Das ist verständlich.
Man MUSSTE einfach von Anfang an und live dabei sein, um das alles verdauen zu können.
Den Dualismus interpretierst Du dort hinein.
Zumindest dann, wenn Du Dich auf einen faktischen beziehst. Aber Du hast doch Recht, mit den Punkten, die Du ansprichst. Ich würde es allerdings weniger als "meinen" Dualismus bezeichnen als eher den Dualismus in meiner Darstellung selbst.
Im Endeffekt war es ein rein emotionales Posting, welches keineswegs objektive Wertungen abgeben sollte. Und richtig: Die Beschreibungen "der Größte" und "klitzekleine Problemchen" waren so etwas wie rhetorische Mittel. Den "Größten" muss ich kaum erklären und die "klitzekleinen Problemchen" waren zum einen mit mehr als nur einem Augenzwinkern geschrieben (denn jeder weiss, so setze ich voraus, dass sie nicht wirklich so klein waren diese Problemchen) und zum anderen bot sich diese Bezeichnung an, weil sie aus dem Blickwinkel, aus dem ich die hinterlassene Musik als solche bewerte, tatsächlich klitzeklein erscheinen mögen. Aber dazu schreibe ich unten noch mehr.
Meinen TTWII/Rapid City-Vergleich sehe ich auch nicht unbedingt als inhaltliche Äusserung. Dafür hätte ich das mit einem Nebensatz viel zu kurz abgehandelt. Für mich sind beides Synonyme für entsprechende Momentaufnahmen. Beide Begriffe verbindet, dass diese Shows absichtlich und offiziell (nicht nur) für die Nachwelt aufgezeichnet wurden. Beide unterscheidet der Elvis, der dort gezeigt wird.
Eben und daher begrüße ich die Chance, mich nochmal äussern zu können.
Obgleich ich keineswegs davon ausgehe, missverstanden worden zu sein.
Gebe ich Dir absolut Recht. Schon wieder.
Nur ging es mir in der Beschreibung meiner emotionalen Bindung zu Elvis Presley (und seinem Schaffen) weder um eine Aufarbeitung seines Erbes noch um die Bewertung seiner Karriere und schon gar nicht um die Auseinandersetzung en detail. Das alles ist für mich Gegenstand einer anderen Diskussion (nicht zwangsläufig eines anderen Threads). Mir ging es darum, eine Art des Empfindens zu reflektieren. So schrieb ich bereits, dass es für mich kein Problem darstellt, mit anderen Fans über die künstlerischen Apsekte zu diskutieren. Und damit wären wir auch fast schon wieder bei Rapid City. Doch dazu - wie gesagt - später noch ein paar Worte.
Und darum geht es, wenn ich eine Diskussion um die Erscheinungsform führe. Eine Auseinandersetzung mit den Ursachen sähe anders aus, denn da trifft es 1970 ganz anders.
In der Abbildung dessen, was offiziell von 1970 vorliegt, sieht es eben anders aus. Dabei spreche ich nicht von dem, was der eingefleischte Fan alles kennt und zur Erweiterung des Hintergrundwissens nutzen kann, sondern was jedem, der irgendetwas auch nur ansatzweise mit Elvis Presley am Hut hat vorliegt.
Gehen wir einmal davon aus, dass der Nicht-Fan aber Elvis-Interessierte sich nicht mit Bergen von Literatur, Outtakes, Soundboards etc. eindeckt. Dass uns so viel mehr an Material vorrliegt, als es ursprünglich von den handelnden Personen vorgesehen hat, betrachte ich als ein Phänomen der Entwicklung. Wäre das passiert, was man in den 70ern annahm, so gäbe es zwar auchh diverse Bootleg-LPs aber grundsätzlich würde man Elvis aus TTWII, EOT, Aloha und dem CBS Speecial sowie von seinen Alben kennen. Betrachten wir das Live-Material einmal separat: Ließe sich daraus bereits eine Geschichte ableiten, eine Entwicklung nachzeichnen? Sicherlich, aber eben nicht die, die wir uns heute erzählen können bei Kenntnis all der Konzerte.
Ich erinnere mich noch gut an jene Zeiten, in denen ich Konzertberichte im Graceland-Magazin verschlungen habe und jedes einzelne Konzert fast schon eineen Kultstatus für sich einnahm und beinahe so etwas wie ein Mythos um jedes einzelne Event entstand, bei dem Elvis manchmal nur wenige Zeilen eines ultrararen Liedes zitierte. Die Illusion wich (verständlicherweise) mit jeder neuen Konfrontation mit der Realität in Gestalt z.B. einer Audioaufnahme. Ich meine damit keineswegs, dass dieses Hören eine Enttäuschung darstellen musste, aber der Mythos wich. Allein der Kult, der um das Neujahrskonzert von Pittsburgh "betrieben" wurde, ist heute vielerorts einem gesunden Realismus gewichen. (Zumal ich den Auftritt in Birmingham deutlich höher einstufe.)
Aber was wwollte ich eigentlich sagen? Ich wollte nachzeichnen, dass es für den unbedarften Fan oder auch nur Elvis-Interessieerten wohl nicht dieses tiefe Eintauchen in die Materie gibt und so mag es auch dem eingefleischten Fan dann und wann gehen, "wenn er nur mal die Musik hören will".
Um diese Emotionen ging es mir. Und mir ging es nicht darum den tollen Elvis von 1970 dem abgetackelten Elvis von 1977 als etwas völlig Gegensätzliches gegenüber zu stellen. Dennoch muss dem "Aussenstehenden" bei Ansicht der Videos beider Events das Ganze vorkommen, als sehe er zwei grundverschiedene Personen, die da auf der Bühne agieren. Und auch wenn man Aloha noch in den Vergleich mit einbezieht, so präsentiert sich auch hier ein Elvis, der stimmlich in Hochform agiert.
Man vergleiche nur einmal die Version von "You Gave Me A Mountain" aus der Aloha Show mit jener aus dem CBS Special. Zweifelsohne singt Elvis auch 1977 noch mit viel Emotion und weiss den Fan zu begeistern, stimmlich hält die spätere Version dem Vergleich mit der Aloha-Version nicht mehr stand. Selbst wenn man "It's Now Or Never" von Ende 1976 (bestes Beispiel Birmingham) zur Hand nimmt, so behaupte ich, dass nicht eine Version aus 1977 mit der Darbietung aus Birmingham (29.12.76) standzuhalten vermag. Elvis ist 1977 stimmlich jenseits von dem, was er noch Jahre zuvor bewältigt hat. Ja, auch in der "Now OrNever" Version packt Elvis am Ende nach dem Gis ein kurzes H aus, aber welch Unterschied zum Birmingham-Auftritt, bei dem er diesen Ton herausschmettert wie zu seinen besten Zeiten. Dazu war er wohlgemerkt über das ganze Jahr 1976, als seine Stimme unter der Einnahme von zu vielen Drogen böse gelitten hatte, nicht einmal in der Lage. Das, was er u.a. noch im Sommer 1976 ablieferte (ich erwähne dieese Zeit, weil es diverse Soundboards erschienen sind), sang er mit beinahe fiepsiger Stimme, ohne Volumen und Power. Nur eben kennt der Durschnittskonsument den Elvis-Sommer 1976, der ein Winter war, nicht und auch deshalb stehen bei der oberflächlichen Betrachtung immer wieder 1970, 1973 und 1977 im Vordergrund.
Es gibt keine 77er Version von "Unchained Melody", die Elvis passabel zu Ende bringt - auch wenn dem Fan Tränen der Rührung in den Augen stehen mögen, wenn "der Dicke" sich nochmal ans Klavier setzt und innbrünstig singt.
Das alles sind die Symptome, die zuerst ins Auge stechen und deshalb schrieb ich auch, dass ich einem Nicht-Fan eben TTWII und Aloha zeige und nicht unbedingt das CBS Special.
Was und wie ich mit Dir, Manhattoe, oder einem anderen Elvis-Fan diskutiere, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Man MUSSTE einfach von Anfang an und live dabei sein, um das alles verdauen zu können.
Den Dualismus interpretierst Du dort hinein.
Zumindest dann, wenn Du Dich auf einen faktischen beziehst. Aber Du hast doch Recht, mit den Punkten, die Du ansprichst. Ich würde es allerdings weniger als "meinen" Dualismus bezeichnen als eher den Dualismus in meiner Darstellung selbst.Im Endeffekt war es ein rein emotionales Posting, welches keineswegs objektive Wertungen abgeben sollte. Und richtig: Die Beschreibungen "der Größte" und "klitzekleine Problemchen" waren so etwas wie rhetorische Mittel. Den "Größten" muss ich kaum erklären und die "klitzekleinen Problemchen" waren zum einen mit mehr als nur einem Augenzwinkern geschrieben (denn jeder weiss, so setze ich voraus, dass sie nicht wirklich so klein waren diese Problemchen) und zum anderen bot sich diese Bezeichnung an, weil sie aus dem Blickwinkel, aus dem ich die hinterlassene Musik als solche bewerte, tatsächlich klitzeklein erscheinen mögen. Aber dazu schreibe ich unten noch mehr.
Meinen TTWII/Rapid City-Vergleich sehe ich auch nicht unbedingt als inhaltliche Äusserung. Dafür hätte ich das mit einem Nebensatz viel zu kurz abgehandelt. Für mich sind beides Synonyme für entsprechende Momentaufnahmen. Beide Begriffe verbindet, dass diese Shows absichtlich und offiziell (nicht nur) für die Nachwelt aufgezeichnet wurden. Beide unterscheidet der Elvis, der dort gezeigt wird.
Eben und daher begrüße ich die Chance, mich nochmal äussern zu können.
Obgleich ich keineswegs davon ausgehe, missverstanden worden zu sein.Gebe ich Dir absolut Recht. Schon wieder.
Nur ging es mir in der Beschreibung meiner emotionalen Bindung zu Elvis Presley (und seinem Schaffen) weder um eine Aufarbeitung seines Erbes noch um die Bewertung seiner Karriere und schon gar nicht um die Auseinandersetzung en detail. Das alles ist für mich Gegenstand einer anderen Diskussion (nicht zwangsläufig eines anderen Threads). Mir ging es darum, eine Art des Empfindens zu reflektieren. So schrieb ich bereits, dass es für mich kein Problem darstellt, mit anderen Fans über die künstlerischen Apsekte zu diskutieren. Und damit wären wir auch fast schon wieder bei Rapid City. Doch dazu - wie gesagt - später noch ein paar Worte. Und darum geht es, wenn ich eine Diskussion um die Erscheinungsform führe. Eine Auseinandersetzung mit den Ursachen sähe anders aus, denn da trifft es 1970 ganz anders.
In der Abbildung dessen, was offiziell von 1970 vorliegt, sieht es eben anders aus. Dabei spreche ich nicht von dem, was der eingefleischte Fan alles kennt und zur Erweiterung des Hintergrundwissens nutzen kann, sondern was jedem, der irgendetwas auch nur ansatzweise mit Elvis Presley am Hut hat vorliegt.
Gehen wir einmal davon aus, dass der Nicht-Fan aber Elvis-Interessierte sich nicht mit Bergen von Literatur, Outtakes, Soundboards etc. eindeckt. Dass uns so viel mehr an Material vorrliegt, als es ursprünglich von den handelnden Personen vorgesehen hat, betrachte ich als ein Phänomen der Entwicklung. Wäre das passiert, was man in den 70ern annahm, so gäbe es zwar auchh diverse Bootleg-LPs aber grundsätzlich würde man Elvis aus TTWII, EOT, Aloha und dem CBS Speecial sowie von seinen Alben kennen. Betrachten wir das Live-Material einmal separat: Ließe sich daraus bereits eine Geschichte ableiten, eine Entwicklung nachzeichnen? Sicherlich, aber eben nicht die, die wir uns heute erzählen können bei Kenntnis all der Konzerte.
Ich erinnere mich noch gut an jene Zeiten, in denen ich Konzertberichte im Graceland-Magazin verschlungen habe und jedes einzelne Konzert fast schon eineen Kultstatus für sich einnahm und beinahe so etwas wie ein Mythos um jedes einzelne Event entstand, bei dem Elvis manchmal nur wenige Zeilen eines ultrararen Liedes zitierte. Die Illusion wich (verständlicherweise) mit jeder neuen Konfrontation mit der Realität in Gestalt z.B. einer Audioaufnahme. Ich meine damit keineswegs, dass dieses Hören eine Enttäuschung darstellen musste, aber der Mythos wich. Allein der Kult, der um das Neujahrskonzert von Pittsburgh "betrieben" wurde, ist heute vielerorts einem gesunden Realismus gewichen. (Zumal ich den Auftritt in Birmingham deutlich höher einstufe.)
Aber was wwollte ich eigentlich sagen? Ich wollte nachzeichnen, dass es für den unbedarften Fan oder auch nur Elvis-Interessieerten wohl nicht dieses tiefe Eintauchen in die Materie gibt und so mag es auch dem eingefleischten Fan dann und wann gehen, "wenn er nur mal die Musik hören will".
Um diese Emotionen ging es mir. Und mir ging es nicht darum den tollen Elvis von 1970 dem abgetackelten Elvis von 1977 als etwas völlig Gegensätzliches gegenüber zu stellen. Dennoch muss dem "Aussenstehenden" bei Ansicht der Videos beider Events das Ganze vorkommen, als sehe er zwei grundverschiedene Personen, die da auf der Bühne agieren. Und auch wenn man Aloha noch in den Vergleich mit einbezieht, so präsentiert sich auch hier ein Elvis, der stimmlich in Hochform agiert.
Man vergleiche nur einmal die Version von "You Gave Me A Mountain" aus der Aloha Show mit jener aus dem CBS Special. Zweifelsohne singt Elvis auch 1977 noch mit viel Emotion und weiss den Fan zu begeistern, stimmlich hält die spätere Version dem Vergleich mit der Aloha-Version nicht mehr stand. Selbst wenn man "It's Now Or Never" von Ende 1976 (bestes Beispiel Birmingham) zur Hand nimmt, so behaupte ich, dass nicht eine Version aus 1977 mit der Darbietung aus Birmingham (29.12.76) standzuhalten vermag. Elvis ist 1977 stimmlich jenseits von dem, was er noch Jahre zuvor bewältigt hat. Ja, auch in der "Now OrNever" Version packt Elvis am Ende nach dem Gis ein kurzes H aus, aber welch Unterschied zum Birmingham-Auftritt, bei dem er diesen Ton herausschmettert wie zu seinen besten Zeiten. Dazu war er wohlgemerkt über das ganze Jahr 1976, als seine Stimme unter der Einnahme von zu vielen Drogen böse gelitten hatte, nicht einmal in der Lage. Das, was er u.a. noch im Sommer 1976 ablieferte (ich erwähne dieese Zeit, weil es diverse Soundboards erschienen sind), sang er mit beinahe fiepsiger Stimme, ohne Volumen und Power. Nur eben kennt der Durschnittskonsument den Elvis-Sommer 1976, der ein Winter war, nicht und auch deshalb stehen bei der oberflächlichen Betrachtung immer wieder 1970, 1973 und 1977 im Vordergrund.
Es gibt keine 77er Version von "Unchained Melody", die Elvis passabel zu Ende bringt - auch wenn dem Fan Tränen der Rührung in den Augen stehen mögen, wenn "der Dicke" sich nochmal ans Klavier setzt und innbrünstig singt.
Das alles sind die Symptome, die zuerst ins Auge stechen und deshalb schrieb ich auch, dass ich einem Nicht-Fan eben TTWII und Aloha zeige und nicht unbedingt das CBS Special.
Was und wie ich mit Dir, Manhattoe, oder einem anderen Elvis-Fan diskutiere, steht auf einem ganz anderen Blatt.


... die Essenz des Augenblicks, die vielen magischen Elvis-Momente, die einem lösgelöst von trivialen Bezügen wie Alter, Gewicht oder auch des Grad an Zugedröhntheit widerfahren ...




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