War Elvis angepasst oder ein mutiger Kämpfer?

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  • brandalarm
    Gehört zum Inventar

    • 22.06.2008
    • 4241

    #76
    Er hat für sein Alter erstaunlich souverän darauf reagiert
    Because Elvis is so much more than the King...

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    • Sivle
      Gehört zum Inventar

      • 27.07.2003
      • 2589

      #77
      Musik war für Elvis ein Weg in ein besseres Leben für sich und seine Familie. Er wusste, dass er ganz gut singen konnte und Memphis war auch noch dazu der richtige Ort sich seinen Traum erfüllen zu können. Hätte er in Los Angeles gewohnt, hätte er sich wahrscheinlich in Hollywood um jede kleine Statistenrolle beworben um als Schauspieler entdeckt zu werden, was ja auch ein Traum von ihm war. Wenn man ihn als Kämpfer bezeichnen will, dann in eigener Sache um seine Träume verwirklichen zu können.

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      • Little Sister
        Kommt langsam in Fahrt

        • 21.01.2009
        • 108

        #78
        Zitat von Gilla
        Ich sag mal, das war nicht nur ein Gegenwind, sondern schon eine richtige Front
        Ich denke, diese Erfahrungen haben ihn in seiner Persönlichkeit gestärkt.

        Ich ziehe immerwieder den Hut davor, wie selbstbewusst er das hingenommen hat
        Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.
        Mark Twain

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        • gast-20100118

          #79
          Zitat von brandalarm
          Was den Kämpfer angeht, sehe ich es etwas anders. Elvis verfolgte sehr zielstrebig ein bestimmtes Ziel. Ich sehe aber keinen Kampf dahinter.
          Es gibt kein Erreichen eines Zieles und keinen wahrhaften Erfolg ohne Kampf.

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          • jenny_861
            Foren-Profi

            • 26.08.2007
            • 472

            #80
            "I'm a singer and not a fighter" - Elvis Presley

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            • tyrone
              Gehört zum Inventar

              • 30.11.2008
              • 1845

              #81
              Angepasst ist man glaube ich nur dann, wenn man sich gegen den eigenen Willen verbiegen lässt. Ich denke Elvis hat das (mit Ausnahme seiner Filmkarriere in den 60èrn) nie oder zumindest nur selten gemacht.

              Ob er deswegen ein mutiger Kämpfer war, keine Ahnung.

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              • gast-20100118

                #82
                Zitat von Sivle
                Wenn man ihn als Kämpfer bezeichnen will, dann in eigener Sache um seine Träume verwirklichen zu können.
                Natürlich war es ein Kampf, den Spießern zu trotzen. Aber da hatte er Übung drin. Auch der eigenen Mutter wurde getrotzt, die diese Musik, die einen solchen Bohai auslöste, nicht befürwortete, da sie um klein Elvis tierisch bangte. Doch Elvis hatte nichts als Spassvermittlung im Sinn, und es war sein Ziel, dieses der Jugend auch wirklich zukommen zu lassen, und es sich nicht von heuchlerischen Moralvorstellungen absprechen zu lassen. Denn Schlechtes konnte er nun gar nichts darin sehen. Wo gerade er sich doch bemühte den himmlischen Herrn nicht zu erzürnen. Da stand Herzensglühen und gelebter ekstatischer fröhlich machender Glaube gegen verlogene Borniertheit, Mißgunst und Lippenbekenntnisse.

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                • gast-20100125

                  #83
                  Zitat von Gilla
                  Gesellschaftlich ausgegrenzt zu werden, ist kein Pappenstiel.
                  ...

                  Ich denke nicht, dass man das "gesellschaftlich ausgegrenzt" so pauschal sagen kann.....Er wurde doch nur von einem bestimmten Teil der Gesellschaft "ausgegrenzt" wie die m. M. nach fanatischen Predigern und einigen Beamten u. Lehrkörpern.

                  Ich bin der Meinung, dass Elvis kein Rebell war - sondern bereits seit frühester Kindheit "anders" als der Grossteil der Jugend war. Er hatte bereits hier seinen eigenen Stil in puncto Kleidung, Frisur ect., was für mich bedeutet, dass er schon in seiner Jugendzeit eine eigene, starke Persönlichkeit entwickelte, die sich von allen anderen unterschieden hat. Man denke nur mal an seine Schulerlebnisse. Während alle anderen kurze Haare hatten, fiel er bereits dort wegen seiner "Ducktail-Frisur" auf. Und wer kleidet sich schon in rosa Hosen und Hemden?

                  Wie er selbst einmal sagte, war er zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Während jener Zeit fand ja auch ein gesellschaftl. Umschwung in den USA statt und auf einmal hatten die Kids jemanden, der ihre Träume u. Vorstellungen lebte, jemanden, der ihr Vorbild war - sowohl in Kleidung als auch in Musik. Elvis war der "fleischgewordene" Traum der damaligen Teenies, jemand mit dem sie sich identifizieren konnten.
                  Dass sowas den Eltern ect. nicht gefiel, dürfte wohl kaum verwundern.
                  Das alte Establisment fühlte sich bedroht und fürchtete die Auswirkungen.
                  Wie war es denn bei uns? Auch nicht anders - siehe Flower Power Zeit, Miniröcke usw.

                  Für mich war er weder ein Rebell noch war er angepasst. Er war ganz einfach nur immer er selbst.....zumindest in den 50-igern.
                  Später hatte er aufgrund seiner Bühnenkleidung/Show ein glamouröseres Image.

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                  • jenny_861
                    Foren-Profi

                    • 26.08.2007
                    • 472

                    #84
                    AAAAHHH Jetzt seh ich's erst! Wir haben unseren Danke-Button wieder!

                    Kommentar

                    • michael grasberger
                      Posting-Legende

                      • 16.02.2006
                      • 9974

                      #85
                      Zitat von Blues Boy
                      Seine Bühnenkleidung war auch bei den anderen Auftritten angepasst. Da war doch nichts Ausgefallenes dabei.
                      in schwarzweiß kommen die lauten farben recht schlecht zur geltung.

                      (übrigens: auch die stones sind mitte der 60er noch im anzug bei ed sullivan aufgetreten. die haartracht & ihre bewegungen reichten zur schockwirkung völlig aus.)

                      "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                      (Nick Tosches)

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                      • brandalarm
                        Gehört zum Inventar

                        • 22.06.2008
                        • 4241

                        #86
                        Zitat von Rev.Gerhard
                        Es gibt kein Erreichen eines Zieles und keinen wahrhaften Erfolg ohne Kampf.
                        Hier unterscheidet er sich aber nicht von anderen zielstrebigen Menschen, deshalb sehe ich persönlich es nicht als Kampf an, für mich zählt das zu den üblichen Härten des Lebens.
                        Because Elvis is so much more than the King...

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                        • TheKing
                          Board-Legende

                          • 19.06.2006
                          • 20721

                          #87
                          Zitat von Gilla
                          Die Frage kam mir gestern beim Betrachten der Ed Sullivan Show.

                          Ja durch dieses Posting wird die Fragestellung in ihrer Intension etwas deutlicher. Es ist manchmal wichtig zu wissen, an "welchen" Elvis man bei der Fragestellung dachte. Du empfandest so beim Betrachten der Ed Sullivan Show. Und entzündet hat sich diese Frage an der These, dass Elvis nur im Kopf hatte berühmt zu werden und der Rock `n Roll sei nur eine Krücke dazu gewesen. Das steckt doch dahinter, oder? Du willst nun wissen, ob er als Typ, so wild war wie er auf der Bühne tat, oder ob er das nur spielte und in Wirklichkeit ein zugeknöpfter braver und vielleicht fast schon biederer Junge war, der Gospel hörte und nur Balladen singen wollte. Ich habe das so verstanden.

                          Nun, meine Antwort darauf hab ich oft gegeben. Mir ist unverständlich, wie man einem Elvis Presley in die Schuhe schieben will, er habe den Rock`n Roll nicht gerne gesungen. Ich denke dann immer daran, dass es meistens Elvisfans sind, die über die Balladen zu Elvis kamen, die nämlich selbst die Nase über den Rock`n Roll rümpfen und es sich deshalb so zurechtlegen. Jeder baut sich ja seinen eigenen Elvis zurecht, das haben wir schon erfahren..das Thema hieße Elvis als Projektionsfläche.

                          Diese Themen können immer nur spekulativ beantwortet werden. Aber in dieser Frage bin ich mir sicherer als sonst: Natürlich hat Elvis aus voller Seele gerockt! Gut er hat sich dann anders entwickelt und er hatte noch mehr Seiten zu bieten...aber wer den 50er Jahre Elvis hört und sieht, der kann eigentlich nicht verleugnen, dass der Junge in seiner Jugend und seinem Talent aufgeht und seinem Alter entsprechend die wilde Welle macht und zwar die gottverdammt größte Welle die je einer gemacht hat. Holy Moses! Sicherlich war es irgendwann auch ein professioneller Akt, aber ohne Passion und Feeling geht das nicht. Die LEute, die sowas reden und sich vorstellen, wissen nichts von Rock`n Roll, die fühlen das nicht...die reden wie die Sau vom Eierlegen....das Elvis nicht gerne gerockt hat und das bis zum Schluss...ist ähnlich lachhaft wie die Behauptung dieses Forum sei gelb und Sonne ist viereckig oder TheKing sei höflich...forget it!
                          Ohne Worte!

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                          • Gilla
                            Board-Legende

                            • 05.02.2007
                            • 14776

                            #88
                            Ja, ja, ja, du hast es genau erkannt und genau wiedergegeben, was ich dachte....

                            [ame="http://video.yahoo.com/watch/219012/903386"]Elvis Presley - Hound Dog Ed Sullivan Show 1956 on Yahoo! Video[/ame]


                            ...war leider nur doppelt zu kriegen...
                            Zuletzt geändert von Gilla; 27.01.2009, 07:15
                            *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

                            Kommentar

                            • Gilla
                              Board-Legende

                              • 05.02.2007
                              • 14776

                              #89
                              Der Sullivan ist so steif, das sieht aus, als versuchte der den Ententanz...
                              *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

                              Kommentar

                              • Suskai
                                Gehört zum Inventar

                                • 23.06.2008
                                • 2312

                                #90
                                Meiner Meinung nach war Elvis schon ein Kämpfer, denn er hat etwas ganz neues geschaffen, etwas, dass es so vorher noch niegegeben hat. Die Vorstellungen von vielen Menschen waren damals eingefahren und auch heute sind noch recht viele Menschen recht engstirnig und glauben nur an ihre Ansichten. Außerdem hat er sich mit seinem aussehen, seien es nun die rosa Hosen und Hemden oder seinen Entenschwanz von vielen Menschen abgehoben und musste auch mit Lästereien und Beschimpfungen fertig werden. Er hat immer an seinem Traum festgehalten, auch wenn viele meinten, er wäre nur laut und wie seine Musiklehrerin meinte, dass er nicht singen könnte. Er hat an allem festgehalten und an das geglaubt was er tat, auch wenn dies manchmal sehr schwer war. Man muss immer versuchen sich abzuheben, aber ich denke, jeder der dies von uns schon mal versucht hat, der weiß, wie schwer dies ist. Viel wichtiger ist es, dass man sich nicht unterkriegen lässt und Elvis war so, den Kritikern hat er die Stirn geboten und in dieser Hinsicht kann man ihn sich eigentlich nur zum Vorbild nehmen. Egal ob es sein Musikgeschmack oder sein Aussehen war - Elvis Presley war kein angepasster Mensch und er hat sich nie sein Leben vorschreiben lassen. Ich glaube, dieser Mann wollte so Leben, wie er es für richtig hielt.
                                "Before Elvis, there was nothing." John Lennon
                                "Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und nicht den Wert." Oscar Wilde

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