Warum war Elvis einsam?

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  • gast-20100118

    #151
    Zitat von f/k/a TS


    Leid ist nicht vergleichbar.
    vollkommen richtig.

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    • gast-20110425

      #152
      Ich glaube, Reverend, du verstehst da etwas falsch.

      Selbstverständlich sagte ich, dass Elvis sein Päckchen genauso zu tragen hatte, wie all die Beispiele, die ich aufgezählt habe.
      Jedoch hat er m. E. sich auch gerne damit abgefunden. Ich weiß nicht auf was er gewartet hat, welchen Moment er sich erhofft hat, dass sich endlich etwas ändert, an seinem trüben, einsamen und depressiven Leben.
      Er hat mit Vertrauten über alles gesprochen, dass er sich einsam fühlte, dass ihm bewusst war, dass er zu viele Medikamente zu sich nahm, all dieses war ihm doch klar.

      Nun meine Frage, warum hat er nicht den ersten Schritt unternommen, etwas zu ändern? Wieso hat er sich seinem "Schicksal" so hingegeben und es einfach geschehen lassen?

      Von vielen Seiten hat man ihm Hilfe angeboten. Er lehnte sie ab oder reagierte sogar aggressiv darauf.

      Ein Hang zu Selbstzerstörung sagt man ihm nach und ich glaube, er sagte so etwas Ähnliches auch selbst...Okay, dann soll es so sein.

      Aber sein Leben war zu schwer....

      Na, dann wäre er wirklich lieber LKW gefahren. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob er damit glücklicher geworden wäre.

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      • gast-20100411

        #153
        Zitat von Sonja68
        Nun meine Frage, warum hat er nicht den ersten Schritt unternommen, etwas zu ändern? Wieso hat er sich seinem "Schicksal" so hingegeben und es einfach geschehen lassen?

        Von vielen Seiten hat man ihm Hilfe angeboten. Er lehnte sie ab oder reagierte sogar aggressiv darauf.
        Ja, u. a. das ist ein Symptom der Depression.

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        • gast-20100118

          #154
          Zitat von Sonja68
          Nun meine Frage, warum hat er nicht den ersten Schritt unternommen, etwas zu ändern?
          was hätte er jetzt ändern sollen? die Freundin war doch noch recht frisch, von Heiratsplänen wurde in der Presse gemunkelt, er hatte ziemlich abgespeckt, das Tourprogramm sollte ein paar neue Songs enthalten, der neue Jumpsuit wartete auch schon, die Bodyguards wurden jünger, und in den 80ern wollte er wahrscheinlich nur noch Gospels singen. Ja gut, er hätte jetzt seine Fans damit befriedigen können, einfach mal n paar Jahre gar nicht mehr aufzutreten, aber damit hätte er sich selbst vielleicht doch n büschen sehr gequält. Aber wer weiß. Vielleicht hätte er 1979 seine Biographie diktiert.

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          • gast-20111607

            #155
            Ich glaube, wenn man nur die Oberfläche "seines" verehrten Stars sieht, den ganzen Prunk, alles sich erfüllend könnend und auf materieller Ebene keinerlei Wünsche mehr, dann verliert man den Blick dafür, all dies täuscht nicht darüber hinweg, der Mensch braucht zwingend Träume, um einen Antrieb zu haben...
            Und man sieht ja vordergründig dann erst einmal nur Elvis', im Prinzip, wirklich gutes Leben, gefühlter Faktor 1000 über dem eines normalen Menschen und kann sich gar nicht wirklich vorstellen, der Typ war mit sich im Unreinen...

            Manchmal denke ich, er ist daran gescheitert, entgegen seinem eigenen Verständnis, der wohl größte Entertainer des letzten Jahrhunderts geworden zu sein...

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            • Monday
              Gehört zum Inventar

              • 17.04.2009
              • 1381

              #156
              Zitat von Rev.Gerhard
              was hätte er jetzt ändern sollen? die Freundin war doch noch recht frisch, von Heiratsplänen wurde in der Presse gemunkelt

              , er hatte ziemlich abgespeckt, das Tourprogramm sollte ein paar neue Songs enthalten,

              der neue Jumpsuit wartete auch schon, die Bodyguards wurden jünger......

              zu1 :...die eigentliche frage ist doch,wollte elvis etwas ändern?
              meiner meinung nach wurde und wird diese Ginger liason viel zu hoch gehängt.ob er nun tatsächlich das für sie empfand was berichtet wird? mehrfach wurde berichtet das er sich auch desöfteren über diese beziehung beklagt habe,er sei es satt "kleine" mädchen zu erziehen.
              ich denke der altersunterschied sowie die völlig anders gelagerten interessen der beiden war ihm bestens bekannt.ich denke es hätte nicht nochmal geheiratet. wundert mich das du die presse erwähnst.
              wenn man sämtlichen heiratsgerüchten der presse glauben geschenkt hätte,dann wäre er vermutlich 15 mal verheiratet gewesen.

              zu 2 : abgespeckt hat er im laufe seiner karriere mehrfach,und an seinem tourprogramm wurde ebenso gelegentlich "gefeilt",allerdings war dies von nicht grosser dauer.

              zu 3: naja ein neuer jumpsuit und ein paar neue lakaien,machen nicht unbedingt einen wechsel der lebensgewohnheiten aus.
              Zuletzt geändert von Monday; 04.11.2009, 18:38
              A las malas lenguas, tijeras.

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              • gast-20100118

                #157
                Zitat von Monday
                naja ein neuer jumpsuit und ein paar neue lakaien,machen nicht unbedingt einen wechsel der lebensgewohnheiten aus.
                naja, im Großen und Ganzen wird es ihm wohl doch noch n Heidenspass gemacht haben, Elvis Presley zu sein.

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                • MysteryTrain
                  Posting-Legende

                  • 12.07.2008
                  • 7260

                  #158
                  Zitat von Rev.Gerhard
                  naja, im Großen und Ganzen wird es ihm wohl doch noch n Heidenspass gemacht haben, Elvis Presley zu sein.
                  Sagte er nicht bereits 1975, er sei es leid, Elvis Presley zu sein?

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                  • michael grasberger
                    Posting-Legende

                    • 16.02.2006
                    • 9974

                    #159
                    Zitat von TheKing
                    Was quälte ihn? Er war doch so ein Sonnenschein...
                    also dieser ausdruck passt für mich gar nicht zu elvis. schon auf den kindheitsfotos und auch auf den bildern der 50er ist ein starker somnambuler zug erkennbar, den er allem anschein nach von der mutter geerbt hat. oft hat er etwas dunkles, brütendes an sich, was ja auch einen teil seines charismas & seines sexappeals ausmachte und elvis zur identifikationsfigur jugendlicher loner-typen prädestinierte. (und zwar über seine zeit hinaus. auf mich als teenie hat das in den frühen 80ern noch ganz stark gewirkt.)
                    und schon in den 50ern äußerte er sich in radiointerviews dahingehend, dass er sich oft einsam fühle. da war sicher ein teil koketterie dabei aber wohl auch ein kern wahrheit...
                    Angehängte Dateien

                    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                    (Nick Tosches)

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                    • gast-20100118

                      #160
                      Zitat von MysteryTrain
                      Sagte er nicht bereits 1975, er sei es leid, Elvis Presley zu sein?
                      jeder flucht auch mal über seinen Job. ja okay, ist DIR natürlich fremd.

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                      • gast-20100118

                        #161
                        Zitat von michael grasberger
                        elvis zur identifikationsfigur jugendlicher loner-typen prädestinierte
                        gut dass Du's mal erwähnst

                        Kommentar

                        • Elvis007
                          Foren-Experte

                          • 09.10.2005
                          • 519

                          #162
                          Zitat von Rev.Gerhard
                          jeder flucht auch mal über seinen Job.....
                          Dies ist mit Sicherheit so, jedoch wurde Elvis zu 98% nur auf seinen Job bzw. auf sein Image reduziert.
                          Dass das Image und der Mensch dahinter jedoch 2 paar verschiedene Schuhe sind hat er ja selbst 72 während einer Pressekonferenz kund getan.
                          Das man vereinsamt wenn man sich immer die Frage stellen muß ob dem gegenüber nur am Image oder dem Menschen dahinter etwas liegt dürfte auf der Hand liegen, oder?

                          Kommentar

                          • TheKing
                            Board-Legende

                            • 19.06.2006
                            • 20721

                            #163
                            Zitat von michael grasberger
                            ... den er allem anschein nach von der mutter geerbt hat. oft hat er etwas dunkles, brütendes an sich, was ja auch einen teil seines charismas & seines sexappeals ausmachte und elvis zur identifikationsfigur jugendlicher loner-typen prädestinierte. (und zwar über seine zeit hinaus. auf mich als teenie hat das in den frühen 80ern noch ganz stark gewirkt.)
                            Danke, das ist ein interessanter Aspekt, der meinen Denkhorizont an der Stelle erweitert, sehr gut, Michael.
                            Ohne Worte!

                            Kommentar

                            • gast-20100118

                              #164
                              Zitat von Elvis007
                              Das man vereinsamt wenn man sich immer die Frage stellen muß ob dem gegenüber nur am Image oder dem Menschen dahinter etwas liegt dürfte auf der Hand liegen, oder?
                              nöö. der hat sich im privaten Rahmen ganz ungezwungen gegeben und auch Elvis-Presley-Witze gemacht.

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                              • TheKing
                                Board-Legende

                                • 19.06.2006
                                • 20721

                                #165
                                Sicher gibt es auch die reine Suchtspirale in die er geraten ist. Während Elvis lange Jahre gewisse Tabletten als legitime Helferchen sah seinen Job zu machen und auch seine Freizeit zu genießen, ohne dass dies zu sichtbaren oder fatalen Folgen führte, kippte das Bild irgendwann um 1971 in ein anderes Drogenverhalten. Es fiel auf, er nahm mehr und härtere Sachen. Dafür gibt es sicherlich Gründe.

                                Also warum betäubt sich jemand? Also das kann nur den Grund haben real existierende Dinge auszublenden. Einer wie Elvis steht unter Druck. Erwartungsdruck und er ist immer im Fokus der Leute, vieles hängt von ihm ab und er muss ständig "liefern". Dazu kommen die Probleme, die sein Superstarstatus im Privatleben verursachen. Ich glaube dieser Ruhm ist auch an bestimmten Stellen teuer bezahlt.

                                Also Michael Jackson ist auch so ein Beispiel, erschreckend paralell.

                                Da scheint es das Bedürfnis zu geben, einmal völlig abzuschalten, diesen Film mal anzuhalten.

                                Diese Medikamente liefern das. Alles verschwindet im Nebel, es wird still, man wird zum Fötus im Mutterleib....oder noch weniger...zum Nichts. Blackout.

                                Dann gibt es da eine Dynamik der Sucht selbst. Man nennt das auch Suchtspirale...Ich betäube mich und das hat auch in der Realwelt Konsequenzen, welche man nicht erträgt und sich darauf hin wieder wegbeamt...

                                Ich weiß nicht wie es bei Elvis war, aber es bekam ja eine wirklich harte Dynamik, er nahm fürchterlich starke Sachen ein..also das hat mit ein bißchen breit sein..nichts mehr zu tun.

                                Aus meiner eigenen Suchterfahrung heraus, weiß ich, dass man schon echte Probleme kriegen muss, um wirklich den Willen aufzubringen aus dieser Rutsche auszusteigen.

                                Elvis ging dazu wohl zu gut. Er wurde ja versorgt und bedient, er kam nicht in existenzielle Probleme.

                                Dann kann man Elvis wirklich auf der anderen Seite wirklich nicht nur als süchtig definieren, während er Medikamente nahm die absolute Hämmer sind, trat er auf und funktionierte mal besser, mal schlechter in seinem Job. Das ist absolut beachtlich. Er warf ja die Brocken nicht hin und legte sich nur noch in die Ecke..er machte sein Ding, lebte seine Musik und war für seine Fans da...beeinträchtigt zwar, aber irgendwas in ihm war stark wie ein Gaul.

                                Es muss für ihn sehr ambivalent gewesen sein, einerseits die Vorzüge und anderseits den Fluch seines Lebens zu erleben....

                                Ich vermute einfach, dass es viel schwerer ist in solch einer Position zu leben, als wir uns das ausmalen können.
                                Ohne Worte!

                                Kommentar

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