TheKings Interview mit Sonny West
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Genau. Die Frage ist doch, ob Elvis dieses Buch überhaupt geschadet hat. Viele Fans sind sauer auf Sonny und Co., weil sie finden, sie haben Elvis in den Schmutz gezogen. Darüber läßt sich sicherlich diskutieren und auch, ob es wirklich nötig war, dieses Buch zu schreiben.
Aber: Dieses Buch hat Elvis kein bisschen geschadet. Seine Fans mögen ihn trotzdem sehr gern, niemand legte doch wegen des Buches keine Platten mehr von ihm auf oder fand seine Filme schlecht (wenn er sie vorher gut fand). Deswegen wundere ich mich, dass viele Fans so pikiert sind. Geschockt oder entrüstet sollte man nur sein, wenn man findet, dass Elvis jetzt kein guter Star mehr ist, weil er das alles getan hat, was in dem Buch steht.
Als ich das Buch das erste Mal gelesen habe, war ich auch etwas "erschrocken", aber mittlerweile frage ich mich, wieso das eigentlich so ein "Schocker" sein soll. Was steht da drin, was Elvis zu einem schlechten Menschen macht? Eigentlich nichts. Dass er Affären hatte, wußte man eh, die Medikamente auch und die Sexvideos... naja, kann man sich vielleicht auch denken. Okay, die Sache mit dem Billardstock war schon heftig. Und trotzdem höre ich seine Lieder gern (genau wie jeder andere Fan auch).- Übersetzen
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Ihm persönlich hat es geschadet, noch bevor es überhaupt erschienen ist. Es ist eine der schlimmsten Erfahrung die man machen kann, wenn man von den besten Freunden verraten und verkauft wird. Dass sie gekündigt wurden, ist eine Sache, Freundschaft eine ganz andere. Diese hat Elvis nie gekündigt. Das haben sie dann selbst mit diesem Buch erledigt.
Auch in der Öffentlichkeit hat es ihm geschadet, da dadurch die wilden Spekulationen der Jahre zuvor scheinbar von engsten Vertrauten bestätigt wurden. Die Tatsache dass in den Jahren danach viele Medien mehr Interesse an Elvis' Tablettenkonsum als an seiner Musik hatten, hat auch in diesem Buch seinen Grund. Das Interesse an dem Buch muss groß gewesen sein, denn sonst wäre es nicht sogar auf deutsch übersetzt worden.
Mal ein ganz aktueller Vergleich: Romy Schneider. Sie starb, ähnlich wie Elvis, nach jahrelangem Medikamentenmissbrauch. Das ist bei ihr eine Tatsache, die jeder weiß, die aber immer nur am Rande erwähnt wird, da ihr Lebenswerk im Vordergrund steht. Bei Elvis war es lange Zeit umgekehrt. Warum? Weil sogar seine engsten Vertrauten auf die Sensationsgier der Boulevardpresse eingestiegen sind und diese befriedigt haben, anstatt seine musikalische Hinterlassenschaft in den Vordergrund zu stellen oder einfach von den vielen schönen Jahren zu berichten, die sie mit ihm erlebt hatten. Stattdessen wird alles auf die letzten Lebensjahre beschränkt und das förderte das Bild das viele bis heute noch haben: Elvis = fetter Drogenjunkie im Glitzeranzug
Zuletzt geändert von MysteryTrain; 21.09.2008, 19:28- Übersetzen
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Nein, das sehe ich nicht so. Wäre er ein echter Freund gewesen, hätte er ihnen nicht gekündigt und wenn dann nicht so. Die Stadt verlassen, dem Vater den bitteren Auftrag erteilen und noch nicht mal eine richtige Begründung nennen, ist in dem Fall eine besch*** Behandlung!
Du sagst es. Es wurde eh schon oft vermutet. Und die Abhängigkeit wäre spätestens nach seinem Tod ans Tageslicht gekommen. Ich wette, die Stanley-Brüder hätten sich das nicht nehmen lassen.Auch in der Öffentlichkeit hat es ihm geschadet, da dadurch die wilden Spekulationen der Jahre zuvor scheinbar von engsten Vertrauten bestätigt wurden.
Okay, aber wenn man ganz hart ist, könnte man sagen, dass ihn das ja nun nicht mehr berühren konnte.Die Tatsache dass in den Jahren danach viele Medien mehr Interesse an Elvis' Tablettenkonsum als an seiner Musik hatten, hat auch in diesem Buch seinen Grund.
Das sollte kein Indiz sein.Das Interesse an dem Buch muss groß gewesen sein, denn sonst wäre es nicht sogar auf deutsch übersetzt worden.
Es werden viele Bücher übersetzt, die weniger Auflage haben.
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Meinst du mit damals 1977/78? Gab es denn zu dem Zeitpunkt schon andere Elvis-Bücher? "What happened" war doch sowieso das erste Buch, was je über Elvis geschrieben wurde oder?
Das stimmt wohl. Aber ein echter Fan wird es sich bestimmt nicht als erstes kaufen. War bei mir zumindest nicht so.Als Erstinformation über Elvis ist es absolut untauglich.
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MAcht doch einmal Euren Frieden mit der Historie. So war es eben. Sony ist ein emotionaler Mann und er mochte Elvis sehr, das könnt ihr ruhig glauben. Ich habe keine Muße mehr gegen die Windmühlen der Engstirnigkeit anzureiten. Wenn ihr meint, dass der Sonny sein Cousin Red standesrechtlich erschossen gehören oder für alle Zeiten verdammt, dann denkt das eben...wie so oft sehr eindimensional gedacht und aus meiner Sicht kleinkarriert. Alle machen Fehler.Zuletzt geändert von TheKing; 21.09.2008, 19:49Ohne Worte!- Übersetzen
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Wenn ich mich recht entsinne, dann erschien schon 1970 oder 1971 die erste Elvis Biografie namens Elvis von Jerry Hopkins - die u. a. auch von Peter Guralnick für seine definitive Elvis Biografie Last Train To Memphis / Careless Love hinzugezogen wurde.- Übersetzen
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Nein, da gab es viele andere:
http://www.xs4all.nl/~vnhouten/bookyear.html
Ausdrücklich zu nennen ist wohl die Biographie von Jerry Hopkins von 1971
"What happened" ist in Amerika kurz VOR Elvis' Tod erschienen und es hätte wohl nie eine deutsche Übersetzung gegeben, wäre Elvis nicht dann wirklich wenige Tage später gestorben. Es hätte auch eine ganz andere Wirkung gehabt, wäre Elvis nicht kurz darauf gestorben. Wahrscheinlich hätte es gar keine Wirkung gehabt. So allerdings war es Wasser auf die Mühlen der Sensationspresse (was ursprünglich wahrscheinlich gar nicht beabsichtigt war, aber mit Elvis' Tod eine völlig neue Dimension bekam).Zuletzt geändert von MysteryTrain; 21.09.2008, 20:05- Übersetzen
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Dankeschön an euch beide!Nein, da gab es viele andere:
http://www.xs4all.nl/~vnhouten/bookyear.html
Ausdrücklich zu nennen ist wohl die Biographie von Jerry Hopkins von 1971
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Bücher über Elvis gab es seit Elvis gross wurde (damit meine ich so ab 1956). Ich hab ein Buch von 1960, eines von 1962, und ich glaube auch eines von 1958 (und ich meine wirklich Bücher und nicht Hefte oder Fan-Magazine, meist kamen diese Bücher aus England).
Nur wenn man die heute liest wirken die irgendwie etwas kindisch und man greift sich an den Kopf, aber so war halt damals der Wissensstand über Elvis und seine Karriere
Teilweise aber nette Bilder, aber die Qualität ist natürlich nichts gegen die späteren Bücher
Interessant und brauchbar wird es dann tatsächlich ab der ersten Hopkins Bio von 1970
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Für mich ganz einfach: Weil sie nicht jahrelang körperlich aufgedunsen und lallend durch ihre Filme spaziert ist.Mal ein ganz aktueller Vergleich: Romy Schneider. Sie starb, ähnlich wie Elvis, nach jahrelangem Medikamentenmissbrauch. Das ist bei ihr eine Tatsache, die jeder weiß, die aber immer nur am Rande erwähnt wird, da ihr Lebenswerk im Vordergrund steht. Bei Elvis war es lange Zeit umgekehrt. Warum?
Dass bei Elvis eine Zeit lang die Drogen im Vordergrund standen (darauf reduziert wurde er nie), lag nicht an irgendwelchen Büchern, sondern ganz allein an Elvis selbst. Denn Elvis war nicht einfach nur drogensüchtig,
er hat sich völlig "zugeschüttet"* mit Tabletten.
*man beachte die Anführungszeichen
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Für mich ganz einfach: Weil sie nicht jahrelang körperlich aufgedunsen und lallend durch ihre Filme spaziert ist.
Dass bei Elvis eine Zeit lang die Drogen im Vordergrund standen (darauf reduziert wurde er nie), lag nicht an irgendwelchen Büchern, sondern ganz allein an Elvis selbst. Denn Elvis war nicht einfach nur drogensüchtig,
er hat sich völlig "zugeschüttet"* mit Tabletten.
*man beachte die Anführungszeichen
Dann lese mal Bücher über Romy Schneider (oder andere mit ähnlichen Problemen). Diese nahmen mindestens so viele "Mittelchen" wie Elvis, nur konnten sie es besser kaschieren, da ihr Körper nicht so extrem reagiert hat wie der von Elvis (zumindest nicht nach außen. Romy Schneider z.B. musste eine Niere entfernt werden ...)- Übersetzen
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