nicht mal 1 Minute ab? Weil sie ihm zum Hals raushingen, er sie schon lange nicht mehr mochte, aber um des Publikums willen bringen musste, weil er damit identifiziert wurde. Elvis konnte sich, ikm Gegensatz zu vielen anderen Künstlern, zum Glück genügend Freiraum schaffen, um auch eigene Interessen durchzusetzen. Andere mussten bis zum bitteren Ende die Rolle spielen, die ihnen vor Jahrzehnten eine Plattenfirma verordnet hatte. Sowas sind zumeist traurige Schicksale.Zuletzt geändert von Gast; 21.03.2008, 20:38- Übersetzen
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Da gebe ich dir Recht, ich wollte Elvis damit ja nicht auf den Rock`n roll beschrenken das währe nämlich Quatsch jedoch sang Elvis auch schon in den 50ern Gospels so zB. "Peace in the valley" genauso wie er später schnellere Songs sang, er war eben Vielseitig und man sollte alle seine Stilrichtungen berücksichtigen und respektieren.1960 war die Zeit des R'n'R vorbei und Elvis war das gar nicht so unrecht, denn nun konnte er zeigen, was er eigentlich drauf hatte. Nicht umsonst erschien 1960 sein erstes Gospelalbum. Der R'n'R verhalf Elvis zur Karriere, machte aber nur einen Bruchteil dessen aus, wozu er musikalisch imstande war (und nicht mal den besten). Wer Elvis auf den Rock'n'Roll Rebellen beschränkt, verkennt ca. 90% seines musikalischen Talents!
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Ich finde, dass stimmt soweit. Trotzdem würde in einer Nuance leicht korrigieren wollen, dass zwar Elvis ,musikalisches Interesse zunächst von den Gospelquartetten und den Balladen herrührte und er auch das Ziel hatte Balladensänger zu sein, dass er aber nicht quasi durch Sam Phillips in den Rock`n Roll gedrängt wurde, quasi seinen Veranlagungen zuwider.Warum zerlegte und dekonstruierte er Songs wie Hound Dog, Teddy Bear, All Shook Up usw. in den 70ern, hakte sie nach nicht mal 1 Minute ab? Weil sie ihm zum Hals raushingen, er sie schon lange nicht mehr mochte, aber um des Publikums willen bringen musste, weil er damit identifiziert wurde. Elvis konnte sich, ikm Gegensatz zu vielen anderen Künstlern, zum Glück genügend Freiraum schaffen, um auch eigene Interessen durchzusetzen. Andere mussten bis zum bitteren Ende die Rolle spielen, die ihnen vor Jahrzehnten eine Plattenfirma verordnet hatte. Sowas sind zumeist traurige Schicksale.
Elvis hörte gerne und aufmerksam die Musik seiner Zeit und nicht nur Balladen. Er war ein Junger man und trieb sich in den Clubs rum, auch ging er in die Bars und Clubs der Schwarzen, und hörte was los war und hatte natürlich auch eine rockende Seele, sonst wäre das ganze nicht möglich gewesen. Wer Elvis als Wiener Sängerknaben hinstellt tut ihm also auch Unrecht an.
Zu den Liveversionen: Klar gingen ihm die Lieder nach 20 Jahren auf den Geist. Ich hätte die an seiner Stelle nicht mehr gebracht. Er dachte, dass die Fans diese unbedingt hören wollen und tat sich deswegen diese Tortour an.
Für die reinen Rock`n Roll Anhänger muss Elvis musikalische Entwicklung eine brutale Enttäuschung gewesen sein. Ich selber sah es früher so. Man kann nicht verstehen, wie er sich scheinbar zurückentwickelt aus Sicht des Rock´n Roll. Es scheint Verrat zu sein.
Natürlich hat er ein größeres Spektrum und hat wundervolle Dinge zustande gebracht, dass muss man allerdings erst einmal verstehen. Ich habe im Laufe der Jahre die Schönheit der schnulzigsten Balladen entdeckt, aber nicht jeder kriegt das hin. Eine sehr eigene Wendung vom wilden Rock`n Roll zum handzahmen Schmuseteddy. Man hat ja versucht den Rock`n Roll teilweise noch "mitzunehmen" aber das wurden dann so halbherzige seichte Nummern, nicht wild genug um wirklich zu rocken, Schade. Was Elvis in den Sechzigern machte war sehr brav. Ich finde, dass da aus einer Sicht etwas verloren ging.
Und das war nicht nur sein Wunsch. Es beginnt ja mit dem Soundtrack zu G.I. Blues wo Elvis sehr unzufrieden mit dem Material war. Leiber uns Stoller flogen raus wegen "geschäftlicher Differenzen" mit dem Colonel...zum Beispiel.
Naja, bevor es wieder heißt ich rede den Elvis schlecht. So war es halt, so liefen die Sechziger für Elvis und er machte leider nur ein paar, aber sehr gute Sessions außerhalb der Soundtracks...Zuletzt geändert von TheKing; 21.03.2008, 21:03Ohne Worte!- Übersetzen
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Was war ab 1969? Da war er frei von allen Filmverträgen und konnte machen was er wollte. Er hätte jede Freiheit gehabt, 1969 oder 70 ein R'n'R Album zu machen? Hat er? Nein. Weil ihm andere Musikrichtungen wesentlich wichtiger waren. Das war kein "Verrat" (an was eigentlich?), sondern Entwicklung zum authentischen Künstler.- Übersetzen
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Ja es war seine Entwicklung. Ich finde Elvis rockt ab 1969 auch hier und da ordentlich, aber in der Gänze hat er natürlich ein breites Reportaire bedient und ich persönlich glaube, er hat nicht so eng in Genres gedacht wie die Meisten heutzutage. Er sagte auf der Pressekonferenz in New York ja auch, wie schwer es sei an ordentliche Rocksongs ranzukommen.
Verrat an der Kulturrevolution Rock`n Roll. Er klinkte sich da aus. Der Rock, der sich aus dem Rock´n Roll entwicklete usw. Außerdem war es ja eine Jugendbewegung, die Befreiung der Jugend...er hatte ja die ganzen Staaten aufgemischt mit seinem Bühnenauftritt, seinem Aussehen und seinen Songs...auf einmal war Elvis der eher den Müttern etwas vorsang...ich finde es heute nicht mehr schlimm, Elvis entwickelte sich musikalisch und teilweise waren es auch marketingstrategische Überlegungen, aber Du hast recht, wenn er selbst so ein unbändiger Rocker gewesen wäre, dann hätte er auch abgerockt zwischendurch und sich das nicht nehmen lassen. Später nach 1969 stand er aber gottseidank nicht als reiner Schnulzenbarde vor dem Publikum sondern feuerte ein Musikspektakel ab aus seiner ganzen Bandbreite und in einem Sound der alles irgendwie verband...wäre er so ein reiner Balladensänger gewesen, hätte er auch in Las Vegas mit Anzug und Krawatte nur noch rumschnulzen können. Aber er ging ab wie eine Wildsau und das ist auch ein Teil von Elvis...er war für mich ein Musiker, der verschiedene Wurzeln hatte...und der auch den Rock´n Roll liebte...Zuletzt geändert von TheKing; 21.03.2008, 21:33Ohne Worte!- Übersetzen
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"We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
(Nick Tosches)- Übersetzen
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Ja, ich finde es ist auch kein zwingender Widerspruch, wenn man gesellschaftliche Zwänge ablegt und musikalische Freiräume erobert und gleichzeitig an Gott glaubt und die Schönheit der Gospelmusik erkennt.
Elvis war ein "Typ". Er verfolgte keine bestimmte Absicht, glaube ich, indem er sich die Haare wachsen ließ und die Koteleten und seine Kleidung eine Etage schriller wählte als die anderen, das war kein Statement an das System, es war einfach seine Persönlichkeit.
Ich sehe keinen Widerspruch von Gott und Rock`n Roll.Ohne Worte!- Übersetzen
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natürlich schlug sein herz genauso für rock&roll oder, wie man es damals nannte, rhythm&blues. das nachträglich wegzuleugnen ist genauso lächerlich wie elvis auf NUR rock'n'roll einzuengen.
dass die entdeckung dieser musik in den sun-studios zufall oder gar ein "unfall" war, ist ein mythos. sie war vielmehr eine logische folge der einflüsse, die elvis in sich aufsog und auf wahrhaft geniale art kanalisierte.
nur weil er einen breiteren musikgeschmack hatte, kann man ihn doch nicht nachträglich zum "rocker wider willen" stilisieren. da schüttest du das kind mit dem bade aus...Zuletzt geändert von michael grasberger; 21.03.2008, 22:59
"We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
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natürlich schlug sein herz genauso für rock&roll oder, wie man es damals nannte, rhythm&blues. das nachträglich wegzuleugnen ist genauso lächerlich wie elvis auf NUR rock'n'roll einzuengen.
dass die entdeckung dieser musik in den sun-studios zufall oder gar ein "unfall" war, ist ein mythos. sie war vielmehr eine logische folge der einflüsse, die elvis in sich aufsog und auf wahrhaft geniale art kanalisierte.
Genau und Sam Phillips steuerte das Ganze mit seiner Vision des aktuellen Musiktrends...alles zusammen gab dann den Rahmen für den genialen Zündfunken...di di didii....I need your lovin....That's allright.....that's allright then mama...anyway...you do-ho....Ohne Worte!- Übersetzen
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ganz im gegenteil, aber für die südstaatenkids der 50er war das nicht so locker. johnny cash berichtet in seiner autobiographie, dass jerry lee lewis mal sinngemäß zu ihm gesagt hat: ich weiß, dass wir alle in der hölle schmoren werden, weil wir die musik des teufels machen.
"We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
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Ja Jerry Lee, war ein bißchen...na wie sagt man? Verrückt? Ich glaube nicht, dass Elvis diese Irritationen hatte. Meinst Du? Wenn man ihn sprechen hört, wie er sich in den frühen Interviews äußert, glaube ich, dass er es sehr aufgeklärt und nüchtern, als Musik gesehen hat, die niemandem weh tut.ganz im gegenteil, aber für die südstaatenkids der 50er war das nicht so locker. johnny cash berichtet in seiner autobiographie, dass jerry lee lewis mal sinngemäß zu ihm gesagt hat: ich weiß, dass wir alle in der hölle schmoren werden, weil wir die musik des teufels machen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Elvis selbst das Gefühl hatte sich zu versündigen, den er wußte ja selbst welche Absichten er mit seiner Musik im Schilde führte und das war nichts Schlechtes. Jerry Lee hatte meines Erachtens immer den Helm ein bißchen am Brennen und war für Paranoia bestimmt eher empfänglich....wahrscheinlich brannte ihm sogar noch was anderes "Great balls of fire.."
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