mein einsamer Wolf. geh doch mal mit gutem Beispiel voran.
Warum war Elvis einsam?
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Keine Ahnung. Ich habe nie mit ihm gesprochen. Meines Wissens hat das nie jemand getan. Genau das hätte man aber machen müssen, um herauszufinden, was diese Themen waren. Natürlich liegen sie auf der Hand, wobei am meisten sicherlich immer über den Tod der Mutter gesprochen wird.
Ich persönlich sehe zwei andere große Themen: An erster Stelle den Verlust des Zwillings, der viel tiefer, weil unbewusst wirkte. Und dann den Verlust des Vaters, der männlichen Autorität, als dieser von einer noch größeren (männlichen) Autorität, dem Staat, gemaßregelt, sprich (in den Augen eines kleinen Jungen) "besiegt" wurde, und ins Gefängnis musste. Die Besuche dort gehören zudem sicherlich nicht zu den schöneren Erlebnissen im Leben eines kleinen Jungen.
Ich denke, beide Ereignisse könnten in Elvis' Leben Fragen zur eigenen Identität hinterlassen haben. Viel eher sogar als der Tod der Mutter.- Übersetzen
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...habe ich geschrieben.
Nun habe ich meine Vermutung, dass Elvis diese Welt bewusst außen vor ließ, von Lamar Fike (E and the MM) nachlesen können:
In Graceland waren wir in einer geschützen Umgebung. Es "regnete" nie und es war nie "kalt". Es war so, als beschützten uns große Flügel. Wir waren in einer Art Goldfischglas, aber geschützt. Wir konnten die großen Tore schließen und haben nur die Leute reingelassen, die wir aussuchten. Wir waren so isoliert, dass niemand ohne weiteres zu uns kommen konnte.
"We lived such a fantasy that it was hard to judge reality. We didn't care about the outside world. It was like an addiction. We had to stay there in order to think".
Klar hat jeder einen eigenen Film im Kopf, wie sein Leben abläuft, jedoch empfinde ich Elvis' selbstgeschaffene, "künstliche" Welt schon sehr besonders.*The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*
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Ich weiß nicht so recht... m. E. ist es u. U. ja auch gerade diese selbstgeschaffene, in sich abgekapselte Welt mit seinen Höflingen, die ihn erst recht glauben machen ließ, er könne sich gar nicht unter Menschen begeben...
Wenn man den ganzen Tag eine Horde um sich hat, die noch dankbar den Mund zum Abaschen aufmacht und sich halb tot lacht über auch den allerletzten, unlustigen Witz, dann fehlt da auch immer der Input von außen, der u. U. erst eine Selbstreflexion zu ermöglichen weiß...
Für mich lebte Elvis in einer eigenartigen Welt... und als der Spaß nachließ, suchte er Antworten in Büchern, die ihn noch mehr irritierten statt ihm wirklich weiter helfen zu können (wenn überhaupt)...
Für jemanden, der vordergründig alles und noch mehr hatte, kann er nicht wirklich glücklich gewesen sein... und wenn man es genau nimmt, ist dies auch kein Mensch, weder ich, noch mein Nachbar, noch einer aus dem Forum hier... und bei Elvis kam wohl vieles zusammen...
Ist euch schon mal aufgefallen, man kann es meistens, zumindest im ersten Moment gar nicht realisieren, wenn jemand dem es doch eigentlich so richtig gut geht, auch Probleme hat?Zuletzt geändert von Gast; 11.11.2009, 08:43- Übersetzen
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Und das Fatale daran war, dass er mit dieser "Spinnerei", das Leben zu hinterfragen -mal ganz egal ob erfolgreich oder nicht- er nicht mehr ganz ernst genommen wurde. Das war dann ein Elvis, mit dem so manche seiner Freunde nichts anfangen konnten, weil sie ihn nicht verstanden.
Mindestens ab da war Elvis einsam...*The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*
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diese situation beschreibt marty lacker ebenso......er bezeichnete elvis sinnsuche als "Californian Cult Crap"
.
er berichtet das elvis tatsächlich unter den jungs der mm bzgl. dieser thematik auf wenig verständnis stiess.
allerdings lebte elvis diese phasen des "suchens" intensiv mit figaro geller aus.
ich stimme dir zu Gilla,elvis wurde phasenweise sogar belächelt,ebenso machte der colonel zeitweise stimmung gegen geller und elvis spiritueller sinnsuche.A las malas lenguas, tijeras.- Übersetzen
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...habe ich geschrieben.
Nun habe ich meine Vermutung, dass Elvis diese Welt bewusst außen vor ließ, von Lamar Fike (E and the MM) nachlesen können:
In Graceland waren wir in einer geschützen Umgebung. Es "regnete" nie und es war nie "kalt". Es war so, als beschützten uns große Flügel. Wir waren in einer Art Goldfischglas, aber geschützt. Wir konnten die großen Tore schließen und haben nur die Leute reingelassen, die wir aussuchten. Wir waren so isoliert, dass niemand ohne weiteres zu uns kommen konnte. (...)
jedoch empfinde ich Elvis' selbstgeschaffene, "künstliche" Welt schon sehr besonders.Ich denke, ihr verwechselt Ursache und Wirkung.Ich weiß nicht so recht... m. E. ist es u. U. ja auch gerade diese selbstgeschaffene, in sich abgekapselte Welt mit seinen Höflingen, die ihn erst recht glauben machen ließ, er könne sich gar nicht unter Menschen begeben...
Wenn man den ganzen Tag eine Horde um sich hat, die noch dankbar den Mund zum Abaschen aufmacht und sich halb tot lacht über auch den allerletzten, unlustigen Witz, dann fehlt da auch immer der Input von außen, der u. U. erst eine Selbstreflexion zu ermöglichen weiß...
Das Problem war es nicht, das Leben zu hinterfragen. Jeder gesunde und erst recht jeder kreative Mensch tut das. Es ist Quelle und Ursprung der künstlerischen Kreativität. Das Problem war, dass er nicht die Persönlichkeit besaß, konsequent dazu zu stehen und es umzusetzen. Er ließ es sich von Parker und Priscilla ausreden und wegnehmen. Er war kein Mann, der zu dem stand, was er für richtig hielt. Er war immer noch Sohn. Und in dem Zusammenhang war er auch nicht die gefestigte Persönlichkeit, die sich unter Menschen begeben konnte, von denen es Widerstand und Kritik gegeben hätte, die aber auch einen Austausch ermöglicht hätten. Menschen, die mit ihm auf Augenhöhe waren.- Übersetzen
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Dem stimme ich grundsätzlich zu, was du sagst.
Jedoch, die Ursache seiner nicht gefestigten Persönlichkeit liegt m.M.n. an den tiefen Verletzungen in seiner Kindheit, die große Armut, das Gefühl, ausgegrenzt zu sein. Das steckt drin und Elvis ist zu schnell berühmt geworden, als dass er sich als Mensch hätte frei entwickeln können.
Mit 19 ein relativ unbekannter Sänger, mit 21 Jahren berühmt und umgeben von Bodyguards.*The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*
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