War Elvis wirklich ein angepasstes, harmloses Söhnchen, der den Gospel liebte und diese Musik favorisierte. War er nicht doch der überzeugte Rock'n' Roller, der vielleicht in diese Musik hineingestolpert ist, der aber durch seinen Mut und der Überzeugung, das Richtige zu machen, Grenzen überschritt, die die Gesellschaft und die Musik veränderte?
In einigen Diskussionen hier im Forum wurde erwähnt, dass er sich Erwachsenen gegenüber fast schon devot verhielt und es nicht ertragen konnte, unangenehm aufzufallen.
Ich habe mir gerade noch einmal ganz genau seine Auftritte bei Ed Sullivan angeguckt. Das Publikum sah aus wie der Durchschnittsamerikaner in den fünfziger Jahren, etwas spießig und konservativ, dazwischen Gekreische von Jugendlichen.
Gleichzeitig sahen Millionen seine Auftritte im TV.
Wenn ich mir den Elvis in dieser Zeit anschaue, er wirkt gefährlich in seinem frechen, schlacksigen Auftreten, mit ner gehörigen Portion Sexappeal ausgestattet.
Die rhythmisch bis ekstatische Art, wie er seinen Körper zur Musik bewegte - gelegentlich auch mit einer Portion Selbstironie - kannte man höchstens von Schwarzen, dem weißen Mainstream-Publikum war so etwas bis dato völlig unbekannt. Besonders sein Hüftschwung ("Elvis the pelvis" = Elvis, das Becken) wurde legendär, war aber auch ständiger Stein des Anstoßes für die öffentliche Meinung im konservativen Klima in den USA der 50er Jahre.
Elternverbände und allen voran die Kirche fürchteten einen generellen Verfall von Sittlichkeit, Moral und ethischen Werten bei der fanatisierten Jugend; ein großer Teil der amerikanischen Presse verteufelte ihn aufgrund dessen u. a. als "Botschafter des schlechten Geschmacks", "sexuellen Freibeuter", oder gar "musikalischen Abschaum" und heizte die Stimmung dadurch zusätzlich an. Das führte soweit, dass ihm in manchen Bundesstaaten die Polizei wegen des starken öffentlichen Druckes bei Konzerten den Hüftschwung unter Androhung von Strafen verbot.
Dabei wollte Elvis mit seinen Bewegungen nie einen öffentlichen Skandal provozieren - im Gegensatz zu manchen Rockstars nach ihm, die noch wesentlich spektakulärer auftraten, um so ihren allgemeinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen oder ihr Image als "böse Buben" zu pflegen - sondern sie waren vor allem Ausdruck seiner musikalischen Emotionen.
In der Ed Sullivan-Show, der bekanntesten Musiksendung im damaligen US-Fernsehen erreichte Elvis eine landesweite Rekord-Einschaltquote von 80%, obwohl Sullivan vorher öffentlich bekannt gab, dass Elvis wegen seiner anstößigen Bewegungen nur von der Hüfte an aufwärts gezeigt werde. Vorher hatte sich der Moderator monatelang geweigert, Elvis ins Programm zu nehmen, musste sich aber letztlich doch dem Ansturm der amerikanischen Jugend beugen.
All dies passt m.E. nicht in das Bild eines angepassten, verwöhnten Muttersöhnchens. Ich finde, Elvis hatte ungeheuren Mut aufgebracht, weiterzumachen.
Ihm wehte in dem konservativen Amerika der damaligen Zeit eine steife Brise entgegen. Seine Mutter bat ihn des öfteren, damit aufzuhören, weil sie desweiteren Angst hatte, ihm würde vielleicht etwas angetan.
Die Einnahmen sprudelten natürlich, das wusste Elvis. Aber ein "Weichei" hätte das nicht durchgestanden, trotz des verlockenden Geldes, da bin ich mir sicher.
Was denkt ihr?
In einigen Diskussionen hier im Forum wurde erwähnt, dass er sich Erwachsenen gegenüber fast schon devot verhielt und es nicht ertragen konnte, unangenehm aufzufallen.
Ich habe mir gerade noch einmal ganz genau seine Auftritte bei Ed Sullivan angeguckt. Das Publikum sah aus wie der Durchschnittsamerikaner in den fünfziger Jahren, etwas spießig und konservativ, dazwischen Gekreische von Jugendlichen.
Gleichzeitig sahen Millionen seine Auftritte im TV.
Wenn ich mir den Elvis in dieser Zeit anschaue, er wirkt gefährlich in seinem frechen, schlacksigen Auftreten, mit ner gehörigen Portion Sexappeal ausgestattet.
Die rhythmisch bis ekstatische Art, wie er seinen Körper zur Musik bewegte - gelegentlich auch mit einer Portion Selbstironie - kannte man höchstens von Schwarzen, dem weißen Mainstream-Publikum war so etwas bis dato völlig unbekannt. Besonders sein Hüftschwung ("Elvis the pelvis" = Elvis, das Becken) wurde legendär, war aber auch ständiger Stein des Anstoßes für die öffentliche Meinung im konservativen Klima in den USA der 50er Jahre.
Elternverbände und allen voran die Kirche fürchteten einen generellen Verfall von Sittlichkeit, Moral und ethischen Werten bei der fanatisierten Jugend; ein großer Teil der amerikanischen Presse verteufelte ihn aufgrund dessen u. a. als "Botschafter des schlechten Geschmacks", "sexuellen Freibeuter", oder gar "musikalischen Abschaum" und heizte die Stimmung dadurch zusätzlich an. Das führte soweit, dass ihm in manchen Bundesstaaten die Polizei wegen des starken öffentlichen Druckes bei Konzerten den Hüftschwung unter Androhung von Strafen verbot.
Dabei wollte Elvis mit seinen Bewegungen nie einen öffentlichen Skandal provozieren - im Gegensatz zu manchen Rockstars nach ihm, die noch wesentlich spektakulärer auftraten, um so ihren allgemeinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen oder ihr Image als "böse Buben" zu pflegen - sondern sie waren vor allem Ausdruck seiner musikalischen Emotionen.
In der Ed Sullivan-Show, der bekanntesten Musiksendung im damaligen US-Fernsehen erreichte Elvis eine landesweite Rekord-Einschaltquote von 80%, obwohl Sullivan vorher öffentlich bekannt gab, dass Elvis wegen seiner anstößigen Bewegungen nur von der Hüfte an aufwärts gezeigt werde. Vorher hatte sich der Moderator monatelang geweigert, Elvis ins Programm zu nehmen, musste sich aber letztlich doch dem Ansturm der amerikanischen Jugend beugen.
All dies passt m.E. nicht in das Bild eines angepassten, verwöhnten Muttersöhnchens. Ich finde, Elvis hatte ungeheuren Mut aufgebracht, weiterzumachen.
Ihm wehte in dem konservativen Amerika der damaligen Zeit eine steife Brise entgegen. Seine Mutter bat ihn des öfteren, damit aufzuhören, weil sie desweiteren Angst hatte, ihm würde vielleicht etwas angetan.
Die Einnahmen sprudelten natürlich, das wusste Elvis. Aber ein "Weichei" hätte das nicht durchgestanden, trotz des verlockenden Geldes, da bin ich mir sicher.
Was denkt ihr?



) an sich vorbeiziehen zu lassen, der Erfolg gab und gibt ihm bis heute recht.

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