Aktuelles Interview mit Ernst Jorgensen

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  • Wisdomy
    Foren-Profi

    • 20.07.2017
    • 498

    #46
    Zitat von Graves_bei_Nacht
    Viel 'Lärm' um Nichts?

    Auszüge....

    He also said a remastered/recut movie will probably cost too much money anyway.
    Quelle: FECC
    Das ist großer Bullshit. Das höre ich immer wieder. Faktisch kostet sowas aber - gemessen an einem großen Filmstudio - Peanuts !
    Das digitalisieren der analogen Bänder? Bis auf die Stromkosten wenn die Maschinen und der Rechner läuft - nichts.
    Und so verhält es sich auch mit allem anderen, bis auf Stromkosten:
    Das digitale säubern der Aufnahmen am PC - nichts.
    Das digitale Remastering des Bildes in seiner Farbgebung - nichts
    Das schneiden und mischen der Takes, incl. evtl. Effekte nichts
    Was soll da etwas kosten?

    Aufzählen als Konstenfaktor muss man:

    - Das Programm mit dem die arbeiten durchgeführt werden kostet Geld. Paar tausend Euro. Ja. Aber das wird man ja nicht extra für Elvis anschaffen, denn das ist eh da
    - Die Studiomiete für die Zeit der Bearbeitung - das kostet in der Tat Geld. Je nach Studio mehr oder weniger. Macht GROB einen vierstelligen Betrag für ca. 1 - 2 Wochen Miete. Zu teuer für ein Billig Studio wie Warner =)
    - Der oder die Person(en), die das Material bearbeiten, kosten Geld. Mehr als 2 Personen braucht man nicht. Sollten es auch nich sein. Na, ob das ein Filmstudio wie Warner in den Ruin treibt? Ich glaube kaum
    - Die große Unbekannte: Der ganze Rechtescheiss. Was das kostet, weiss ich nicht.

    Fakt ist: Das digitalisieren und restaurieren von analogem Filmmaterial ist an sich spottbillig!
    Der Laie denkt immer, da wird Riesentechnik bewegt, eine "Restauration" von altem Filmmaterial, so als würde hier eine historische Aufgabe in jahrelanger Puuzlearbeit erledigt. Am Ende sitzen da 1 oder 2 Personen eine Woche im Studio an nichts anderem als einem Rechner, so wie zu Hause auch, und bearbeiten das Material. Die Rechnerleistung ist etwas höher, der Rechner ist etwas größer und nennt sich auch anders, es sind vielleicht 2 oder 3 größere Monitore und eine große Leinwand - größer ist der Unterschied zu einem Homesystem nicht. Ich kenne Typen, die haben das zu Hause stehen.

    Beim Making Of zu TTWII konnte man das wunderbar sehen. =)

    Die meiste Arbeit, und ich meine Arbeit, liegt am Anfang beim editieren: Die einzelnen Kameraperspektiven der jeweiligen digitalisierten Filmbänder pro Song werden erstmal per Splitting übereinander gelegt. Das muss Framegenau erfolgen. DAS ist Puzzlearbeit in einem nennenswerten Umnfang bei der Masse an Material. Und dann muss entschieden werden, wann welche Kameraperspektive gewählt wird, oder im Falle, das wenn mal eine Aufnahme versaut ist, man nach Füllmaterial suchen muss, das passt. DAS ist richtig Arbeit. Jeden Song sieht man sich zigmal mal an und probiert immer wieder Perspektivenwechsel aus, bis man glaubt, den Song und Elvis richtig einzufangen. Das ist unglaublich zeitraubend und kräftezehrend. Arbeit eben. Alles andere, ausgerechnet die sichtbarste Komponente, die Restauration, die Bildausgleichung in Farbe, Farbton, Kontrast usw. ist fast NULL Arbeit, da macht man einen Scan pro Referenzband, läßt den Rechner die besten Werte vollautomatisch ermitteln und stellt die Werte manuell nach falls die Automatik nicht befriedigende Ergebnisse liefert, und finale Umwandlung macht der PC. Das macht man aber erst zum Schluß wenn der Film komplett fertig als Projekt auf dem PC im Programm vorhanden ist, quasi als krönender Abschluß. Man kann das auch am Anfang machen, dann vergibt man aber Zeit und Geld wenn man Bänder restauriert, die man dann am Ende doch nicht verwendet.
    Eventuell, falls man viele Effekte verwendet, braucht man da noch mal viel Zeit, aber nicht, um die Effekte anzuwenden, sondern um die richtigen Effekte zu finden. Da macht man nämlich schnell zu viel. Ist aber bei einem Konzertfilm eher weniger angebracht.

    Wer nun denkt, das professionelles 35 mm Material in seiner Substanz stark remastert werden muss, liegt falsch, wenn das Material gut gelagert wurde. Das ist normalerweise astreines 1A Material.
    Schaut euch mal Seite 25 des deutschen EOT BluRay Booklets an, oder S. 27 der US Ausgabe. Das sind keine Fotos, sondern Einzelbilder des 35 mm Materials. Sieht das aus, als wäre der Screenshot restauriert worden für das Booklet? Interessant die natürliche Hautfarbe, im Gegensatz zu der permanenten Leichenblässe bei EOT. Die Shots zeigen eine makellose 1 A Qualität.

    So, und jetzt stellt euch mal vor, dieses Richmond Konzert im roten Strampelanzug, 2:35:1 im Vollformat - also Bildschirmfüllend -, und Einzelbilder anstatt diese unsägliche SplitScreen Geschichte - Elvis 1972 würde völlig neu auferstehen. Änhlich wie seinerzeit TTWII SE 2001.

    Die schlechte Qualität des EOT Films liegt in der damaligen analogen Arbeit bei den aufwendigen SplitScreens begründet, bei denen man mit Sicherheit immer mit Kopien gearbeitet hat. Und das verschlechtert die Bildqualität. DAS, und vor allem, das man bis auf eine enzige Ausnahme EOT kein einziges mal Bildschirmfüllend bei einem Vollbild erlebt, treibt mich regelmäßig in den Wahnsinn. Golden Globe hin oder her, für mich ist EOT deswegen ein enziger Bullshit. Und das man öfter mal die Kleberänder im Bild sieht ist auch nicht mehr zeitgemäß.

    Lieber habe ich ein remastertes Einzelkonzert dieser 4 Konzerte, als diese EOT Grütze remasert erleben zu müssen. Das machts auch nicht besser. Jedesmal sieht man bei einem Einzelbild diese dämliche Letterbox. Da kann EOT noch so hochgelobt werden, er ist für mich jedesmal schwierig anzuschauen.
    Zuletzt geändert von Wisdomy; 29.01.2018, 19:00
    Don’t criticize what you don’t understand, son. You never walked in that man’s shoes.

    Kommentar

    • Greg Nolan
      Foren-Profi

      • 26.11.2011
      • 483

      #47
      Das Geblubber von wegen zu teuer usw. kann ich auch nicht mehr hören. Wenn das wirklich gut gemacht wird, stellt sich der Erfolg so oder so ein. Hallo?! Es handelt sich hier um Elvis Presley und nicht um einen Daniel Küblböck.

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