Der Rebell

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  • michael grasberger
    Posting-Legende

    • 16.02.2006
    • 9974

    #31
    Zitat von gast-20080904
    Der Rebell wird an seinen Taten bzw. den Ergebnissen seiner Taten gemessen.
    was für taten denn??? du verwechselst wohl rebell und revolutionär.
    ein rebell wird vielmehr an seiner haltung (attitude) gemessen. elvis' haarschnitt war unendlich bedeutsamer als jede rebellische "tat" (?) es hätte sein können.

    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
    (Nick Tosches)

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    • michael grasberger
      Posting-Legende

      • 16.02.2006
      • 9974

      #32
      Zitat von gast-20080904
      Ich frage mich allerdings weiterhin, wie sich die Jugendrebellion tatsächlich äußerte?
      mittels lautstärke, geschwindigkeit, schriller kleidung, haarschnitt, offensiver sexualität, eigenem jargon, einem gewissen grad an autoritätsverachtung...kurzum: dem, was jeden guten jugendlichen auszeichnet.

      "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
      (Nick Tosches)

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      • michael grasberger
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        • 16.02.2006
        • 9974

        #33
        Zitat von Blues Boy
        Das wilde Tanzen wurde aber eher als Spaß und Ventil gesehen. Da wurde am Wochenende z.B. in der Beale Street nach einer harten Arbeitswoche die Sau rausgelassen. Im Grunde hat man aber eigentlich gegen nichts damit rebelliert. Besonders in der schwarzen Kultur war es normal ausdrucksvoll zu tanzen, was natürlich für den Durchschnittsbürger den "lebendigen Dschungel" darstellte.

        Wie sagte einmal Fats Domino: "So wie Elvis haben wir uns schon als Kinder zur Musik bewegt." Nichts Unnormales also.
        für weiße in den 50ern sehr wohl.

        "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
        (Nick Tosches)

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        • gast-20110818

          #34
          Zitat von michael grasberger
          elvis' haarschnitt war unendlich bedeutsamer als jede rebellische "tat" (?) es hätte sein können.
          Hatte er damit nicht einfach (nach eigenen Worten) den Look der Trucker übernommen?

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          • gast-20110818

            #35
            Zitat von michael grasberger
            für weiße in den 50ern sehr wohl.
            Aber nicht für Elvis, der ja quasi mit der Beale-Street aufwuchs.
            Und wenn wir Elvis Worten Glauben schenken, dann war er ja auch selbst sehr überrascht, dass seine Bewegungen auf der Bühne als "unanständig" galten.

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            • gast-20110818

              #36
              Zitat von michael grasberger
              mittels lautstärke, geschwindigkeit, schriller kleidung, haarschnitt, offensiver sexualität, eigenem jargon, einem gewissen grad an autoritätsverachtung...kurzum: dem, was jeden guten jugendlichen auszeichnet.
              Gab's alles schon in den 40er Jahren.
              In den 50ern wurde das alles verstärkt durch den Wohlstand und letztendlich auch durch den Siegeszug des Massenmediums "Fernsehen".

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              • gast-20100118

                #37
                Zitat von Blues Boy
                Und wenn wir Elvis Worten Glauben schenken, dann war er ja auch selbst sehr überrascht, dass seine Bewegungen auf der Bühne als "unanständig" galten.
                Du kennst das ja. Naiv tun und naiv sein sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

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                • gast-20100118

                  #38
                  Zitat von Blues Boy
                  Gab's alles schon in den 40er Jahren.
                  ist uns so übers Kino beileibe nicht vor die Augen gekommen.

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                  • Gilla
                    Board-Legende

                    • 05.02.2007
                    • 14776

                    #39
                    Richtig finde ich bei dieser Diskussion, dass wir nicht von einem Revoluzzer sprechen (obwohl er sehr wohl die Musik revolutionierte und erneuerte), sondern von einem Musiker, der trotz aller Widerstände in den verkrusteten und prüden 50ern sich und seiner Musik treu geblieben ist. Jawohl, das nenne ich frech und rebellisch.
                    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                    • michael grasberger
                      Posting-Legende

                      • 16.02.2006
                      • 9974

                      #40
                      Zitat von Blues Boy
                      Gab's alles schon in den 40er Jahren.
                      In den 50ern wurde das alles verstärkt durch den Wohlstand und letztendlich auch durch den Siegeszug des Massenmediums "Fernsehen".
                      genau. was in den 40ern die sache einer kleinen gruppe eingeweihter hipster war (ich rede jetzt von der weißen bevölkerung), wurde in den fifties zur massenbewegung über die grenzen der usa hinaus.

                      "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                      (Nick Tosches)

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                      • gast-20110818

                        #41
                        Zitat von Rev.Gerhard
                        ist uns so übers Kino beileibe nicht vor die Augen gekommen.
                        Musste es ja auch nicht.
                        Bei uns gab's z. B. die Swing-Kids, von denen so mancher für die Liebe zur wilden Musik im KZ landete.
                        Zuletzt geändert von Gast; 13.11.2007, 11:52

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                        • gast-20071202

                          #42
                          Zitat von Gilla
                          Richtig finde ich bei dieser Diskussion, dass wir nicht von einem Revoluzzer sprechen (obwohl er sehr wohl die Musik revolutionierte und erneuerte), sondern von einem Musiker, der trotz aller Widerstände in den verkrusteten und prüden 50ern sich und seiner Musik treu geblieben ist.
                          Da muss ich wohl etwas übersehen haben. Wo ist denn Elvis sich und insbesondere seiner Musik treu geblieben? Meines Wissens ist er mit "seiner" Musik gescheitert, weil ein Visionär wie Sam Phillips bereits nach der ersten Demo-Aufnahme wusste, dass damit kein Staat zu machen war.

                          Elvis verkaufte sich und "seine" Musik bereits in der Kaffeepause damals im Juli 1954, als nebenbei etwas zustande kam, was ihn seinem Ziel, ein umjubelter Star zu werden, sehr viel näher brachte als die Schnulzen, die er privat hörte, und die er dann ab 1960 aufnahm (als er es sich leisten konnte). Was ab dann folgte war allerdings tatsächlich herrausragend und einmalig, daran besteht kein Zweifel.

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                          • gast-20110818

                            #43
                            Zitat von gast-20080904
                            Elvis verkaufte sich und "seine" Musik bereits in der Kaffeepause damals im Juli 1954, als nebenbei etwas zustande kam, was ihn seinem Ziel, ein umjubelter Star zu werden, sehr viel näher brachte als die Schnulzen, die er privat hörte, und die er dann ab 1960 aufnahm (als er es sich leisten konnte). Was ab dann folgte war allerdings tatsächlich herrausragend und einmalig, daran besteht kein Zweifel.
                            Elvis mochte auch privat den Rock'n'Roll und die emotional-intensive Ausdruckskraft der schwarzen Musiker, nur dachter er wahrscheinlich, dass man es damit nicht allzuweit bringt.

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                            • gast-20071202

                              #44
                              Zitat von Blues Boy
                              Elvis mochte auch privat den Rock'n'Roll (...), nur dachter er wahrscheinlich, dass man es damit nicht allzuweit bringt.
                              Wow, das nenne ich mal rebellisches Verhalten: "Ich mache das, womit ich es möglichst weit bringe." Gewissermaßen die Definition von Rebellentum ...

                              (Mal ganz abgesehen davon, dass zumindest mir unklar ist, wo Elvis vor, sagen wir, 1955 Rock'N'Roll gehört haben soll, aber das ist dann wohl eine andere Diskussion. :fluester: )

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                              • Prince Graceland
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                                • 11.07.2005
                                • 1747

                                #45
                                Wollte Elvis nicht vor seiner Karierre Gospelsänger werden und liebte er es nicht Balladen zu singen?????

                                Rock'n Roll war für ihn meines erachtens der Umweg zum eigentlichen Ziel...., hat nicht jeder Geschaft...., Roy Black wollte Rock'n Roller sein war oder musste ein Schnullzi bleiben...

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