JERRY LEE LEWIS WIRD 75
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Es mag ja sein, daß Du Deine eigenen Definitionen hast, aber wenn es um den klassischen 50er-Jahre-Rock'n'Roll geht, gehört Haley natürlich dazu.
Erstens schuf er 1954 mit "Rock Around The Clock" einen der größten Klassiker jenes Musikstiles und zweitens hatte er in diesem Stile bereits 1952!! einen Hit mit "Crazy Man Crazy", also lange BEVOR Elvis, Chuck, Jerry Lee, Buddy und Carl und all die anderen ihre ersten Aufnahmen machten.
(Und Fats Domino, der 1949 begann und Little Richard, der ab 1951 Lieder aufnahm, waren da noch reine Blues-Musiker. Sie schwenkten auch erst 1954 bzw. 1955 zum R+R um).
Aber jetzt mal meine Frage: Wenn "Rock Around The Clock" kein Rock'n'Roll ist, wer (außer Elvis natürlich) gehört denn dann überhaupt dazu?- Übersetzen
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Das hier läuft mal wieder auf "Vergleichen" hinaus, und das geht eigentlich nicht. Fast nie. Aber gut, ich bin in Geberlaune.... also weiter.
Viele haben (grob gesagt) "immer die gleichen Arrangements", weil sie ja auch oft über Jahre die gleiche Band haben.von denen auch immerfort behauptet
wird selbst sie hätten mit den immer gleichen Arrangements und einer
enormen Quantität an Aufnahmen Elvis überrockt.
Ok, die war bei Elvis - speziell in den Nashville-Jahren und später mit der TCB-Band - unglaublich gut, aber das ist jetzt mal egal, da es ja um Rock'n'Roll geht, und den hat Elvis irgendwann abgelegt.
Und an Quantität haben viele, viele Elvis überrockt und das ist ja auch ganz logisch. Elvis hat von 1954 bis 1958, also in der klassischen Rock'n'
Roll- Ära insgesamt etwas über 100 Lieder aufgenommen, davon ist schon mehr als die Hälfte definitiv KEIN Rock gewesen, sondern es waren auch da schon viele Balladen dabei.
Da waren andere natürlich fleißiger. Und selbst wenn man "For The Heart" noch als Rock'n'Roll bezeichnet, wurde Elvis' Repertoire ja mit zunehmendem Gew.... zunehmenden Jahren definitiv immer balladenlastiger (was ja seiner Stimme auch durchaus entgegen kam), andere aber nicht.
Die blieben einfach ihrem Stil treu (und macher sicher auch, weil er keine anderen Ideen hatte oder stimmlich / musikalisch nichts anders konnte, oder wollte), und das halt über Jahre und Jahrzehnte. Da kommt schon was zusammen....
schuf natürlich mit "Be Bop A Lula" einen der größten R+R-Klassiker, hatte aber einfach nicht Elvis' Ausstrahlung. Und auch nicht die der anderen Größen.... und 1960 gesundheitliches Pech mit seinem Unfall in London.Die gänzlich unbekannten Interpreten lasse ich jetzt mal weg,
aber ich hörte und lese solche Aussagen beispielsweise von Künstlern wie:
Gene Vincent
.... gute Leute, aber die blieben eben ihrem Rockabilly und Country-Material treu und damit erreicht man halt nicht DIE MENGE Leute, die Elvis mit seinem breiten Repertoire ansprach.Billy Lee Riley
Charlie Feathers
Und der tat ja gut daran, ab 1960 familienfreundlicher Unterhaltung und - Musik zu machen, denn wäre er bei Sun geblieben und hätte in dem Stile viele Jahre weiter gemacht, stünde er in Deiner Aufzählung heute vielleicht zwischen Riley und Feathers.
Sind sicherlich eingefleischte Rock'n'Roll-Fans und sorgten für ein Revival dieser Musik mit gut produzierten Nummern, aber die starteten ja Jahrzehnte nach Elvis und da fehlt mir irgendwie jede Vergleichsmöglichkeit.Stray Cats (!!!!!!!!!!)
Shakin' Stevens (vor allem in der Sunsets-Zeit!)
Man kann es auch so sagen: Elvis WAR kein Rock'n'Roller. Und er wollte auch nie einer sein, meine ich.
Er machte diese Musik halt - in ihrer Hochzeit - sehr erfolgreich und sehr gut) mit, aber er hat sie auch nicht beileibe nicht erfunden. Und eben ab 1960 auch nicht mehr an ihr festgehalten.
Natürlich hat er den Rock'n'Roll damit in gewisser Weise verraten, aber na und? Nur dadurch bescherte er uns doch jene großartigen Aufnahmen, die danach - fern vom R+R - entstanden.
Quatsch. Die sind auf einen Zug aufgesprungen. Bei Dick Brave war es - dank eines top Marketings - eine Erfolgsnummer zu einer Zeit, als Sasha keinen mehr hinter dem Ofen hervorlockte, und Peter Kraus startete ja schon 1957, indem er US-Originale erfolgreich eindeutschte (in einer Zeit, als eben noch kaum jemand hier englisch sprach).Irgendwann heisst es noch Dick Brave und Peter Kraus rocken
beständiger Hunk! Das ist als ob man Elvis Ruhm absprechen wollte...
Danke. Sowas höre ich immer gerne.DEIN BEITRAG ist korrekt.
Ich auch.Da stimme ich zu.
Aber was meinst du zu
den genannten Leuten und vor allem ihrem Rock-Repertoire?Siehe oben. Dino konnte GAR keinen Rock'n'Roll. Vom Rhythmusgefühl her kaum und stimmlich schon gar nicht. Glücklicherweise wußte er das auch selbst.Es klingt manchmal als ob Dean Martin bei "Lay Some Happiness On Me"
nicht weniger "rockt" als Elvis eventuell bei "You Gotta Stop"...
Dafür konnte Elvis keinen Swing und seine Stimme und sein "Groove" paßten nicht zu einem knackigen Bläsersound von z. B. "Ain't That A Kick In The Head". Und die Lässigkeit und Leichtigkeit, die Dino bei seiner Musik versprüht, fehlte ihm auch.
Aber ehe jetzt einer kräht: Dafür hatte Elvis natürlich mehr Power und mehr "Gefühl", mehr Dramatik.- Übersetzen
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OK. Dann geht es bei einem Rocker also weniger (oder gar nicht) um seine Musik.
Worum dann? Den Lebenswandel?
Wie groß ist dann die Menge an Alkohol, Pillen, Drogen usw., die man zu sich nehmen muß, um als Rocker zu gelten?
(Und hilft es, wenn man seine 13jährige Großcousine heiratet, muß man seine Ringe ins Meer werfen und erstmal ins Kloster gehen, ein minderjähriges Mädchen über eine Staatsgrenze "entführen" oder ist es prinzipiell erforderlich, dass man mi 42 stirbt?)- Übersetzen
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Dann wäre Frank Sinatra auch ein "Rocker".
War er sicher auch. Vom Lebenswandel her...
Und Dean Martin natürlich auch.
Ich habe sogar schon guten Rock and Roll gehört von
Leuten, die nie als Rocker verstanden werden wollten.
Neil Sedaka - I Go Ape, Ring A Rockin', You Got To Learn Your R&B
Roy Orbison - Ooby Dooby, Mean Woman Blues, Down The Line
Ricky Nelson - Shirley Lee, Believe What You Say, Stood Up
Pat Boone - Good Rockin' Tonight, At My Front Door, Two Hearts
Conway Twitty - Mona Lisa, Hey Little Lucy
Fabian - I'm A Man, Tongue Tied, Tiger
Wenn das AUCH kein echter Rock 'n' Roll ist höre ich seit Jahren keinen.

:traurig:
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Dann wäre Frank Sinatra auch ein "Rocker".
War er sicher auch. Vom Lebenswandel her...
Und Dean Martin natürlich auch.
Ich habe sogar schon guten Rock and Roll gehört von
Leuten, die nie als Rocker verstanden werden wollten.
Neil Sedaka - I Go Ape, Ring A Rockin', You Got To Learn Your R&B
Roy Orbison - Ooby Dooby, Mean Woman Blues, Down The Line
Ricky Nelson - Shirley Lee, Believe What You Say, Stood Up
Pat Boone - Good Rockin' Tonight, At My Front Door, Two Hearts
Conway Twitty - Mona Lisa, Hey Little Lucy
Fabian - I'm A Man, Tongue Tied, Tiger
Wenn das AUCH kein echter Rock 'n' Roll ist höre ich seit Jahren keinen.

:traurig:
Warte erst mal ab, wie uns das gleich definiert wird, und dann können wir entscheiden, ob es den Rock'n'Roll überhaupt jemals gab.
(Und das Mittelalter. Und Bielefeld.)- Übersetzen
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Neue Theorie:
Es gab nie Rock and Roll.
Und wenn, dann sang Elvis auf alle Fälle keinen einzigen davon.
Also ich bleibe dabei:
"His Latest Flame" geht mehr ab als "Be-Bop-A-Lula" oder nicht ???
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Dann ist Elvis vielleicht doch eher "König der heissen Rhythmen" !
Würde dann "Shake That Tambourine" und "Hey Little Girl" einschliessen.
Wieso ist aber BE-BOP-A-LULA klassischer Rock and Roll?
Weil es Gene Vincent singt? Weil es manche als Elvis-Lied erkannten?
Weil es in "The Girl Can't Help It" vorkommt? Wegen der BLUE CAPS?
Weil es einige schmutzige sexuelle Anspielungen beinhaltet?
Ist Rock and Roll am Ende nur noch Sex und Arbeitnehmer-Mucke?
Ich glaube Angehörige der Intelligenz haben ihren eigenen Rock and Roll.- Übersetzen
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