Parkers Mangel an Vertrauen

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    Gehört zum Inventar

    • 27.06.2004
    • 3109

    #556
    Um Dich auf Trab zu halten.
    "Motorboat! Motorboat! Ruadan tua i nur zur Noat!"

    Kommentar

    • Gast

      #557
      Zitat von TheKing
      Talent hatte Elvis genug.
      Sagen wir es mal so: Er schlug sich wacker.

      Zitat von TheKing
      Das manche Filme ziemlich schlecht waren, lag nicht an Elvis.
      Doch. Er wusste genau, wohin die Reise ging. Trotzdem unterschrieb er munter weiter bei MGM, Paramount, United Artists und anderen Studios. Er hätte durchaus nach einzelnen, anspruchsvolleren Projekten Ausschau halten können - die hätten allerdings weniger eingebracht und zudem auch noch Zeit und Mühe gekostet.

      Zitat von TheKing
      Erst dann, als er 1967 im Keller war, hat man davon abgelassen.
      Aber nicht freiwillig. Die großen Studios hatten schlicht und einfach das Interesse verloren und boten keine langfristigen Verträge zu den gewohnten Konditionen mehr an.

      Zitat von TheKing
      Und genau als Elvis in dieser schwachen Lage ist drückt ihm Perker einen neuen Vertrag mit noch krasseren Konditionen rein, BRAVO!
      An den Filmen und Schallplatten verdiente Parker keinen Cent mehr als zuvor. Lediglich die darüber hinaus gehenden Projekte wurden als Joint-Ventures behandelt und 50/50 abgerechnet. Darunter fielen zum Beispiel TV-Shows oder Special Products wie die WORLDWIDE GOLD AWARD-Boxen.

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      • King77
        Board-Legende

        • 04.08.2007
        • 14927

        #558
        Das die großen Studios die Interesse verloren hatten ist falsch. Elvis hatte noch Verträge für 3 Filme nach Change Of Habit.
        That's The Way It Is u. On Tour wurden produziert um die alten Verträge ein zu halten.

        Kommentar

        • Gast

          #559
          PARAMOUNT hat -nach zähen Verhandlungen- nur noch einen Einzelvertrag für EASY COME EASY GO abgeschlossen und auch dann nur 500.000 USD gezahlt (von MGM gab es über 300.000 USD mehr).

          MGM hat nach dem Auslaufen des 1966er Vertrages nur noch Dokumentationen mit Elvis produziert, keine Spielfilme.

          Mit UNITED ARTISTS kam Parker nach dem Deal für FRANKIE AND JOHNNY und CLAMBAKE auch nicht mehr ins Geschäft, NATIONAL GENERAL schloss für einen Spielfilm ab, mit NBC-Universal gab es einen Vertrag über eine TV-Show und einen Spielfilm.

          Von langfristigen Verträgen für Spielfilme war in den späten 1960ern keine Rede mehr und auch RCA dürfte kaum noch Interesse an Soundtrack-Produktionen a' la SPEEDWAY gehabt haben.

          Der singende Filmstar ELVIS war tot.

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          • Oliwa
            Ehrenmitglied
            • 31.07.2003
            • 13399

            #560
            Zitat von King77
            Das die großen Studios die Interesse verloren hatten ist falsch. Elvis hatte noch Verträge für 3 Filme nach Change Of Habit.
            That's The Way It Is u. On Tour wurden produziert um die alten Verträge ein zu halten.
            Und womit wurde der 3. Vertag abgegolten?
            Verwunden mein Herz mit eintöniger Mattigkeit
            23. April 1998 - 20. November 2006
            29. September 2006 - 22. September 2022 - I'll be with you always!

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            • TheKing
              Board-Legende

              • 19.06.2006
              • 20721

              #561
              Ich meinte damit, dass die ja in den letzten Filmen versucht haben, das ausgelutschte Schema dann abzulegen. Und für meinen Geschmack waren das schon Versuche in die richtige Richtung, ich kann mir Change of Habit und Live a little, love a little, besser ansehen als Double Trouble usw.

              Wie wir im einzelnen die Filme finden, ist Geschamckssache und darum kann es ja gar nicht gehen.

              Es geht um Parker und ob er ein guter Manager war und ich sage, dass ich unter einem guten Manager Jemanden verstehe, der auch die Interessen seines Künstlers im Auge hat und nicht zulässt, dass er in so peinliche Zusammenhänge gerät. Jedenfalls nicht wieder und wieder, solange bis ihm, schlecht damit geht. Eigenverantwortung bei Elvis sehe ich ein, ich sehe ein, dass man die Filme usw. ais den Zeitkontext bewerten muss, alles richtig. Es bleibt doch aber diese Seite an Parker, weshalb er einerseits ein guter Geschäftsmann zu nennen ist, aber anderseits trotzdem nicht ein "guter" Manager ist. Das ist mein Bild, welches ich von ihm habe.

              Wenn man doch sieht wie Elvis drauf ist, dann müsste man da doch auch als Manager und sei es nur im eigenen Interesse seine goldene Kuh nicht zu schlachten, darauf bedacht sein, dass der sich in dem Ganzen auch wohlfühlt. Das gehört doch vielleicht auch dazu. Einfach nur auf den Geldertrag zu schielen, ist nicht genug meines Erachtens.

              In dem Punkt war er nicht ein guter Berater und trägt seinen Teil dazu bei, dass es nicht erfreulicher geendet ist.
              Ohne Worte!

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              • Gast

                #562
                Parker war nicht Elvis' künstlerischer oder persönlicher Berater. Die Aufgabe des Colonels war es, das Presley-Image möglichst einträglich zu verkaufen. Genau das hat er getan.

                Es wäre Elvis' Aufgabe gewesen, seinem Manager die künstlerische Vision zu schildern und eine Vermarktungsstrategie zu erarbeiten (z. B. gelegentliche Tourneen, obwohl mit Filmen mehr Geld zu verdienen gewesen wäre / regelmäßige Studioalben, obwohl die Soundtracks besser laufen).

                Man wird damit leben müssen, dass Elvis der Strategie des Colonels zugestimmt hat und seine Beschwerden als stinknormales "Rummeckern" angesehen werden können.

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                • Charles Hardin
                  Foren-Profi

                  • 10.09.2013
                  • 365

                  #563
                  Die schauspielerischen Leistungen waren nicht danach, dass Elvis beispielsweise bei der Verfilmung von Kaltblütig hätte mitwirken können.

                  Im Übrigen gibt es viele erstklassige Filme aus den 60ern wie Wer die Nachtigall stört usw.
                  Also zu sagen man muss die Enstehungszeit der Elvisfilme berücksichtigen, und den großartigen De Funes in seinen schwächeren Filmen heranziehen, um Elvis doch wieder in einem besseren Licht erstrahlen zu lassen, halte ich für Schönfärberei.

                  De Funes, Fernandel, Romy Schneider, Richard Burton usw. usw. usw., dass waren Schauspieler die Emotionen transportieren konnten.
                  Elvis konnte singen, lachen und Filmküsse verteilen. Das war es dann auch schon. Damit schaffte er es über Jahre hinweg sehr erfolgreich zu sein!
                  Dank Parkers Verhandlungsgeschick verdiente Elvis für wenige Wochen Arbeit pro Jahr Unsummen an Kohle.

                  Künstlerisch hochwertige Filme bargen das Risiko ein Flop zu werden, ob Elvis dass gewollt hätte und ob sein Publikum solche Filme überhaupt akzeptiert hätte?


                  Nachsatz: Damit mir nicht vorgeworfen wird, ich würde Elvis in den Dreck ziehen. Ich mag die meisten seiner Filme, auch die Soundtracks gefallen mir bei manchen Filmen ausnehmend gut.
                  Zuletzt geändert von Charles Hardin; 19.12.2013, 16:23
                  Hat die Seele Angst vorm Tode,
                  hat sie lieben nie gelernt.....

                  Kommentar

                  • MysteryTrain
                    Posting-Legende

                    • 12.07.2008
                    • 7260

                    #564
                    Hätte Elvis etwa selbst zum Telefonhörer greifen sollen und sich bei den "besseren" Filmproduzenten in Hollywood anbieten sollen?
                    Wozu hatte er dann einen Manager?
                    Elvis hatte die Einstellung, dass das was Parker ihm vorlegt schon in Ordnung sein wird. Das zeugt von höchster Loyalität und Vertrauen.
                    Es kann nicht sein, dass sonst niemand in Hollywood Filme mit Elvis machen wollte, außer der bekannten B(illig)-Film Produzenten. Aber Parker suchte sich diese wahrscheinlich ganz gezielt heraus, weil er wusste, dass das schnelles Geld mit wenig Aufwand ist.
                    1970 bei der Houston-Pressekonferenz sagt Elvis, dass er gerne bessere Filme machen würde, bessere zumindest als die, die er gemacht hat. Zu diesem Zeitpunkt hatte er für sich selbst seine Filmkarriere also noch nicht an den Nagel gehängt. Dass das aber nur schwer mit seinen Tourneen und Las Vegas Engagements in Einklang zu bringen war, sollte sich erst noch herausstellen. Es ging sozusagen von einer "Monokultur" in die nächste. Wieder mal stellte man allein Arbeitsaufwand und finanziellen Ertrag gegenüber und Parker wird Elvis überzeugt haben, dass das das Beste für ihn ist. Elvis hat zugestimmt, wie er es grundsätzlich und immer getan hat.
                    Eine rechtsgültige Unterschrift bedeutet aber nicht immer, dass man damit auch im innersten Herzen zufrieden und überzeugt ist.

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                    • Ciscoking
                      Board-Legende

                      • 19.05.2006
                      • 11755

                      #565
                      Zitat von Charles Hardin

                      Künstlerisch hochwertige Filme bargen das Risiko ein Flop zu werden, ob Elvis dass gewollt hätte und ob sein Publikum solche Filme überhaupt akzeptiert hätte?
                      Warum sollte ein richtig guter Film ein Flop werden..? Und warum sollten seine Fans keine guten Filme gemocht haben..?
                      Thanks to Ernst Joergensen, Roger Semon and Erik Rasmussen for the great work. Keep the spirit alive !

                      Kommentar

                      • Jesse
                        Board-Legende

                        • 03.01.2007
                        • 21508

                        #566
                        Zitat von Charles Hardin

                        Im Übrigen gibt es viele erstklassige Filme aus den 60ern wie Wer die Nachtigall stört usw.
                        Also zu sagen man muss die Enstehungszeit der Elvisfilme berücksichtigen, und den großartigen De Funes in seinen schwächeren Filmen heranziehen, um Elvis doch wieder in einem besseren Licht erstrahlen zu lassen, halte ich für Schönfärberei.

                        Hat wer von Luis De Funes gesprochen? Falls Du mich meinst. Ich hatte da eher die Doris Day Filmchen und ähnliches im Auge, die m. M. nach keinen Deut besser waren, davon abgesehen, dass die von Dir aufgezählten Darsteller im Hauptberuf Schauspieler waren. Wenn es jemandes Berufes ist zu schauspielern, sollte er es auch bestenfalls beherrschen. Elvis als Laien mit den Leuten zu vergleichen ist sowieso Schwachsinn, ihm aber kein Talent zu unterstellen genauso.

                        Jesse

                        Until the twelfth of never, I'll still be loving you ...




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                        • allerteuerste
                          Gehört zum Inventar

                          • 27.06.2004
                          • 3109

                          #567
                          Zitat von Ciscoking
                          Warum sollte ein richtig guter Film ein Flop werden..?
                          Weil das leider ab und an vorkommt. Des Publikus Gunst ist trotz verbesserter Marktforschungsmethoden eben nicht wirklich vorhersehbar.

                          Umgekehrt überraschte der Erfolg des "Paten" alle Beteiligten. Gerade die anfängliche Unsicherheit veranlasste ja Brando, damals bereits nicht mehr am Zenit seiner Karriere, dafür aber in Geldnöten, die Rolle für eine etwas höhere Gage an zu nehmen, statt, wie er die Wahl gehabt hätte, für weniger Gage, dafür aber für eine prozentuelle Beteiligung.
                          "Motorboat! Motorboat! Ruadan tua i nur zur Noat!"

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                          • Winston

                            #568
                            Dieser, von mir gestartete Thread läuft jetzt schon über 60 Seiten. Ich finde, das verdient ein grünes Kästchen, denn er ist doch zweifelsohne eine Bereicherung.

                            Kommentar

                            • Dark Moon
                              Posting-Legende

                              • 18.08.2012
                              • 6288

                              #569
                              Ach herrjee, du hast das Ganze hier verzapft!!


                              Kommentar

                              • Charles Hardin
                                Foren-Profi

                                • 10.09.2013
                                • 365

                                #570
                                Zitat von Jesse
                                Hat wer von Luis De Funes gesprochen? Falls Du mich meinst. Ich hatte da eher die Doris Day Filmchen und ähnliches im Auge, die m. M. nach keinen Deut besser waren, davon abgesehen, dass die von Dir aufgezählten Darsteller im Hauptberuf Schauspieler waren. Wenn es jemandes Berufes ist zu schauspielern, sollte er es auch bestenfalls beherrschen. Elvis als Laien mit den Leuten zu vergleichen ist sowieso Schwachsinn, ihm aber kein Talent zu unterstellen genauso.

                                Jesse

                                Es ist nur schade dass Elvis nie Schauspielunterricht hatte, denn Talent hatte er unbestreitbar.
                                Und ich möchte Elvis nicht mit Burton vergleichen, hab das auch nicht getan, möchte nur dezent darauf hinweisen, dass es für einen künstlerischen Film (Elvis äußerte sich doch dahingehen er würde gerne einen machen) möglicherweise nicht unbedingt ein so großes Publikum wie für die seichteren Filme gegeben hätte.
                                Also ich spreche Elvis sicher nicht das Talent ab, ob es aber für einen künstlerisch hochwertigen Film ohne Schauspielausbildung gereicht hätte, bezweifle ich zumindest.
                                In den 50ern hat Elvis 3 Klassiker des Jugend/RnR Films geschaffen, das ist doch eine ordentliche Leistung für einen Laiendarsteller!
                                Hat die Seele Angst vorm Tode,
                                hat sie lieben nie gelernt.....

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