ELVIS auf Telefonkarten: BRD
30 Jahre ist es her, seit in Deutschland erstmals neuartige Telefonkarten mit Chipmodul oder Magnetstreifen zum Einsatz kamen. 1989 begannen die ersten deutschen Sammler dieses elektronische Postprodukt systematisch zusammenzutragen. Die 45 Quadratzentimeter große Kunststoffkarte mit dem eingebauten Mikrochip war auf dem besten Weg, der guten alten Briefmarke den Rang abzulaufen. Kein Sammelgebiet hat in kurzer Zeit eine solche Karriere gemacht. Die Vorteile hatten sich herumgesprochen: kleinauflagig, motivschön und vielversprechend.
Ein Motiv um Menschen anzusprechen war zweifellos: Stars auf Telefonkarten. Weltweit erschienen Karten, die Prominente aus der Film- und Musikbranche zeigen. Es sind vorallem die internationalen Schallplattenfirmen und Filmgesellschaften, die die Telefonkarte als moderne Werbeträger für sich entdeckt hatten.
Vor etwa 15 Jahren ebenfalls Telefonkarten sammelnd, verfolgte ich das Marktgeschehen und war natürlich als Elvis-Fan gleichzeitig bemüht, vorallem jene Karten, die den KING (weltweit) zeigten, zu bekommen.
Dieses Hobby inzwischen längst verdrängt, seien dennoch an dieser Stelle zumindest einmal die deutschen Veröffentlichungen an Elvis-TK (chronologisch) vorgestellt.
K 565 C (1991)


Diese nicht reine Elvis-TK gab das Auktionshaus Rogge 1991 (November) in Auftrag. Die Rückseite zeigt unter der Überschrift "Sammeln ist Musik" die Abbildung von zwei Schallplattencovern: Elvis <Elvis Is Back!> und von den Beatles <The Beatles -A Hard Days Night>.
Elvis war hiermit zum ersten Mal auf einer deutschen Telefonkarte zu sehen. Auf der Vorderseite (Modulseite) wirbt Rogge für sich.
Die K 565 C stammt vom Hersteller Oldenburg (ODS), hat eine Auflage von 2.000 Stück und enthält 20 Einheiten = 6 DM.
Der TK-Katalog (BATTENBERG) bescheinigte den Wert dieser Karte 1994/95 mit 200 DM (ungebraucht) bzw. 100 DM (gebraucht).
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