Hättest du den Abschnitt in Wikipedia gelesen, wüsstest du, dass nicht nur ich das sage, sondern namenhafte Musikkritiker und -produzenten.
Wenn also in der Fachliteratur überall steht, dass Elvis' Interpretation absolut als kreativ einzustufen ist, haben diese Leute entweder durchweg null Ahnung von Musik, oder die einzigen Elvisexperten heißen Welz und Blues Boy (und noch 2-3 andere aus dem Grünen).
Wikipedia (siehe auch die dort zitierte Literatur)
Das ursprüngliche Arrangement war für Elvis lediglich ein Rahmen, den er durch seine Art des Singens füllte. Er füllte diesen v.a. mit seinem eigenen Gefühl, aber auch durch Inspiration, die er von anderen Sängern bekam und genau hier werden diese Veröffentlichungen, um die es in diesem Thread eigentlich geht, interessant. Spontan fällt mir "Return to Sender" ein, bei dem er sich ganz bewußt von Jackie Wilson inspirieren ließ (den Elvis sehr verehrte). Das merkt man auch sehr deutlich daran, wie er sich in der Filmszene zu dem Song bewegt).
Wenn also in der Fachliteratur überall steht, dass Elvis' Interpretation absolut als kreativ einzustufen ist, haben diese Leute entweder durchweg null Ahnung von Musik, oder die einzigen Elvisexperten heißen Welz und Blues Boy (und noch 2-3 andere aus dem Grünen).
Dabei wird laut Frith und Henry Pleasants nicht in ausreichendem Maße in Betracht gezogen, dass Innovation und Kreativität ebenso in hohem Maße beim Einsatz der Stimme, der Interpretation und Präsentation von Musik zum Tragen kommen können. Als gesichert gilt heute, dass Elvis Presley sein Songmaterial nicht nur selbst aussuchte und arrangierte, sondern durch seine Interpretation und den innovativen Gesangsstil in gewisser Weise auch selbst „schrieb“:
Elvis Presleys Kreativität bestand darin, Songs von ihrer Textbotschaft sowie Genrezugehörigkeit so lösen und daraus etwas Neues, Individuelles zu kreieren, das vollkommen auf ihn, seine vielseitige Stimme und seine Performance zugeschnitten war. Dabei gelang es ihm, eine Kategorie für sich zu werden, die trotz „multiplicity of voices“ (Zitat Pleasants) für den Zuhörer unverkennbar Elvis war.[245] Songtext und ursprüngliches Arrangement dienten dabei oft nur als Aufhänger. „Ein Lied ist erst dann ein Lied, wenn man singt“ sagte er schon 1956 und stellte damit die Gesangsinterpretation über die Komposition.[246] Offensichtlich wählte er Songs gezielt danach aus, wie gut sie sich für seinen kreativen Prozess eigneten, wobei er selbst dieses Verfahren als „intuitiv“ und „impulsgesteuert“ definierte, was laut Middleton nicht gleichzusetzen ist mit „unbewusst“. Textaussagen wurden oftmals durch die Gesangstechnik, das Verschleifen von Wörtern, untypisches Trennen von Silben, Off-Beat-Akzente etc. zugunsten der emotionalen Kernaussage in den Hintergrund gedrängt. Er stellte emotionale Authentizität über einwandfreie Gesangstechnik im klassischen Sinne.[247] Regte Elvis Presley Songtexte an, so gab er hierbei in erster Linie das emotionale Leitbild vor.[248] Er war durch seine interpretatorischen Fähigkeiten in der Lage, Songs mit Bedeutungsebenen zu versehen, die der jeweilige Autor und Komponist nicht vorgesehen hatte. Viele seiner Songschreiber äußerten, dass er tatsächlich, wenn auch nicht in traditioneller Weise, Songs schrieb bzw. umschrieb, sie dadurch oftmals erst auf den Punkt brachte oder ihnen neue Dimensionen hinzufügte.[249] Elvis Presley konnte durch die Kenntnis einer großen Fülle von Songs unterschiedlichster Genre, dem kreativen Spiel mit diesen Genre schon in jungen Jahren auf ein umfangreiches Repertoire zurückgreifen, so dass er – in Kombination mit seinen gesanglichen Fähigkeiten – offensichtlich keinen Drang verspürte, im klassischen Sinne eigene Songs zu komponieren.[250]
Das ursprüngliche Arrangement war für Elvis lediglich ein Rahmen, den er durch seine Art des Singens füllte. Er füllte diesen v.a. mit seinem eigenen Gefühl, aber auch durch Inspiration, die er von anderen Sängern bekam und genau hier werden diese Veröffentlichungen, um die es in diesem Thread eigentlich geht, interessant. Spontan fällt mir "Return to Sender" ein, bei dem er sich ganz bewußt von Jackie Wilson inspirieren ließ (den Elvis sehr verehrte). Das merkt man auch sehr deutlich daran, wie er sich in der Filmszene zu dem Song bewegt).


Ich habe denke ich schon genug genannt und zitiert.



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