War Las Vegas 1969 ein Fehler ?

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  • michael grasberger
    Posting-Legende

    • 16.02.2006
    • 9974

    #91
    gut, ihr habt mich überzeugt. vegas war immer noch besser als woodstock.

    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
    (Nick Tosches)

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    • Schorni
      Posting-Legende

      • 09.12.2003
      • 8637

      #92
      Irgendwer(wahrscheinlich steht das hier schon irgendwo) gab mal den Spruch aus: Wer es in Vegas schafft, der schafft es überall. Darum nehme ich an, das El und der Col. es bewußt gewählt haben.
      Meine Meinung steht fest, bitte irritieren Sie mich nicht mit neuen Tatsachen!

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      • Lakota
        Posting-Legende

        • 05.09.2007
        • 9018

        #93
        Diese Diskussion ist ebenso müssig, wie die Frage ob Hollywood Elvis geschadet hat.
        Ich kann mir schon vorstellen, dass Vegas ein verlockendes und tolles Angebot war, ebenso wie die Filmverträge vorher. Wie hier schon richtig angemerkt, neigte das Dream Team dazu, alles bis zum Letzten auszuschöpfen, anstatt mal nach einiger Zeit zu neuen Ufern auf zu brechen. Für den Neustart, in meinen Augen, eine super Entscheidung. Um dann aber den dortigen Erfolg für weitere Abenteuer zu nutzen und zwar bevor, alle gelangweilt und routiniert wurden.

        Aber Himmel, wer will das nach all der Zeit noch richtig beurteilen? Manches hätte er anders machen können, aber nur weniges vielleicht besser?
        Du bist zeitlebends für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.

        * Antoine De Saint-Exupéry *

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        • Joe S.
          Gehört zum Inventar

          • 29.12.2009
          • 1030

          #94
          Las Vegas war zum Start ein gutes Pflaster gewese. Er hätte dann aber spätestens Ende 1970,als er selber merkte, das die 4 wochen Shows zu lang waren, umschwenken müssen. Auch hinsichtlich der Songauswahl hätte er von Vegas auf Tour nehmen müssen.
          Und es ist rich Aloha war der Gipfel und hätte der Start für eine Welttournee sein müssen.

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          • Gilla
            Board-Legende

            • 05.02.2007
            • 14776

            #95
            Elvis hatte dieses furiose 68er Comeback Special absolviert und er lechzte förmlich nach der Bühne. Elvis Presley war zurück und zwar mit einem Knall. Er kam so gut beim Publikum an, dass es in keinem Fall ein Risiko war, ihn zu verpflichten.

            Ich finde, es war eine Supersache, ihn in Las Vegas zu verpflichten. Da hatte der Colonel schon den richtigen Riecher, ihn hier ganz groß rauszubringen. Hier war die große Showbühne, wo sich Elvis vom King of R&R und Hollywoodschauspieler zum größten Entertainer weltweit entwickeln konnte. Er legte seine ganze Kraft da rein und selbstverständlich brauchte er dazu sehr viel Kreativität, um sich künstlerisch in der Art und Weise entwickeln zu können.

            Und doch kam selbstverständlich die Vegas-Routine auf, wie an jedem anderen Arbeitsplatz auch.

            Ich bleibe dabei, das Schlimmste für Elvis war, dass er den vom Colonel ausgehandelten 5-Jahresvertrag unterschrieben hat, das war tödlich für Elvis. Das ist auch der Grund, weshalb er im Laufe der Zeit immer träger wurde. Es kam nicht mehr viel Neues auf ihn zu.

            Dazu wurde er umjubelt, obwohl er vielfach nur seine alten Songs zu singen brauchte. Da nenn' mir mal jemanden, der in diesem satten Zustand Kreativität entwickeln kann.
            Die wurde ihm in Vegas gründlich vermasselt. In Las Vegas wurde Elvis verramscht. Das traurigste Zeugnis dafür ist leider am Ende sein Zustand im 77er CBS-Special. Manchmal kommt es mir so vor, als wenn er denkt: Guckt genau hin, ich bin der King of R&R - und das ist aus mir geworden". Diese Entwicklung werde ich niemals in meinem Leben begreifen können.
            *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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            • MysteryTrain
              Posting-Legende

              • 12.07.2008
              • 7260

              #96
              Zitat von Gilla

              Ich bleibe dabei, das Schlimmste für Elvis war, dass er den vom Colonel ausgehandelten 5-Jahresvertrag unterschrieben hat, das war tödlich für Elvis. Das ist auch der Grund, weshalb er im Laufe der Zeit immer träger wurde. Es kam nicht mehr viel Neues auf ihn zu.

              .
              v.a. weil es alles irgendwie Knebelverträge waren. Jemand vom Kaliber Elvis hätte da sicher einiges mehr an Freiheit rausschlagen können. Er besuchte ja oft Shows anderer Künstler in anderen LV Hotels, wie z.B. Tom Jones. Singen durfte er jedoch dort keinen Ton. Wie phantastisch wäre es doch gewesen, die beiden mit einem spontanen Duett zu erleben.
              Der Colonel impfte sogar Elvis' eigenen Leuten ein, darauf zu achten, dass er sich an die Vertragsklauseln hält. Das war bereits zur Armyzeit in Deutschland so. Zeitzeugen berichten ja, dass Elvis fast wie ein Gefangener abgeschirmt wurde, wenn er einen Club betrat, in dem Livemusik gespielt wurde. Wäre er spontan aufgesprungen und zur Bühne gegangen, mich würde es nicht wundern, wenn ihn seine Mafiosi mit Gewalt zurückgehalten hätten Ähnlich muss es in LV gewesen sein.

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              • Sarita
                Gehört zum Inventar

                • 26.07.2024
                • 1576

                #97
                Elvis hätte nach seinem erfolgreichen Comeback '68 vielleicht die Möglichkeit nutzen können eine Europa-oder Welttournee zu starten. Da war er auf dem Höhepunkt und gesundheitlich noch fit. Er hat sich für Las Vegas entschieden. Oder wurde vom Colonel dazu gedrängt. Können wir heute nicht mehr rausfinden. Was ich schade finde ist, dass die Las Vegas Jahre viel zu seinem kitschigen Image in der Nachwelt beigetragen haben. Allen anderen Künstlern der Vergangenheit und auch aktuellen Künstlern schadet das Engagement in Las Vegas nicht. Ganz im Gegenteil. Warum wird Elvis dafür ins Lächerliche gezogen? Er hat dort eine riesen Leistung abgeliefert. Stellte seine eigene Band zusammen und machte eine großartige Show. Und dafür wird er heute nicht ernst genommen. Er hat Las Vegas eine Menge Geld eingebracht. Ganze Fanclubs fuhren für Elvis nach Las Vegas. Dazu kamen natürlich die typischen Casino Besucher, die mal eine Show mitnahmen. Vielleicht war er bei den ganz jungen Leuten nicht mehr so angesagt. Aber er hatte riesen Erfolg da. Irgendwann wurde dann der Absprung verpasst. Vielleicht nach Aloha. Das ist wie ein Job den man schon jahrelang macht. Keine Ahnung wie es weiteregangen wäre, wenn Elvis älter geworden wäre als 42. Vielleicht hätte er Las Vegas doch noch Adios gesagt und wäre auf Europatournee. Aber das sollte nicht sein.

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