Diskussion um Elvis, Konzerte, Charterfolge, etc.

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  • gast-20090521

    #76
    Zitat von redwest
    Elvis hat sich leider auf seinen Anfangserfolgen ausgeruht und es vermieden etwas neues zu machen. Oder man hat ihn nicht gelassen. Wie auch immer...
    Wer hätte ihn denn daran hindern können, etwas neues zu machen? Keine Macht der Welt! Elvis gehörte zu den ganz wenigen Künstlern in der gesamten Branche, die absolute künstlerische Freiheit hatten. Davon konnten andere nur träumen, bis heute noch.

    Vielmehr ist ihm seine Plattenfirma doch nachgelaufen, endlich neue Aufnahmen zu machen. Man hat ihm sogar für teuer Geld das Studio nach Hause gebracht, und als selbst das nichts mehr brachte, hat man bei den Shows wahllos so Jahrhundertwerke wie "Little Darlin'" mitgeschnitten, um überhaupt noch eine LP vollzukriegen. RCA hätte ihn auch wegen Vertragsbruch (denn genau so kann man sein Verhalten bezeichnen) auf Schadensersatz in Millionenhöhe verklagen können, und dann wäre er komplett am Ende gewesen.

    Dass Parker es geschafft hat, dass RCA trotz des fortgesetzten Bruchs des Plattenvertrags und der Unwilligkeit von Elvis, seine vertraglich zugesicherten Leistungen abzuliefern, die Füße still hielt und sich mit minderwertigem Material zu überhöhten Preisen zufrieden gab, beweist eher, dass der Alte ihn eben nicht übern Tisch gezogen hat, sondern ihm absolut den Rücken gedeckt hat, sogar, wenn er Mist baute.

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    • Edwin
      Foren-Profi

      • 21.03.2006
      • 355

      #77
      Hallo

      Zitat von MusicMan
      Ach? Interessant. Warst Du dabei?
      Nur um die Frage mal zurückzugeben.

      Du greifst mich an, weil ich sage, dass Elvis am Ende nur noch miese Konzerte, größtenteils in der Provinz, gegeben hat. Wo die Konzerte stattfanden, ist nachweislich. Dass sie mies waren, auch, weil man es auf den Mitschnitten ja eindeutig hört.

      Im Gegensatz dazu unterstellst Du einem Menschen, den Du gar nicht kennst, dass er ein Krimineller ist und einen anderen Menschen, den Du auch nicht kennst, über den Tisch gezogen hat, und zwar von Anfang an. Und zwar einen Menschen, den dieser aber zum größten Star aller Zeiten gemacht hat, und der ihm deswegen ein Leben lang vertraut hat und ihm dankbar war. Damit stempelst Du Elvis gerade zum größten Vollidioten des Universums ab.

      Frage: Den Knall nicht gehört, oder was?
      Ich weiß nicht was du gelesen hast ?

      1.habe Elvis nie als Vollidioten dargestellt ! wie Schreg bist du denn drauf !
      2.habe dich nie Persönlich angegriffen,habe nur gemeint das DU das auch nicht 100% wiesen kannst was damals abging ! wie wir alle !

      wenn du manche Texte nicht verstehst warum auch immer,solltest du erst mal einen fragen der das versteht und nicht direkt solche blöde behauptungen hier auf stellst,die nie gesagt worden sind !
      Zuletzt geändert von Edwin; 29.05.2007, 12:04

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      • gast-20090521

        #78
        Zitat von Edwin
        Ich weiß nicht was du gelesen hast ?

        1.habe Elvis nie als Vollidioten dargestellt ! wie Schreg bist du denn drauf !
        Doch. Wenn Du behauptest, dass Colonel Parker Elvis von Beginn seiner Karriere an abgezockt hat, dann sagst Du ja damit, dass Elvis ein Volltrottel war, der das 22 Jahre lang nicht gemerkt hat und diesem Mann auch noch seine Karriere anvertraut hat.

        Ich bin halt der Ansicht, dass Elvis nicht nur der größte und bedeutendste Pop-Künstler aller Zeiten war, sondern dass Colonel Parker entsprechend der größte und erfolgreichste Künstlermanager aller Zeiten war, und dass die beiden als Team die beachtlichste Karriere aller Zeiten hingelegt haben. Jeder hat seine Arbeit großartig erledigt.

        Viele Fans erklären Elvis zur willenlosen Marionette eines geldgierigen Mangers. Damit machen sie Elvis zum Deppen.

        Ich hingegen halte Elvis für einen sehr intelligenten Menschen, der genau wusste, was er tat, und der meistens richtige und kluge Entscheidungen getroffen hat. Eine davon war, die geschäftliche Seite seiner Karriere in die Hände eines ausgebufften Vollprofis zu legen, der mit allen Wassern gewaschen war. Und der Erfolg gibt ihnen beiden Recht.

        Vielleicht verstehst Du ja jetzt, was ich meinte, oder wie ich es meinte.

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        • gast-20080405

          #79
          Wenn Elvis alles hätte selbst bestimmen wollen, hätte er Parker nicht gebraucht. Elvis deligierte grundsätzlich ALLES Geschäftliche und das Künstlerische soweit, wie es nicht die direkte Arbeit im Studio betraf.
          Vergleichen wir es mal mit einem festlichen Dinner, zu dem man Leute einlädt: Da gibt es die "Macher-Typen", die überall selbst anpacken wollen, selbst einkaufen, selbst kochen, selbst servieren. Dann gibt es solche, die für alles jemanden anstellen, alles voll Vertrauen in andere Hände legen und erst erscheinen, wenn der Tisch gedeckt und die Gäste da sind. Letzterer war Elvis. Das hat nichts mit Dummheit oder Blödheit zu tun, sondern ganz einfach mit VERTRAUEN. Dass das manchmal ausgenutzt wird, liegt in der Natur des Menschen. Hier war Elvis vielleicht ein wenig zu gutgläubig. Das ist aber schon das einzige was man ihm vorwerfen kann.
          RCA und Elvis verklagen, dass ich nicht lache! RCA stand 76/77 kurz vor dem Ruin, also noch schlechter da als Elvis selbst. Die hatten andere Probleme als ihr größtes Zugpferd zu klagen und damit an eine andere Firma abzugeben. Sie verdienten doch mit dem Backkatalog weitaus mehr als mit den Neuproduktionen. Die waren maximal eine Zugabe.
          Elvis hätte in den 70ern von seinem Status her gar nichts mehr arbeiten müssen (aus finanziellen Gründen, durch seinen ausschweifenden Lebensstil musste er es, aber das ist ein anderes Thema). RCA tat es kein bisschen weh, wenn nur 1 Album pro Jahr statt 2 oder 3 rauskam. Das was Elvis in den 70ern neu produzierte, nützte (oder schadete) einzig und allein ihm selbst, niemandem sonst.
          Diese Märchen, wie überbewertet Elvis doch war und wie unbedeutend in den 70ern, liest man nirgendwo auf der ganzen Welt, nur bei MusicMan. Alle Elvisbiographien müssten demnach Schrott sein, Wirkliche Musikexperten müssten seit Jahrzehnten Bullshit erzählen, wenn das wahr wäre.
          Elvis hätte bis zum Schluss jede Halle der Welt ausverkauft. Angebote gab es ja auch mehr als man erfüllen konnte. Nur weil er nicht wieder im MSG gespielt hat, soll er weg vom fenster gewesen sein? Er hat vor 72 ja auch nie in New York gespielt, nicht mal in den 50ern, wenn man von den TV Shows absieht. NY stand eben nicht auf seinem Speiseplan., na und? Geschadet hat es ihm nicht sonderlich.

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          • gast-20090521

            #80
            Zitat von Stutz71
            Wenn Elvis alles hätte selbst bestimmen wollen, hätte er Parker nicht gebraucht. Elvis deligierte grundsätzlich ALLES Geschäftliche und das Künstlerische soweit, wie es nicht die direkte Arbeit im Studio betraf.
            Ist Dir eigentlich klar, dass jeder Künstler einen Manager hat, der für ihn das geschäftliche und organisatorische regelt? Aber der Manager ist der Dienstleister des Künstlers, also quasi sein "Angestellter", und nicht umgekehrt.

            Klar, heute gibt es diese Konstellationen mit den ganzen Kunstprodukten aus DSDS & Co, wo der Manager bzw. Produzent der Boss ist und der Künstler nur ein singender Rollkragenpullover, der nichts zu melden hat.

            Aber das kannst Du doch nicht auf die damalige Situation übertragen. Elvis Presley war ein Künstler von Weltformat und kein Daniel Küblböck, dem man musikalisch noch das Essen mit Messer und Gabel beibringen musste, und das auch noch fruchtlos.

            Es gab eine Arbeitsteilung: Elvis kümmerte sich um die künstlerischen Belange, und Parker um die geschäftlichen. Keiner redete dem anderen rein, und beide machten eine großartige Arbeit, wie der Erfolg bis heute beweist.

            Elvis hat sich für diesen Mann als Manager entschieden, und er ist mit dieser Entscheidung extrem erfolgreich und wohlhabend geworden. Demnach war es eine richtige Entscheidung. Es kann einfach nicht angehen, dass heutzutage Leute über Colonel Parker zu Gericht sitzen, die nicht den Hauch einer Ahnung davon haben, was dieser Mann geleistet hat, und sich dann erdreisten, Elvis' richtige Entscheidung im Nachhinein zu einer Fehlentscheidung umzuinterpretieren.

            Nochmal: Wer behauptet, Colonel Tom Parker sei ein schlechter Manager gewesen, der ignoriert die Fakten (nämlich die erfolgreichste Karriere aller Zeiten) und stempelt Elvis zum Vollidioten ab. Mal drüber nachdenken.

            Diese Märchen, wie überbewertet Elvis doch war und wie unbedeutend in den 70ern, liest man nirgendwo auf der ganzen Welt, nur bei MusicMan.
            Und in den Charts. Die habe ich nicht geschrieben, das sind Fakten.

            Alle Elvisbiographien müssten demnach Schrott sein
            Die, die von verblendeten Fans mit rosaroter Brille geschrieben sind (wie Hendrickx) mit Sicherheit. Da wird aus jedem Furz ein Welthit gemacht.

            Elvis war nach Aloha bis zum Lebensende ein Magnet an den Konzertkassen (auch wenn sich das zusehends zur Landbevölkerung hin verlagerte), aber er lebte von seinen alten Erfolgen; im aktuellen Musikgeschehen spielte er keinerlei Rolle mehr.

            Wirkliche Musikexperten müssten seit Jahrzehnten Bullshit erzählen, wenn das wahr wäre.
            Guralnick ist ein Musikexperte. Und der schreibt genau das, was ich auch sage.
            Zuletzt geändert von Gast; 29.05.2007, 14:25

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            • gast-20080405

              #81
              Zitat von MusicMan
              Ist Dir eigentlich klar, dass jeder Künstler einen Manager hat, der für ihn das geschäftliche und organisatorische regelt? Aber der Manager ist der Dienstleister des Künstlers, also quasi sein "Angestellter", und nicht umgekehrt.

              Klar, heute gibt es diese Konstellationen mit den ganzen Kunstprodukten aus DSDS & Co, wo der Manager bzw. Produzent der Boss ist und der Künstler nur ein singender Rollkragenpullover, der nichts zu melden hat.

              Aber das kannst Du doch nicht auf die damalige Situation übertragen. Elvis Presley war ein Künstler von Weltformat und kein Daniel Küblböck, dem man musikalisch noch das Essen mit Messer und Gabel beibringen musste, und das auch noch fruchtlos.

              Es gab eine Arbeitsteilung: Elvis kümmerte sich um die künstlerischen Belange, und Parker um die geschäftlichen. Keiner redete dem anderen rein, und beide machten eine großartige Arbeit, wie der Erfolg bis heute beweist.

              Elvis hat sich für diesen Mann als Manager entschieden, und er ist mit dieser Entscheidung extrem erfolgreich und wohlhabend geworden. Demnach war es eine richtige Entscheidung. Es kann einfach nicht angehen, dass heutzutage Leute über Colonel Parker zu Gericht sitzen, die nicht den Hauch einer Ahnung davon haben, was dieser Mann geleistet hat, und sich dann erdreisten, Elvis' richtige Entscheidung im Nachhinein zu einer Fehlentscheidung umzuinterpretieren.

              Nochmal: Wer behauptet, Colonel Tom Parker sei ein schlechter Manager gewesen, der ignoriert die Fakten (nämlich die erfolgreichste Karriere aller Zeiten) und stempelt Elvis zum Vollidioten ab. Mal drüber nachdenken.


              Und in den Charts. Die habe ich nicht geschrieben, das sind Fakten.


              Die, die von verblendeten Fans mit rosaroter Brille geschrieben sind (wie Hendrickx) mit Sicherheit. Da wird aus jedem Furz ein Welthit gemacht.


              Guralnick ist ein Musikexperte. Und der schreibt genau das, was ich auch sage.
              zeig mir den Vertrag, in dem schwarz auf weiß steht, dass Elvis sich um das Künstlerische zu kümmern hat!

              Parker regelte ALLES, das geschäftliche machte er völlig allein, bei Studioarbeiten hatte er seine Musikverlage, die das Songmaterial lieferten. Für die Touren war RCA Record Tours zuständig. Elvis brauchte erst erscheinen, wenn ALLES organisiert war, egal ob im Studio oder auf der Bühne! Deshalb konnte er es sich ja auch leisten, immer erst in allerletzter Minute zu kommen, wenn die Musiker oft schon tagelang im Studio waren und geprobt haben. das Singen selbst und die Show waren Elvis' Part, alles andere NICHT!
              Zuletzt geändert von Gast; 29.05.2007, 14:23

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              • gast-20090521

                #82
                Zitat von Stutz71
                zeig mir den Vertrag, in dem schwarz auf weiß steht, dass Elvis sich um das Künstlerische zu kümmern hat!
                Zeig mir den Vertrag, auf dem schwarz auf weiß das Gegenteil steht!

                Haben wir beide nicht, daher müssen wir uns wohl an die Fakten halten. Und die besagen - dafür gibt es etliche verbriefte Aussagen, z.B. das gesamte Buch "Writing for the King" ist voll davon - dass Elvis seine Lieder immer selber auswählte, seinen Musikstil selber bestimmte, ohne Einschränkung. Damit hatte er die künstlerische Hoheit. Fakt.

                Der letzte Plattenvertrag von 1973 (der war im Grünen mal gepostet) gesteht ihm übrigens auch künstlerische Freiheit zu. Davon können so gut wie alle Stars der Branche - damals wie heute - nur träumen.

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                • gast-20090521

                  #83
                  Zitat von Stutz71
                  Parker regelte ALLES, das geschäftliche machte er völlig allein, bei Studioarbeiten hatte er seine Musikverlage, die das Songmaterial lieferten. Für die Touren war RCA Record Tours zuständig. Elvis brauchte erst erscheinen, wenn ALLES organisiert war, egal ob im Studio oder auf der Bühne! Deshalb konnte er es sich ja auch leisten, immer erst in allerletzter Minute zu kommen, wenn die Musiker oft schon tagelang im Studio waren und geprobt haben.
                  Richtig. Das zeigt ja, wie gut die alle gearbeitet haben. Und dass Parker sein Geld wert war. Es wäre schlimm, wenn er für soviel Kohle nur halbe Arbeit geleistet hätte und Elvis dann noch den ganzen Ärger, der mit Singen nichts zu tun hatte, auch an der Backe gehabt hätte.

                  Wo ist jetzt der Widerspruch? Wir sind doch einer Meinung!

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                  • gast-20080405

                    #84
                    Zitat von MusicMan
                    Richtig. Das zeigt ja, wie gut die alle gearbeitet haben. Und dass Parker sein Geld wert war. Es wäre schlimm, wenn er für soviel Kohle nur halbe Arbeit geleistet hätte und Elvis dann noch den ganzen Ärger, der mit Singen nichts zu tun hatte, auch an der Backe gehabt hätte.

                    Wo ist jetzt der Widerspruch? Wir sind doch einer Meinung!
                    Sind wir nicht! Deine Meinung ist, dass das alles Elvis' Aufgabe war und es die anderen Leute nur gemacht haben, weil Elvis zu faul dazu war!

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                    • gast-20080405

                      #85
                      Zitat von MusicMan
                      Zeig mir den Vertrag, auf dem schwarz auf weiß das Gegenteil steht!

                      Haben wir beide nicht, daher müssen wir uns wohl an die Fakten halten. Und die besagen - dafür gibt es etliche verbriefte Aussagen, z.B. das gesamte Buch "Writing for the King" ist voll davon - dass Elvis seine Lieder immer selber auswählte, seinen Musikstil selber bestimmte, ohne Einschränkung. Damit hatte er die künstlerische Hoheit. Fakt.

                      Der letzte Plattenvertrag von 1973 (der war im Grünen mal gepostet) gesteht ihm übrigens auch künstlerische Freiheit zu. Davon können so gut wie alle Stars der Branche - damals wie heute - nur träumen.
                      Elvis wählte sich aus einem vorher ausgewählten Pool von Liedern die aus, die er aufnehmen wollte. Diese waren aber vorher schon zigfach VORSORTIERT! Elvis konnte sich aus ca. 3 Songs 1 aussuchen. Er hatte nicht die Möglichkeit, völlig eigene Songs auszuwählen. Dort wo er es getan hat, (z.B. Suspicious Minds) gab es Ärger!

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                      • gast-20110818

                        #86
                        Zitat von MusicMan
                        Es gab eine Arbeitsteilung: Elvis kümmerte sich um die künstlerischen Belange, und Parker um die geschäftlichen. Keiner redete dem anderen rein,...
                        Das stimmt so aber nicht.
                        Natürlich hat Parker Elvis künstlerisch geleitet und ihn in die Billig-Filme geschickt. Das war weder Elvis Idee noch seine Vorstellung. Er hat lediglich nicht widersprochen...
                        Elvis wollte anspruchsvollere Rollen in besseren Filmen, und die hat Parker ihm nicht besorgt. Nicht in erster Linie, weil er nicht konnte, sondern weil er nicht wollte, da es für ihn selbst weniger Profit bedeutet hätte.

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                        • gast-20090521

                          #87
                          Zitat von Stutz71
                          Sind wir nicht! Deine Meinung ist, dass das alles Elvis' Aufgabe war und es die anderen Leute nur gemacht haben, weil Elvis zu faul dazu war!
                          Nein. Ich erklärte doch explizit, dass es eine Arbeitsteilung gab, so wie bei jedem anderen Künstler-Manager-Verhältnis auch. Aber Elvis traf die Entscheidungen. Oder ist Dir bekannt, dass jemals Colonel Parker einen Vertrag unterschrieben hätte, und nicht Elvis, und das auch noch gegen Elvis' Willen?

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                          • gast-20080405

                            #88
                            Zitat von Blues Boy
                            Das stimmt so aber nicht.
                            Natürlich hat Parker Elvis künstlerisch geleitet und ihn in die Billig-Filme geschickt. Das war weder Elvis Idee noch seine Vorstellung. Er hat lediglich nicht widersprochen...
                            Elvis wollte anspruchsvollere Rollen in besseren Filmen, und die hat Parker ihm nicht besorgt. Nicht in erster Linie, weil er nicht konnte, sondern weil er nicht wollte, da es für ihn selbst weniger Profit bedeutet hätte.
                            Richtig. Elvis' Devise war: Parker wird schon wissen, was er da macht und wenn ich meinen Job 100%ig mache, wird da schon was bei rauskommen. Ich nenne das Vertrauen, andere werden es Naivität nennen. Wenn alles Künstlerische Elvis' part geewsen sein soll, hätte Parker (in Zusammenarbeit mit den Musikverlagen) ihm keinerlei Songmaterial zukommen lassen dürfen und Elvis hätte sich das alles selbst zusammenstellen müssen. War aber nicht so! Elvis machte maximal den letzten Schliff und zwar die Endauswahl. Wenn die Vorauswahl allerdings schon schlecht war, konnte Elvis da auch nicht mehr viel retten!

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                            • gast-20090521

                              #89
                              Zitat von Blues Boy
                              Das stimmt so aber nicht.
                              Natürlich hat Parker Elvis künstlerisch geleitet und ihn in die Billig-Filme geschickt. Das war weder Elvis Idee noch seine Vorstellung. Er hat lediglich nicht widersprochen...
                              Interessant, ja, sogar sensationell. Erzähl mehr davon. Ich wusste ja gar nicht, dass Du dabei warst, als Parker und Elvis diese Fragen erörterten.

                              Elvis wollte anspruchsvollere Rollen in besseren Filmen, und die hat Parker ihm nicht besorgt. Nicht in erster Linie, weil er nicht konnte, sondern weil er nicht wollte, da es für ihn selbst weniger Profit bedeutet hätte.
                              Elvis hätte erstens keine anspruchsvolleren Rollen spielen können mangels schauspielerischer Qualitäten, zweitens hätte kein Studioboss ihn (aus eben diesem Grunde) damit besetzt, und drittens hatte Elvis ja genug Geld, so dass er jederzeit einen eigenen anspruchsvollen Film mit sich selber in der Hauptrolle hätte produzieren können. Hat er aber nicht.

                              Also bleibt es dabei: Elvis' Wunsch, ein anspruchsvoller Schauspieler zu sein, war ein reines Lippenbekenntnis. Er hat nie in seinem Leben wirklich etwas dafür getan, um einer zu werden, oder dafür auf etwas verzichtet, z.B. viel Geld.

                              Elvis wollte diese Kitschfilme drehem, weil er so mit wenig Arbeit viel Geld verdienen konnte. Daher passten Elvis und Parker auch so gut zusammen: Sie wollten beide fett Kohle machen, das war ihnen wichtiger als künstlerischer Anspruch. Nur konnte Elvis diese Geldgier nach außen hin besser verkaufen, indem er irgendwelchen leichtgläubigen Deppen, die keine Ahnung haben, erzählt, er müsse das ja machen aus vertraglichen Gründen. Dass er diese Verträge aber selber freiwillig unterschrieben hat, verschweigt er dabei auf gewohnt charmante Weise. Und der Trick funktioniert bis heute. Großartig!

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                              • gast-20080405

                                #90
                                Zitat von MusicMan
                                Nein. Ich erklärte doch explizit, dass es eine Arbeitsteilung gab, so wie bei jedem anderen Künstler-Manager-Verhältnis auch. Aber Elvis traf die Entscheidungen. Oder ist Dir bekannt, dass jemals Colonel Parker einen Vertrag unterschrieben hätte, und nicht Elvis, und das auch noch gegen Elvis' Willen?
                                Elvis setzte seine Unterschrift unter Verträge, ohne diese auch nur flüchtig durchzulesen. Das dürfte dir bekannt sein. Nach der Devise: Der Colonel hat das ja alles schon geprüft und ausgearbeitet, das wird schon in Ordnung sein!

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