Interview with Ronnie Tutt

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • gast-20100125

    #406
    Zitat von MusicMan
    Meine Bemerkung bezog sich aber darauf, dass er 1964/65 quasi nix im Studio aufnahm. Was früher oder später war, ist in dem Zusammenhang irrelevant.
    Hast du vorher leider nicht so explizit ausgedrückt, dass du diesen Zeitraum meintest....


    Zitat von annmargrethistruelove
    Hör dir das Interview an! .
    Da höre ich aber kein "Leiden" heraus, sondern nur eine gehörige Portion Frust - und dass er gefrustet war, streitet doch niemand ab.


    Zitat von annmargrethistruelove
    .. er hat noch die ersten 4 Seiten des Skripts gelesen, dann wusste er was (wiedermal) Sache war.. ..
    Ja natürlich wusste er bereits nach einigen Seiten, wie der Hase bzw. die Handlung läuft....ist bei einigen Filmen ja auch nicht schwierig zu erraten:
    Speedboot-Fahrer, Rennfahrer usw.
    Das heisst aber nicht, dass er das Script nicht ganz gelesen hat - wie alle anderen musste ja auch Elvis seine Rolle im Film lernen.


    Zitat von annmargrethistruelove
    Absolut! Und das war auch der einzige Grund, warum er blieb: Millionen verdienen!..
    Und was ist daran so verwerflich, dass sein zeitweiliger Frust auf diese Art "versüsst" wurde?

    Zitat von annmargrethistruelove
    Auch hier gebe ich dir Recht! Aber das ändert nichts an der Tatsache.....
    ...... ertragen konnte!..
    Und warum erwähnt er bei seinen Live-Konzerten immer die Filme, wenn er sich für diese geschämt hat? Z. B. auf der Live recorded at MSG: Ladies & Gentleman, this was my first movie....bevor er Love me tender singt, oder dasselbe auf der "Southern Nights" bevor er Hawaiian Wedding Song singt, erwähnt er seinen Film "Blue Hawaii", um nur einige zu nennen.

    Ich denke, Elvis war davon gefrustet, dass die Inhalte bei einigen der "seichteren Filme" immer nach demselben Schema F waren.
    Dass er über den einen oder anderen Film oder Filmszene nicht sooo glücklich war, ist sicherlich der Fall. Aber ihm deswegen zu unterstellen bzw. zu interpretieren, er hätte sich für seine Filme "geschämt" - das halte ich doch für zweifelhaft.
    Sicherlich hatte er aus "Schamgefühl" alle seine Filme auf 16 mm-Kopien incl. Acryl der Songs (bereits gepostet)zu Hause auf Graceland.

    Zitat von annmargrethistruelove
    Erster Ausbruch: "How great thou are" und dann das Comeback.. .
    Dass Elvis das "How great thou Art"- Album aufnahm (1966) finde ich schon sehr bemerkenswert, da es eine Zeit der polit. Revolutionen war....Sehr erstaunlich, gerade zu dieser Zeit ein Gospel-Album zu machen. Ich finde, das sagt auch einiges aus - wenn man den Zeitraum mit in Erwägung zieht.

    Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass man im Frust getätigte Aussagen nicht überbewerten soll.

    Kommentar

    • annmargrethistruelove
      Gehört zum Inventar

      • 02.07.2008
      • 3480

      #407
      Zitat von Linda JnB
      Da höre ich aber kein "Leiden" heraus, sondern nur eine gehörige Portion Frust - und dass er gefrustet war, streitet doch niemand ab.
      Siehst du-du hörst Frust heraus, ich hör Leiden heraus-ist alles subjektiv .

      Zitat von Linda JnB
      Ja natürlich wusste er bereits nach einigen Seiten, wie der Hase bzw. die Handlung läuft....ist bei einigen Filmen ja auch nicht schwierig zu erraten:
      Speedboot-Fahrer, Rennfahrer usw.
      Das heisst aber nicht, dass er das Script nicht ganz gelesen hat - wie alle anderen musste ja auch Elvis seine Rolle im Film lernen.
      Ich beziehe mich hier nur darauf, was er in dem Interview sagt . Selbstvertständlich musste er seinen Text lernen - aber ich denk das war's dann auch schon


      Zitat von Linda JnB
      Und was ist daran so verwerflich, dass sein zeitweiliger Frust auf diese Art "versüsst" wurde?
      Garnichts - sagt ja auch keiner hier ! Im Gegenteil ist es das Beste was für E in Hollywood überhaupt rumgekommen ist.


      Zitat von Linda JnB
      Und warum erwähnt er bei seinen Live-Konzerten immer die Filme, wenn er sich für diese geschämt hat? Z. B. auf der Live recorded at MSG: Ladies & Gentleman, this was my first movie....bevor er Love me tender singt, oder dasselbe auf der "Southern Nights" bevor er Hawaiian Wedding Song singt, erwähnt er seinen Film "Blue Hawaii", um nur einige zu nennen.
      Oh Gott Linda-was E live nich so Alles erwähnt !
      Er hat das gern gemacht, nem Song irgendnen Aufhänger zu geben: Der Song ist von meinem neuen Album, dieser aus meinem ersten Film, jener ist ein Gospel den ich schon immer gern mochte, dieser hat mir schon immer gut gefallen und daher hab ich ihn aufgenommen etc etc etc.
      Dass er hin und wieder auf seine Filmjahre zu sprechen kam ( die ja auch keinen geringen Teil seines Lebens ausgemacht haben), das ist doch ganz klar... .Das heißt doch nicht dass er dem jetzt eine besondere Wertschätzung entgegenbrachte

      Zitat von Linda JnB
      Ich denke, Elvis war davon gefrustet, dass die Inhalte bei einigen der "seichteren Filme" immer nach demselben Schema F waren.
      Dass er über den einen oder anderen Film oder Filmszene nicht sooo glücklich war, ist sicherlich der Fall.
      Bis hierhin absolute Zustimmung, auch wenn ich sagen würde die "seichteren" haben den Löwenanteil ausgemacht... .

      Zitat von Linda JnB
      Aber ihm deswegen zu unterstellen bzw. zu interpretieren, er hätte sich für seine Filme "geschämt" - das halte ich doch für zweifelhaft.
      Das habe ich auch nie behauptet. Mein Punkt ist, dass E mit einem Traum nach Hollywood kam den er sich nicht erfüllen konnte - er wollte ein großer Schauspieler sein wie Brando und Konsorten. Hat nicht geklappt, er wurde nie als Schauspieler ernstgenommen, darunter hat er gelitten - just my two cents

      Zitat von Linda JnB
      Sicherlich hatte er aus "Schamgefühl" alle seine Filme auf 16 mm-Kopien incl. Acryl der Songs (bereits gepostet)zu Hause auf Graceland.
      Hat er die selbst angefordert? Unbedingt haben wollen? Oder hat er sie vllt. einfach so geschenkt bekommen ? Elvis hatte nen Haufen Kram in Graceland rumfliegen...


      Zitat von Linda JnB
      Dass Elvis das "How great thou Art"- Album aufnahm (1966) finde ich schon sehr bemerkenswert, da es eine Zeit der polit. Revolutionen war....Sehr erstaunlich, gerade zu dieser Zeit ein Gospel-Album zu machen. Ich finde, das sagt auch einiges aus - wenn man den Zeitraum mit in Erwägung zieht.
      Ich bin mir recht sicher dass das Album keinen politischen Hintergrund hatte, da E ein eher unpolitischer Mensch war. Es ist wohl eher aus seiner lebenslangen Liebe zu Gospel entstanden - nichtsdestotrotz ein tolles Album
      The sun never sets on a legend...

      Kommentar

      • gast-20090521

        #408
        Zitat von Rev.Gerhard
        Und der Colonel hatte natürlich Recht. "Willst Du auf der Musikbühne der Größte sein, kannste nur einen Film drehen, der dem angemessen ist." Und so ein Drehbuch find mal erstmal.
        Den Spruch höre ich zum ersten Mal, aber wenn Parker das wirklich gesagt hat, ist es ja auch zweimal umgesetzt worden: TTWII und EOT Hollywoodfilme.

        Kommentar

        • gast-20090521

          #409
          Zitat von King77
          Elvis hat in den Jahren 64/65 nur 59 Songs aufgenommen-so ein fauler Sack.Andere Künstler arbeiten 4 Jahre an einem Album mit 10 Songs.
          Ich sprach von Nicht-Soundtrack-Aufnahmen. Derer nahm er in den 2 Jahren nur 3 Songs auf: "Memphis Tennessee", "Ask Me" und "It Hurts Me".

          Kommentar

          • gast-20090521

            #410
            Zitat von Linda JnB
            Hast du vorher leider nicht so explizit ausgedrückt, dass du diesen Zeitraum meintest....
            Ja, das war ein bisschen verwirrend, bezog sich auf die Postings davor, wo ich meinte, wenn Elvis so gefrustet von seinen Filmen war, dann hätte er ja zum Ausgleich tolle Studio-Aufnahmen machen können. Hat er aber nicht. Und als Beispiel führte ich diese beiden Jahre an, wo der "faule Sack" insgesamt nur 3 (in Worten: drei) Nicht-Film-Songs aufnahm.

            Kommentar

            • gast-20090521

              #411
              Zitat von michael grasberger
              an eine vielsagende szene aus "that's the way it is" möchte ich noch erinnern. während der proben schnappt sich elvis seine gitarre, "zielt" mit ihr in richtung kamera und meint: "shoot the hollywood camera!"
              nuff said...
              Hier schließe ich mich Circle an (ja, so rum geht's auch), das war ein typischer Elvis-Gag. Außerdem hat er das 1969 auch gerne mit der Gitarre auf der Bühne gemacht, wenn er seine Story erzählte, dass er als Soldat immer Gewehr und Gitarre verwechselt hat. Elvis wärmte alte Gags gerne mal auf und modifizierte sie.

              Diese Situationskomik als verstecktes Statement über seine Hollywood-Karriere zu deuten, geht eindeutig zu weit.

              Kommentar

              • TheKing
                Board-Legende

                • 19.06.2006
                • 20721

                #412
                Also, ich glaube mein Freund Michael hat das auch humorig gemeint...

                Wir sollten die Haarspalterei da nicht auf die Spitze treiben. Im Leben ist nicht alles Gold was glänzt und selbst in einem solchen Leben, wie Elvis es erlebte gab es eben Licht und Schatten. Manche Situationen, die aus den Hollywoodverträgen resultierten fand er peinlich und nervend, davon kann man sicherlich ausgehen. Keiner kann genau beurteilen wie schwer er das jetzt nahm. Ihr habt recht, dass es eher auffällig ist, dass Elvis sich anscheinend nicht rechtzeitig aus Routinen befreite, wenn sie begannen ihm ersthaft zu schaden und das ist auffällig und das ist interessant. Warum?

                Ich vermute schon, das es eine Mischung aus Druck, harte Linie vom Colonel, Verantwortung gegenüber denen, die vom ihm abhingen, VBerantwortung und Erwartung den Fans gegenüber, Angst Karrierefehler zu machen usw, ihn dazu brachten, Situationen zu dulden, als notwendiges Übel auch mitzutragen.

                Seine Vertragspartner, seine Fans, seine Leute ale erwarteten Großes von ihm, diese Bürde trug er und den Druck erleichterte er sich durch alle möglichen Mittelchen..kann es so gewesen sein?
                Ohne Worte!

                Kommentar

                • gast-20100118

                  #413
                  Zitat von TheKing
                  Seine Vertragspartner, seine Fans, seine Leute ale erwarteten Großes von ihm, diese Bürde trug er und den Druck erleichterte er sich durch alle möglichen Mittelchen..kann es so gewesen sein?
                  Nein
                  Elvis hat die 60er außerordentlich genossen. Kauf Dir mal nen Fotobuch. Es gibt kaum ein zufriedeneres Gesicht.

                  Kommentar

                  • michael grasberger
                    Posting-Legende

                    • 16.02.2006
                    • 9974

                    #414
                    Zitat von TheKing
                    Also, ich glaube mein Freund Michael hat das auch humorig gemeint...
                    äh, eigentlich nicht. dass das von elvis als gag gemeint war, habe ich allerdings auch verstanden ().
                    aber ich bleibe dabei: mit dieser spontanaktion zeigt uns elvis (vielleicht unbewusst aber damit umso deutlicher), was er von hollywood hält.

                    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                    (Nick Tosches)

                    Kommentar

                    • gast-20100118

                      #415
                      Zitat von TheKing
                      Keiner kann genau beurteilen wie schwer er das jetzt nahm.
                      Es lohnt sich auch wirklich, sich mit den Outtakes zu beschäftigen. Von der Fröhlichkeit vom Anfang der 60er bis zum Ende der Filmkarriere dürfte man sich ein wenig anstecken lassen.

                      Kommentar

                      • annmargrethistruelove
                        Gehört zum Inventar

                        • 02.07.2008
                        • 3480

                        #416
                        Zitat von Rev.Gerhard
                        Von der Fröhlichkeit vom Anfang der 60er bis zum Ende der Filmkarriere dürfte man sich ein wenig anstecken lassen.
                        Ja da hast du Recht...er war geradezu außergewöhnlich....fröhlich...zuweilen
                        The sun never sets on a legend...

                        Kommentar

                        • gast-20100125

                          #417
                          Wie sehr Elvis während der Dreharbeiten seiner Filme "gelitten" hat, das sieht man an den Aussagen von R. West, die sich auf die Hollywood-Jahre beziehen....

                          TS: Did you enjoy the films, the films that Elvis did?

                          RW: Yes, I enjoyed the first ones. Blue Hawaii, GI Blues, Flaming Star especially, I could count on one hand the ones that were good and the rest of them were things that were thrown at him with no thought of anything other than making a buck. Forget the songs were bad, the scripts were bad, but for those of you who saw Wild in the Country and those movies I just mentioned, he had the ability if he had some training, and also he could have done better in the others.

                          He just kinda breezed through the others to get them out of the way because there was nothing to them as far as he was concerned. I mean, Wild in the Country was some of the best acting without a doubt he ever did, and the one in New Orleans - King Creole - those were two. King Creole was written for James Dean and they changed the name, of course James Dean was killed and Elvis got the part. But that was a heavy, dramatic acting part for him and I think he did it very well, but then he lost interest as the movies went by.

                          ...... but in the movies, we were doing the movies with him. I was in every fight scene, either doubling him or fighting with him or doubling for somebody else. That was fun, we didn't worry about anything then, maybe to and from the studio, but not too much. We were all involved in the movies and having a ball
                          I would have to say Elvis was the most fun because anything went with him. We did things on the set that drove directors crazy, like one time for instance he was in there getting his hair all slicked back, took 30 minutes to get that hair in place, I was up in the rafters. This was at Universal. We were on the old "Hunchback of Notre Dame" set. I was up in the cat-walk with a water balloon. After the make-up man did all his hair he stepped out, took about 2 steps and I dropped this water balloon. It hit right in his hair, and his hair of course went right down the side of his face, he didn't even look up! He just turned around and went back into the trailer and started over.

                          Oh ja - was muss er gelitten haben - es war zum Heulen...

                          Kommentar

                          • gast-20110818

                            #418
                            Ich lese daraus, dass Elvis künstlerisch frustriert war, was ja auch eindeutig für ihn spricht.

                            Kommentar

                            • annmargrethistruelove
                              Gehört zum Inventar

                              • 02.07.2008
                              • 3480

                              #419
                              Min Gott es sagt ja keiner dass E nie Spaß hatte und nur deprimiert war wegen und während seiner Filmerei! Es geht darum, dass die Entwicklung des Ganzen ihn in Summe frustrierte! Dass er da nicht das zeigen konnte was er wollte!

                              Das ist jetzt eine nette Anekdote die Red da erzählt, soll ich jetzt die 1000 anderen Quotes raussuchen, in denen sich E bitterlich beschwert hat wie ihn das Alles ankotzt? Es sind doch wieder nur Geschichten von dritten letzendlich!

                              Wie Elvis es wirklich empfunden hat weiss nur er, und ich denke einen guten Eindruck bekommen wir in dem hier im Thread geposteten Interview
                              The sun never sets on a legend...

                              Kommentar

                              • gast-20100125

                                #420
                                Zitat von Linda JnB
                                Da höre ich aber kein "Leiden" heraus, sondern nur eine gehörige Portion Frust - und dass er gefrustet war, streitet doch niemand ab.

                                Zitat von Blues Boy
                                Ich lese daraus, dass Elvis künstlerisch frustriert war, was ja auch eindeutig für ihn spricht.

                                Na so was - wer sagt es denn - ich höre und du liest dasselbe daraus?
                                Klasse


                                Zitat von annmargrethistruelove
                                Ich bin mir recht sicher dass das Album keinen politischen Hintergrund hatte, da E ein eher unpolitischer Mensch war. Es ist wohl eher aus seiner lebenslangen Liebe zu Gospel entstanden - nichtsdestotrotz ein tolles Album
                                Ann, es geht hier nicht um politischen Hintergrund - wie von dir angenommen, sondern darum, dass es zu dieser Zeit schon sehr ungewöhnlich war, ein Gospel-Album zu machen. Das zeigt doch deutlich auf, dass Elvis "gegen den Strom geschwommen" ist, sich nicht angepasst hat, sondern sein Ding durchgezogen hat - auch wenn es "nicht zeitgerecht" war. Er wollte das Album machen.

                                Und Elvis zu unterstellen, er wäre ein "unpolitischer Mensch" gewesen - das trifft ganz sicherlich nicht zu. Man sollte nicht die falschen Rückschlüsse ziehen aus Elvis unpolitische Statements in der Öffentlichkeit und seinem tatsächlichen Interesse für Politik. Ich habe sogar hier ein Buch genannt, welches politischer Art war. Abgesehen davon war er ganz von den sogenannten "Bill of Rights" angetan - das nur nebenbei.

                                Was mir hier im Forum immer wieder auffällt, ist die teilweise seichte u. oberflächliche Art, wie man Elvis sieht und ihn einschätzt.
                                Man muss bestimmte Quellen auch mal hinterfragen und selber intensiv nachforschen u. dabei kommt erstaunliches zu Tage.

                                Kommentar

                                Lädt...