War Elvis Perfektionist?

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  • Circle G
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    • 04.11.2007
    • 11634

    #526
    Zitat von Circle G
    Gilla schrieb ja im Parker-Thread zum Schluss noch folgende Story:

    Diese Geschichte kenne ich ... allerdings auch noch in einer anderen Variation, nämlich dass irgendein Studio-Angesteller sein Gesangsmikro als Souvenir mit nach Hause genommen hat und er "Girl Of Mine" mit einem schlechteren Mikro aufnehmen musste. Darüber war er so sauer, dass er abgehauen ist.

    Diese Variante halte ich übrigens für glaubwürdiger, weil die Aufnahme des Songs das auch bestätigt. Wenn man den Song mal mit den anderen von den Tagen davor vergleicht, wann auch immer er aufgenommen hat. "Girl Of Mine" klingt völlig anders, echt mies.
    Hach, das hat mich jetzt beschäftigt und wie ich gerade sah, hat mich mein Erinnerungsvermögen nicht im Stich gelassen.

    Zu der "Girl Of Mine" - Aufnahme schreiben Guralnick und Jorgensen folgendes:

    Elvis was frustated by the sound and walks out when he learns from engineer Al Pachucki that his personal vocal mike has been stolen from the studio. Only one song has been recorded ...
    An dieser Stelle sei auch nochmal gesagt, dass Hendrickx' "Elvis A. Presley - Die Musik, der Mensch, der Mythos" zwar ein schönes Bilderbuch mit reichlich Informationen ist, leider aber vor Fehlern nur so strotzt. Der Mann ist einfach ein riesiger Elvis-Fan, wodurch ihm anscheinend die Objektivität verloren gegangen ist. Man sollte also viele seiner Aufzeichnungen in dem Buch mit Vorsicht genießen. Viele Dinge entpuppen sich schon bei genauer Betrachtung als völlig unlogisch und somit schlichtweg falsch.
    Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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    • Eva
      Ehrenmitglied
      • 02.02.2004
      • 19670

      #527
      diese Erkenntnis ist aber nicht neu.......

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      • Circle G
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        • 04.11.2007
        • 11634

        #528
        Deswegen schrieb ich ja auch:

        Zitat von Circle G
        An dieser Stelle sei auch nochmal gesagt ...
        Ich dachte eigentlich auch, dass das bekannt wäre, wenn dann aber doch immer wieder irgendwelche ominösen Stories aus dem Buch zitiert werden, dann muss man es eben erneut erwähnen. Abgesehen davon, gibt es sicher auch Fans, die sich noch nicht so mit der Materie auskennen und sich auf die Aussagen in diesem Buch verlassen.

        BTW: 99,99% der Bilder die hier täglich gepostet werden, sind auch nicht neu
        Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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        • Circle G
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          • 04.11.2007
          • 11634

          #529
          Zitat von MysteryTrain
          Ich habe gerade mal so einige Zeitungsartikel bzgl. Elviskonzerte von 76 und 77 überflogen und nicht nur 1x gelesen, dass alle Eintrittskarten sogar schon am 1. Verkaufstag weg waren. Warum man angeblich bei so einem Run auf die Karten die Anzahl der Sitzplätze verringern musste, kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen
          Ich äußerte mich ja bereits ausführlich zu dem Thema und ich weiß auch, dass Du niemals auch nur einen Millimeter von Deiner These abweichen wirst, dennoch starte ich hier noch einen erneuten Versuch, Dir eine weitere Erklärung zu liefern, über die Du evtl. mal nachdenken solltest:

          Hast Du Dir mal Gedanken darüber gemacht, welches Fassungsvermögen die Hallen hatten, in denen Elvis zwischen 1970 und 1977 auftrat? Abgesehen vom Houston Astrodome, wo die Zuschauerzahlen bei maximal 44 000 lagen, spielte er ansonsten vor wesentlich geringerem Publikum. Die Zuschauerzahlen bei Tour-Konzerten lagen in all den Jahren zwischen 6000 und höchstens 20 000.

          Ich habe keine Zweifel, dass der Run auf die Karten enorm war und dass es sicher zahlreiche Fans gab, die leer ausgingen, nur: in Pontiac fasste die Halle 90 0000 (!!!) Leute. Das ist ein Vielfaches dessen, was sonst an Karten verkauft wurde. Und jetzt überleg Dir mal folgendes: Pontiac ist eine kleine, verhältnismäßig unbedeutende Stadt irgendwo in der Pampa. Abgesehen von Houston mit ca. 44 000, spielte er nur in New York und Chicago vor 20 000 Zuschauern, beide Städte sind aber Großstädte mit 8 bis 9 Millionen Einwohnern. Ist es da wirklich so unwahrscheinlich, dass sich die Karten nicht gänzlich verkaufen ließen?

          Wenn ich mir das recht überlege, ist es sogar schon unglaublich, dass er 60 500 Karten (BTW: Das dürfte knapp unter der damaligen Einwohnerzahl der Stadt Pontiac gelegen haben) verkaufen konnte, wenn man bedenkt, wie groß das territoriale Einzugsgebiet da gewesen sein muss.
          Zuletzt geändert von Circle G; 04.04.2009, 16:18
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          • Circle G
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            • 04.11.2007
            • 11634

            #530
            Zitat von MysteryTrain
            Einziger Grund, einige Plätze zu sperren, war schlicht und einfach der, dass die Zuschauer von dort aus von Elvis weder etwas gesehen noch gehört hätten. Es wird dir jeder Musiker, der dabei war, bestätigen, dass sie in kaum einer schlimmeren Halle als dieser gespielt haben. Sie war einfach zu groß und mit den zur Verfügung stehenden Soundsystemen einfach nicht auszufüllen.
            Auch an dieser Stelle muss ich Dir leider widersprechen und ich befürchte, diese Story hast Du ebenfalls aus der Märchenkiste gekramt. Ja, der Sound in der Halle war schlecht, es war arschkalt und auch Elvis war alles andere als zufrieden mit der Bühnenanordnung. Nur: Das wusste vorher niemand. Wie ich schon schrieb wurde die Halle erst kurz zuvor eröffnet. Man hatte also keinerlei Erfahrung, wie ein Konzert in dieser Halle klingen würde. Elvis selber hat ja erst genau an diesem Silvestertag zum ersten Mal die baulichen Verhältnisse der Halle zu sehen bekommen und war frustriert darüber, dass er durch den Aufbau der Bühne keinen gescheiten Blickkontakt zu Band und Sängern halten konnte. Dass der Sound im Silverdome mies war, wussten auch die Musiker erst nachdem das Konzert rum war. Und zwar nicht, weil sie es selber gehört haben, denn sowas hört man als Musiker nicht selbst, sondern weil es ihnen andere - die während der Veranstaltung im Zuschauerraum saßen - im Nachhinein gesagt haben.

            Es ist somit völliger Quatsch, dass aus diesem Grunde weit im Voraus Karten abgezogen wurden, denn man konnte getrost davon ausgehen, dass die Halle so konzipiert ist, dass man von nahezu jedem Sitzplatz gute Sicht auf Elvis hat, als auch, dass man von überall gut hört. Und selbst wenn es ein paar Ausnahmen gegeben hätte (sicher aber nicht 27 000 schlechte Plätze, also ein Drittel der Halle!), hätte man die ja auch noch für weniger Geld verkaufen können. Besser als nix. Ganz sicher hätte Parker nicht freiwilllig auf diese Einnahmen verzichtet, zumal er ja mit diesem Konzert und den erfolgten Einnahmen mal wieder einen Rekord aufgestellt hatte, denn zuvor hat noch kein Konzert eines Solokünstlers soviel Gewinn eingefahren. Dem hätte Parker gewiss noch einen drauf gesetzt, wenn er gekonnt hätte. Außerdem frage ich mich, warum man eine Halle mietet, bei der man freiwillig ein Drittel der Plätze freilässt. Parker und Elvis waren stets darauf bedacht, die Hallen und Säle bis zum Anschlag voll zu bekommen. Im Zweifelsfall wurden die "schlechten" Plätze eben verschenkt. Sieht schließlich auch nicht so toll aus, wenn man auf Fotos oder in Zeitungsartikeln Elvis vor einer halbleeren Halle spielen sieht. Wie auch immer ... es gibt keine andere einleuchtende Erklärung dafür, als die, dass leider nicht alle 90 000 Karten verkauft werden konnten.
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            • Circle G
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              • 04.11.2007
              • 11634

              #531
              Zitat von MysteryTrain
              Es wäre Betrug gewesen, wenn sie diese Plätze verkauft hätten, denn da hätte man sich genauso gut auch auf den Gipfel des Mount Everest setzen können und hätte von Elvis nicht weniger mitbekommen als dort
              Die armen 16 000 Fans von Led Zeppelin, die anderthalb Jahre später derart betrogen wurden

              ... von den anderen Zuschauern, die in den darauffolgenden 30 Jahren im ausverkauften Silverdome saßen, mal ganz abgesehen ...
              Zuletzt geändert von Circle G; 04.04.2009, 16:34
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              • Circle G
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                • 04.11.2007
                • 11634

                #532
                Zitat von Marco
                musstest du meinen beitrag hochholen? jetzt sehen alle,dass ich mit dem "perfektionismus" angefangen habe und die elvis-welt in einen schockzustand gerät
                Ach, mach Dir keinen Kopf! Du hast ja lediglich erwähnt, dass Du inzwischen davon abgekommen bist zu glauben, Elvis sei ein Perfektionist gewesen.

                Schuld an der Misere bin doch eigentlich ich, weil ich die Frage stellte, wer denn bitte jemals behauptet hätte, dass Elvis perfekt war. Dass es allerdings auch bei diesem Punkt soviele unterschiedliche Ansichten gibt, hätte ich selbst nicht für möglich gehalten. Aber schön, dass wir mal drüber reden Das erweitert schließlich den Horizont und regt zum Nachdenken an.
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                • King77
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                  • 04.08.2007
                  • 14895

                  #533
                  Ich glaube es gibt keinen Perfektionisten,in dem Sinn es darf nie ein Fehler vorkommen.Die ganzen Namen die hier vorkommen werden nur genannt weil im Netz steht ein Musiker od. Bekannter von Sinatra,Elvis etc.haben gesagt er sei ein Perfektionist gewesen.Bei Elvis ist der Gegenbeweiß leicht,da wir alle mit den Master-Takes von Elvis vertraut sind.Wie sieht es bei Sinatra aus,wer kennt alle Masters von Sinatra in und auswendig um behaupten zu können er hat nie einen Fehler mitveröff.Also können wir uns nur auf diverse Aussagen von Musikern verlassen und die kann man vergessen wie man bei Elvis sieht.Man darf auch nicht vergessen wenn Fontana od. Stoker über dieses Thema reden die Jahre 56-68 gemeint sind und wenn sich Tutt dazu äußert es sich um die Jahre 72-76 dreht wenn man von der Studioarbeit ausgeht.Und zwischen den Jahrzehnten ist ein großer Unterschied in Elvis arbeitsweise zu hören,wie wir von den Sessions wissen.

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                  • Circle G
                    Board-Legende

                    • 04.11.2007
                    • 11634

                    #534
                    Zitat von Suskai
                    Elvis war zwar nie sauer, wenn jemand etwas falsch machte und konnte auch noch über Fehler lachen ...
                    Mag sein, zumindest kann man diesen Schluss durchaus aus einigen Outtakes usw. ziehen. Da kommt er sympathisch und charismatisch rüber

                    ... allerdings hat er in der Regel so lange weiter gemacht bis alles perfekt war. Es war egal, ob sich diese Situation bei Studioaufnahmen, Dreharbeiten oder seinem geliebten Karate zeigte.
                    Das stimmt allerdings nicht so ganz, wie ich hier bereits anhand einiger Beispiele aufgezeigt habe. Nun mag man es ja nicht weiter tragisch oder sogar ausgesprochen nett finden, aber wenn man z.B. einen Master veröffentlicht der fehlerhaft ist, dann ist man einfach nicht perfekt. Wenn man mit ungeprobten Text auf die Bühne geht, dann ist man nicht perfekt. Wenn man sich nicht an ausgehandelte Verträge hält, nur weil man gerade kein Bock hat ins Studio zu gehen, dann ist man nicht perfekt. Ein Perfektionist ist ein Mensch, der mithilfe seiner vorhandenen Fähigkeiten, stets danach strebt, aus allem das Optimum rauszuholen. Das hat Elvis eben oftmals nicht getan und ist somit unter seinen Möglichkeiten geblieben.
                    Ich denke, dass er in gewisser Hinsicht schon ein Perfektionist war.
                    Entweder man ist ein Perfektionist oder man ist es nicht. Elvis war keiner.
                    Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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                    • gast-20100118

                      #535
                      Zitat von Circle G
                      Entweder man ist ein Perfektionist oder man ist es nicht. Elvis war keiner.
                      so lange Du "meiner Meinung nach" vergißt, sind Deine Aussagen m. E. albern.

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                      • TheKing
                        Board-Legende

                        • 19.06.2006
                        • 20721

                        #536
                        Der ganze Thread ist überflüssig.
                        Ohne Worte!

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                        • gast-20110818

                          #537
                          Zitat von Rev.Gerhard
                          so lange Du "meiner Meinung nach" vergißt, sind Deine Aussagen m. E. albern.
                          Hast Du je ein "meiner Meinung nach" benutzt?

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                          • gast-20100118

                            #538
                            des öfteren

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                            • Suskai
                              Gehört zum Inventar

                              • 23.06.2008
                              • 2312

                              #539
                              Zitat von Circle G
                              Entweder man ist ein Perfektionist oder man ist es nicht.
                              Das sehe ich allerdings anders, es ist durchaus möglich, dass man in manchen Bereichen des Lebens Perfektionist ist und man alles mögliche erreichen möchte und in anderen Bereichen ist man dagegen eher unvollkommen oder gar schlampig.
                              "Before Elvis, there was nothing." John Lennon
                              "Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und nicht den Wert." Oscar Wilde

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                              • Circle G
                                Board-Legende

                                • 04.11.2007
                                • 11634

                                #540
                                Zitat von Rev.Gerhard
                                so lange Du "meiner Meinung nach" vergißt, sind Deine Aussagen m. E. albern.
                                Albern sind einzig und allein Deine Kommentare. Dass Elvis eben kein Perfektionist war, habe ich ja nun anhand allerlei Dinge aufgezeigt. Wenn Du es dennoch nicht wahrhaben willst, kann ich Dir auch nicht helfen. Es gibt klare Definitionen darüber, was einen Perfektionisten ausmachen. Wenn die nicht zutreffen, dann ist man eben keiner ... und bei Elvis treffen sie halt nicht zu. Das hat nichts mit meiner Meinung zu tun, sondern da genügt es einfach seinen Verstand einzusetzen, die Augen aufzumachen und nicht alles zu negieren, bloß weil es in das selbstgebastelte heile Elvis-Bild nicht passt. Sorry, aber dafür kann ich nun wirklich nichts

                                Ich wiederhole mich gerne zum 20. Mal: Mir ist es schnurzpiepegal. Es macht mir nicht im Geringesten irgendwas aus, dass Elvis kein Perfektionist war. Ganz im Gegenteil, ich finde es ausgesprochen sympathisch, dass er nicht immer alles nach Regel und Schema F gemacht hat. Genau das ist es doch tewilweise, was ihn von Anderen unterscheidet und so liebenswert macht. Hier geht es lediglich um den Begriff und die mögliche Projektion auf Elvis. Und nach allem was so an Fehlerchen gelaufen ist, kann man eben nicht mehr von einem solchen sprechen. Na und? Wenn juckt's?
                                Zuletzt geändert von Circle G; 04.04.2009, 18:04
                                Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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