Hüftschwung von Elvis und alles danach

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  • Elvislover76
    Posting-Legende

    • 18.02.2005
    • 9215

    #31
    Zitat von King77
    Chuck Berry brachte seine erste Single 55 auf den Markt.Also nach Elvis.
    Little Richard startete 51 aber mit null Erfolg.
    Das weiss ich selber... Und trotzdem bleib ich bei meiner Meinung!
    Denn es waren sehr wohl einige doch bekannt, wie Roy Brown: Good Rocking Tonight von 1947 oder Amos Milburn: Chicken Shack Boogie auch 1947, Fats Domino: The Fat Man 1949, Jimmy Preston: Rock the Join, Jackie Brenston and his Delta Cats: Rocket 88 1951 (Ja, ich weiß auch, dass Ike Turner den Song schrieb, trotzdem erschien er unter Jackie Brenston!)! Nur mal um ein paar zu nennen...
    Zuletzt geändert von Elvislover76; 12.06.2010, 11:07
    If it's illegal to Rock and Roll, throw my ass in jail!~Kurt Cobain~

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    • gast-20110818

      #32
      Zitat von King77
      Chuck Berry brachte seine erste Single 55 auf den Markt.Also nach Elvis.
      Aber während Elvis nur regional bekannt war, hatte Chuck Berry einen landesweiten Top-Ten Hit mit seiner Single.
      Es wäre tollkühn, zu behaupten, dass Chuck Berry auch nur in irgendeiner Weise von Elvis beeinflusst war.

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      • Gilla
        Board-Legende

        • 05.02.2007
        • 14776

        #33
        Äpfel sind nicht Birnen...

        Wir reden von Elvis, der diese Musik für die weiße Bevölkerung hörbar gemacht hat und damit Türen geöffnet hat, so schlicht ist das zu erklären...
        *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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        • gast-20110818

          #34
          Zitat von Gilla
          Ich denke, wir sollten im Zeitraum nach dem Krieg denken. Nach dem Trauma des 2. Weltkrieges war nun heile Welt mit lieblichem Gesang und Berg- und Talfilmen angesagt.
          In Deutschland, aber doch nicht in den USA. Oder glaubst Du, die amerikanischen Jugendlichen haben sich mit Filmen wie "The Oberförster From The Silver Forrest" langweilen müssen?
          Meine Mutter fand die Filme als Jugendliche übrigens völlig klasse. Und langsam (sehr langsam) wurde dann eben auch die Deutsche Jugend amerikanisiert. So wechselte der Film-Held vom Oberförster mit Schrotflinte zum Cowboy mit zwei Colts an den Hüften.
          Das war aber reine Vermarktung und kein lange unterdrücktes Bedürfnis, dass nun endlich befriedigt wurde.

          Und nach dem Krieg gab es eine Menge Pioniere auf dem Gebiet. Marlon Brando, James Dean auf der Leinwand, Bill Haley mit seinem Welthit "Rock around...", um mal die bekanntesten Vertreter dieser neuen Jugendkultur zu nennen.
          Keiner von denen hatte vor ein Teenie-Star zu werden und die armen Backfische endlich mal zu befreien.

          Das ist mir zu kurz gegriffen und zu einfach gestrickt, dass ein Elvis Presley durch das Konsumverhalten der gelangweilten Teenies so begeistert aufgenommen wurde.
          Was heißt gelangweilt? Das ist doch wirklich nur ein Mythos, dass das Teenager-Leben unerträglich öde war, bis ein Elvis endlich mal Farbe rein brachte.

          Da kann man einfach nicht drum herum reden, Elvis' Riesensache war, dass er die ganze Vibration instinktiv in sich aufgenommen hat und seine Stärke war es, dies nach außen hin zu transportieren. Warum sonst wohl wurde die Welt auf ihn aufmerksam und kriegte den Mund nicht mehr zu?
          Elvis war der perfekte Star für den neuen Teenie-Markt und deshalb gut als Protagonist zu verkaufen. Und er hatte das große Glück, dass der neue Teenie-Markt so viele Gegner hatte, wie z. B. die mächtige Kirche, die Angst hatte, dass ihr Einfluss auf die Lütten jetzt abnimmt. So wurde eben die "Verrohung der Jugend" ein großes gesellschaftliches Thema, und ihr prominentester Protagonist stand dabei hübsch im Mittelpunkt und hat davon profitiert. Die einen erklärten ihn zum Teufel in Menschengestalt, die anderen zum rebellischen Hero. Natürlich alles kompletter Blödsinn, wie wir heute längst wissen. Ein Medien-Hype eben, den man übers Fernsehen hübsch verbreiten kann.
          Was Elvis gemacht hat, zu heißer Musik mit den Beinen zu zucken, war ja vom Prinzip her nix Außergewöhnliches (man schaue mal auf die Tanzwut der 40er Jahre), eben so wenig wie Lena Meyer-Sonstwie irgendwas außergewöhnliches Aufgeführt hat und trotzdem wird sie von Tausenden frenetisch bejubelt. Das liegt eben nicht daran, dass sie das gewisse Etwas hat.

          Wie Elvis die Galionsfigur für die Jugend der 50s war, so waren es die Beatles in den 60s. Juchuuhh.

          Und das ist nicht verklärt, sondern äußerst realistisch...
          Die Beatles habe die Jugendlichen dann vom öden Rock'n'Roll befreit, weil sie die waren Bedürfnisse der Teenies viel genauer erkannt haben, hm? Oder doch eher neue Mode, neues Spiel und wieder rollt der Rubel?

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          • gast-20110818

            #35
            Zitat von Gilla
            Wir reden von Elvis, der diese Musik für die weiße Bevölkerung hörbar gemacht hat und damit Türen geöffnet hat, so schlicht ist das zu erklären...
            Das stimmt aber einfach nicht. Weiße haben Chuck Berrys Debüt-Single zur Hit-Platte gemacht.
            R&B wurde auch viel von Weißen gehört (gut, in den Südstaaten wahrscheinlich weniger) , die dem Teenie-Alter längst entwachsen waren. Oder glaubst Du, die ganzen R&B-Filme im Kino wurden nur für Schwarze produziert.

            Rock'n'Roll pur, aus den 40er Jahren :

            [ame="http://www.youtube.com/watch?v=OCH_n9CTTbA"]YouTube- Louis Jordan[/ame]

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            • Jesse
              Board-Legende

              • 03.01.2007
              • 21508

              #36
              Zitat von Blues Boy
              Oder glaubst Du, die ganzen R&B-Filme im Kino wurden nur für Schwarze produziert.

              Rock'n'Roll pur, aus den 40er Jahren :


              Hast Du's Dir eigentlich zur Lebensaufgabe gemacht, Elvis mit all seinem Können und Wirken kaputt zu reden.

              Und Du glaubst tatsächlich, die breite Masse der weissen Bevölkerung hat sich diese R&B Filme damals angeschaut ja? Dann bist
              Du doch nicht so schlau, wie ich dachte. :traurig:


              Jesse

              Until the twelfth of never, I'll still be loving you ...




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              • Jesse
                Board-Legende

                • 03.01.2007
                • 21508

                #37
                Zitat von Blues Boy

                ... eben so wenig wie Lena Meyer-Sonstwie irgendwas außergewöhnliches Aufgeführt hat und trotzdem wird sie von Tausenden frenetisch bejubelt. Das liegt eben nicht daran, dass sie das gewisse Etwas hat.

                Und auch hier liegst Du sowas von falsch. Im Leben würde ich das Mädel nicht mit Elvis vergleichen wollen und doch hat sie etwas Besonderes an sich. Es war nicht nur das Liedchen, dass die Leute begeisterte, es war ihre süsse freche Art und Weise, wie sie es sang und wie sie auf die Menschen wirkt. Im schwarzen Kleidchen, ohne grosses Tamtam und fast alleine auf der Bühne brachte sie mehr herüber, als die kompletten Mannschaften der restlichen Bewerber.

                Jesse

                Until the twelfth of never, I'll still be loving you ...




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                • gast-20110818

                  #38
                  Zitat von Jesse
                  Hast Du's Dir eigentlich zur Lebensaufgabe gemacht, Elvis mit all seinem Können und Wirken kaputt zu reden.
                  Ich mache weder das eine noch das andere. Entweder willst Du meine Beiträge nicht verstehen oder Du kannst es nicht.

                  Und Du glaubst tatsächlich, die breite Masse der weissen Bevölkerung hat sich diese R&B Filme damals angeschaut ja? Dann bist
                  Du doch nicht so schlau, wie ich dachte. :traurig:
                  Ich hab ja nicht gesagt, dass die Filme Mega-Blockbuster waren, aber sie haben ihre Summen eingespielt, sonst hätte man nicht so viele davon produziert (kennen wir ja von den Elvis-Filmen ).
                  Und selbstverständlich haben sich viele Weiße diese Filme angeguckt, ganz einfach weil's gute Musik war und man sich dabei nichts dachte. Die Filme wurden auch nicht als Gefahr wahrgenommen, weil sie nicht dazu gemacht wurden, so einfach ist das.
                  In Las Vegas haben sich 1956 AUSSCHLIESSLICH Erwachsene Elvis angeschaut und waren weder empört oder geschockt, sondern fanden ihn einfach nur langweilig.

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                  • Gilla
                    Board-Legende

                    • 05.02.2007
                    • 14776

                    #39
                    Zitat von Blues Boy
                    In Deutschland, aber doch nicht in den USA. Oder glaubst Du, die amerikanischen Jugendlichen haben sich mit Filmen wie "The Oberförster From The Silver Forrest" langweilen müssen?
                    Naja, ich meinte das allgemein vom Zeitgeist her. In Amerika waren es dann eben Doris Day Komödien, die ich sehr mag... Hauptsache schmunzeln und mit Happy End.

                    Keiner von denen hatte vor ein Teenie-Star zu werden und die armen Backfische endlich mal zu befreien.
                    Wäre sehr nützlich, diese Vokalbel mal wegzulassen. Das scheint ja ein Zwang in "bestimmten Kreisen" zu sein, anzunehmen, dass alle Elvis Fans ihn als Befreier der Witwen und Waisen sehen würden.

                    Wir sprechen von Musik, Musik kann sehr wohl befreien und auch verändernd in der Gesellschaft wirken. Ich denke, die Person Elvis Presley mal außen vor, aber die Musik und sein Erscheinungsbild hatte den Charakter.

                    Was heißt gelangweilt? Das ist doch wirklich nur ein Mythos, dass das Teenager-Leben unerträglich öde war, bis ein Elvis endlich mal Farbe rein brachte.
                    Ja der Elvis und die vielen Mythen, die sich um ihn ranken. Da gehe ich aber nicht drauf ein, sondern nochmal der Hinweis, dass die geschniegelte Musik ihrer Eltern eben nicht die vieler Teenager war.


                    Elvis war der perfekte Star für den neuen Teenie-Markt und deshalb gut als Protagonist zu verkaufen. Und er hatte das große Glück, dass der neue Teenie-Markt so viele Gegner hatte, wie z. B. die mächtige Kirche, die Angst hatte, dass ihr Einfluss auf die Lütten jetzt abnimmt.
                    Dass der Markt dann zugriff, an so einem fetten Happen wie Elvis Presley zu verdienen, ist klar.

                    Aber zunächst einmal muss dieses Objekt der Begierde natürlich erst mal geboren werden. Er kam, sah und siegte...

                    So wurde eben die "Verrohung der Jugend" ein großes gesellschaftliches Thema, und ihr prominentester Protagonist stand dabei hübsch im Mittelpunkt und hat davon profitiert. Die einen erklärten ihn zum Teufel in Menschengestalt, die anderen zum rebellischen Hero. Natürlich alles kompletter Blödsinn, wie wir heute längst wissen. Ein Medien-Hype eben, den man übers Fernsehen hübsch verbreiten kann.
                    Elvis wollte Musik machen als erstes und er wollte damit Geld verdienen, um seiner Armut zu entfliehen. Das Fernsehen war sicher hilfreich.
                    Der von uns allen so geliebte Protagonist wäre doch doof gewesen, davon nicht zu profitieren.

                    Übrigens, es sind ganz andere Stars schon frühzeitig verglüht, wenn sie nicht genügend zu bieten hatten. Eine aufgebauschte, hohle Figur hätte nicht so eine Begeisterungswelle ausgelöst, und zwar über den ganzen Globus. Noch heute reden sie von ihm...

                    Was Elvis gemacht hat, zu heißer Musik mit den Beinen zu zucken, war ja vom Prinzip her nix Außergewöhnliches
                    Ja, war ja nur ein Hillbilly mit etwas Rhythmus im Blut und mit einer Stimme ausgestattet, für die er ja nichts konnte, in die Wiege gelegt.

                    [quote]

                    Die Beatles habe die Jugendlichen dann vom öden Rock'n'Roll befreit, weil sie die waren Bedürfnisse der Teenies viel genauer erkannt haben, hm? Oder doch eher neue Mode, neues Spiel und wieder rollt der Rubel?
                    Ist nicht schlimm, dass der Rubel rollt. Haben wir alle was davon.
                    Die Beatles brauchten die Jugendlichen nicht vom R&R befreien, weil es den da schon nicht mehr gab.

                    Die Beatles hatten in einer musikalischen Übergangsphase ebenfalls genau den Zeitgeist getroffen und uns ein wunderbares Lebensgefühl gegeben. Das war einfach klasse, kann ich dir sagen....
                    Zuletzt geändert von Gilla; 12.06.2010, 13:52
                    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                    • gast-20110818

                      #40
                      Zitat von Jesse
                      Und auch hier liegst Du sowas von falsch.
                      Aber sowas von.

                      Im Leben würde ich das Mädel nicht mit Elvis vergleichen wollen und doch hat sie etwas Besonderes an sich. Es war nicht nur das Liedchen, dass die Leute begeisterte, es war ihre süsse freche Art und Weise, wie sie es sang und wie sie auf die Menschen wirkt. Im schwarzen Kleidchen, ohne grosses Tamtam und fast alleine auf der Bühne brachte sie mehr herüber, als die kompletten Mannschaften der restlichen Bewerber.
                      Träum weiter, Jesse.
                      Es ist gewollt, dass man die enorme Arbeit hinter den Kulissen nicht wahrnimmt. Und scheinbar wollen das die meisten auch gar nicht, weil ansonsten ihr mystisch märchenhaftes Weltbild ins Wanken geraten könnte. Aber jeder wie er mag. It's a free country, live like you wanna live, yeah!

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                      • MysteryTrain
                        Posting-Legende

                        • 12.07.2008
                        • 7260

                        #41
                        Die Millionärstussis in Las Vegas kann man auch nicht mit der amerikanischen Durchschnittsbevölkerung gleichsetzen Für die war das eine kleine Pausenatraktion bevor sie an den Roulettetisch zurückkehrten

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                        • burroughs
                          Board-Legende

                          • 09.02.2004
                          • 56243

                          #42
                          stuss.. denn schon damals musste man kein millionär (oder dessen tussi) sein, um in vegas zu gambeln und den abend im showroom ausklingen zu lassen
                          aber er hatte, wie schon zuvor in der grand ole opry, auch beim vegas-publikum zu der zeit keinen riss.. punkt aus nikolaus

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                          • MysteryTrain
                            Posting-Legende

                            • 12.07.2008
                            • 7260

                            #43
                            Dann war er wohl zu schlecht und er hatte wohl recht, wenn er selbst mal sagte, er könne nicht singen
                            Elvis, ein einziger Marketingtrick, weiter nichts. Da haben wir uns ja schön verarschen lassen.
                            Zuletzt geändert von MysteryTrain; 12.06.2010, 13:43

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                            • Loverdoll
                              Gehört zum Inventar

                              • 16.01.2010
                              • 3945

                              #44
                              Zitat von MysteryTrain
                              Dann war er wohl zu schlecht und er hatte wohl recht, wenn er selbst mal sagte, er könne nicht singen
                              Elvis, ein einziger Marketingtrick, weiter nichts. Da haben wir uns ja schön verarschen lassen.
                              Ja, wir leben in einer Matrix, nichts ist so wie es scheint
                              Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß
                              Johann Seume, 1763 - 1810, dt. Schriftsteller

                              Kommentar

                              • burroughs
                                Board-Legende

                                • 09.02.2004
                                • 56243

                                #45
                                ebenso stuss
                                was ist so derart schlimm daran, dass er bei den ERWACHSENEN zu der zeit nicht so gut ankam
                                glaubt ihr, die teenies wären derart ausgerastet, wenn ihre eltern die heulboje ebenso gut gefunden hätten?
                                welcome to reality, son

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