Dr. Nick oder "Verschobenes aus Who is Who"
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Elvis wurde von Gott abgerufen? Nun, da ich nicht völlig ungläubig bin, sehe ich diese Dimension der Dinge auch, aber wir reden hier ja über en irdischen Ablauf der Dinge und da hat ELvis sich selbst mit Hilfe schwerster Medikamente selbst gerichtet. Wahrscheinlich ohne festen Willen zum Tode, aber dies im Verlaufe seiner Suchtgeschichte billigend...für Elvis Tod sehe ich keinen anderen Grund als den Missbrauch von schweren Betäubungsmitteln...wenn in keiner direkten Overdose, dann wegen seines schlechten Allgemeinzustandes infolge der Einnahme über die Jahre...wenn die Mediziner eine Chance sahen, es nicht als direkten Drogentod darzustellen, dann haben sie diese genutzt. Elvis ist eine Ikone, da möchte man ihm alle Ehren bewahren, das ist in Ordnung....- Übersetzen
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Ein Gast antworteteFrag die Madonna auf Deinem Arm, ob hinter einem Tod auch eine übergeordnete Absicht stecken kann.- Übersetzen
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Ein Gast antworteteDieses festzustellen, wäre, wie bei MJ, für die Pathologie ne Kleinigkeit gewesen. Aber nein. Die Toxologie der Universitätsklinik von Utah sagt, es gab keine Fehl- und Überdosierung.- Übersetzen
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Ein Gast antworteteahja. Das war bei Elvis nicht anders. Der hat sich schon als kleiner Junge gewünscht, es seinen Leinwand- und Comic-Helden gleich zu tun. Ed Parker beschreibt rührend, wie Elvis es genoss, in seiner Position vielen Menschen geholfen haben zu können.- Übersetzen
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Im Prinzip brauchte sich ein Elvis Presley nicht mehr zu beweisen. Denn wie oft erzählt, allein seine Präsenz auf der Bühne genügte normalerweise, dass das Publikum loskreischt.
In diesem Fall war es anders, dieses Enthüllungsbuch seiner rachesüchtigen Freunde war nun raus, und da konnte und durfte er nicht bedusselt und mit schwerer Zunge vor dem Publikum auftreten, was ihm hier und da passiert ist.
Der abgedroschene Satz, er war Gefangener seines Ruhms, trifft hier bestimmt zu. Aber daran hatte er sich mittlerweile gewöhnt, er kannte doch schon seit Jahren kein anderes Leben.Aber was ich meinte: Meinst Du denn, daß er mit seinem Privatleben zufrieden war, seiner Isolation (da er der Superstar war), den immer gleichen Gesichtern, die er jeden Tag sieht? Daß er nicht vielleicht auch mal das einfache Leben vermißt hat? Darauf wollte ich eigentlich hinaus.
Als Jerry Schilling 1976 einmal einen Europatripp unternahm, ließ er sich nachher haarklein über diese Tour berichten. Ich denke, er hätte es sicher gern selber erlebt.
Was mit Elvis geschah, von ganz unten hoch in unendliche Höhen, war sein Verdienst und das seiner Crew. Sein Ehrgeiz war so groß, ganz oben zu stehen und er genoss diesen Erfolg. Das war es, was er wollte.Elvis hingegen ist da irgendwie reingerutscht, wie ein Floß auf einem Fluß, der dem Wasserfall immer näher kommt. Irgendwann hat sich alles verselbständigt und er konnte nichts mehr dagegen machen.
Jedoch hatte nie ermessen können, welcher Preis dafür zu zahlen ist. Der umjubelndste Star aller Zeiten, der King, lebte privat abgeschirmt auf seinem Schloss.- Übersetzen
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Ein Gast antworteteElvis musste sich nicht jeden Tag der Öffentlichkeit beweisen und hat dies auch nicht getan.
Elvis wurde als lebende Legende auf der Bühne gefeiert. Mehr Luxus geht nicht, für einen Entertainer.
Es war wohl eher so, dass Elvis das einfach Leben gar nicht wollte. Dass er es nicht hätte haben können, glaube ich nicht.Daß er nicht vielleicht auch mal das einfache Leben vermißt hat? Darauf wollte ich eigentlich hinaus.
Ich verstehe nicht, warum bei Elvis immer alles so hochtrabend gigantisch gesehen wird. Elvis ist, wie viele andere Künstler aus der Showbranche, irgendwie "drauf gekommen" und hat den Absprung nicht geschafft.
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Ein Gast antworteteEin kurzes Zitat aus Elvis by the Presleys:
"Wir haben seine Seelenqualen unterschätzt. Und er konnte sie nicht ausdrücken!"- Übersetzen
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Ein Gast antworteteDanke für die ausführliche Antwort.
Du meinst also, er mußte sich bzw. der Öffentlichkeit "jeden Tag beweisen". Wäre mal ne Überlegung wert.
Aber was ich meinte: Meinst Du denn, daß er mit seinem Privatleben zufrieden war, seiner Isolation (da er der Superstar war), den immer gleichen Gesichtern, die er jeden Tag sieht? Daß er nicht vielleicht auch mal das einfache Leben vermißt hat? Darauf wollte ich eigentlich hinaus.
Der Papst wird schon im Großen und Ganzen mit seinem Leben zufrieden sein. Er hat es sich ausgesucht und "dient einer guten Sache". Elvis hingegen ist da irgendwie reingerutscht, wie ein Floß auf einem Fluß, der dem Wasserfall immer näher kommt. Irgendwann hat sich alles verselbständigt und er konnte nichts mehr dagegen machen.
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Ein Gast antwortetejedes Leben hat auch Schatten. Oder glaubst Du, dass der Papst denkt, sein Job sei nur rosarot und himmelblau?
Das Lampenfieber hat Elvis übrigens nie verloren. Ich will "Schüchternheit" nicht als sonderliche crux darstellen. So etwas verliert sich übrigens nie. Man lernt jedoch damit umzugehen und sie zu überspielen. Ich will damit sagen, dass er die Herausforderungen seines Jobs nicht wie eine Maschine anging. Er war ein normaler Mensch von extrem bescheidener Herkunft. Die Seele verliert solche Wurzeln nie.
Wenn man sich mit den Anstrengungen in einem solchen Job beschäftigt, kommen gern solche Argumente wie "guck Dir Mick Jagger oder Tom Jones an. Die stecken das auch mit Links weg". Aber es ist nicht fair, solch platte Vergleiche zu ziehen. Es ist nun mal nicht jede Lebensuhr gleich eingestellt, jeder Mensch tickt anders, und jede Biologie ist individuell. Mein Vater war ein vielbeschäftigter Architekt und ist immer noch fit. Sein bester Freund und Bürokollege starb Anfang 40 am 3. Herzinfarkt. Einer meiner Freunde lebte viel gesünder als ich. Er starb dieser Tage mit 47 an Krebs. Der Mensch läßt sich auf keine Formel bringen. Und weil Mr. x so tickt, müßte Mr. y es auch tun. Nee. So läuft das nicht.
Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, waren die 50er eine Höllenachterbahn. Er erlebte einerseits Riesenerfolge und mußte auch ganz schön dafür ackern, auf der anderen Seite bekam er Kritiken und Schelte, an denen er verdammt schwer zu schlucken hatte.
Dass er dann Ende der 60er wieder so jugendlich die Bühne betrat, als sei er frisch geklont, war doch für alle eine Riesenüberraschung. Aber dieses Level sollte eine Weile gehalten werden. Er wollte es noch ne Weile so richtig krachen lassen. Und das zum Teil zweimal am Tag. Er wollte die Massen zum Rasen bringen. Zeigen, dass Mr. Rock'n'Roll kein Zufallsprodukt der 50er gewesen war. Und aus dem wurde dann Mr. Entertainment, der die Massen immer noch entflammte.
Und das ganz normale Leben setzt auch ganz normale Grenzen. Und so wurden die körperlichen Grenzen erreicht. Und diese ignorierte er. Sein Bauch wird ihm nicht gefallen haben. Die Fans fanden ihn nicht schlimm. Einige Zeitungen lachten darüber. Elvis konzertierte weiter. 100 mal im Jahr. Ich glaube, er genoß es sehr, dass der Verlust der agilen Jugend von seinen Fans ignoriert wurde. Sie suggerierten ihm, "für uns bist Du immer DER Elvis". Und ich meine, er gab alles, um sich dessen würdig zu erweisen. Und ich glaube, er gab sogar zuviel. Einhergehend mit dem Vorangeschriebenen endete das dann mit dem Streik des wichtigsten Organs. Das war sehr traurig. Muss aber nicht verwundern. Selbst ein vermeintlich kurzes Leben kann einen der größten Fußabdrücke hinterlassen, den die Welt je gesehen hat.Zuletzt geändert von Gast; 01.09.2009, 18:36- Übersetzen
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Das, was du schreibst, Gerhard, könnte der Hintergrund dafür gewesen sein, dass dort, ähnlich wie bei Michael Jackson, ein falscher Medikamentencocktail eine Rolle spielte - der auch zum Herzinfarkt hätte führen können.Warum stirbt Elvis am Vorabend seiner neuen Tournee? Diese Frage zu beantworten enthält doch den überzeugendsten Aspekt.
Insbesondere, wenn viele seiner Begleiter, egal ob als Zyniker oder rosarot bekannt, berichteten, dass Elvis sich tierisch sorgte über die auf ihn zukommende live Atmosphäre, der die yellow press Auszüge von What Happened schon zugrunde liegen würden...............
So blieb ihm nur die Entscheidung, durch sich selbst übertreffende Leistung das Publikum alles Gelesene vergessen zu machen. Und so knallte der Blutdruck aus mehreren Gründen. Und so sehr hätte er sich gewünscht, vor so ner wichtigen Sache schlafen zu können. Ging natürlich nicht.
Ich glaube wie du, dass der Druck wegen des Buches, welches am 1. August 77 auf den Markt kam, für Elvis immens war. Er wollte punktgenau fit sein und - Peng
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Ein Gast antworteteWenn man sich die Liste der Substanzen anschaut, finde ich es schon abenteuerlich, was da gegen Glaukom und Reizdarm verschrieben wurde.
Ein klassischer Herzinfarkt hätte mit Leichtigkeit bei der ersten Obduktion festgestellt werden können - wurde aber nicht. Stattdessen faselte der Arzt etwas von Herzrhythmusstörungen, die man nach dem Ableben eigentlich gar nicht nachweisen kann.
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Ein Gast antworteteIch glaube aber, die Schüchternheit hat er bereits in den 60ern abgelegt.
Aber er muß sich schon privat wie im Gefängnis vorgekommen sein. Da wird wohl auch das Problem liegen.
Du schreibst übrigens, daß er ein erfülltes Leben hatte. Glaubst Du auch, daß er das auch von seinem Leben dachte? Oder glaubst Du nicht auch, daß er sehr unzufrieden über seine Popularität, die Nebenwirkungen (Isolation, Leibwächter etc.) war und ab und zu mal von einem "normalen" Leben als z. B. LKW-Fahrer geträumt hat?- Übersetzen
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