Wäre Elvis ohne Colonel Tom Parker so groß geworden

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  • gast-20110818

    #481
    Zitat von MysteryTrain
    Alle die in Parker den bösen Abzocker sehen, der den armen Elvis ausgebeutet hat, sollten sich mal ansehen, wie liebevoll er Elvis' Karriere dokumentiert hat. Es gab mal ein Video, das man in Parkers ehem. Büro gemacht hat, bevor dies ausgeräumt wurde. Alben mit Zeitungsausschnitten, alles fein säuberlich beschriftet, dazu Fotoalben etc. Man hätte meinen können, es sei die Sammlung eines großen Elvisfans. Tut sowas jemand, der seinen Schützling auf unmenschliche Art ausbeuten will??
    Ja, Elvis war Parkers Lebenswerk und Meisterstück. Sein ganzer Stolz. Wie Mickey Mouse für Walt Disney, nur mit dem Unterschied, dass Elvis ein Mensch aus Fleisch und Blut war.

    Zitat von bartie
    nächste frage: was wäre gewesen, hätte elvis in den 60ern in mehreren klassikern mitgespielt? wenn parker ihm die rollen beschafft hätte um ein brando zu werden?

    ich denke, dann hätte es sicher kein so grandioses comeback gegeben, keine musikalischen höhepunkte in den 70ern, sondern wahrscheinlich nur noch einen schauspielernden elvis...der vielleicht nicht mal mehr gesungen hätte...
    Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass Elvis vor hatte, die Singerei hinten anzustellen.

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    • gast-20100118

      #482
      Zitat von Circle G
      Der sitzt wohl den Rest seines Lebens hinter Gittern wegen Millionenbetrugs. Parker starb als freier Mann.
      ja. Glück muss man haben.

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      • michael grasberger
        Posting-Legende

        • 16.02.2006
        • 9974

        #483
        Zitat von marquardt72
        Schließlich gilt für Dich das Gespann Dylan - Großmann als positives Beispiel.

        Also: Warum wurde dann Großmann von Dylan gefeuert?
        ich denke, das verhältnis zwischen dylan und grossman war dem von elvis und dem colonel nicht unähnlich. auch dylan wurde sehr jung sehr schnell sehr berühmt und brauchte jemanden, der seine karriere pushte und lenkte.
        grossman war weniger aufbrausend & grobschlächtig als parker, eher der sophisticatete, intellektuelle typ, aber als businessman war er nicht weniger abgebrüht. (seine gagenverhandlungen mit dem englischen veranstalter tito burns, die man im dokumentarfilm "don't look back" bestaunen kann, sind ein lehrstück an managerkaltschnäuzigkeit.)
        ähnlich wie parker hat auch er kräftigst am kuchen seines mandanten mitgenascht, bis es dylan reichte und er sich 1970 von ihm trennte. es folgte ein jahrelanger rechtsstreit, dessen ausgang grossman nicht mehr erlebte.
        der punkt: dylan hatte sich emanzipiert und die fäden selbst in die hand genommen. in der folgezeit hatte er verschiedene weitere manager, die operative aufgaben erfüllten, darunter jerry weintraub (der ja auch in der elvisgeschichte eine kleine rolle spielte), aber der großteil der kohle und die kontrolle über die songrechte blieben bei ihm.

        warum elvis es nie schaffte, sich von seinem übervater parker zu emanzipieren bzw. warum er das womöglich gar nicht wollte, bleibt eine berechtigte frage.

        ein anderer punkt, der hier, glaube ich, noch nicht erwähnt wurde, ist, welcher teufel elvis wohl ritt, als er ausgerechnet seinem vater die kontrolle über seine finanzen übertrug. vernons geschäftliche talente gingen bekanntlich über scheckfälschung nicht hinaus. vernon sorgte sich zwar ständig, dass elvis zu viel verprasste, aber dass er vielleicht nicht soviel einnahm, wie ihm zustand, auf die idee kam er nicht.

        "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
        (Nick Tosches)

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        • gast-20100118

          #484
          Zitat von michael grasberger
          warum elvis es nie schaffte, sich von seinem übervater parker zu emanzipieren bzw. warum er das womöglich gar nicht wollte, bleibt eine berechtigte frage.
          ein anderer punkt, der hier, glaube ich, noch nicht erwähnt wurde, ist, welcher teufel elvis wohl ritt, als er ausgerechnet seinem vater die kontrolle über seine finanzen übertrug.
          sowohl bei Parker als auch bei Daddy werdens wohl Elvis' Familiensinn und Harmoniesucht gewesen sein, die ihm suggerierten, dass deren Beschäftigung und Wohlergehen wichtiger seien als übertriebener pekuniärer Ehrgeiz seinerseits.

          Kommentar

          • michael grasberger
            Posting-Legende

            • 16.02.2006
            • 9974

            #485
            Zitat von Rev.Gerhard
            sowohl bei Parker als auch bei Daddy werdens wohl Elvis' Familiensinn und Harmoniesucht gewesen sein, die ihm suggerierten, dass deren Beschäftigung und Wohlergehen wichtiger seien als übertriebener pekuniärer Ehrgeiz seinerseits.
            wohl wahr.
            bloß warum hat er dann "taking care of business" als sein motto genommen?

            "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
            (Nick Tosches)

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            • Gilla
              Board-Legende

              • 05.02.2007
              • 14776

              #486
              Da die Schärfe aus der Diskussion nun etwas raus ist, hier ein Bild zum Grinsen, was ich gerade gefunden habe:

              Der Colonel lenkt die Pferde - und Elvis ackert sich kaputt... ....

              Zuletzt geändert von Gilla; 11.03.2009, 18:17
              *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

              Kommentar

              • gast-20090708

                #487
                Zitat von Gilla
                Der Colonel lenkt die Pferde - und Elvis ackert sich kaputt...
                So kann man es auch sehen!

                Kommentar

                • gast-20100118

                  #488
                  Zitat von michael grasberger
                  wohl wahr.
                  bloß warum hat er dann "taking care of business" als sein motto genommen?
                  da gibt's doch ne ganze Philosophie dahinter, die vor längerer Zeit auch schon hier im Forum mal gepostet wurde. Mit dem 'Business' ist gar nicht vornehmlich das Geldscheffeln gemeint, sondern, soweit ich mich erinnere, u.a. das Erfüllen der Aufgaben der Nächstenliebe.

                  Kommentar

                  • oliver
                    Gehört zum Inventar

                    • 02.08.2004
                    • 2057

                    #489
                    tztztz..Gilla pass bloß auf das dir jetzt nicht auch mangelnder Intellekt unterstellt wird

                    Kommentar

                    • marquardt72
                      Posting-Legende

                      • 19.08.2006
                      • 5713

                      #490
                      @Oliver:
                      Hast Du außer plumpen Ablästereien oder Danke-Verteilen an Deine "Mitstreiter" auch etwas Sinnvolles zum Thema beizutragen?!

                      @Gilla:
                      Die Bedeutung des Fotos würde ich nicht überbewerten.

                      Schließlich galt Parker selbst als Arbeitstier,das den größten Teil seiner Zeit für den Erfolg von Elvis einsetzte(nachzulesen in "Last Train To Memphis").

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                      • Circle G
                        Board-Legende

                        • 04.11.2007
                        • 11634

                        #491
                        Zitat von oliver
                        tztztz..Gilla pass bloß auf das dir jetzt nicht auch mangelnder Intellekt unterstellt wird
                        Na ja, bei Gilla sicher nicht.

                        Sie war wenigstens schlau genug dazu zuschreiben, dass das Posten des Bildes mit einer gewissen Ironie gespickt war

                        Das macht es einigen hier sicher leichter
                        Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                        ____________________________

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                        • TheKing
                          Board-Legende

                          • 19.06.2006
                          • 20721

                          #492
                          Ich denke, er hatte zu Vernon das größtmögliche Vertrauen. Nur dadurch kann man sich das erklären. Völlig richtig: Vernon war dazu kaum im Stande.

                          Elvis emanzipierte sich ja auf seine Art. Er machte später einfach was er wollte und tauchte in seine Sucht ab. Es könnte ein Zeichen dafür sein, dass Elvis sich den Regeln des Showbusiness wie der Colonel sie ihm vorhielt, ausgeliefert fühlte. Es fällt ja auf, dass Elvis immer lange auf einer "Schiene" blieb und dass das Konzept bis zum Anschlag durchgezogen wurde. Seien es die Hollywoodjahre oder die Livejahre.

                          Und wir wissen, dass einige Dinge, die Elvis wirklich gerne gemacht hätte nicht zustande kamen, weil Parker eben zu harte Bedingungen stellte. Ich finde es unzweifelhaft, dass Elvis fluchte und tobte und den Sonofabitch verfluchte ab und an...aber der war Garant für stetigen Geldfluss. Elvis hatte erfahren, was der Colonel für ihn erreicht hatte und er war sich nicht sicher, ob das so weitergehen würde, wenn er dieses Erfolgsgespann verließ und deshalb blieb er und erfüllte seinen Part. Das heißt ja nicht, dass er nicht auf der Sonnenseite des Lebens lebte und seinen Spaß hatte, aber künstlerisch war er oft unterfordert und unglücklich...diese beiden Kräfte hielten Elvis in Schach.
                          Ohne Worte!

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                          • gast-20090708

                            #493
                            Zitat von marquardt72

                            @Gilla:
                            Die Bedeutung des Fotos würde ich nicht überbewerten.
                            Vielleicht solltest du Gillas Posting nicht überbewerten und einfach mit ein wenig Ironie und Sarkasmus an die Sache rangehen.

                            Kommentar

                            • Gilla
                              Board-Legende

                              • 05.02.2007
                              • 14776

                              #494
                              Zitat von marquardt72
                              @Gilla:
                              Die Bedeutung des Fotos würde ich nicht überbewerten.

                              Schließlich galt Parker selbst als Arbeitstier,das den größten Teil seiner Zeit für den Erfolg von Elvis einsetzte(nachzulesen in "Last Train To Memphis").
                              Du sollst Schmunzeln, Marqui und deinen Intellekt für ne kurze Pause ausschalten, wenn du kannst...
                              *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

                              Kommentar

                              • Circle G
                                Board-Legende

                                • 04.11.2007
                                • 11634

                                #495
                                Zitat von marquardt72
                                Schließlich galt Parker selbst als Arbeitstier,das den größten Teil seiner Zeit für den Erfolg von Elvis einsetzte(nachzulesen in "Last Train To Memphis").
                                Wie übrigens vieles, was wir hier versuchen begreiflich zu machen. Da werden die Ausführungen
                                des Herrn Guralnick aber gerne mal ignoriert, weil sie einfach nicht in das Bild einiger Leute passen.
                                Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                                ____________________________

                                Kommentar

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