Warum war Elvis einsam?
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es ist meines Erachtens immer wichtig, genau hinzuschauen, wen man aus dem elvisschen Bekanntenkreis zitiert. Und bei Linda T. sollte man nicht vergessen, dass ihre Beziehung zu Elvis nicht in Frieden Freude Eierkuchen endete. Und dass sie lange demonstrativ auf der Symathieseite der What Happened-Autoren stand. Womit ich nicht sagen will, sie habe aus Elvis' Mund nie gehört, dass er sich einsam gefühlt habe. Es ist ja bekannt, dass er ne Weile brauchte, um mit dem Scheitern seines Familientraums fertig zu werden. (Soll ja jedem 2. Deutschen auch so gehen.) Aber "he used to always say" klingt recht unglaubwürdig. An anderer Stelle sagt Linda, er habe ihr stets das Gefühl gegeben, im Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit zu stehen. Deshalb habe es sie nicht gestört, wenn es da noch weitere Liebhaberinnen gab. Dass Elvis im Zuge dieser Zuwendungen nun groß nen Kopp dafür und zugleich die Taktlosigkeit gehabt haben soll, 'immer' über abgrundtiefe Einsamkeitsgefühle zu klagen, erscheint mir maßlos übertrieben. Als Exfreundin schiebt sie mit solchen Formulierungen schon von vornherein irgendwelche Ursachen des Scheiterns der Beziehung weit von sich, sondern siedelt diese in der chronisch leidenden Seele des ExPartners an. Nicht ungeschickt. Aber das kennt man ja. Geht ne Beziehung kaputt, ist ja allermeist immer der andere dran schuld.- Übersetzen
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@ Rev - das eine hat mit dem anderen absolut gar nichts zu tun. Man kann aber auch nicht immer alles madig machen oder ableugnen, was Personen aus Elvis Umfeld gesagt haben - vor allem Linda Thompson. Nur weil sie anscheinend keine Probleme mit den Jungs der MM hatte, so heißt das - für mich - noch lange nicht, dass sie lügt bzw. sich als unschuldig hinstellt. Und wenn man das gesamte Interview liest, dann erkennt man durchaus, dass es nicht so war wie du gerade geschrieben hast.
Elvis hat selbstverständlich nicht ständig gejammert, wie einsam er sich fühlte - aber bereits in den Anfangsjahren seiner Karriere öfters in Interviews erwähnt. Und warum sollte er sowas sagen, wenn er es nicht so empfinden würde bzw. empfunden hat? Und je berühmter er wurde, umso stärker empfand er diese Art von Einsamkeit.
Und wie Gilla richtig geschrieben hat: man fühlt nur so, wenn man sich unverstanden oder nicht verstanden fühlt.
Tatsache ist nun mal, dass Elvis eine vielfältige Persönlichkeit und einen komplexen Charakter hatte, den wir eigentlich gar nicht beurteilen können und sollten, weil keiner ihn persönlich gekannt hat. Letztendlich sind wir auf Aussagen von Leuten angewiesen, die ihn gekannt haben - wobei die Aussagen von einigen Mitgliedern der MM sicherlich mit Vorsicht zu geniessen sind bzw. teils Lüge, teil Halbwahrheit sind, da jeder seine eigene Agenda hat.
Aber in fast allen Aussagen aus Elvis Umfeld wird dies auch erwähnt. Und ich denke, dass es durchaus der Wahrheit entspricht.
Keiner von uns kann es ermessen, was es bedeutet hat, Elvis Presley zu sein. Auch das Licht hat seine Schattenseiten...- Übersetzen
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Während einer 11-tägigen Tour in Juni 1976 sah Elton John Elvis bei einem Konzert in Landover, Maryland.
Elton John ,..., bekam den Eindruck immenser Einsamkeit:
"Er hatte dutzende von Leuten um sicher herum, angeblich um sich um ihn zu kümmern, doch er erweckte bereits den Eindruck eines Toten!"
Anscheinend ist es Außenstehenden auch aufgefallen.
Bedauerlich nur, wenn so viele Menschen davon wussten, dass ihm keiner helfen konnte. Wobei ich mir dabei immer die Frage stellen, wollte er überhaupt diesbezüglich Hilfe annehmen?
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