Colonel Tom Parker

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  • gast-20090521

    #571
    Zitat von burroughs
    Off-Topic:

    beispiele?
    Off-Topic:

    Mein persönlicher Favorit: Manowar

    Kommentar

    • King77
      Board-Legende

      • 04.08.2007
      • 14895

      #572
      Zitat von MusicMan
      Off-Topic:

      Mein persönlicher Favorit: Manowar
      Wenn Du dich nur für die Musik begeisterst,warum schreibst Du 50 Seiten bei Themen wie Parker,Drogen usw.Bei diesen Themen kommst Du öfter vor als bei Musikthemen.

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      • gast-20090521

        #573
        Zitat von King77
        Wenn Du dich nur für die Musik begeisterst,warum schreibst Du 50 Seiten bei Themen wie Parker,Drogen usw.Bei diesen Themen kommst Du öfter vor als bei Musikthemen.
        Das Thema Drogen interessiert mich null, nervt mich ehrlich gesagt nur. Habe ich hier auch immer wieder zum Ausdruck gebracht. Mir persönlich ist es vollkommen egal, ob Elvis Drogen genommen hat, wie viele, wie oft, und ob er daran gestorben ist oder nicht. Wenn er einen tollen Song gesungen hat, ist es mir schnuppe, ob er danach den Rasen gemäht, ein Groupie gevögelt, seine Waffen geputzt oder sich eine Dröhnung verpasst hat.

        Die Arbeit von Colonel Parker interessiert mich hingegen sehr. Das ist mein persönliches Steckenpferd, so wie andere sich für Elvis' Jumpsuits oder Autos interessieren. Hinzu kommt, dass das Thema "Produktion und Verkauf von Musik" mein täglich Brot ist, so dass ich gezwungen bin, mich damit auseinanderzusetzen.

        Ich hoffe, die Frage damit beantwortet zu haben, und würde mich freuen, wenn wir uns nun endlich mal wieder dem eigentlichen Thema dieses Threads zuwenden könnten, weil ich das für wesentlich interessanter halte als meine Person und meine Ansichten zu Elvis' Tod, zumal wir da erfahrungsgemäß nie auf einen grünen Zweig kommen.

        Kommentar

        • gast-20100118

          #574
          Zitat von King77
          Wenn Du dich nur für die Musik begeisterst,warum schreibst Du 50 Seiten bei Themen wie Parker,Drogen usw.Bei diesen Themen kommst Du öfter vor als bei Musikthemen.
          Letztendlich dürfen wir nie vergessen, dass kaum einer gewillt ist, im Internet einen kompletten Seelenstriptease hinzulegen. Und natürlich ist es klar, dass das geschriebene Wort nicht immer mit dem tatsächlichen Seelenzustand übereinstimmt. Es sind gerade im Internet auch Rollen, die gespielt werden. Und so darf man getrost nicht alles auf die Goldwaage legen, ohne sich gleich gezwungen zu sehen, den Tiefenpsychologen raushängen zu lassen.

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          • Albert

            #575
            Zitat von MusicMan
            Ich bin so frei, Deine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten: Gibt es in seinen letzten beiden Lebensjahren irgendetwas an seinem Verhalten, das darauf hindeutet, dass er irgendwelche echten Ziele gehabt hat? Ich sehe da nichts...
            Das sehe ich genauso! Es gab keine Ziele, sonst hätte er ja nicht so gelebt, wie er es nun mal getan hat.
            Leider! war es kein Ziel von ihm nach Europa zu kommen, sonst hätte er es gemacht. Leider war es kein Ziel von ihm, eine nette Partnerschaft zu führen, in der man mal treu sein kann, sonst hätte er es gemacht usw. usw.
            Und eventuell hätten diese Ziele ihn aus der Abhängigkeit befreien können. Er wollte aber nicht. Die Sache mit Lisa empfinde ich ebenfalls so: Ein verantwortungsvoller Vater dröhnt sich nicht in Gegenwart seines Kindes zu und schießt Fernseher ein. Natürlich hat er Lisa geliebt, aber weder ihr zuliebe noch für seinen Vater hat er auf sein krasses und zerstörerisches Verhalten verzichtet.
            Er hat diese Art der Verantwortung für sein Leben nicht übernommen und das ist seine größte Schwäche, was ihn aber wiederum auch zu einem ganz "normalen" Menschen macht.

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            • TheKing
              Board-Legende

              • 19.06.2006
              • 20721

              #576
              Zitat von MusicMan
              Alles richtig, aber Dir ist doch klar, dass ein Sänger auch ein Stück weit Schauspieler ist, oder? Was er da so tief und feinfühlig interpretiert, muss nicht sein eigenes, privates Empfinden sein. Geht auch gar nicht: Elvis hat doch etwa 800 Songs gesungen, aber nur 42 Jahre gelebt. Wann soll er das alles erlebt haben, wovon er sang?

              Elvis' großartige Eigenschaft als Interpret war, dass er sich für die 3 Minuten eines Songs voll da reinsteigern konnte, dass er das gerade innerlich tatsächlich durchmachte, und Dir obendrein das Gefühl gibt, er singt nur für Dich. Er war ein genialer Kommunikator.
              Zugegeben. Aber ich bin der Meinung, dass es eine Basis an Herzensbildung geben muss um ein Gefühl oder eine Art von Gefühlslage nachzuvollziehen. Die Auswahl der Songs und die Art der Interpretation lassen für mich zwar nicht den 100% Blick auf den Menschen Elvis und seine privaten Gefühle zu, aber ich kann schon eine gewisse Schwermut entnehmen. Vielleicht übersteuere ich und man kann es nicht genau Wissen ( Genauigkeit ist beim demThema eben nicht drin) Aber wenn ich mir die Jungleroomsession anhöre, oder andere Songs des Spätwerkes, dann meine ich schon eine große Traurigkeit rauszuhören. Das liegt ihm in dieser Zeit. Die Uptemponummern und die Songs mit "glücklicherem" Inhalt fallen ihm schwerer. Das hat etwas mit seinem Zustand auch seiner Fitness zu tun, aber ich denke eben auch mit seinem Befinden in psychischer Ebene. "I'm never gonna fall in love..." Angesichts der Geschichte und wie die Dinge liefen zieht einem so ein Song die Schuhe aus heutzutage...ich bin mir sicher, dass man da zu Überinterpretationen kommen kann, aber eine gewisse "Tendenz" ist hier zu empfinden... Elvis hatte die Gefühle von großer Traurigkeit auch in sich, da bin ich mir sehr sicher. Es gibt natürlich auch noch schöne Momente in seinem Leben, nichts im Leben ist so eindimensional. Aber über allem scheint diese schwarze Wolke zu hängen. Ich brauche nicht zu sagen, dass mir das für ihn sehr leid tut, weil der Mann mir viel bedeutet, auch wenn ich ihn nie sehen konnte. Er spielt eine schöne und wichtige Rolle in meinem Leben.
              Zitat von MusicMan

              Stop! Ich sage nur, dass er meiner Meinung nach losgelassen hat und in Frieden gegangen ist. Die genauen Beweggründe bilde ich mir nicht ein zu kennen. Ist auch nicht wichtig für mich.

              Auf mich machte er am Ende nicht mehr den Eindruck, noch sonderlich viel vor zu haben, daher kann ich seinen Tod akzeptieren. Wäre er jetzt direkt nach den Dreharbeiten zu TTWII von der Straßenbahn überfahren worden, sähe ich das sicher anders.

              Er war am Ende halt lebensmüde, im Sinne von "des Lebens müde". Wenn jemand dann tatsächlich stirbt, ist das sicher schade, vor allem bei einer bedeutenden Persönlichkeit, von der die Welt noch viel erhofft und erwartet hat, aber ich finde das nicht so schlimm, als wenn jemand, der noch viel vor hatte und am Leben hing, plötzlich mitten aus dem Leben gerissen wird.

              Elvis hat sein Leben am Ende irgendwie weggeworfen. Und wenn man etwas wegwirft, dann tut man das freiwillig. Und dann ist es halt weg.
              Ja, da sind wir nicht weit entfernt in unseren Wahrnehmungen. Er hat losgelassen, aber ich denke eben auch wegen bestimmten Dingen, denen er nicht anders aus dem Weg gehen zu können glaubte. Alles reine Spekulation, natürlich. Ich war leider nicht da und konnte mit ihm reden.
              Ich denke er fühlte sich verpflichtet einer Menge Menschen gegenüber, seinen Freunden, seinen Kollegen und letztlich uns, dem Publikum. Er hatte materielle Zwänge usw. Er wurde älter, er wurde kränker. Er hatte sein Leben lang erlebt, dass das Business gewissen Regeln zu folgen schien, die er nicht ändern konnte und er fügte sich. Er merkt, dass es ihm schwerer fällt, er hätte eine Pause gebraucht, aber die gönnte er sich nicht (warum wohl nicht?), der einzige Ausweg war der Schlaf...alles abdämpfen..make the world go away...eine Angewohnheit, die ab einem gewissen Zeitpunkt ihren Tribut forderte und die ihm aus der Kontrolle geriet. Von da an ein Teufelskreis, denn die Folgen für seine Performance und seine Gesundheit verursachten wieder neuen Frust und Grund sich abzudichten. Eine ganz typische Suchtspirale, wie sie in jedem Leben eines Suchtkranken passiert. Beispiel: Meine Freunde wenden sich ab, weil ich zuviel saufe, also bin ich traurig und sauf noch mehr.

              Sowas in der Art ist ihm wohl passiert.
              Ohne Worte!

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              • Johnny Tyronne

                #577
                Biograhin Alanna Nash, die sechs Jahre für ihr Buch „The Colonel“ recherchiert hat, gibt an,
                dass der so genannte „Colonel“ aus den Niederlanden fliehen musste, weil er eine Frau mit einer Brechstange erschlagen hat.
                „Vielleicht hat er sie auch nicht ermordet, zumindest ist etwas Schreckliches passiert.“ Was ist da dran?



                [ame="http://www.amazon.com/Colonel-Extraordinary-Story-Parker-Presley/dp/B00025G3EK/ref=pd_bbs_3?ie=UTF8&s=books&qid=1207481654&sr=8-3"]Link[/ame]

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                • marquardt72
                  Posting-Legende

                  • 19.08.2006
                  • 5713

                  #578
                  Zitat von Johnny Tyronne
                  „Vielleicht hat er sie auch nicht ermordet, zumindest ist etwas Schreckliches passiert.“
                  Dieses Zitat erweckt den Eindruck eines erstklassig recherchierten Buches...*Ironieschild hochhalt*

                  Kommentar

                  • gast-20111607

                    #579
                    Das Elvis bis zuletzt auf die Zusammenarbeit mit dem Colonel schwor, beweist auch dieses Telegramm von Elvis an den Colonel im Rahmen des "CBS Special '77"

                    ---->

                    Dear Colonel:

                    I am looking forward to doing the Special for CBS Television during our June tour this summer. As I understand we will have complete control under your direction as to format and total productions. I will of course cooperate to the fullest to make this one of our best specials ever.
                    I understand that CBS Television is to handle the negotiations of the use of all the talent on my show when needed for the Special with Felton Jarvis my Record producer for me.
                    Thanks for everything. See you on Tour.

                    Elvis

                    Wie man dem Telegramm entnehmen kann, war Elvis bis zuletzt davon überzeugt, was die gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Colonel anging.

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                    • Johnny Tyronne

                      #580
                      Off-Topic:

                      Auf den vorherigen Seiten wird ja sehr offen und ehrlich über tiefe Gefühle gegenüber Elvis gesprochen.
                      Umso verstärkt beschleicht mich allerdings der Eindruck, dass einige Fans einen bedenklichen Sprung in der Schüssel haben.

                      Kommentar

                      • TheKing
                        Board-Legende

                        • 19.06.2006
                        • 20721

                        #581
                        Was soll das bedeuten? Was willst Du uns damit sagen Tyronne?
                        Ohne Worte!

                        Kommentar

                        • gast-20090521

                          #582
                          Zitat von Johnny Tyronne
                          Biograhin Alanna Nash, die sechs Jahre für ihr Buch „The Colonel“ recherchiert hat, gibt an,
                          dass der so genannte „Colonel“ aus den Niederlanden fliehen musste, weil er eine Frau mit einer Brechstange erschlagen hat.
                          Parker kam zu einer Zeit in die USA, wo es normal war, dass Menschen in großen Massen auswanderten. Wenn also zeitnah zu Parkers Überfahrt in die Staaten angeblich eine Frau ermordet worden ist, dann könnte es sein, dass er es war, oder einer der vielen anderen, die zur gleichen Zeit auswanderten, oder irgendein anderer der über hunderttausend Einwohner der holländischen Stadt Breda und Umgebung, der einfach nicht auswanderte.

                          Vielleicht wurde auch zu der Zeit ein Käse geklaut, oder ein Strauß Tulpen böswillig zertrampelt. Müsste man mal sauber recherchieren, ob Parker nicht sogar deswegen fliehen musste.

                          Natürlich gibt es auch eine Möglichkeit, die auf der Hand liegt, nämlich dass Parker - wie die vielen Millionen von anderen Auswanderern dieser Zeit - in den USA einfach mehr Chancen für eine erfolgreiche Lebensplanung sah. Zufällig lag er mit dieser Hoffnung sogar richtig, wie sein weiterer Lebensweg zeigen sollte. Aber warum etwas so profanes annehmen, wo es doch so schön abstruse Mord- und Totschlaggeschichten gibt?

                          Übrigens: Parker trug den Titel Colonel zu Recht. Es ist eine Respektlosigkeit, eine Unverschämtheit und zeugt obendrein von Kleingeistigkeit, den Titel in Anführungszeichen zu setzen und/oder ein "sogenannter" davorzusetzen.

                          „Vielleicht hat er sie auch nicht ermordet, zumindest ist etwas Schreckliches passiert.“ Was ist da dran?
                          Wenn der Hahn kräht auf dem Mist,
                          ändert sich das Wetter,
                          oder es bleibt, wie es ist.

                          Außerdem ist es nachts kälter als draußen.

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                          • Johnny Tyronne

                            #583
                            Zitat von MusicMan
                            Wenn der Hahn kräht auf dem Mist,
                            ändert sich das Wetter,
                            oder es bleibt, wie es ist.

                            Außerdem ist es nachts kälter als draußen.
                            Typisch, wenn einem die Argumente ausgehen, kommen nur Floskeln...

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                            • gast-20090521

                              #584
                              Zitat von TheKing
                              Aber wenn ich mir die Jungleroomsession anhöre, oder andere Songs des Spätwerkes, dann meine ich schon eine große Traurigkeit rauszuhören. Das liegt ihm in dieser Zeit. Die Uptemponummern und die Songs mit "glücklicherem" Inhalt fallen ihm schwerer.
                              Elvis hatte immer schon ein Faible für Herz-Schmerz-Balladen, das zieht sich durch seine gesamte musikalische Laufbahn. Elvis wurde älter und reifer, seine interpretatorische Bandbreite vergrößerte sich stetig, entsprechend suchte er musikalische Herausforderungen. Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass traurige Balladen wie "Solitaire" einem Sänger mehr abverlangen als ein Rocker wie "Burning Love", der aus gerade mal 5 nebeneinanderliegenden Tönen besteht und dessen Text nicht viel Aussage und keinerlei Handlung hat.

                              Sehen wir die Titelauswahl der Jungle Room Session, denken wir: "Oh, der arme Elvis war tieftraurig und depressiv." Hören wir hingegen die FTD mit den Outtakes, treffen wir einen gut gelaunten, zu Scherzen aufgelegten Elvis an, der Spaß an den Songs hatte. Das bestätigen auch die Erzählungen der an dieser Session beteiligten Musiker.

                              Abgesehen davon ist vieles noch lange nicht so, wie es scheint. Lassen wir also mal Zahlen sprechen: Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann waren bei der Jungle Room Session 11 von 16 Liedern traurigen Inhalts. Das sind 68 Prozent, also rund zwei Drittel.

                              Von den 10 Songs, die er 1962 aufgenommen hat, waren 7 traurig, das sind 70%. Bei der 69er Session hatten von 31 Songs 24 einen traurigen Inhalt, das macht 77%, also deutlich mehr. Bei der 70 Session waren von 39 Songs 24 traurigen Inhalts, das macht 61%, knapp drunter. Von den 15 Songs aus der 71er Session waren 11 traurig, das macht 73%. Von den 7 Songs aus 1972 waren sogar 6 traurig, das macht 85%. Wenn man es mal von der Warte betrachtet, liegt die Jungle Room Session absolut im grünen Bereich.

                              Anmerkung: Ich habe die Gospels und Filmlieder jeweils nicht mitgezählt, und wenn die eine oder andere Zahl nicht ganz exakt ist, bitte ich das nachzusehen, aber die Tendenz stimmt.

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                              • gast-20090521

                                #585
                                Zitat von Johnny Tyronne
                                Typisch, wenn einem die Argumente ausgehen, kommen nur Floskeln...
                                Das waren keine Floskeln, das war ein Gag. Anders kann ich einen Satz wie „Vielleicht hat er sie auch nicht ermordet, zumindest ist etwas Schreckliches passiert" leider nicht kommentieren. Das hat mit seriöser Recherche nichts zu tun, das ist noch unterhalb vom Niveau der BILD-Zeitung.

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