Parkers Mangel an Vertrauen

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  • Oliwa
    Ehrenmitglied
    • 31.07.2003
    • 13399

    #76
    Wo ist eigentlich das Problem "wenn" er spielsüchtig gewesen wäre? Er konnte es sich ja immerhin mit legalen Mitteln leisten
    Verwunden mein Herz mit eintöniger Mattigkeit
    23. April 1998 - 20. November 2006
    29. September 2006 - 22. September 2022 - I'll be with you always!

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    • Gast

      #77
      Zitat von Oliwa
      Wo ist eigentlich das Problem "wenn" er spielsüchtig gewesen wäre?
      Es ist ein gängiges Stilmittel, eine unliebsame Person mit einer negativen Eigenschaft zu belegen oder diese herauszustellen, um den Menschen insgesamt in Misskredit zu bringen. Tragisch wird es nur, wenn Menschen auf ihre eigene Rhetorik hereinfallen.

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      • Gilla
        Board-Legende

        • 05.02.2007
        • 14776

        #78
        Mein Gott, wir sind alle keine Engel. Ist doch vollkommen egal.
        *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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        • Gast

          #79
          Und deshalb kommentierst Du es auch.

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          • Gilla
            Board-Legende

            • 05.02.2007
            • 14776

            #80
            Ja, wie du ja auch.

            Ich meine nur, wie kann man sich darüber so aufregen, ob Parker spielsüchtig war oder nicht. Daher mein Einwurf.

            Es war sein Geld, was er rausgeworfen hat. Er hat dafür gearbeitet und es sich verdient. So konnte er damit machen was er wollte. Wo ist das Problem?
            *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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            • Winston

              #81
              - edit -
              Zuletzt geändert von Gast; 10.12.2013, 09:02

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              • MysteryTrain
                Posting-Legende

                • 12.07.2008
                • 7260

                #82
                Sagen wir doch einfach so: Parker hat mit hohen Einsätzen in den Casions gespielt, wogegen erstmal rein gar nichts einzuwenden ist, denn er war ein freier Mensch, der tun und lassen konnte, was er wollte.
                Ich bin jemand, der die moralische Keule nicht gerne auspackt, da für mich Freiheit und Eigenverantwortung sehr wichtig ist. Wenn allerdings bei Elvis ständig der moralische Zeigefinger erhoben wird, wenn er eine schlechte Show abgeliefert hat oder sonst etwas getan hat, das gewissen Forumsmitgliedern nicht passt, dann sollte man das mit gleichen Maßstäben messen wie bei Parker.
                Millionen im Casino zu verspielen ist absolut rechtens, wenn man es sich leisten kann. Ob es moralisch gut oder schlecht ist, das sieht wahrscheinlich jeder ein wenig anders.
                (Ob es bei Parker Sucht war, kann man schwer sagen, denn es gibt keine klaren Definitionen, wann Sucht beginnt. Es gibt z.B. Ärzte, die jemanden, der täglich 1 alkoholisches Getränk konsumieren, bereits als Alkoholiker bezeichnen ...)
                Zuletzt geändert von MysteryTrain; 10.12.2013, 09:45

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                • Gast

                  #83
                  Zitat von MysteryTrain
                  Wenn allerdings bei Elvis ständig der moralische Zeigefinger erhoben wird, wenn er eine schlechte Show abgeliefert hat...
                  Wenn eine Show nicht gut ist und dieser Auftritt hier besprochen wird, dann darf die Qualität des Gebotenen durchaus erwähnt werden. Mit irgendwelchen Zeigefingern hat das nichts zu tun.

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                  • MysteryTrain
                    Posting-Legende

                    • 12.07.2008
                    • 7260

                    #84
                    Zitat von A. C. van Kuijk
                    Wenn eine Show nicht gut ist und dieser Auftritt hier besprochen wird, dann darf die Qualität des Gebotenen durchaus erwähnt werden. Mit irgendwelchen Zeigefingern hat das nichts zu tun.
                    Erwähnen unbedingt. Aber manchmal hat man den Eindruck, es geht hier nur um solche Shows und andere gibt es gar nicht. Dazu kommt noch dieses oberlehrerhafte Aburteilen, das Leuten wie dir scheinbar besonders viel Spaß macht. Ja, es sind schlechte Shows, für die, die sie auf einem Tonträger anhören. Aber für ALLE die hat Elvis diese Shows nicht gemacht! (Ja, CBS ist ein Grenzfall, aber das sind 2 Shows von einigen hundert!)

                    Wenn es den Leuten vor Ort gefallen hat, sie ihre Eintrittskarten bezahlt haben und es für sie ein tolles Erlebnis war, Elvis gesehen zu haben, dann wird gerade der von Dir so geschätzte Herr Parker gesagt haben: "Voller Erfolg, die Kassen sind voll! (ich kann wieder ins Casino gehen! )"
                    Zuletzt geändert von MysteryTrain; 10.12.2013, 12:58

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                    • Gast

                      #85
                      Zitat von MysteryTrain
                      Aber manchmal hat man den Eindruck, es geht hier nur um solche Shows und andere gibt es gar nicht.
                      Für die Themenauswahl hier im Forum und die Veröffentlichungspolitik diverser Hersteller trage ich keine Verantwortung.

                      Zitat von MysteryTrain
                      Dazu kommt noch dieses oberlehrerhafte Aburteilen, das Leuten wie dir scheinbar besonders viel Spaß macht.
                      Für Deine Interpretationen übrigens auch nicht.

                      Zitat von MysteryTrain
                      Ja, es sind schlechte Shows, für die, die sie auf einem Tonträger anhören. Aber für ALLE die hat Elvis diese Shows nicht gemacht!
                      Du meinst also, ein Künstler braucht sich keine Mühe geben, wenn er seine Darbietung nur einem kleinen Kreis von Fans zugänglich macht?

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                      • MysteryTrain
                        Posting-Legende

                        • 12.07.2008
                        • 7260

                        #86
                        Zitat von A. C. van Kuijk


                        Du meinst also, ein Künstler braucht sich keine Mühe geben, wenn er seine Darbietung nur einem kleinen Kreis von Fans zugänglich macht?
                        Meine Meinung ist nicht relevant. Einem Colonel Parker hingegen war einzig und allein wichtig, dass die Kasse hinterher stimmte, und das tat sie. Ich erinnere z.B. daran, dass Elvis für die Silvestershow 1975/76 die höchste Gage bekam, die je einem Einzelkünstler damals gezahlt wurde. Solange der Rubel rollte, war für Parker alles in Ordnung. Er wusste sogar, dass er Elvis eigentlich gar nicht mehr brauchte, um mit ihm Kohle zu machen.
                        Der Estate musste ja bis Anfang der 90er gegen ihn prozessieren, damit er die Markenrechte an Elvis endlich herausrückte. Damit hat er nach Elvis' Tod noch sehr gut verdient!
                        Zuletzt geändert von MysteryTrain; 10.12.2013, 13:16

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                        • Gast

                          #87
                          Wieder was gelernt...

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                          • Circle G
                            Board-Legende

                            • 04.11.2007
                            • 11634

                            #88
                            Zitat von MysteryTrain
                            Wenn allerdings bei Elvis ständig der moralische Zeigefinger erhoben wird, wenn er eine schlechte Show abgeliefert hat oder sonst etwas getan hat, das gewissen Forumsmitgliedern nicht passt, dann sollte man das mit gleichen Maßstäben messen wie bei Parker.
                            Du vergleichst Äpfel mit Birnen.

                            Es war Elvis' Job, gute Shows abzuliefern. Wenn er aufgrund der Auswirkungen seiner Drogensucht eine miese Show abgeliefert hat, hat er seinen Job nicht ordentlich gemacht. Das kann man kritisieren.

                            Genauso dürfte man Parker kritisieren, wenn er aufgrund seiner angeblichen Spielsucht seinen Job für Elvis nicht mehr ordentlich gemacht hätte. (Dass Spielsüchtige nicht mehr in der Lage sind, ihren Beruf auszuüben, weil sie ständig nur ans Spiel denken müssen, gehört zu den typischen Symptomen pathologischen Spielens.) Wenn also Deals geplatzt wären, weil Parker - statt zu verhandeln oder im Büro zu sein - lieber am Spieltisch gesessen hätte. Wenn Konzerte ins Wasser gefallen wären, weil Parker bei der Organisation versagt hätte. Wenn Studio-Sessions geplatzt wären, weil Parker sich nicht drum gekümmert hätte. Wenn Platten nicht erschienen wären, weil Parker den gesamten rechtlichen Kram nicht erledigt hätte. Eben weil er sich nur noch für sein Roulette interessiert hätte, wie Spielsüchtige das nun mal tun.

                            All das hat aber nie stattgefunden. Alle, die mit Parker geschäftlich zu tun hatten, Mitarbeiter wie Vertragspartner, beschreiben ihn einhellig als absoluten Workaholic: Er war der erste im Büro und der letzte, der ging. Er hat immer zu 100% seinen Job gemacht und war über jede Kleinigkeit bestens informiert. Selbst in seiner Freizeit - z.B. an besagtem Roulette-Tisch - empfing er noch Geschäftspartner, heckte Deals aus und dachte sich neue Coups aus. Das alles ist verbrieft.

                            Nie ist irgendwas schiefgelaufen, nie gab es organisatorische oder geschäftliche Probleme. 22 Jahre Karriere und gemeinsame Arbeit - ohne einen einzigen Prozess. Das grenzt schon an ein Wunder. Bei anderen Stars hat man das Gefühl, sie stehen häufiger vor Gericht als auf der Bühne. All das spricht dafür, dass da jemand einen verdammt guten Job abgeliefert hat.
                            Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                            ____________________________

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                            • MysteryTrain
                              Posting-Legende

                              • 12.07.2008
                              • 7260

                              #89
                              Zitat von Circle G
                              Du vergleichst Äpfel mit Birnen.

                              Es war Elvis' Job, gute Shows abzuliefern. Wenn er aufgrund der Auswirkungen seiner Drogensucht eine miese Show abgeliefert hat, hat er seinen Job nicht ordentlich gemacht. Das kann man kritisieren.
                              Kritisieren ja. Aber wer kritisiert denn? Ausschließlich solche, die so ein Konzert 40 Jahre später auf einem nie offiziell geplanten Tonträger anhören. Für diese hat Elvis diese Shows aber gar nicht gemacht!! Dem Publikum vor Ort hat es doch scheinbar gefallen und sie kamen sogar oft gerne wieder. Auch wenn es damals schon einzelne negative Kritiken gab - im Großen und Ganzen dürften Elviskonzerte bis zum bitteren Ende, rein finanziell gesehen, ein voller Erfolg gewesen sein. Darum ging es doch Parker und um den geht es doch hier ...
                              Habe es oben schon mal geschrieben: Um mit Elvis Geld zu machen, hatte Parker den lebenden Elvis doch gar nicht mehr nötig und wie ich ihn kenne, hatte er bereits lange vor Elvis' Tod einen Plan B in der Tasche. Die Konzertgagen und die paar gequälten Studioaufnahmen, die es in den letzten Jahren noch gab, waren ein kleines Zubrot im Vergleich dazu, was nach Elvis' Tod kam. So besonders geschockt war er glaube ich nicht mal, als Elvis starb.

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                              • Circle G
                                Board-Legende

                                • 04.11.2007
                                • 11634

                                #90
                                Zitat von MysteryTrain
                                Der Estate musste ja bis Anfang der 90er gegen ihn prozessieren, damit er die Markenrechte an Elvis endlich herausrückte. Damit hat er nach Elvis' Tod noch sehr gut verdient!
                                Ich hoffe, Du weißt, dass das völliger Unsinn ist, oder? Es ging weder um die Markenrechte noch wurde bis Anfang der 90er prozessiert. Es wurde sich im Juli 1983 außergerichtlich geeinigt und man trennte sich sogar als Freunde.

                                Das Estate hat Parker wegen entgangener Einnahmen und Geschäftsgebaren zu Ungunsten seines Klienten Elvis Presley verklagt; man wollte Geld von Parker haben. Bei der außergerichtlichen Einigung war es dann aber so, dass Parker Geld bekam, und zwar mehrere Millionen. Er hat dem Estate im Gegenzug sein Archiv mit seiner Sammlung übergeben. Damit dürfte auch zu dem Thema alles gesagt sein.
                                Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                                ____________________________

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