Dazu passen sehr gut die letzten Sätze von Peter Guralnick im 2. Band Careless Love :
"Es kann ganz schön schwierig sein, die Kakofonie von Stimmen zu übertönen, die sich zusammengeschlossen haben um in einem Chor fundierter Meinung, unfundierter Spekulation, Hagiografie, Symbolismus und Anschuldigungen einzustimmen, doch letzten Endes gibt es nur eine Stimme, die zählt. Es ist die Stimme, die die Welt zum ersten Mal auf jenen strahlend gelben 78ern von Sun hörte, dessen usprüngliches Kennzeichen, ein krähender Hahn, der umgeben ist von kühnen, stilisierten Sonnenstrahlen und einem Kreis von Noten, danach strebte, das Anbrechen eines neuen Tages zu verkünden.
Es ist unmöglich, diese Stimme zum Schweigen zu bringen; man kann sie nicht überhören, wenn man sich "That's all right" oder "Mystery Train" oder "Blue Moon of Kentucky" anhört oder irgendeines der Stücke, mit denen Elvis weiterhin fast bis zum Ende seines Lebens sein Gefühl der unbegrenzten Möglichkeiten vermittelte.
Es ist dieses Gefühl von Tatendrang, genauso sehr wie irgendwelche historischen Wegweiser oder Ziele, welches weiterhin direkt mit einer Öffentlichkeit kommuniziert, die in Elvis von Anfang einen Gleichgesinnten erkannt hatte. Das ist es, woran wir uns erinnern müssen.
Angesichts der Fakten und trotz allem, was wir erfahren haben, ist es notwendig, unvoreingenommen und unbelastet zuzuhören wenn wir Elvis' Botschaft wahrnehmen wollen: die Verkündigung lang unterdrückter Gefühle, die Umarmung einer Verletzlichkeit, welche kulturell abgelehnt wurde, das unerschrockene Streben nach Freiheit.
Elvis Presley mag vielleicht von seinem Weg abgekommen sein, doch selbst in seinen dunkelsten Momenten bewahrte er sich etwas derselben unschuldigen Transparenz, die an erster Stelle den Unterschied in der Musik und dem Menschen ausgemacht hatte. Mehr als die meisten war er sich seiner eigenen Grenzen bewusst; sein tiefster Glaube wurde durch seine Erkenntnis geprüft, wie tief er von dem Anspruch dessen, was er erreichen wollte, abgefallen war - doch trotz all seiner Zweifel, trotz all seiner Enttäuschung, trotz all der Selbstverachtung, die er oft empfand, und trotz aller Desillusionen und Ängste glaubte er dennoch weiterhin an ein demokratisches Ideal erlösender Verwandlung, er suchte weiterhin nach einer Verbindung zu einer Öffentlichkeit, die ihn nicht für das umarmte, was er war, sondern für das, was er zu sein versuchte."
"Es kann ganz schön schwierig sein, die Kakofonie von Stimmen zu übertönen, die sich zusammengeschlossen haben um in einem Chor fundierter Meinung, unfundierter Spekulation, Hagiografie, Symbolismus und Anschuldigungen einzustimmen, doch letzten Endes gibt es nur eine Stimme, die zählt. Es ist die Stimme, die die Welt zum ersten Mal auf jenen strahlend gelben 78ern von Sun hörte, dessen usprüngliches Kennzeichen, ein krähender Hahn, der umgeben ist von kühnen, stilisierten Sonnenstrahlen und einem Kreis von Noten, danach strebte, das Anbrechen eines neuen Tages zu verkünden.
Es ist unmöglich, diese Stimme zum Schweigen zu bringen; man kann sie nicht überhören, wenn man sich "That's all right" oder "Mystery Train" oder "Blue Moon of Kentucky" anhört oder irgendeines der Stücke, mit denen Elvis weiterhin fast bis zum Ende seines Lebens sein Gefühl der unbegrenzten Möglichkeiten vermittelte.
Es ist dieses Gefühl von Tatendrang, genauso sehr wie irgendwelche historischen Wegweiser oder Ziele, welches weiterhin direkt mit einer Öffentlichkeit kommuniziert, die in Elvis von Anfang einen Gleichgesinnten erkannt hatte. Das ist es, woran wir uns erinnern müssen.
Angesichts der Fakten und trotz allem, was wir erfahren haben, ist es notwendig, unvoreingenommen und unbelastet zuzuhören wenn wir Elvis' Botschaft wahrnehmen wollen: die Verkündigung lang unterdrückter Gefühle, die Umarmung einer Verletzlichkeit, welche kulturell abgelehnt wurde, das unerschrockene Streben nach Freiheit.
Elvis Presley mag vielleicht von seinem Weg abgekommen sein, doch selbst in seinen dunkelsten Momenten bewahrte er sich etwas derselben unschuldigen Transparenz, die an erster Stelle den Unterschied in der Musik und dem Menschen ausgemacht hatte. Mehr als die meisten war er sich seiner eigenen Grenzen bewusst; sein tiefster Glaube wurde durch seine Erkenntnis geprüft, wie tief er von dem Anspruch dessen, was er erreichen wollte, abgefallen war - doch trotz all seiner Zweifel, trotz all seiner Enttäuschung, trotz all der Selbstverachtung, die er oft empfand, und trotz aller Desillusionen und Ängste glaubte er dennoch weiterhin an ein demokratisches Ideal erlösender Verwandlung, er suchte weiterhin nach einer Verbindung zu einer Öffentlichkeit, die ihn nicht für das umarmte, was er war, sondern für das, was er zu sein versuchte."







Kommentar