Elvis and the Beatles

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  • Gilla
    Board-Legende

    • 05.02.2007
    • 14776

    #121
    ...die wichtigen musiker der 60er, beatles, stones, dylan haben sich nicht zufällig alle irgendwann von ihren managern getrennt und jahrelange prozesse geführt, um ihre unabhängigkeit zu erreichen. elvis hat das leider nie geschafft und vielleicht auch nicht gewollt.
    Doch, glaub ich schon.
    Elvis war aber als Typ ein ganz anderer als die genannten. Er hätte den Colonel am liebsten öfter als einmal in die Wüste geschickt. Aber in welche Höhen er mithilfe des Colonel geklettert ist und ebenso die lebenslange Verbindung hielten ihn davon ab, etwas ohne ihn zu wagen...
    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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    • Hans Muff
      Posting-Legende

      • 11.11.2006
      • 7993

      #122
      Zitat von michael grasberger
      elvis war ja der prototyp. er konnte nicht vorhersehen, wohin die reise geht. er hat sich vom mainstream auffressen und wieder rausscheißen lassen. (sorry an die zarteren gemüter!)
      die beatles oder dylan, die ja nur wenige jahre jünger waren, hatten es da schon leichter, auch weil sie an elvis sahen, in welchen sackgassen man enden konnte, wenn man nicht aufpasste.
      aber sie sind halt dann wieder in ihre eigenen fettnäpfchen getreten...

      ein hauptunterschied zwischen den 50er und den 60er jahren: elvis sah sich noch als eine art dienstleister, die beatles sahen sich (spätestens in der zweiten hälfte ihrer karriere) als selbstbestimmte KÜNSTLER.
      die wichtigen musiker der 60er, beatles, stones, dylan haben sich nicht zufällig alle irgendwann von ihren managern getrennt und jahrelange prozesse geführt, um ihre unabhängigkeit zu erreichen. elvis hat das leider nie geschafft und vielleicht auch nicht gewollt.

      Ja, das hast Du sehr schön geschrieben, wobei ich als zarteres Gemüt auch nicht scheissen sagen würde, sondern ausscheiden.

      So hat jeder seinen Platz im Rock-Olymp und wir brauchen jetzt nicht mehr neidisch aufeinander sein.

      IMI COME HOME!

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      • John Burrows

        #123
        Nachdem dieser Thread gestern noch unaufhaltsam dem absoluten Forumstiefpunkt entgegenzutrudeln schien, macht das Mitlesen der Diskussion heute wieder richtig Spaß, danke Leute!

        JB

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        • Basti
          Gehört zum Inventar

          • 02.05.2007
          • 2043

          #124
          Zitat von The Welz
          Während THE BEATLES Alben wie RUBBER SOUL veröffentlichten, beglückte Elvis seine Fans mit GIRL HAPPY und HARUM SCARUM.
          Ja, das ist schlimm, diese ganzen Filme und Soundtrackalben haben ihn davon abgehalten richtige Musik zu machen.
          Die Beatles waren allerdings Vollblutmusiker nicht einfach "nur" eine Gesangsgruppe. Elvis wollte singen und hatte gar nicht die Ambitionen, welche die Beatles hatten. Sie wollten immer wieder musikalisch etwas Neues kreieren.
          Da war ja uns Elvis nicht so verbissen drinn. Er war allerdings schon der Größte, als die Beatles noch gar nicht wussten, dass es sie jemals geben wird. Elvis hätte mal 1963 in einen 5-jährigen Urlaub, auf den Mond, fliegen sollen und erst im Sommer 1968 wieder in Californien landen.
          Zuletzt geändert von Basti; 28.05.2011, 10:18

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          • gast-20110818

            #125
            Zitat von Gilla
            In der Beatmusik konnte die Jugend sich ausdrücken und hatte ein Ventil.
            Das hatten sie doch immer schon, ganz egal ob Swing, Jazz, R'n'B oder Rock'n'Roll.

            Zitat von Basti
            Ja, das ist schlimm, diese ganzen Filme und Soundtrackalben haben ihn davon abgehalten richtige Musik zu machen.
            Das war doch richtige Musik und gar nicht schlecht. Schade nur, dass Elvis nicht so recht Bock drauf hatte. Man stelle sich mal den "Harum Scarum"-Soundtrack in gutem Sound, mit einem gut aufgelegten Elvis und teilweise mit hübschen Orchester-Arrangements vor.
            Nur leider gab es von keiner Seite künstlerische Ambitionen. Schade eigentlich.

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            • Gilla
              Board-Legende

              • 05.02.2007
              • 14776

              #126
              Es war länger Ruhe an der "Jugendfront", nachdem der R & R gestorben ist.
              Dann kam das hier:

              Zuerst in England, vorwiegend in London und Liverpool, fanden sich Schülerbands zusammen, die ihre ersten Auftritte in kleinen Clubs und Pubs hatten. Im Gegensatz zum Rock 'n' Roll der 1950er Jahre spielten sie nicht in feinen Kostümen, sondern, aus Geldmangel, in ihrer Straßen- oder Arbeitskleidung. Da im Gegensatz zum Rock 'n' Roll der erste Beat im 4/4-Takt betont und geschlagen wurde, entstand eine andere Rhythmusfolge, die Musik wurde gleichförmiger und homogener. Sie kam bei der Jugend an, und es fanden die ersten Beatkonzerte statt. Die britische Radiostation BBC wurde auf die neue Art der Musik aufmerksam. Einige Bands wurden eingeladen und die ersten Live-Übertragungen der neuen Musikrichtung fanden statt. Über die BBC und den angeschlossenen Soldatensender BFBS wurde die Beatmusik in alle Sendegebiete der Welt übertragen. Als einer der ersten nicht-britischen Radiosender Europas griff dann Radio Luxemburg Beatmusik auf.

              Bei Erwachsenen war der Begriff Beatmusik negativ besetzt, stand er doch für Rebellion, lange Haare und große Lautstärke.

              Wiki

              *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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              • michael grasberger
                Posting-Legende

                • 16.02.2006
                • 9974

                #127
                Zitat von Gilla
                Es war länger Ruhe an der "Jugendfront", nachdem der R & R gestorben ist.
                Dann kam das hier:

                Im Gegensatz zum Rock 'n' Roll der 1950er Jahre spielten sie nicht in feinen Kostümen, sondern, aus Geldmangel, in ihrer Straßen- oder Arbeitskleidung. Da im Gegensatz zum Rock 'n' Roll der erste Beat im 4/4-Takt betont und geschlagen wurde, entstand eine andere Rhythmusfolge, die Musik wurde gleichförmiger und homogener.
                nix für ungut, aber so einen quatsch hab ich schon lang nicht mehr gelesen. da ist die qualitätskontrolle beim englischen wikipedia schon noch etwas besser.
                "beatmusik" war nichts anderes als amerikanischer rhythm&blues, gespielt von weißen (vornehmlich englischen) kids.
                übrigens hatten diese bands allesamt anzüge an. sie kamen aus der mod-szene, die immer schon großen wert auf elegant-modernes äußeres gelegt hatte. in straßen- oder arbeitskleidung hätte sich von denen keiner auf die bühne gestellt.
                dieser haarsträubende wikipedia-text erinnert an die ersten hilf- und ahnungslosen versuche, popmusik pädagogisch wertvoll für jugendliche aufzubereiten. könnte aus einer evangelischen broschüre des jahres 1971 kopiert sein...

                "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                (Nick Tosches)

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                • Gilla
                  Board-Legende

                  • 05.02.2007
                  • 14776

                  #128
                  Was gibts denn da so zu lachen, Michael ? Der Artikel ist genau so richtig, wie er geschrieben wurde. Du kannst ja sagen, er gefällt mir nicht, aber ihn total zu verulken, halte ich für unangebracht.

                  Guck dir mal Dokus von den Anfängen der Beatles an, sie liefen noch in Lederklamotten rum und Brian Epstein kam 1964 auf die Idee, den Beatles diese Anzüge zu verpassen. Die Mods wollten sich durch ihre feine Kleidung schon durch ihr Äußeres von anderen Jugendbewegungen abgrenzen. Echte Vertreter der Mods waren z.B. The Who , die Mitte der 60er eine aggressive Beatmusik machten.
                  Zuletzt geändert von Gilla; 28.05.2011, 16:17
                  *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

                  Kommentar

                  • michael grasberger
                    Posting-Legende

                    • 16.02.2006
                    • 9974

                    #129
                    Zitat von Gilla
                    Guck dir mal Dokus von den Anfängen der Beatles an, sie liefen noch in Lederklamotten rum und Brian Epstein kam 1964 auf die Idee, den Beatles diese Anzüge zu verpassen.
                    die lederkluft trugen sie in hamburg, da waren sie eine rock'n'roll band.
                    auf dem cover ihres ersten albums ("please please me", märz 1963) tragen sie schon anzüge.
                    d.h. genau das gegenteil dessen, was dein wikipedia-artikel behauptet (rocker tragen teure anzüge, beat-musiker tragen straßenkluft etc.), trifft zu.

                    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                    (Nick Tosches)

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                    • Loverdoll
                      Gehört zum Inventar

                      • 16.01.2010
                      • 3945

                      #130
                      Zitat von John Burrows
                      Nachdem dieser Thread gestern noch unaufhaltsam dem absoluten Forumstiefpunkt entgegenzutrudeln schien, macht das Mitlesen der Diskussion heute wieder richtig Spaß, danke Leute!

                      JB
                      Kann mich deiner Meinung nur anschließen
                      Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß
                      Johann Seume, 1763 - 1810, dt. Schriftsteller

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                      • Gilla
                        Board-Legende

                        • 05.02.2007
                        • 14776

                        #131
                        Zitat von michael grasberger
                        die lederkluft trugen sie in hamburg, da waren sie eine rock'n'roll band.
                        auf dem cover ihres ersten albums ("please please me", märz 1963) tragen sie schon anzüge.
                        d.h. genau das gegenteil dessen, was dein wikipedia-artikel behauptet (rocker tragen teure anzüge, beat-musiker tragen straßenkluft etc.), trifft zu.
                        Ich wusste nicht, dass der Satz von solch großer Bedeutung war, für dich wohl schon. Ich finde ihn auch etwas missverständlich und war wohl direkt auf die Schülerbands in der Zeit bezogen.

                        Dann war es eben früher, dass die Beatles den Rat von Epstein befolgten, in Anzügen aufzutreten.

                        Viel wichtiger ist aber , dass die Beatmusik am Anfang etwas ganz Ursprüngliches besaß mit diesem besonderen Rhythmus und was die Beatles eben besonders gut umsetzten.
                        Zuletzt geändert von Gilla; 28.05.2011, 18:27
                        *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                        • gast-20110818

                          #132
                          Beatles und Jugendrevolte? Dafür sorgten - zumindest in Deutschland - doch eher die Rolling Stones.

                          Kommentar

                          • gast-20111607

                            #133
                            Revolte? WHUTLOL?
                            Wenn ich hier im betuchlich-behaebigen Deutschland, welches im Kern, trotz aller selbst artikulierten Weltoffenheit, immer noch ein absolutes Bedenkentraeger- und Spiesserland par excellence ist, ueber irgendwelche durch einen Saenger/Bands ausgeloeste Revolten lese, dann muss ich immer dabei doch immer sehr schmunzeln!

                            Die einzige Revolte, und selbst die nur bedingt, die Deutschland jemals hatte, waren doch die "68er", die den meterdicken Nazi Muff ihrer Eltern und Grosseltern zur gesellschaftlichen Aufarbeitung hingefuehrt haben - und ein Bewusstsein fuer kritisches Denken ggue. Staat und Institutionen in Gang gesetzt haben, ansonsten setzt doch der Deutsche bei den Schlagworten

                            Revolte
                            Staat
                            Jugendkultur
                            Unzufriedenheit
                            Deutschland
                            Bananenrepublik
                            Bahnfahrkarte
                            Rasen nicht betreten

                            wo ueberall einen "Erledigt" Haken?

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                            • burroughs
                              Board-Legende

                              • 09.02.2004
                              • 56243

                              #134
                              Revolte? Ich würd das eher Randale nennen.. zumindest das, was die damaligen *Rocker* erst bei den Konzerten von Bill Haley und dann von den Stones aufgeführt haben

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                              • Hans Muff
                                Posting-Legende

                                • 11.11.2006
                                • 7993

                                #135
                                Zitat von Richard Burton
                                ueber irgendwelche durch einen Saenger/Bands ausgeloeste Revolten lese, dann muss ich immer dabei doch immer sehr schmunzeln!
                                Musik war damals ein nicht unwesentlicher Faktor.

                                IMI COME HOME!

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