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Es ist schon erstaunlich, dass immer die Dinge, die am meisten zu Elvis' Erfolg und Kultstatus beigetragen haben, am heftigsten kritisiert werden. Die Fans beschweren sich über "kommerzielle Ausbeutung", kaufen aber jeden minderwertigen Mist, wo "Elvis" draufsteht ...
Da wird eingangs über die Vegas-Routine geschimpft, dass sie schlecht für Elvis' Kreativität (Welche Kreativität, by the way? Der Mann hat nie kreativ gearbeitet, sondern reproduziert!) gewesen sein soll, andererseits hat man dann aber jeden miesen Vegas-Publikumsmitschnitt zuhause stehen.
Wenn ich sowas an dieser Stelle 'paradox' nenne, ist das - des lieben Foren-Friedens wegen - noch harmlos ausgedrückt ...
Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt ____________________________
Erstmal erhielt Elvis einen Vertrag mit lediglich einer Option seitens des Hotels, oder nicht. Dann nach dem Bombenerfolg wurde der 5 Jahresvertrag gemacht...
Die Fans beschweren sich über "kommerzielle Ausbeutung", kaufen aber jeden minderwertigen Mist, wo "Elvis" draufsteht ...
noch harmlos ausgedrückt ...
Beruhige Dich, Bianca, was ist denn los? Kannst Du das nicht differenzierter wahrnehmen? Natürlich hat Elvis als komerzieller Unterhaltungskünstler Interesse an optimalem Verdienst, das steht doch außer Frage. Trotzdem kann man ja laut überlegen, ab welchem Grad es für einen Künstler schlecht und schädlich ist. Am Ende ist Geld auch nicht Alles.
Und wie sah es mit Kohle pro Auftritt auf? An Dean Martin..
Dino soll ihm ja mal gesagt haben, dass er schön blöd sei, was die Vegas-kohle anginge.
(der hatte leicht reden, hatte er ja auch, im Gegensatz zu El, Anteile am Hotel besessen)
Soweit ich das sehe...nein...das waren für 8 Wochen Arbeit 1 Mio pro Jahr...bis 1974...so wurde der Deal zunächst angesetzt, nachdem(!) das erste Engagement lief wie die Feuerwehr!
Dino soll ihm ja mal gesagt haben, dass er schön blöd sei, was die Vegas-kohle anginge.
(der hatte leicht reden, hatte er ja auch, im Gegensatz zu El, Anteile am Hotel besessen)
Er hat Anteile ja auch nur bekommen, damit er in LV nirgendwo anders auftritt. Das durfte Elvis sicherlich auch nicht, oder?!
Aber ich gehe mal davon aus (ohne jetzt erst nachzulesen), daß Dino die wöchentliche Gage von Elvis an EINEM Abend erhalten hat.
Natürlich hat Elvis als komerzieller Unterhaltungskünstler Interesse an optimalem Verdienst, das steht doch außer Frage.
da wär ich mir - gerade bei elvis - nun mal gar nicht so sicher.
abgesehen davon war das auch gar nicht seine aufgabe, sondern die des colonels.
bigE wird wohl gewusst haben, was ihm so ein monat in vegas bringt, klar.
aber ob er selber mal nachgedacht oder gar nachgerechnet hat, was das über den daumen pro show macht..
nö, glaub ich eher nicht.
WARUM dino anteile am hotel bekommen hat, kann ich auswendig nicht sagen.
ich hab auch keine ahnung, ob el sowas wie ne vertrags-klausel hatte, die ihm untersagte, in der und der zeit in einem anderen hotel aufzutreten.
das kennen wir ja bisher nur von tahoe, wo er in einem bestimmten zeitraum vor und nach dem engagement in einem gewissen umkreis nicht auftreten durfte.
Es war denke ich der "gesunde Mix", der in Elvis gesamter Karriere etwas fehlte. Es sah doch so aus: Man roch irgendwo Geld und Erfolg und dann wurde diese Quelle bis zum letzten Tropfen ausgesaugt. Das war in den Holywoodjahren nicht anders als in Las Vegas.
Zum anderen aber war Las Vegas für Elvis ein kleines Tor zur Welt. Hier waren ständig internationale Gäste, hier gaben sich die Weltstars die Klinke in die Hand. Wenn z.B. Europäer in den 70ern ein Elviskonzert sehen wollten, gingen sie eher nach LV als auf ein Tour-Konzert. Die Tourneen durch die USA wurden doch außer dem Publikum vor Ort kaum wahrgenommen. Nicht umsonst verbindet man bis heute mit dem Elvis der 70er in erster Linie Las Vegas.
Für Elvis selbst mag es irgendwann langweilig geworden sein, 2x im Jahr 4 Wochen meist 2 Shows am Tag geben zu müssen. Eine Option zu einer Reduzierung muss es gegeben haben, oder sie ergab sich 1975 automatisch aufgrund Elvis' Gesundheitszustands.
Las Vegas war (wie früher Hollywood auch) recht leicht verdientes Geld. Die Shows innerhalb eines Gastspiels waren fast identisch. Elvis und die Musiker mussten nur eine Routine abspulen, denn nicht so sehr der Inhalt war das, worauf es ankam. Elvis selbst war die Show. Auf Experimente reagierte das Publikum sofort, denn es wollte am liebsten ein Best of von Elvis hören.
Im Großen und Ganzen war Las Vegas ganz ok für Elvis, auch wenn es, mal abgesehen von 1969 vielleicht, keine große Herausforderung für ihn war. Die Frage ist nur, wollte er überhaupt eine größere Herausforderung? Meiner Meinung nach nein. Was aber auch zu akzeptieren ist.
Zuletzt geändert von MysteryTrain; 28.02.2010, 17:21
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