Der Rebell

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  • gast-20071202

    #196
    Zitat von Dream
    Er nahm sich Songs, die ihm gefielen und interpretierte sie wie er es für richtig hielt, wie es ihm sein musikalisches Gespür eingab. Er sang Rock'n Roll, Gospels und Balladen, wenn er es für richtig hielt. Nicht wie und was "man" vielleicht zu singen oder zu performen hatte. Nicht unbedingt dem entsprechend, was "man" erwartete.
    Das kapiere ich einfach (in mehrerlei Hinsicht) nicht: In den 50ern erwartete man gar nichts von ihm. Insofern: Fehlanzeige mit dem Rebellentum via Gospel und Ballade. Und ab 1960 machte Elvis - egal wie großartig das Ergebnis in den allermeisten Fällen war - nichts anderes (mehr), als das zu machen, was man erwartete. Oder wo ist da der große Bruch mit dem Establishment, den ich übersehen habe?

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    • gast-20071202

      #197
      Zitat von cos
      Jimmy Hendrix, Morrison, Janis Joplin.....alles tote Rebellen....also nicht immer.
      Sagte ich das denn? Ich denke nicht.

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      • DannyBoy
        Gehört zum Inventar

        • 11.09.2007
        • 1586

        #198
        Zitat von Blues Boy
        Das hat er eben nicht getan!

        Er und seine Musik wurden von der sogenannten Gesellschaft abgelehnt, weil man meinte, diese Musik setze die weißen Teenies auf das "Niveau eines Niggers" (damaliges Originalzitat) herab.
        Nein , nicht direkt , aber durch ihn wurde es dann später normal diese Musik zu hören und heute stört es keinen mehr ob man schwarze oder weiße Musiker hört und das ist mit ein verdienst von Elvis und seiner Art wie er war und seine Musik . Und Elvis hat gehörig die Musikwelt auf den Kopf gestellt zur damaligen Zeit denn sonst wäre Elvis nicht heute das was er ist , nämlich ein Idol für Generationen und er war in diesem sinne doch ein Reveluzzer

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        • gast-20110818

          #199
          Zitat von cos
          Mist verzapfst Du hier die ganze Zeit, indem Du uns aufdrängen willst, wie Du fühlst und etwas bewertest. Du sprichst den Leuten, die zur damaligen Zeit gelebt, gefühlt und gehandelt haben, ihr Beurteilungsvermögen ab.
          Was ist das für ein Schwachsinn?
          Im Übrigen kann man heute sicher viel besser beurteilen, ob Elvis ein Rebell oder nur sein Image rebellisch war.

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          • gast-20080405

            #200
            Manche hier wie damals in den 50ern verwechselten Elvis wahrscheinlich mit Danny Fisher in King Creole. Eine Rolle, die er zwar phantastisch spielte, die aber eben nur eine Rolle war und mit dem Menschen Elvis Presley rein gar nichts zu tun hatte!

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            • gast-20110818

              #201
              Zitat von Derek
              Nun, ich dachte immer, dass ein Großteil der Elvis-Fans in jenen Jahren Weiße waren. Für einen Teil der damaligen Gesellschaft hat Elvis die schwarze Musik durchaus gesellschaftsfähig gemacht, nämlich für seine Anhängerschaft.
              Du meinst, seine Anhängerschaft hat vorher Rock'n'Roll abgelehnt, bis sie die Musik von einem Weißen Gehört hat?
              Zuletzt geändert von Gast; 14.11.2007, 20:09

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              • DannyBoy
                Gehört zum Inventar

                • 11.09.2007
                • 1586

                #202
                Zitat von Stutz71
                Manche hier wie damals in den 50ern verwechselten Elvis wahrscheinlich mit Danny Fisher in King Creole. Eine Rolle, die er zwar phantastisch spielte, die aber eben nur eine Rolle war und mit dem Menschen Elvis Presley rein gar nichts zu tun hatte!

                Falsch es geht nicht darum wie Elvis sich benommen hatte sondern wie seine Musik zu bewerten ist und die war eben Rebellisch zu dieser Zeit , ein Weißer der Schwarze Musik singt war etwas rebellisches und das kann keiner wegdiskutieren.

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                • gast-20080405

                  #203
                  Zitat von DannyBoy
                  Falsch es geht nicht darum wie Elvis sich benommen hatte sondern wie seine Musik zu bewerten ist und die war eben Rebellisch zu dieser Zeit , ein Weißer der Schwarze Musik singt war etwas rebellisches und das kann keiner wegdiskutieren.
                  Es war nicht rebellisch, es war lediglich etwas Neues, an das sich manche erst gewöhnen mussten. Das ging jedoch relativ schnell. Nach spätestens 2 Jahren war Elvis von den meisten akzeptiert.

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                  • gast-20080915

                    #204
                    mit diesem engstirnigen Polemisieren verhindert Ihr alle einen wahrhaft befruchtenden Diskurs und Meinungsaustausch ... und das verdirbt den wundervollen Ansatz in diesem Thread langsam gewaltig

                    Kommentar

                    • Derek
                      Gehört zum Inventar

                      • 02.06.2007
                      • 3185

                      #205
                      Zitat von gast-20080904
                      Oh Mann, das werde ich nie verstehen: Warum wird immer so getan, als könne man über Elvis Presley nicht eindeutig sprechen und zu Ergebnissen kommen? Warum wird stets verschleiert und so nebulös getan? Warum wird immer geheimnisvoll geraunt: "Man kann ihn nicht greifen ... Huiii buuuh ..." Natürlich kann man das.

                      Dieses Gerede von der Projektionsfläche und dem Steinbruch ... Steckt dahinter nicht einfach Unfähigkeit oder der Unwille, die Dinge beim Namen zu nennen? Der Mann war ein Musiker und Entertainer wie jeder andere auch (in seiner Liga).

                      Ich kann TimSides Reaktion gut verstehen. Es gibt eine recht nüchterne Betrachtungsweise der Dinge, bei der man sie beim Namen nennen kann. Und es gibt eine emotionalere Betrachtungsweise der Dinge, bei der man sie zwangsläufig interpretieren/deuten muss und sich persönlich darin einschließt.

                      Ich halte letztere Betrachtungsweise für die umfassendere. Mann muss die Dinge definieren und sich selbst in Beziehung zu den Dingen setzen.

                      Der idiotische weitere Verlauf dieses ursprünglich hochinteressanten Threads vom Reverend hat eines gezeigt: Es bringt nichts, die Dinge einfach nur beim Namen zu nennen. Weil nämlich jeder etwas anderes unter ein und demselben Begriff versteht. Das ist ein altbekanntes semiotisches Phänomen. Nur scheint einigen Usern in diesem Thread ein angemessener Umgang damit nicht geläufig.

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                      • cos
                        Board-Legende

                        • 11.01.2004
                        • 26466

                        #206
                        Zitat von Blues Boy
                        Was ist das für ein Schwachsinn?
                        Im Übrigen kann man heute sicher viel besser beurteilen, ob Elvis ein Rebell oder nur sein Image rebellisch war.
                        Du meinst das beurteilen zu können, nicht "man".

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                        • gast-20080405

                          #207
                          Zitat von Mondstaub
                          mit diesem engstirnigen Polemisieren verhindert Ihr alle einen wahrhaft befruchtenden Diskurs und Meinungsaustausch ... und das verdirbt den wundervollen Ansatz in diesem Thread langsam gewaltig
                          Off-Topic:

                          Also sind alle Postings, die sich gegen unsere "Danke-sag-Mafia" wenden, polemisch?

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                          • gast-20110818

                            #208
                            Zitat von DannyBoy
                            ... , ein Weißer der Schwarze Musik singt war etwas rebellisches und das kann keiner wegdiskutieren.
                            Aber nicht für Elvis, denn für ihn war das, nach eigener Aussage, etwas ganz normales. Für ihn war es einfach Musik, die Spaß machte und die den Zuhörern Spaß machen sollte.

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                            • Derek
                              Gehört zum Inventar

                              • 02.06.2007
                              • 3185

                              #209
                              Zitat von Blues Boy
                              Du meinst, seine Anhängerschaft hat vorher Rock'n'Roll abgelehnt, bis sie die Musik von einem Weißen Gehört hat?
                              Ich weiß es nicht, aber denkbar ist das. Oder sie kannte die Musik gar nicht.

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                              • gast-20080405

                                #210
                                Zitat von Blues Boy
                                Aber nicht für Elvis, denn für ihn war das, nach eigener Aussage, etwas ganz normales. Für ihn war es einfach Musik, die Spaß machte und die den Zuhörern Spaß machen sollte.
                                So ist es. Wenn er damit den erzkonservativen weißen Rassisten bewusst hätte eine auswischen wollen, DANN wäre es rebellisch gewesen. Elvis aber hatte viele Freunde in den schwarzen Vierteln von Memphis. Er war Stammgast in den schwarzen Blues Clubs in der Beale Street. Für ihn war das eine ganz normale Welt und eine ganz normale Art sich auf der Bühne zu bewegen. In Memphis konnte (und kann) man gar nicht anders, als mit den Schwarzen auszukommen (2/3 der Bevölkerung dort ist schwarz) und da ist das alles völlig normal und hat mit Rebellentum rein gar nichts zu tun!
                                Zuletzt geändert von Gast; 14.11.2007, 20:18

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