Was hielt Elvis von Jim Morrison?
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Sehe ich auch so! Warum sollte er auch?!?
TOO MUCH MONKEY BUISINESS- Übersetzen
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Passt schon,alter Schafhirte

Also die Äusserungen die du gestern genannt hast und welche auch aus Konzerten stammen waren nicht öffentlich?
Ah, weiss schon wieder....das war bei den Club-Gigs mit limtierter Zuschauermenge, ganz 14 Leute durften da in solche Shows glaub ich?
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Und ich weiss gar nicht, wie ich am schnellsten weiterschalten soll, wenn Titel wie "He Jude" oder "Lady Madonna" kommen.... Meiner Meinung nach, sind das Sachen, die er hätte lassen sollen, aber sowas von......
Es passt einfach nicht.
Jesse
Until the twelfth of never, I'll still be loving you ...
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Das sehe ich völlig anders. Ja Mitte der 60s hatten Dylan, Beatles, Stones usw. die Nase vorn. Allerdings sehe ich nicht, daß daß wie Du schreibst "Elvis Art Musik zu machen nicht gefragt war". Er ließ leider seine "Recording Karriere" schleifen. Ihm genügten die Einnahmen aus den Gilmen und den Soundtracks. Er war zu diesem zeitpunkt dadurch zwar -mehr oder weniger- weg aus den Charts, aber einer der best bezahltesten Hollywood Schaupieler (eine zeitlang gar der Best Verdiener) dank der Verträge Parkers.Meiner Meinung nach hat das auch gar nicht so viel mit den Beatles zu tun.Elvis Art Musik zu machen war einfach zu dieser Zeit nicht so gefragt.Es tat sich ja nicht nur Elvis schwer den Erfolg halbwegs zu halten.Seine Kollegen aus den 50ér Jahren hatten sich schon alle verabschiedet.Elvis hat sich hier eh noch gut gehalten.Wenn man mal das Jahr 65 hernimmt.3 Alben unter den Top 10,mit Crying In The Chapel einen Welthit der in manchen Ländern sogar Nr. 1 war-ich finde das ist nicht ganz so schlecht.
Nach den Studio B Aufnahmen bis zum 68er Special gab es außer How Great Thou Art und ein paar Songs nichts außer Filme und Soundtracks.
Der Mann drehte zwar an 2-3 Filme im Jahr (mit durchschnittlich 4-5 Wochen Drehzeit) und hatte somit gerade mal soviel "Arbeitstage" wie andere Urlaub. Was wäre da Zeit gewesen sich um Non-Soundtrack Musik zu kümmern, zu suchen und aufzunehmen. Tat er aber nicht. Er ließ es sich gut gehen und hatte eben einfach "nur" seinen Spaß mit den weiblichen Co Stars. Welche Jungeselle mit Millionär Status hätte dies nicht so lange getan bis die Kassen leer werden, es langweilig wird und/oder die Karriere zu kippen droht.
Andere wie Tom Jones, Engelbert, Dean Martin, Sinatra u.v.a. hatten sehr wohl mega Hits in den Charts mit "Easy Listening" und Pop Songs, Schnulzen (Balladen sorry,,,Crying In The Chapel" schaffte es ja auch!!!!). Das es neben der Brit Invasion keinen Raum und Käufer gab für -sagen wir mal klassische, almodischere Musik ist nonsens. Nur die "Command Performances" seiner "Mid 60s Filme" waren nett für die Filmszenen, aber taugten nicht gegen die hochklassigen Singles... die 67er Sachen hätten Potenzial gehabt, aber da nahmen die DJs ihn schon nicht mehr wahr. Nach der 65er Resterampe "Elvis For Everyone" kann man das keinem verdenken.
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende. -Oscar Wilde-- Übersetzen
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WENN dem so wäre, hätte er ihn sicherlich nicht 1965 in Beverly Hills und 1970 in Graceland empfangen. Zum Einen waren/durften/konnten nicht allzuviele Promis "in seine vier Wände" bzw. welcher Mensch läd jemand zu sich ein, den er aber eigentlich garnet mag? Von mir aus vieleicht dann, wenn es Presse wirksam inszeniert wird,,,,,Das er gegen die Vier "wetterte" in seinem Brief an Nixon diente doch einzig und allein der Sache. Er wußte wie Nixon tickt, was er schreiben "muß", um an die verdammte Plakette zu kommen.
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende. -Oscar Wilde-- Übersetzen
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da sich die diskussion längst von jim morrison im engeren wegbewegt hat, möchte ich mal ein paar allgemeine gedanken zum thema "elvis & die entwicklung der popmusik" loswerden.
die mainstream-popgeschichtsschreibung, wie sie uns z.b. im rolling stone präsentiert wird, geht von einer linearen entwicklung aus, die mit elvis begann und in den 60ern/70ern mit beatles/stones/dylan/springsteen quasi einen gipfelpunkt erreichte...
ich glaube nicht an dieses geschichtsbild, sondern sehe 2 parallele entwicklungslinien, die ab den frühen 60ern im kreativen widerstreit standen und wo mal die eine, mal die andere richtung kommerziell erfolgreicher war.
mit der "british invasion" ab 1964 setzte sich im gefolge der beatles eine tendenz in der popmusik durch, die die schwarzen wurzeln der amerikanischen populärmusik zusehends abtrennte. aus rock'n'roll wurde rock ohne roll. die rockmusik wurde immer filigraner und ging eher in richtung "kunstmusik" (psychedelic bzw. der albtraum namens progressive rock) oder aber extrem stumpf und unfunky (70er rock). statt zum tanzen anzuregen quälten die musiker ihr publikum mit 20minütigem gitarrengewichse und aufgeblasenen egos (passend zur ersten hochphase von kokain in den frühen 70ern).
zugleich gab es immer wieder gegenbewegungen: leute wie dylan oder die byrds, die mitte der 60er die harmonien und den kleidungsstil der beatles übernommen hatten, wandten sich gegen ende der dekade einem amerikanischen traditionalismus zu und machten countrylastige musik. interessanterweise wurden zu dieser zeit auch die stones immer "amerikanischer".
dass sich elvis der amerikanischen strömung zugehörig fühlte, ist logisch und erklärt vielleicht, warum er sich aus manchen zeitgenössischen trends raushielt bzw. sie nicht für wichtig erachtete.
ich hab im folgenden mal eine schematische darstellung dieser beiden strömungen versucht, die ich "englische & amerikanische stilistik" getauft habe:
"englische stilistik"
zielpublikum: mittelklasse, studenten, zusehends twens & ältere, auch akademiker.
-musikalische "fortschrittsgläubigkeit"
-psychedelic
-70er stadionrock & hardrock (led zeppelin, the who, black sabbath)
-progressive rock, jazzrock, artrock
-einflüsse aus zeitgenössischer avantgardemusik (stockhausen)
-einflüsse exotischer musik (indien - beatles, marokko – brian jones)
-einführung neuer instrumente (sitar, sythesizer)
"amerikanische stilistik"
zielpublikum: weiße arbeiterklasse, schwarze, teenager
-musikalischer traditionalismus, abarbeiten an den wurzeln
-blues & country
-große balladenstimmen (sinatra, roy hamilton)
-klassicher rock'n'roll & rockabilly
-r&b/soul (insbesondere die in memphis & den südstaaten favorisierte erdige, gospelbeeinflusste spielart)
-country-rock (rick nelson, die späteren byrds, dylan ab 1967, the band)
-singer/songwriter
-southern rock & roots rock (allman brothers, creedence clearwater revival)
-rock'n'roll revival & neo-rockabilly in den 70ern
wer ein wenig tiefer in diese thematik einsteigen will, dem sein elijah walds hervorragendes buch "how the beatles destroyed rock'n'roll. an alternative history of american popular music" ans herz gelegt.Zuletzt geändert von michael grasberger; 28.08.2010, 16:52
"We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
(Nick Tosches)- Übersetzen
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@Digger
Du kennst auch den berühmten Spruch von John Lennon in 1968: Die Beatles seien berühmter als Jesus - au backe...
Damit hat er sich sogar mit der Kirche angelegt. Elvis war auch nicht amüsiert darüber, habe ich irgendwo gelesen...
und ebenso Lennons "Bed in" Aktion in 1969.
Sowas passte alles nicht in Elvis' Weltbild, denke ich.
Zuletzt geändert von Gilla; 28.08.2010, 17:50*The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*
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