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Hatten Schlagerfuzzis mehr Fans als Elvis? Verkaufszahlen im deutschen Raum...
Man muss kein Nazi sein, um Musik in der eigenen Sprache zu mögen oder zu bevorzugen. Mir scheint, außer den Deutschen schämt sich kaum wer für seine Kultur. Und das ist halt leider das negative Kulturerbe des Nationalsozialismus und ebenso leider die Ursache dafür, dass heimische Sänger verpönt, zumindestens bekichert werden.
Guckt man sich hingegen amerikanische Charts an, so strotzen die nur so von .... nationalen Künstlern. Dieses Bevorzugen der eigenen Sorte hängt mEn neben Nationalstolz in erster Linie damit zusammen, dass man die eigene Kultur und somit Musik (soferne sie einem dank politischen oder religiösen faschistoiden Umtrieben nicht madig gemacht wird), schon alleine wegen der verständlichen Sprache, eben bevorzugt. Was der Bauer nicht kennt, ...
Ich bin mir sicher, dass ein englisch singender Roy Black, Peter Alexander oder Heintje es her auch nicht so weit gebracht hätten.
Und erst als Englisch allmählich Einzug in die Allgemeinbildung hielt, hatten auch englisch singende Interpreten mehr Chancen.
Oder glaubt ihr, dass französisch singende Beatles auch nur annähernd weltweit zu dem Phänomen geworden wären?
"Motorboat! Motorboat! Ruadan tua i nur zur Noat!"
es gibt online doch dermassen viele musik-archive..
da wird sich doch rausfinden lassen, wie die deutschen charts - sofern man damals überhaupt davon sprechen konnte -
in den jahren 56 - 60 ausgesehen haben.
weiters wär interessant zu wissen, ob eine importierte us-45er damals mehr kostete als eine eines deutschen interpreten?
war es einfach oder eher schwierig, 45er aus amerika zu bestellen sofern es keine dt pressungen gab?
wieviele solcher 45er konnte sich ein teen oder twen damals pro monat im schnitt überhaupt leisten?
Spaß beiseite, ich habe keine Vorbehalte gegen deutsche Musik. Entweder Musik berührt mich, gefällt mir, oder nicht. In den meisten Fällen gefällt mir deutsche Musik nicht so gut. Das hat mit Nazi sein oder Schamgefühlen gar nichts zu tun.
Was in Deutschland dem Gros der Leute gefällt, ist mir oft ein Graus!
Diese Schunkel- und Sauflieder oder der Schlager. Es gefällt aber Vielen und damit werden Riesenumsätze gemacht, also ich will das gar nicht bewerten. Wenn Menschen daran Freude haben soll es sein, ich muss ja nicht hinhören. Ähnlich grausam finde ich zum Beispiel dieses dummdreiste Karneval/Fasching. Wenn man sich die Büttenreden anhört wie unlustig der dort dargebotene Humor ist. Ich kann sowas höchstens 5 Minuten ertragen. Fernsehgarten, Scheunenfest der Volksmusik oder wie das alles heißt. Aber da werden Millionen verdient mit den Ohrfeigengesichtern die da rumeiern. Von mir aus. Aber ein bißchen peinlich finde ich es schon.
Neulich sah ich ein Udo Lindenberg Konzert im TV. Das fand ich ganz gut. Rio Reiser war auch irgendwie gut. Bei der Bambiverleihung hat Udo Jürgens ein Lied gesungen, das hatte richtig Format. Das hat mich schon beeindruckt. Es gibt ja ein paar Sachen in deutsch, die ganz gut sind für meinen Geschmack.
Ich glaube die breite Masse in Deutschland hat aber einen haarsträubenden Geschmack. Deswegen kam Elvis auch nur einmal auf Nummer Eins. Ist doch logisch.
Ich bin grosser deutscher Schlager Fan und steh dazu. Mir gefällt auch die Egli oder Gaballier. Deshalb bin ich aber keine Nazi und trotzdem stolz deutscher zu sein. Auch dazu stehe ich.
Thanks to Ernst Joergensen, Roger Semon and Erik Rasmussen for the great work. Keep the spirit alive !
Doch sprechen wir von Deutschen Schlagern aus den 50ern und 60ern.
Auch wenn es darunter ein paar nette Stücke gab, aber das Meiste war für eine bestimmte Generation gedacht und wirkt auf mich heute noch recht steif und blöd...
Es ist für mich nicht erstaunlich, dass ein Elvis Presley and Friends in Deutschland nur wenig Raum fanden.
Ich bin grosser deutscher Schlager Fan und steh dazu. Mir gefällt auch die Egli oder Gaballier. Deshalb bin ich aber keine Nazi und trotzdem stolz deutscher zu sein. Auch dazu stehe ich.
Es ist schon komisch. Wenn Elvis vom wunderschönen Amerika schmachtet oder Johnny Cash die weite Prärie besingt, dann ist das in Ordnung. Singt Heino von grünen Auen und hohen Bergen, wird das als rechtslastig empfunden. Gutmenschentum und Intelligenz scheinen sich auszuschließen.
schade dass wir jetzt eine diskussion über deutschen nationalstolz haben, denn das war eigentlich nicht das thema, spielt aber anscheinend eine rolle beim musikgeschmack der deutschen (und ösis?).
@burroughs: ich weiß nicht, ob US-platten teurer waren (importe wahrscheinlich schon), aber ich habe vor ein paar tagen erfahren, dass in österreich eine single in den 50ern 25 schillinge kostete (also 3,50 d-mark) und ein lehrling durchschnittlich 50 schillinge die woche verdiente. eine platte zu kaufen, war für die jugend damals also durchaus ein luxus, was erklärt, warum die juke boxes und das radio so wichtig waren.
@king77: dass es die anderen rock'n'roller noch schwerer hatten als elvis, in die charts zu kommen, ist unbestritten. ich habe aber mal gehört, dass speziell fats domino bei uns sehr populär gewesen sein soll (zeitlich noch vor elvis).
ich weiß nicht, ob rader hier mitliest, aber vielleicht weiß der als insider genaueres zum thema umsatzzahlen in deutschland?
"We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost." (Nick Tosches)
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