War Elvis Perfektionist?
Einklappen
X
-
Ist doch egal, Schorni. Mopper ruhig Deine unzufriedenen Sprüchlein in die Runde...das bin ich seit Jahr und Tag gewohnt und gehört für mich dazu...so ein Schorni, das ist schon was Schönes!
Ich hab noch nicht davon gehört gehabt, dass Elvis von RCA und eventuell sogar Aprker beschissen worden sein soll. ICh finde das wirklich nicht uninteresant...schlag mich tot...wenn Dich das langweilt, dann weißt Du das eventuell schon Alles, dann erzähl doch mal...hm?
Ohne Worte!- Übersetzen
Kommentar
-
-
-
Ich möchte nochmal kurz auf die Mikrofone eingehen, denn hier scheint mir ein falsches Bild entstanden zu sein.
Dass er nicht die beste Technik benutzte, ist nicht zutreffend. Meistens tat er das sehr wohl. Es ist nur so, dass er ab 1970 bei seinen Studio-Sessions ein für den Bühneneinsatz konzipiertes Hand-Mikrofon benutzte, statt ein Studio-Kondensatormikrofon mit großer Membran auf einem Stativ. Das hatte zwei Nachteile: Seine Stimme klang nicht so gut, wie sie eigentlich hätte klingen können, was man im Direktvergleich mit den Nashville-Aufnahmen der 60er recht gut hört. Außerdem kam es so gelegentlich zu Nebengeräuschen, die auf einer Musikproduktion nach allen Regeln der Kunst nichts zu suchen haben.
Er benutzte immer qualitativ hochwertige Bühnenmikrofone, da kann man ihm nichts vorwerfen, doch kommen auch die besten Bühnenmikrofone nicht an den Sound eines Studio-Mikrofons heran.
Darüber ist nicht definitives bekannt, doch ist davon auszugehen, dass kein Toningenieur, der noch bei Trost ist, Elvis im Studio ein Bühnenmikrofon in die Hand gedrückt hat. Daher kann das nur auf Elvis‘ Initiative zurückgehen. Es ist traurig, dass sich der Toningenieur bzw. der Produzent nicht durchgesetzt haben, sonst wären Elvis‘ Aufnahmen der 70er durchaus technisch auf höchstem Niveau gewesen. Doch das zeigt mal wieder: Elvis zog sein Ding durch, er machte, was er wollteBestand er selbst auf seinem Bühnenmicro?
Jetzt werden einige wieder argumentieren, dass gerade das den Charme einer Elvis-Aufnahme ausmachte. Das ist aber Unsinn, denn seine erfolgreichsten Studio-Aufnahmen stammen aus den 50ern und 60ern, wo er ein Studiomikrofon benutzte, sie entstanden also nach allen Regeln der Kunst. Man wird ja wohl jetzt nicht behaupten wollen, sie hätten keinen Charme, kein Feeling.Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
____________________________- Übersetzen
Kommentar
-
Das ist doch gar nicht wahr. In den 70ern wurden Konzerte immer erst relativ zeitnah angekündigt, die Tickets gingen erst unmittelbar vorher in den Verkauf. Heute ist das generell anders, da werden Karten teilweise schon ein Jahr vorher verkauft, überall auf der Welt und bei allen Acts. Das hat einen ganz einfachen Grund: Geld. Man generiert nämlich eine neue, nicht zu verachtende Einnahmequelle: Wenn eine Tournee schon ein Jahr vorher ausverkauft ist, liegt das Geld – was nicht wenig ist – auf der Bank und bringt fette Zinsen. Damit hat man die Werbung und etliche andere Kosten schon drin, so wird der Gewinn maximiert. Das ist ein gängiges Geschäftsmodell und hat absolut nichts mit dem Marktwert eines Acts zu tun – im Gegenteil, diese Masche geht überhaupt nur bei Top-Acts, wo jeder unbedingt eine Karte haben will und Angst hat, dass die besten Plätze oder gar alle Karten schon weg sind. Eigentlich ein Versäumnis, dass Parker damals nicht schon auf diese Idee gekommen ist.Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
____________________________- Übersetzen
Kommentar
-
ich kann nur für Deutschland sprechen. Und da trifft Deine Aussage nicht zu. Dass sich die Ankündigungszeiten verlängert haben, und jetzt schon über ein Jahr vorher der Run auf die Tickets beginnt, stimmt.- Übersetzen
Kommentar
-
Bei einer Studioproduktion eben nicht. In erster Linie war da Elvis ein "Angestellter" der Plattenfirma. Diese verdiente ja schließlich auch eine menge Kohle mit seiner Musik. Es war ja nicht so (wie heute gelegentlich praktiziert), dass Musiker ein Album selbst produzieren, oder zumindest einen Produzenten dafür anheuern. Bei Elvis sah das völlig anders aus. Er hatte einen Vertrag mit RCA, der ihn zu einer bestimmten Anzahl von Veröffentlichungen verpflichtete. Wenn Elvis machen konnte was er wollte, hätte er auch das selbst bestimmen können.
Elvis hätte alles selbst bestimmen können, wenn er eine komplette Produktion aus eigener Tasche (vor)finanziert hätte und das Ergebnis dann einer Plattenfirma angeboten hätte. Die Dinge liefen damals jedoch anders. Der jeweilie Produzent war in erster Linie RCA verpflichtet, NICHT Elvis. Sie hätten Elvis sogar den Vertrag kündigen können (einen Grund hätten sie sicher gefunden). Erst recht nach 73 wäre das kein großer Verlust gewesen, da sie ja die rechte an allen seinen bisherigen Aufnahmen besaßen (und die ja wesentlich mehr Wert waren als seine aktuellen Veröffentlichungen).
Aber nein, sie hielten an so einem unprofessionellen, faulen und bequemen, ja sogar unzuverlässigen Sänger fest. Selber schuld!
Zuletzt geändert von MysteryTrain; 06.04.2009, 12:50- Übersetzen
Kommentar
-
Außerdem kann bereits im Vorfeld durch Merchandising(T-Shirts,Plakate,usw.) viel Geld verdienen.Das ist doch gar nicht wahr. In den 70ern wurden Konzerte immer erst relativ zeitnah angekündigt, die Tickets gingen erst unmittelbar vorher in den Verkauf. Heute ist das generell anders, da werden Karten teilweise schon ein Jahr vorher verkauft, überall auf der Welt und bei allen Acts. Das hat einen ganz einfachen Grund: Geld. Man generiert nämlich eine neue, nicht zu verachtende Einnahmequelle: Wenn eine Tournee schon ein Jahr vorher ausverkauft ist, liegt das Geld – was nicht wenig ist – auf der Bank und bringt fette Zinsen. Damit hat man die Werbung und etliche andere Kosten schon drin, so wird der Gewinn maximiert.
- Übersetzen
Kommentar
-
Led Zeppelin produzierten ihre Alben selbst.The Rolling Stones teilweise auch.Es war ja nicht so (wie heute gelegentlich praktiziert), dass Musiker ein Album selbst produzieren, oder zumindest einen Produzenten dafür anheuern. Bei Elvis sah das völlig anders aus. Er hatte einen Vertrag mit RCA, der ihn zu einer bestimmten Anzahl von Veröffentlichungen verpflichtete.
Frank Zappa produzierte bereits in den 60ern selbst.
Wobei viele Musiker sich ihre Produzenten bereits in den 70ern selbst aussuchen konnten.
Nur Marionetten wie z.B. Boygroups oder Bonnie Tyler(habe ich zumindest den Eindruck) hatten entsprechende Knebelverträge,die ihnen jegliche künstlerische Kontrolle untersagte.
Wobei die künstlerische Kontrolle nichts mit der vertraglichen Festlegung über die Quantität und Terminierung der Aufnahmen zu tun haben muss.- Übersetzen
Kommentar




Kommentar