In wie weit hat sich Elvis verändert?

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  • Eves
    Foren-Experte

    • 25.01.2006
    • 977

    #16
    Diskussion In wie weit hat sich Elvis verändert

    Priscilla hat ihn in einem Moment kennengelernt,also in Deutschland,wo er nicht zu Hause war und Vorgesetzte hatte,
    was er außer dem Col.so nur von Jobs aus Amerika kannte.Da ist man verletzlich und als Sie nach Amerika kam,fehlte Elvis das Liebste auf der Welt,die unersetzbare Gladys.
    Ich denke der Rest ist ein ganz gewöhnliches Gehabe,gegenüber den Jungs der MM und ein wenig Cilla gegenüber.Der Rest ist die Entwicklung aus der
    Karriere heraus,Frust für ihn(lächerliche) Filme,dabei noch pünktlich fit zu den Dreharbeiten.Da war schon die Ein oder Andere Pille im Spiel.Es beginnt mit Gewichtszunahme,was man bei manchen Filmen auch sieht.
    Dann die Hochzeit,Lisa,das Special,Scheidung und Aloha.Plötzlich geht man
    auf die 40Jahre zu und hat so ein Wechselbad der Gefühle hinter sich.Ich
    finde auch,daß er sich änderte.Die Sanftheit wich manchmal dem Jähzorn,aber wenn man selbst einmal zurückblickt,so hat man sich
    auch verändert und ist irgendwie dominanter oder gereifter.Das gehört wohl zum Leben,wie auch viele Menschen Probleme mit dem Altern/Tod haben.Schicksal,es verläuft bei Jedem anders
    Without a song,the day would never end.
    Without a song,a man ain t got a friend.
    Without a song,the road would never bend,
    so I keep singing a song. Elvis Presley

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    • Poschi

      #17
      Ich glaube daß Elvis als er in die Armee kam den Horizont eines 15-16 Jährigen hatte.Warum nimmt man sich sonst so ein Junges Ding?Irgendetwas stimmt hier bei ihm m.E. nicht.Ich möchte aber jetzt nicht so weit gehen und behaupten er wäre Pädophil gewesen.Beliebt war er in seiner Jugend auch nicht gerade.Danach war er dann der Große und konnte mit den Leuten die ihn im normalen Leben nie angesehen hätten machen was er wollte.Und ich denke daß er diese Macht sehr genossen hat.
      Ich persönlich würde mich auch nicht mit Typen abgeben die mit 30-35 noch Wasserbomben werfen und das unheimlich toll finden.
      Ich denke die Veränderungen,Ausbrüche und Wutanfälle z.T. durch seine "Medikamente" und vielleicht auch die Einsicht daß die ganzen Menschen nicht wegen ihm sondern wegen seinem Geld und Erfolg da waren und ihn insgeheim belächelten.
      Aber natürlich kamen auch andere Faktoren wie in jedem anderen Leben dazu.

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      • brandalarm
        Gehört zum Inventar

        • 22.06.2008
        • 4241

        #18
        na, die 14-Jährige möchte ich sehen, die sich mit 15-16-jährigen Jungs abgibt...

        Priscilla war sicher relativ weit für ihr Alter, evtl. auch dadurch, dass sie sich ja ständig in fremder Umgebung wieder neu durchsetzen musste. Sie hatte also Erfahrung mit der Situation in der Elvis grade steckte.
        Because Elvis is so much more than the King...

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        • sgtpepper1983
          Ganz neu hier

          • 25.01.2007
          • 7

          #19
          Ich schätze,dass bei Elvis, teilweise doch recht seltsamer, Persönlichkeit mehrere Dinge eine Rolle spielten. Zum einen eine tiefe Religiösität, die ihm wohl vor allem von Gladys vermittelt wurde. Ich denke, sein Vertrauen in den Glauben wurde von dem Tod seiner Mutter (als ultimative Ungerechtigkeit) bis ins Mark erschüttert. Es ist schon auffällig, dass er eine spirituellen Orientierungslosigkeit durchlief, die er eigentlich den Rest seines Lebens nicht auflösen konnte. Er suchte, ich würde fast schon verzweifelt sagen, im Judentum, in der Meditation (er wusste vom Mahareshi lange vor den Beatles) und selbst in der Kabbala nach Lösungen. Also Nr. 1: gigantische Glaubenskrise, deren Schmerz er linderte, indem er immer wieder mit Gospelliedern zu der Musik und zum Glauben seiner "unbeschwerten" Kindheit zurückkehrte.
          Nr. 2: eine mindestens ebenso tiefe sexuelle Verunsicherung. Immer wieder wird beschrieben, wie, abseits der Bühne, seltsam asexuell Elvis sich eigentlich verhielt. Von Priscilla, die von kindlichen Sexspielen erzählt, bis zu Cybill Sheperd (?), die beschreibt, wie Elvis einfach nicht mit ihr schlafen konnte. Auch hat Elvis selber erzählt, wie er als Jugendlicher aufgrund seines Stils häufig als "Schwuchtel" bezeichnet wurde, was darin resultierte, dass er sich selber ernsthaft fragte, ob er es denn nun sei, oder nicht. Von der Hand weisen lässt sich jedenfalls nicht, dass keine Ursache für spätere Verhaltensweisen, so prägend ist wie sexuelle Unsicherheit im Jugendalter. Darin liegt wahrscheinlich auch der Kern für diesen Sinn des "Nicht-Erwachsen-Werden-Wollens", den Elvis' Späße und generelles Verhalten beschreiben. Endlich hat der Junge, den die Meisten in der Schule eher mieden, einen Freundeskreis, der alles macht was er will (und Elvis war durchaus bewusst, dass es sich da eher um ein Angestellten-Verhältnis handelte, als um echte Freundschaft), und den er nun auf keinen Fall wieder verlieren will.
          Der dritte Grund ist der banalste und klingt in seiner Einfachheit vielleicht etwas zu simpel. Doch denke ich, dass auch dieser nicht außen vor gelassen werden darf: die einfache Geschichte vom schüchternen Jungen aus Tupelo, der, ohne es zu wollen, der erste weltweite Superstar der Geschichte wird.
          Das verkraftet keiner schadlos.

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          • Derek
            Gehört zum Inventar

            • 02.06.2007
            • 3185

            #20
            Jeder Biograf steht vor zwei Herausforderungen, wenn er über Elvis schreiben möchte.

            Er muss zum einen erklären, warum Elvis einen solch riesigen Erfolg hatte. Und da spielen plötzlich Fragen eine Rolle, über die sich die Gemüter bis heute erhitzen, z. B.: Hätte Elvis diesen Erfolg auch ohne den Colonel gehabt?

            Zum anderen muss er erklären, warum Elvis vorzeitig starb. Und da spielen plötzlich Fragen eine Rolle, über die sich die Gemüter bis heute erhitzen, z. B.: Lag es an den Medikamenten? Lag es am Ruhm? Lag es an den Genen?

            Wenn ich darüber nachdenke, wann das Unglück begann, dann lande ich gedanklich in der Zeit, nach der Vany fragt. Elvis' Leben fuhr in den 50ern auf extreme Weise Karussell. Vom armen Jungen über den superreichen Weltstar zum einfachen G.I., der seine innig geliebte Mutter verliert, seine Heimat verlassen muss und eine einmalige Karriere aufs Spiel setzt.

            In Deutschland war Elvis mehr als jemals zuvor und danach auf sich selbst geworfen und musste mit Grundfragen seines Lebens fertig werden, z. B.: Welchen Sinn hat meine Karriere, jetzt, da der wichtigste Mensch in meinem Leben verstorben ist? Was fange ich an, wenn meine Karriere nach der Soldatenzeit kaputt ist? Hat meine Karriere meiner Mutter geschadet? Wie werde ich mit diesem lästigen Heimweh fertig? Wie werde ich mit meiner Einsamkeit fertig? Diesen Elvis lernte Priscilla kennen.

            Als sie ihn zwei Jahre später in den Staaten wiedersah, hatten sich viele Fragen erledigt, beantwortet oder konnten vernachlässigt werden. Elvis war der große Star geblieben. Er hatte sich mit einem Leben ohne seine Mutter arrangiert. Und deshalb sah Priscilla einen anderen Elvis wieder, als sie kennengelernt hatte.

            Doch meiner persönlichen Meinung nach ist nach 1958 einiges in Elvis' Leben hohl geblieben, war Fassade. Deshalb der spätere Hunger nach Religion, deshalb der fortgesetzte Gebrauch von Medikamenten, deshalb am Ende der vorzeitige Tod ...

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            • gast-20100118

              #21
              Zitat von Derek
              Doch meiner persönlichen Meinung nach ist nach 1958 einiges in Elvis' Leben hohl geblieben, war Fassade. Deshalb der spätere Hunger nach Religion, deshalb der fortgesetzte Gebrauch von Medikamenten, deshalb am Ende der vorzeitige Tod ...
              Bist Du als Normalo ein auffallend glücklicher Mensch, werden auch die Neider angekrochen kommen, und versuchen, hinter Deiner "Fassade" zu ihrer Beruhigung Schwachstellen zu finden. Es ist für unsere Zivilisation unüblich geworden, jemanden als so glücklich zu belassen, wie er erscheint. Und in Elvis' Fall: ... ihn letztendlich 'glücklich' eines natürlichen Todes sterben zu lassen. Aber für unsere Zivilisation und ihren medizinischen Eifer sicher auch symptomatisch, dass es den "natürlichen" Tod nicht zu geben hat. Wir scheinen auf dem Weg zu sein, in absehbarer Zeit konstatieren zu wollen, daß der Tod eine Fehlentwicklung und etwas Widernatürliches sei. Aber noch ist der Tod in der Regel etwas sehr Natürliches. Besonders nach einem Leben, das mit Bemühungen, Ereignissen, Bewegung und Entwicklung, Freud und Leid reichlich gesegnet war.

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              • brandalarm
                Gehört zum Inventar

                • 22.06.2008
                • 4241

                #22
                mit 42 Jahren zu sterben ist auch im 20. Jahrhundert nicht als natürlich anzusehen
                Because Elvis is so much more than the King...

                Kommentar

                • gast-20100118

                  #23
                  Zitat von brandalarm
                  mit 42 Jahren zu sterben ist auch im 20. Jahrhundert nicht als natürlich anzusehen
                  doch. das geschöpfliche Leben ist megasensibel, und keiner hat einen Anspruch auf Krankheitslosigkeit oder Alter gemäß welcher Definition auch immer.

                  Kommentar

                  • brandalarm
                    Gehört zum Inventar

                    • 22.06.2008
                    • 4241

                    #24
                    nun kommt es vermutlich drauf an, wie man einen natürlichen Tod definiert. Für mich ist es der Tod auf Grund des fortgeschrittenen Lebensalters, der einen Menschen in der westlichen Welt durchschnittlich mit Mitte 70 ereilt.

                    Todesfälle auf Grund von Krankheit, die wesentlich früher eintreten, sind für mich vielleicht noch als normale Umstände des Lebens anzusehen, aber kein natürlicher Tod.

                    Wenn ein Mensch Raubbau mit seinem Körper betreibt oder schwer krank 30 Jahre vor Erreichen der durchschnittlichen Lebenserwartung abtritt, ist er für mich nicht eines natürlichen Todes gestorben.
                    Because Elvis is so much more than the King...

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                    • gast-20100118

                      #25
                      Zitat von brandalarm
                      Wenn ein Mensch Raubbau mit seinem Körper betreibt oder schwer krank 30 Jahre vor Erreichen der durchschnittlichen Lebenserwartung abtritt, ist er für mich nicht eines natürlichen Todes gestorben.
                      derjenige, welche Elvis' Grabinschrift veranlaßte, hätte ihn sicher auch noch gern bei sich behalten. Aber er hat Recht.

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                      • annmargrethistruelove
                        Gehört zum Inventar

                        • 02.07.2008
                        • 3480

                        #26
                        Zitat von Rev.Gerhard
                        derjenige, welche Elvis' Grabinschrift veranlaßte, hätte ihn sicher auch noch gern bei sich behalten. Aber er hat Recht.
                        Gott hat E zu sich geholt weil dieser Ruhe brauchte ?
                        The sun never sets on a legend...

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                        • gast-20100118

                          #27
                          Zitat von annmargrethistruelove
                          Gott hat E zu sich geholt weil dieser Ruhe brauchte ?
                          ja, ich weiß, Du hast mit Gott nicht so viel im Sinn. Aber für diejenigen, für die Gott eine wichtige Rolle spielt, kann man's nicht besser ausdrücken.

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                          • annmargrethistruelove
                            Gehört zum Inventar

                            • 02.07.2008
                            • 3480

                            #28
                            Er revolutionierte die Welt der Musik
                            und erhielt dafür die höchsten Anerkennungen.
                            Er war eine leibhaftige Legende zu seiner Zeit


                            Ich denke das ist der Teil der Grabinschrift der es auf den Punkt bringt! Was Elvis war, und was ihn dann in letzter Konsequenz auch getötet hat!
                            The sun never sets on a legend...

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                            • Derek
                              Gehört zum Inventar

                              • 02.06.2007
                              • 3185

                              #29
                              Ich werde mich auf keinen Fall auf eine Diskussion mit der rosa Fraktion einlassen, weil das nichts bringt. Und Vany's bis dato wunderschönen und friedlichen Thread mit Tiefgang werde ich nicht kaputt machen.

                              Nach Revys Definition ist Elvis tatsächlich eines natürlichen Todes gestorben.

                              Nach meiner Definition ist Elvis natürlich einer tödlichen Tatsache erlegen.

                              Wie man es dreht und wendet ...

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                              • tyrone
                                Gehört zum Inventar

                                • 30.11.2008
                                • 1845

                                #30
                                ich habe schon bei einigen Leuten beobachten müssen wie Drogen den Charakter eines Menschen verändern können. ich bin daher durchaus der Meinung das man diesen Punkt, auch wenn es abgedroschen klingt, nicht unterschätzen darf. Sicherlich wird man im Laufe eines Lebens selbstberwusster (gerade ein erfolgsverwöhnter Mann wie Elvis) aber einige Veränderungen lassen sich für mich anders nur schwer erklären. Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen das ein Elvis ohne Drogenerfahrung ernsthaft darüber nachgedacht hätte einen Mord in Auftrag zu geben oder das Leben seiner Freundin (oder seiner Kumpel/Angestellten) zu gefährden in dem er wild durch die Gegend ballert.

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