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In dem Moment, als Elvis kollabierte (wie auch immer) und auf den Boden stürzte, hätte er unter normalen Umständen den nur wenige Meter entfernt im Ankleidezimmer auf dem Bett (das heute im Annex zu besichtigen ist) schlafenden/dösenden Rick Stanley aufgeweckt, der unverzüglich Hilfs- bzw. Rettungsmaßnahmen hätte einleiten können. Die Wahrheit aber ist: niemand war mit ihm im gleichen Raum, als unmittelbare Hilfe noch etwas genützt hätte (mutmaßlich). Man bedenke auch, dass sich zwischen Bad und Ankleidezimmer keine Trennwand befand - Rick hätte den Sturz sehr wahrscheinlich gehört.
sofern Ricky wirklich nüchtern und ansprechbar gewesen wäre .. er hatte ja angeblich Nachtschicht .. hätte das so sein können, ja.
war es aber nun mal - leider - nicht.. die Gründe dafür wird uns Ricky wohl schuldig bleiben..
Die letzten Stunden in Elvis Leben müssen keine angenehmen gewesen sein, da er sicher wusste, dass er bald sterben würde.
Charlie Hodge sagte, dass er mit Elvis am Vorabend seines Ablebens noch die Setlist der anstehenden Tour durchging und Elvis voller Vorfreude darauf war. Er soll sogar gesagt haben, dass das die beste Tour seines Lebens werden würde. Darin steckte zwar sicher auch etwas Selbstironie, aber ans Sterben dachte Elvis in diesem Moment denke ich nicht.
die Gründe dafür wird uns Ricky wohl schuldig bleiben..
Ja, da er heute Prediger ist, hat er wahrscheinlich mit seinem "alten Leben" abgeschlossen und redet nicht mehr gern darüber.
Man könnte auch vermuten, dass er deshalb zum Prediger geworden ist, weil ihn ein schlechtes Gewissen plagt ...
Man kann diese Auffälligkeiten aber auch mit der bevorstehenden Tournee erklären. Schließlich musste Elvis den Fans erstmals seit Erscheinen des Bodyguard-Buches entgegentreten und wusste nur zu gut, dass sein Erscheinungsbild die Gerüchte des Medikamentenmissbrauchs kaum entkräften dürften.
Das ist richtig, das kann man durchaus so sehen. Aber es betrifft nur den Hintergrund; im Vordergrund verhielt sich Elvis an seinem letzten Tag offenbar teilweise untypisch - aus welchen Gründen auch immer.
Dass er sein Ableben vorausgeahnt hat, ist keine große Kunst. Er war seit Jahren schwerstabhängig und wusste -wie jeder 08/15-Junkie auch- das die nächste Dröhnung die letzte sein könnte.
Dass er im August vorausgeahnt hat, ihn würde binnen Tagen das Zeitliche segnen, kann ich mir nicht vorstellen. Warum auch?!
Ich meine, er fuhr nur zwei Tage vorher noch ein schweres Harley-Davidson-Motorrad mit Sozius (also Ginger), schwang wenige Stunden vor seinem Abgang noch den Squash-Schläger. Ganz und gar fertig war er nun nicht, das sollte vielleicht noch mal hervorgehoben werden.
Angeblich hat Elvis neben seiner üblichen Ration auch die zusätzlich von seinem Zahnarzt verschriebenen Schmerzmittel konsumiert. Vielleicht war das einfach der Tropfen, der das Fass (damit ist jetzt nicht Elvis gemeint) zum Überlaufen brachte.
Ein Schelm, der Böses dabei dächte...
Aber ernsthaft: In Betracht zu ziehen wäre das natürlich, dass die Zusatz-Tabletten von Dr. Hoffman (Zahnarzt) Dr. Nicks Langzeit-Medikation nicht zuträglich waren. Und das waren ja noch nicht einmal alle Mittel; zwei ganz entscheidende wurden später auch gefunden, doch ich glaube, ich lass es damit mal bewenden, bevor hier wieder die Forums-Kasper Versuche unternehmen, mein Bemühen um eine ernsthafte Diskussion zu torpedieren...
Kannst das Buch bitte einmal posten wie es aussieht? gibt es das noch zu kaufen ?
Welches meinst Du jetzt genau?
sofern Ricky wirklich nüchtern und ansprechbar gewesen wäre .. er hatte ja angeblich Nachtschicht .. hätte das so sein können, ja.
war es aber nun mal - leider - nicht.. die Gründe dafür wird uns Ricky wohl schuldig bleiben..
Ja, er hatte praktisch Nachtschicht, hätte also bis 12 Uhr mittags regulär die Zeit auf dem flauschigen Muschelbett mit integriertem Radio totschlagen müssen, eher er von seinem Bruder (also von seinem richtigen, nämlich David) abgelöst worden wäre. Aber auch dieser hatte anderes im Sinn, spielte mit einem Kumpel im Kellergeschoss Billard!
Da lässt sich ein Süchtiger von einem anderen bewachen. Logisch, dass sowas nicht gut geht.
Ja, das ist in der Tat ironisch, bei aller Tragik - quasi tragikomisch...
Charlie Hodge sagte, dass er mit Elvis am Vorabend seines Ablebens noch die Setlist der anstehenden Tour durchging und Elvis voller Vorfreude darauf war. Er soll sogar gesagt haben, dass das die beste Tour seines Lebens werden würde. Darin steckte zwar sicher auch etwas Selbstironie, aber ans Sterben dachte Elvis in diesem Moment denke ich nicht.
Sehe ich auch so. Möglicherweise wollte Elvis im Vorfeld dieser für ihn sehr wichtigen Tour (würden ihn die Fans nach dem Enthüllungsbuch, das seit gut zwei Wochen überall erhältlich war, erstmals ausbuhen?) sich selbst und jenen, die an ihn glaubten, Mut machen. Dass er ernsthaft glaubte, er könne in seiner Verfassung die beste Tournee ever hinlegen, ist für mich schwer vorstellbar - da hätte (sofern das stimmen sollte) auch die Bekanntmachung seiner Verlobung nicht viel herausreißen können, zumal er das erst beim letzten Konzert daheim in Memphis hätte verkünden wollen.
Ja, da er heute Prediger ist, hat er wahrscheinlich mit seinem "alten Leben" abgeschlossen und redet nicht mehr gern darüber.
Man könnte auch vermuten, dass er deshalb zum Prediger geworden ist, weil ihn ein schlechtes Gewissen plagt ...
Charlie Hodge sagte, dass er mit Elvis am Vorabend seines Ablebens noch die Setlist der anstehenden Tour durchging und Elvis voller Vorfreude darauf war. Er soll sogar gesagt haben, dass das die beste Tour seines Lebens werden würde. Darin steckte zwar sicher auch etwas Selbstironie, aber ans Sterben dachte Elvis in diesem Moment denke ich nicht.
Vielleicht wollte er sich selbst etwas Mut machen oder dem Tod ein Schnippchen schlagen, in dem er ihm Normalität vorgaukelte.
Kritisiere nie das, was Du nicht verstehst. Du hast nie in den Schuhen dieses Mannes gestanden.
Vielleicht wollte er dem Tod ein Schnippchen schlagen, in dem er ihm Normalität vorgaukelte.
DAS wirds gewesen sein. Gevatter Tod stand schon im Nebenzimmer, die glühenden Augen auf die Sanduhr gerichtet und hämisch grinsend :D
da hörte er Elvis zu Charlie sagen, dass er sich auf den Tourstart morgen freue und da zog der Tod eingeschnappt wieder von dannen
Das was du erwähnt hast von Goldmann ,gibt es von diesem Autor mehrere Bücher oder nur das besagte von Dir? Habe leider beim Bücher TH nichts darüber gefunden .
Burroughs: Gevatter Tod stand schon im Nebenzimmer, die glühenden Augen auf die Sanduhr gerichtet und hämisch grinsend
da hörte er Elvis zu Charlie sagen, dass er sich auf den Tourstart morgen freue und da zog der Tod eingeschnappt wieder von dannen
Guten Humor und dich gut Ausdrücken kannst du echt sehr gut
LG Rynn
Das was du erwähnt hast von Goldmann ,gibt es von diesem Autor mehrere Bücher oder nur das besagte von Dir? Habe leider beim Bücher TH nichts darüber gefunden .
Lass mich Dir antworten - auch wenn ich nicht afkaS. bin :
Ich weiß von zwei Büchern (ich selbst habe nur das zweite):
1. "Elvis" - Biografie (1981)
2. "Elvis - Die letzten 24 Stunden" - Report über seine letzten Tage (1993)
Guten Humor und dich gut Ausdrücken kannst du echt sehr gut
LG Rynn
Vielen Dank für die
Hast Du schon mal die Konzerte vom 19. und 21. Juni 1977 gesehen?
Ja, aber leider nur in Auszügen. Ich weiß, dass Du auf Elvis' schlechte Verfassung im CBS-Special anspielst, und ich werde Dir jetzt nicht erklären, wie phantastisch er da aussah, denn das war nicht der Fall. Aber das lag eben mehr als einen Monat zurück. Mitte August 1977 sah der Arme zwar nicht sehr viel besser aus (also gesamterscheinungstechnisch), aber gepflegt werden musste er noch nicht. Das meinte ich ja damit, als ich in Erinnerung rief, dass er noch Sport trieb (also ein bisschen, jedenfalls) oder die schwere Harley noch selbstständig händeln konnte. Gesund und fit wie ein Turnschuh war er gewiss nicht, darüber brauchen wir nicht diskutieren.
Habe ich so auch nicht geschrieben.
Nein, hast Du nicht.
Sein Zustand und die Gefahren seines Tuns werden ihm aber bewusst gewesen sein.
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